Hallo Elisabeth!
…wäre eine katze od. ein kater besser für mikesch?
Bei mir leben drei Kater zusammen. Die ersten 2 Jahre haben sich zwei davon abgrundtief gehasst, erst als wir durch Umzug ein völlig anderes Umfeld bekommen haben, war es kein Problem mehr. Sie lieben sich zwar nicht, aber sie kommen nebeneinander einwandfrei aus.
Der eine dieser „Kampfkater“ war gut ein Jahr alt, als der andere mit ca. 12 Wochen einzog. Die haben sich aber sofort bei Einzug vom Kleinen in die Haare bekommen. Da hat man also sofort gemerkt, dass es problematisch werden könnte.
Der dritte Kater hat den Kleinen übrigens sofort akzeptiert, mit ihm gespielt, alles.
Dann noch als zweites Beispiel. Noch vor dem Umzug habe ich einen kleinen Kater als Flaschenkind bekommen. Er blieb bei uns, bis er gut 4 Monate alt war, und hat in der Zeit beide „Katzengruppen“ (die zu dem Zeitpunkt noch räumlich getrennt werden mussten) kennengelernt. Und kam in beiden klar, ohne dass es Probleme gab.
Dieser Kater kommt uns alle paar Wochen bis Monate besuchen, und wird nach wie vor von meinen Katern akzeptiert. Er bringt das Gefüge meines Trupps auch nicht durcheinander. Hat halt seinen bevorzugten Partner, der dann geliebt und beschmust wird, und findet den Rest auch sehr nett. Null Konkurrenz unter denen, als wären sie schon immer ein Team.
Wie es mit Katzen ist, weiss ich nicht genau, aber es scheint so zu sein, dass sich Kater insgesamt eher nicht verstehen als Katze und Kater. Bei mir war damals, als zum ersten der nächste kam, keine Wahl, der Kater war schon ausgesucht, bevor wir sein Geschlecht wussten, und da er ansonsten keinen Platz bekommen hätte (kranke Tierschutzkatze), kam er eben zu uns. Zu zwei Katern würde ich dann auch auf keinen Fall mehr was weibliches nehmen.
Wenn Du sowieso nur zwei Katzentiere halten möchtest, würde ich Dir eher zu einem Weibchen raten.
…gibt es möglichkeiten, die zwei vorher schon miteinander
bekannt zu machen (wobei ja die mutter das problem wäre…)??
Ich würde es nicht tun. Du verwirrst die Tiere damit vermutlich nur. Auf einmal ist da ein anderer, dann ist der wieder weg…und später sieht man den dann wieder, dann ist er womöglich erstmal wieder weg.
Die Chance, dass sie sich nach so kurzem Kennenlernen später wiedererkennen, ist meiner Meinung nach sowieso sehr gering.
Zusätzlich, wenn Du Deinen Mikesch mitnimmst zu den Kätzchen, dann setzt Du ihn sehr viel Stress aus, erst Transport, dann andere Umgebung, andere Katzen…ob er da positiv reagiert, lässt sich schwer sagen. Evt. verbindet er seinen Stress mit den anderen Katzen…
Die Mutterkatze wird auch kaum begeistert sein, wenn auf einmal ein Eindringlich in ihrem Revier ist. Und wenn ihr dann auch noch eines ihrer Kleinen weggenommen wird und später mit fremden Katzengeruch zurückkommt, ob das so gut ist?
…!!!tipps für die phase vor der umstellung…!!!
Drauf vorbereiten kannst Du ihn schlecht. Wenn das Baby da ist, lass ihn von sich aus Kontakt damit aufnehmen. Dann siehst Du auch, wie er reagiert. Manche Katzen sind da regelrecht entzückt, andere haben Angst, andere gehen forsch vor und tippen den neuen einfach mal an, und andere stürzen sich, wie mein Kater, drauf und verprügeln den neuen erstmal.
Wichtig ist, dass er von selbst aussuchen kann, wann er sich dem neuen nähert.
Mir wurde damals geraten, den Neuankämmling und den vorhanden Kater nicht zu trennen, sondern Augen zu und durch, auch wenn der Kleine etwas verprügelt wird. Das konnte und wollte ich aber nicht, weil der Grosse sobald er den Kleinen sah, auf ihn losgegangen ist und ihn gehauen hat, so dass er blutige Striemen an Gesicht und Ohren hatte und sich eingekotet hat vor lauter Angst.
Folge siehe oben, wir mussten uns zwei Jahre lang mehrteilen, um allen Katzen gerecht werden zu können, und hatten immer Türen, die geschlossen bleiben mussten. Weggeben kam nicht in Frage, die ersten Monate hätte es ja noch besser werden können, und man gewöhnt sich mit der Zeit an alles mögliche, an die Katze ebenso wie an die veränderten Lebensumstände 
Das ist aber wirklich Horrorszenario. Meistens beschnuppern die Grossen die Kleinen und ignorieren dann erstmal beobachtend.
…ratet ihr mir davon ab oder könnte das ganze funktionieren?
Das könnte Dir nur Dein Kater verraten. Die sind da sooo eigen…
Aber, ich denke, gerade in Deinem Fall müsste es prima klappen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Mikesch das Kleine von Anfang an gut akzeptiert.
Und ihr habt ja zur Not die Möglichkeit, das Kätzchen zurück zu Deiner Mutter zu geben, wenn es so gar nicht klappen will.
Aber Mikesch ist selbst noch kein „alter Einzelgänger“, und er sucht ja sehr nach Gesellschaft. Das hört sich für mich nach optimalen Voraussetzungen an.
…und wenns nicht geht…was dann?
Baby zurückgeben, evt. mit einem anderen nochmal probieren (gibt ja auch Babies, die eher zickig sind, das könnte ihn vielleicht verschrecken). Generell würde ich ein ruhiges, anschmiegsames Kätzchen wählen. Deine Mutter kennt die Kleinen ja schon recht gut, sie soll Dir da helfen, die Charaktere einzuschätzen. Lasst die Farbe aussen vor, hübsch werden sie sowieso alle
Sucht wirklich das aus, das vom Charakter her am besten zu Mikesch passt.
ich freue mich auf eure hilfe und bin für jede hilfe, tipps,
links auf homepages und kleine „hausmittelchen“ gegen mikeschs
schmerz dankbar!!!
Wer Dir vielleicht weiterhelfen kann, sind die Tierschutzvereine. Es gibt viele, die vor allem mit Katzen arbeiten und dementsprechend Erfahrung haben, was die Vergesellschaftung von Katzen angeht. Durch die Katzenmengen, die man dort hat, lernt man ja, wie man verschiedene Anzeichen deuten muss.
Evt. hat man dort auch katzenerfahrene Pflegestellen. Dort sind fast immer mehrere Tiger beisammen, die sich ja auch irgendwie kennenlernen mussten.
Noch dazu als Tipp, wenn Du es irgendwie einrichten kannst, nimm das Kätzchen, wenn Du ein paar Tage Urlaub hast. Oder zumindest vor dem Wochenende. Um Zeit zu haben, die zwei zu beobachten.
Also, ich rate Dir auf jeden Fall dazu. Es gibt Katzen, die sind geradezu dafür gemacht, mit anderen Katzen zu leben, und Dein Mikesch hört sich sehr nach so einer Katze an. Und gerade, weil man als Mensch einfach nicht die Zeit hat, wie eine andere Katze die hat, wäre es für ihn sicherlich sehr schön, wenn er einen Partner hätte.
Liebe Grüsse und viel Erfolg!
Und natürlich will ich hier einen Erfolgsbericht lesen! 
Bine 