Katze beim Tierarzt

Hi an alle,

gestern war ich mit meinen Katern zum Impfen und Durchchecken. Während der eine in eine „das-geht-schon-vorbei“-Lähmung verfallen ist, bis wir wieder zu Hause waren, musste der andere mit Schweißer-Handschuhen angefasst werden und konnte selbst so nicht untersucht werden. Es war grade möglich, ihm die Impfung zu verpassen, das war’s aber auch.
Die Tierärztin meinte, eine Komplettuntersuchung sei bei dem nur unter Narkose möglich.

Ok, der Kater ist anscheinend quieckgesund, drum mag ich ihn nicht unnötig narkotisieren. Allerdings würde ich ihn beizeiten trotzdem gerne mal durchchecken lassen. Außerdem ist immer noch nicht richtig klar, wer er eigentlich ist, weil er seinerzeit als ein Kater Baujahr '90 identifiziert wurde, was ich bis heute nicht glauben kann. Die Ärztin gestern bestätigte auch, dass der höchstens zehn Jahre alt wäre. Die Täto ist aber schwer zu lesen, und die Ärztin kam an das Ohr gar nicht ran.

Darum meine Frage: Welche harmlosen Möglichkeiten gibt es, ein Tier auf den Tierarzt vorzubereiten? Oder beim Tierarzt ruhig zu halten?
Bei einigen Tieren gibt es ja das so genannte „medizinische Training“, damit sie bei Untersuchungen ruhig halten, das wird bei Katzen wohl schwer möglich sein, aber vielleicht hat ja jemand Tipps?

Gruß
Cess

hallo,
also zur Beruhigung würde ich vielleicht vorschlagen, es bei deinen Katern mit Bachblüten zu versuchen. Notfalltropfen (Rescue, Nr. 39) wirken sowohl bei Mensch wie auch bei Tier und Pflanzen Wunder. Ich weiß nicht, ob dein wehrhafter Kater soviel Angst hat oder einfach nur stinkwütend ist, dass der Tierarzt in untersuchen will… Jedenfalls sind Bachblüten-Notfalltropfen das harmloseste Mittel bei einem solchen Stress; das heißt, keine Nebenwirkungen oder so.

lg,
lisi

Hi!

Jedenfalls sind
Bachblüten-Notfalltropfen das harmloseste Mittel bei einem
solchen Stress; das heißt, keine Nebenwirkungen oder so.

Jedes Mittel mit Wirkung hat IMMER auch irgendwelche Nebenwirkungen. Keine Nebenwirkungen die möglich sind, also auch keine Wirkung.

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Hallo,

eine meiner 3 Katzen ist genau so, da ein Opfer von Tierquälern war. Die erste Untersuchung fand unter Narkose statt. Seitdem bekommt sie 1 x im Jahr zum Check ein leichtes Beruhigungsmittel ( 1/4 gelbe Tablette, weiß leider nicht wie sie heißt). Dies gebe ich ihr ca. 3 Stunden vor dem Tierarzttermin in Leberwurst. Davon wird sie ziemlich benommen für ca. 12-24 Stunden, bleibt aber bei Bewußtsein. Beim Tierarzt bekommt sie dann ein Handtuch über den Kopf und kann notdürftig untersucht werden und ihre Impfungen bekommen. Bei einer reinen Wohnungskatze könnte man das ganze ja auch nur alle 2 oder 3 Jahre machen …

Bachblüten kannst Du gerne ausprobieren, das wirkt auch bei manchen Katzen - allerdings meiner Meinung nach eher als Placebo bei den Haltern. Eine leichtere Alternative ist es, wenn der Tierarzt sich die Hände vor der Behandlung mit FeliFriend (Katzenpheromone) einsprüht. Ich habe aber den EIndruck, dass bei Deiner Katze härtere Bandagen aufgefahren werden müssen.

Gruß,

Myriam

Hey,

ich glaube nicht, dass der Angst hat, er erschrickt nicht vor lauten Geräuschen (nein, er ist nicht taub!), er ist immer neugierig - ich denke einfach, der ist tatsächlich stinksauer, dass ihn grad jemand festhalten will. Möglicherweise hat er auch schlechte Erfahrungen gemacht und versucht, Ähnliches zu vermeiden und wird drum wütend. Aber ängstlich wirkte er gar nicht.

Ich habe auch Rescue-Tropfen zu Hause, die ich schonmal für eine längere Autofahrt getestet habe. Führt aber nur dazu, dass die Tiere zu Hause vor sich hindämmern und schlagartig wieder „nüchtern“ sind, sobald was passiert - sprich: in die Kiste setzen, ins Auto packen oder ähnliche „seltene“ Vorkommnisse.

Mir wäre es einfach lieb, wenn der Kerl aus reiner Freundlichkeit ruhig halten und sich angucken ließe. Ok, Zahnsteinentfernung ist sicher unangenehm, aber man konnte ihn ja nichtmal einfach ruhig halten und abtasten oder Ähnliches.
Mir kam aber eben der Gedanke, mir vom Tierarzt ein paar grundlegende Handgriffe zeigen zu lassen, um wenigstens das Wichtigste abzuklären, sprich regelmäßige Kontrolle von Zähnen und Zahnfleisch, vielleicht nach Verhärtungen unter Haut tasten etc… - bei mir in der gewohnten Umgebung ist das nämlich kaum ein Problem, da lässt er fast alles mit sich machen.
Und wenn ich dann was Auffälliges finde, kann ich ihn immer noch lahmlegen lassen.

Gruß
Cess

Haui, Cess,

ich weiß ja nicht, wie weit Dein Tierarzt weg ist, aber wir haben mal 'ne Kampfkatze an regelmäßige TA-Besuche gewöhnen müssen.
Dazu wurde die Dame einfach täglich in den Transportkorb verfrachtet, zum TA geschleppt, dort vom TA freundlich begrüßt und mit Leckerlies gemästet. Nach einer Woche wurde sie dann auf dem Behandlungstisch aus dem Korb genommen und dort gekuschelt (mit einem Finger das Köpfchen berührt) und be-Leckerlit. Dann hat’s nur noch zwei Wochen gedauert, bis der TA sie auch normal anfassen und mal abtasten konnte - nur bei Spritzen erwachte wieder der Kampfgeist…

Der Nachteil dieser Aktion war, daß jedesmal, wenn wieder Impfen angesagt war, vier Wochen lang tägliche TA-Besuche angesagt waren, damit sie sich wieder anfassen und am Ende der Aktion auch in ein Handtuch gewickelt impfen ließ.

Vielleicht ist das ja auch eine für Dich brauchbare Methode.

Gruß
Sibylle

Puh,

Vielleicht ist das ja auch eine für Dich brauchbare Methode.

wenn ich demnächst arbeitslos werde kann ich da mal drüber nachdenken, aber bis dahin lässt sich das absolut nicht realisieren. Schon allein deswegen, weil ich die Katze nicht immer bis dahin schleppen kann und mich mangels eigenen Autos fahren lassen muss, ganz davon abgesehen, dass ich einfach die Zeit nicht habe. Da der Kater ja keine Krankheitserscheinungen zeigt, ist es auch grad nicht so dringend, aber auf Dauer wäre es schon schön, das zu lösen.

Gruß
Cess

Hi!

Erkundige dich doch mal, ob es bei dir in der NÄhe eine mobile Tierpraxis gibt, oder der Tierarzt eventuell auch Hausbesuche macht.

Tara

Hallo Cess

Ich weiss nicht, was die anderen geantwortet haben. Auch wir hatten mal eine sehr kampflustige Katze (ein Weibchen). Sie konnte nur im Zwangskäfig untersucht werden. Was aber dann ganz spannend war, als wir die Tierärztin wechselten. Da wurde sie ganz zahm. Aber die neue Tierärztin hat sie auch bestochen *g*

Gruss
HaegarCH

Hi Cess,

Zahnsteinentfernung wird IMMER unter Narkose gemacht.

Gruß

Hey,

also mein anderer Kater wirkte gestern ganz wach bei der Zahnsteinentfernung. Ich glaube, es kommt drauf an, wie stark der Zahnstein ist und ob die mit Ultraschall ranmüssen.

Gruß
Cess

@ Cess, ich meinte Ultraschall.

@ Cess, ich meinte Ultraschall.

@Antares, du sagtest aber Zahnsteinentfernung, und die kann entweder unter Narkose gemacht werden mit Ultraschall, oder eben so (so es denn die Katze zulässt) mit ein bißchen Kratzen mithilfe spezieller Instrumente, wenn es nur ein bißchen ist. :smile:

Grüße
Cess

Hallo Cess,
ich meine, es kommt sehr darauf an, wie Deine bei TA-Besuchen „schwierige“ Katze bei Dir zu Hause auf „Einengungen“ reagiert.
Wie läßt sie sich von Dir Zecken entfernen oder kleinere Verletzungen anschauen/behandeln? Gibt sie nach, wenn Du Signale gibst?
Kriegt sie einen Kampf-Anfall, wenn Du sie mit Anti-Ungeziefer-Mitteln behandelst oder bürstest?
Ich habe einen Unkastrierten, Zugelaufenen, der in ungewohnten Situationen wie ein Irrer reagiert. Aber er hat bei mir gelernt, daß ich ihn niemals, NIEMALS körperlich einenge, zwinge etc. Ergebnis ist, daß er sich von mir (aber eben auch nur von mir) buchstäblich alles gefallen läßt. Ich spreche immer mit ihm, wenn etwas für ihn Unangenehmes passieren wird. wenn er sich wehrt, lasse ich ihn sofort los, spreche aber weiter freundlich auf ihn ein. Zuletzt wirft er sich ergeben hin und läßt die für ihn unangenehmen Dingen über sich ergehen.
Beim Tierarzt verfahre ich genauso: ich hebe ihn aus dem Katzenkorb raus, streichle ihn, spreche mit ihm so , wie er es kennt. Und erst wenn er sich hingelegt hat, lasse ich den TA an. Auch während der Untersuchung, Spritze etc. streichle ich ihn, spreche mit ihm.
Wenn der Kater mit Theater anfängt, muß der TA sich zurückziehen, ich halte das Tier ganz leicht, ohne Einengung, bis er sich wieder legt.
Und so weiter. Ganz wichtig ist, daß er psychologisch gesehen noch eine Wahl hat zwischen Flucht und Anschmiegen (denn wir sind in bedrohlichen Situationen die Schutzstation).
Ob Dir und Deiner Katze meine Erfahrungen helfen?
Schöne Grüße
Kerstin

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Hey,

ich meine, es kommt sehr darauf an, wie Deine bei TA-Besuchen
„schwierige“ Katze bei Dir zu Hause auf „Einengungen“
reagiert.
Wie läßt sie sich von Dir Zecken entfernen oder kleinere
Verletzungen anschauen/behandeln?

da er kein Freigänger ist, gibt es weder Zecken noch kleinere Verletzungen. Er lässt sich aber problemlos das Zahnfleisch anschauen oder in die Ohren gucken. Nur festhalten darf ich ihn dabei nicht, aber muss ich auch nicht, weil er es ja mitmacht.

Gibt sie nach, wenn Du
Signale gibst?

Der Kerl ist ziemlich intelligent und lernt schnell. Er reagiert sehr gut auf Signale, darum bin ich grad dabei, ihm Sitzen und Hinlegen beizubringen, vielleicht hilft das ja was. Sitzen klappt schon.

Kriegt sie einen Kampf-Anfall, wenn Du sie mit
Anti-Ungeziefer-Mitteln behandelst oder bürstest?

Keine Ahnung, s.o. Aber bürsten an sich findet er einfach Spitze, bis er dann irgendwann genug hat und die Bürste attakiert, allerdings im Spiel. Aber zum Beispiel Tropfen gegen Ohrmilben gingen gar nicht, da wurde er sauer.

Ich habe einen Unkastrierten, Zugelaufenen, der in ungewohnten
Situationen wie ein Irrer reagiert.

Na, das tut er ja auch nicht, der ist weder ängstlich noch schreckhaft. Nur festhalten geht eben gar nicht.

Ob Dir und Deiner Katze meine Erfahrungen helfen?

Auf jeden Fall gefallen mir die Tipps sehr gut - in die Richtung arbeite ich ja schon mit ihm. Ist immer noch die Frage, inwiefern der Tierarzt dann mitmacht, weil die ja auch meist unter Zeitdruck stehen. Was aber kein Grund sein sollte, es geht da ja ums Tier.

Danke für deine Erfahrungen
Cess

Hallo Cess!

Vielleicht auch die Chemie zwischen TA und Tier bedenken? Wenn die Ärztin ängstlich ist und das Tier merkt das, ist damit nicht viel gewonnen.

Meine Katze, welche vom Tierarztteam „schwarzer Teufel“ getauft worden ist, kann auch ganz schön unangenehm werden.

Den TA interessiert das aber alles nicht. Ein Griff - zack - das Tier ist platt und brav (naja, knurrt noch so komisch). Irgendwie sind die sich innerhalb von Sekunden einig wer was macht und vor allem, wer was nicht macht. Dann kann auch die Helferin festhalten und er untersucht in Ruhe.

Allerdings arbeitet er auch für den Zoo, und von daher ist er wohl ganz andere Kaliber an Katzen gewöhnt…

Lieben Gruß
Patrick

Hey,

kann gut sein, aber die beiden (Ärztin und Helferin) waren weder vorsichtig noch wirkten sie unsicher. Die haben schon zugepackt - aber der Kater hat sich gewunden wie eine Schlange. :smile:

Gruß
Cess

hallo,

wie auch eine Vorrednerin sagte: Hausbesuch. Keine Angst, die sind gar nciht so teuer, die Tarife sind nach Nah und Fern manchmal gestaffelt. Ich bin allerdigns mal schlecht gefahren, als wir gar nicht ausgemacht hatten, es hieß nur - der ist günstig und hinterher hat er mir ohne Auflistung ohne Rechnung ohne Erläuterungen einen 50iger für eine Spritze abgenommen, schwarz. Das ist ja auch nicht sooo günstig…
Aber es gibt auch Pauschaeln für nah - 10 und weiter weg 15 Euro was ich ok . finde.

Vielleicht liegt es tats. auch am Tierazt, meiner Ansicht nach daran, daran wie schnell er arbeiten kann. Hattest Du das andere Tier vorher dran, ich galub es waren zwei, dann ist das vielleicht etwas ungünstig. Idealerweise sollte es konzentriert und zügig und dabei gelassen zugehen… Meiner hatte mal eine Spritze beim Fressen (das war der Hausbesuch) in eine Fettfalte bekommen und nix gemerkt, dann war er beim Tierarzt und sie schob das DIng irgendwie durch den Käfig udn da gab es ein Protestgeräusch dass ich von meinem Kater noch nie vorher und nie mehr nachher gehört habe.

Toi toi toi,
petra

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