Kranke Katze

hallo,
wir leben hier auf einem bauernhof, unsere katzen sind also keine wohnungskatzen, sondern stromern den ganzen tag und nacht draußen rum.

ich musste heute eines unserer kätzchen, ein kater, ca. 5 monate, einschläfern lassen. in den letzten zwei bis drei tagen hat sich sein zustand sehr verschlechtert. er wurde immer dünner, aß und trank nichts mehr, atmete schwer.

normalerweise machen bauern ja nichts, wenn eine katze krank ist. aber ich kann mich damit nicht abfinden und fuhr zum tierarzt, der ihn dann einschläferte, weil kaum aussicht auf heilung bestanden hat. er meinte nun, es könne ein art katzenschnupfen gewesen sein. ich hab nun die symptome nachgelesen und so weit ich gesehen hab, hat unser kater weder schnupfen, noch tränende augen, fieber oder sonst was gehabt. er wurde lediglich immer dünner und verweigerte nahrung. der tierarzt meinte, seine lunge sei zu gewesen (atembeschwerden) und er hätte untertemperatur gehabt.

hat jemand eine idee, was das gewesen sein könnte? wir haben nämlich noch zwei weitere katzen und ich hab angst, sie könnten sich angesteckt haben. hier in der gegend hat es unzählige katzen, wie es halt auf dem land und auf höfen so üblich ist. vor ein paar monaten starb der kater der nachbarn und ich vermute, er hatte das selbe, zumindest schienen die symptome die selben gewesen zu sein.

der tierarzt meinte, ich solle die beiden anderen gegen katzenschnupfen impfen lassen. ich bin mir nun halt nicht sicher, weil erstens laut infos aus dem internet, die impfung nicht 100%ig schützt, zweitens ich mir ja nicht sicher bin, ob er überhaupt daran gestorben ist. bis vor einer woche war er noch putzmunter und hat gefressen.

kann mir jemand einen rat geben? was könnte es gewesen sein? wogegen soll ich die beiden anderen impfen lassen? auf höfen werden katzen normalerweise überhaupt nicht geimpft, aber ich will nicht, dass den beiden etwas passiert.

vielen dank!
mimmi

Hallo,

ich weiß, es ist auf Bauernhöfen nicht üblich, aber jede Hauskatze sollte mindestens folgende medizinische Grundversorgung erhalten:

  1. Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche
  2. bei Freigängern: Impfung gegen Tollwut
  3. Kastration (auf dem Bauernhof in ländlicher Gegend meinetwegen auch nur die Weibchen, man kann ja dann eins als designiertes Muttertier unkastriert lassen, wenn man meint, dauernd Nachwuchs zu brauchen)

An was die Katze letztendlich gestorben ist, kann man so nicht sagen. Unversorgte Bauernhofkatzen sind oft in einem erbärmlichen Zustand, weil ungeimpft, Parasiten, Dauerdurchfall durch Kuhmilch, usw. Wenn die dann Junge bekommen, sind die auch nicht besonders fit. Die meisten Infekte haben bei Katzen sehr ähnliche Symptome, ohne eine genaue Diagnose kann man da nichts näheres zu sagen. Du kannst aber ziemlich sicher davon ausgehen, dass wenn es irgendeine Infektion war, der Rest des Wurfes es auch hat.

Gruß,

Myriam

Hi!

Ich kann dir leider nicht sagen was er hatte, aber ich möchte gerne etwas zum impfen sagen.
Gerade wenn ich auf dem Land leben würde, würde ich meine Tiere impfen lassen, da sie mit sehr viel andren Tieren in Kontakt kommen und sich so viele Sachen wegholen können ( Tollwut zum Beispiel ). Selbst wenn eine Impfung nicht 100%ig schützt, sie hilft wenigstens ein wenig und eine leichte Infektion bricht eventuell nicht aus.
Bei einer reinen Wohnungskatze mitten in der Stadt, die ihr Leben lang nich nach draußen kommt, sind einige Impfungen überflüssig.

Tara

Es tut mir übrigens leid, dass er tot ist. Ich kann selbst keine Tiere leiden sehen und ich heule schon, wenn ich mal einen meiner Fische erlösen muss. :frowning:

Hallo Mimmi,

eine Freigängerkatze würde ich stets regelmäßig impfen lassen - zudem es noch mehr Krankheiten als den Katzenschnupfen gibt. Zusaätzlich ist Kastration anzuraten, nicht nur, damit sich die Katzen nicht nur „wild“ vermehren, sondern auch weil dadurch das Infektionsrisiko von gefährlichen Krankheiten minimiert wird (denn auch bei der Katze überträgt sich so manches Virus wie beim Menschen auch über den Geschlechtsverkehr).

Hundertprozentige Sicherheit gibt es nie, auch für uns Menschen nicht, aber man kann die Wahrscheinlichkeit mitunter nicht unerheblich zu seinen Gunsten beeinflussen. Eine Impfung bei Katzen stellt eine nicht unerhebliche Beeinflussung dar, und hilft übrigens auch, die weitere Ausbreitung von Krankheit zu stoppen. Regelmäßig entwurmen würde ich die Tiere auch, damit bescherst Du ihnen aller Wahrscheinlichkeit nach ein langes, glückliches und hoffentlich beschwerdefreies Leben (oder waren es derer 9?).

Lieben Gruß
Patrick

Hallo,

Myriam hat vollkommen recht, dennoch gibt es einige Erkrankungen gegen die man nicht gut oder gar nicht impfen kann.
Woran eine Katze letztenendes gestorben ist, lässt sich am sichersten durch eine Obduktion des jeweiligen Tieres klären.

Gruß
Maja

hallo,

Hallo Mimmi,

wir leben hier auf einem bauernhof, unsere katzen sind also
keine wohnungskatzen, sondern stromern den ganzen tag und
nacht draußen rum.

hat jemand eine idee, was das gewesen sein könnte?

Vielleicht Rattengift??? Manche Gifte wirken durch Zellen platzen lassen und die Tiere vertrocknen und mumifizieren dann.
Wenn du es genau wissen willst, geh zum Vet.-amt und lass sie untersuchen. Ist vielleicht sowieso besser, wenn schon mehrere Tiere so gestorben sind. Nicht, dass sich irgendwas ausbreitet und noch schlimmere Schäden anrichtet.

wir haben

nämlich noch zwei weitere katzen und ich hab angst, sie
könnten sich angesteckt haben. hier in der gegend hat es
unzählige katzen, wie es halt auf dem land und auf höfen so
üblich ist. vor ein paar monaten starb der kater der nachbarn
und ich vermute, er hatte das selbe, zumindest schienen die
symptome die selben gewesen zu sein.

der tierarzt meinte, ich solle die beiden anderen gegen
katzenschnupfen impfen lassen. ich bin mir nun halt nicht
sicher, weil erstens laut infos aus dem internet, die impfung
nicht 100%ig schützt, zweitens ich mir ja nicht sicher bin, ob
er überhaupt daran gestorben ist. bis vor einer woche war er
noch putzmunter und hat gefressen.

Weiter unten gibt es einen Thread zum Thema „Impfen von Hunden“. Die dort angebotenen Seiten sind sehr interessant, habe sie meinem TA. ausgedruckt und der bestätigte mir das eine und andere.
Das hat mich bekräftigt, eine Grundimpfe bei meinen Viechern zu machen, aber damit ist es dann auch gut. Damit halten sich die Kosten auch etwas im Rahmen…

vielen dank!
mimmi

Liebe Grüße
Sabine

Hi!

Das hat mich bekräftigt, eine Grundimpfe bei meinen Viechern
zu machen, aber damit ist es dann auch gut. Damit halten sich
die Kosten auch etwas im Rahmen…

Obwohl die Kosten für die Impfung wesentlich geringer sind, als die die auf einen zukommen, wenn die Katze dann richtig krank ist.

Tara

Hallo,

Obwohl die Kosten für die Impfung wesentlich geringer sind,
als die die auf einen zukommen, wenn die Katze dann richtig
krank ist.

die Kosten für die Behandlung eines Impfsarkoms sind auch nicht von der Hand zu weisen. Abgesehen von der emotionalen Belastung, wenn das Tier dann nach einigen Wochen daran verendet.
Zumal die meisten Impfungen mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als 1 Jahr vorhalten. Es hat nur noch niemand getestet, weil alle, die das könnten, nicht wirklich daran interessiert sind.

Gruß, Niels

Hi Tara,

In Anbetracht der Tatsache, dass auf Bauernhöfen normalerweise (meistens aus Kostengründen!) kein Nicht-Nutztier medizinisch behandelt wird, ist das schon ein gutes Argument. Denn einmalige Kosten sind noch zu vertreten (vor allem vor dem Sparer des Hofes. Und idR interessiert es einen Bauern nicht unbedingt, ob es den Katzen gut geht oder nicht. Es kommen ja eh neue, wenn die Alten weg sind.)

Da finde ich es schon fortschrittlich, dass sich die Ausgangsposterin überhaupt solche Gedaken dazu macht, Respekt!

Viele Grüße

Sabine

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

kleine Anmerkung
Hallo Niels!

die Kosten für die Behandlung eines Impfsarkoms sind auch
nicht von der Hand zu weisen. Abgesehen von der emotionalen
Belastung, wenn das Tier dann nach einigen Wochen daran
verendet.

Ich habe noch keine einzige Katze mit Impfsarkom gesehen, aber schon dutzende, die Schnupfen in den verschiedensten Stadien hatten. So ein Kerl wohnt auch bei mir, ich zeige gerne Bilder von seinen kaputten Augen.
Katzen mit Katzenseuche habe ich auch schon verenden sehen.

Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
Katzenseuche endet tödlich, Katzenschnupfen auch desöfteren. Im Gegensatz dazu ist ein Impfsarkom wenigstens nicht ansteckend.
Ich will es nicht verharmlosen, aber ich sehe das Risiko für Schnupfen oder Seuche als weitaus höher an als das für ein Sarkom.

Liebe Grüsse
Bine

3 „Gefällt mir“

Hallo,

Ich habe noch keine einzige Katze mit Impfsarkom gesehen,

allzu lange bekommt man Katzen mit Impfsarkom auch nicht zu Gesicht.
Aber du sollst nicht unwissend bleiben:
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.pie…
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.pie…

Unser Tierarzt hat dazu gemeint, das seien echt „fiese“ Dinger. Gibt praktisch keine Heilungschance extrem aggressiv, auch bei großzügigem Schneiden hohe Wahrscheinlichkeit von Neubildung.

aber
schon dutzende, die Schnupfen in den verschiedensten Stadien
hatten. So ein Kerl wohnt auch bei mir, ich zeige gerne Bilder
von seinen kaputten Augen.

und du weißt natürlich auch, dass dieser „Kerl“ zwar geimpft wurde, aber nicht jährlich, oder? Ich schätze mal eher, dass er überhaupt nicht geimpft wurde.
Denn es geht nicht darum, gar nicht zu impfen, sondern einen sinnvollen Impfschutz aufzubauen ohne dabei das Risiko für damit einhergehende Probleme nennenswert zu erhöhen. Impfen ja, aber mit Verstand und nicht nach überkommenen Plänen.

http://www.impf-report.de/jahrgang/2003/37.htm#02
http://www.wdr.de/tv/service/tiere/forum/read.phtml?..
http://www.indies-place.de/Gesundheit/Impfungen/body…

Gruß, Niels

Hallo Niels!

allzu lange bekommt man Katzen mit Impfsarkom auch nicht zu
Gesicht.

Danke für die Links :smile:
Also, ich weiss wohl, wie diese Dinger aussehen, die Krankheit ist mir auch nicht unbekannt. Ich meinte eigentlich, dass ich während meiner Arbeit (und als Tierarzthelferin bekommt man ja tagtäglich so einiges zu sehen) noch keiner begegnet bin.

Unser Tierarzt hat dazu gemeint, das seien echt „fiese“
Dinger. Gibt praktisch keine Heilungschance extrem aggressiv,
auch bei großzügigem Schneiden hohe Wahrscheinlichkeit von
Neubildung.

Leider :frowning:
Du hast schon recht, es sind dann mit Sicherheit sehr tragische Fälle, gerade weil die Besitzer ja das Beste für ihr Tier wollten, und dann mitansehen müssen, dass es genau deswegen unheilbar krank wird :frowning:
Wobei übrigens die Impfsarkome vor allem dann entstehen, wenn in die Nackenfalte geimpft wird (andere Injektionen sind dort auch umstritten). Vielleicht sollte man als Katzenhalter darauf ein Auge haben.

und du weißt natürlich auch, dass dieser „Kerl“ zwar geimpft
wurde, aber nicht jährlich, oder? Ich schätze mal eher, dass
er überhaupt nicht geimpft wurde.

Nein, ich weiss, dass er gar nicht geimpft wurde. Er kam als Welpe zum Tierschutz, weil der Wurf kurz vorm Krepieren stand (Schnupfenkatzen krepieren im wahrsten Sinn des Wortes, finde ich). Zum Glück hatte der Vorbesitzer zumindest so viel Verstand, dass er die Katzen nicht entsorgt hat, sondern - leider viel zu spät - um Hilfe gebeten hat.
Leider konnten wir trotz mehrerer OPs, verschiedener Medikamente und unter Mithilfe spezieller Augenfachtierärzte nichts grossartiges tun.
Er hat aber Glück im Unglück, seine Augen sind zwar überwuchert mit Schleimhaut, aber er sieht noch etwas. Viele Katzen sind ja so „kaputt“, dass die Augen unrettbar verloren sind und entfernt werden müssen.
Es ist nur so, dass ich eine Wut darauf habe, wenn Leute ihre Katze nicht impfen lassen und diese dann draussen alles anschnoddert und ansteckt, was rumläuft. Klar kann eine Katze trotz Impfung Schnupfen bekommen, aber der ist ein ganz anderes Kaliber.
Nur gerade auf den Bauernhöfen sieht man immer wieder ganze Würfe sterben, wo eine kleine Spritze viel gerettet hätte.
Zumal ja alle Katzen von jeder geimpften Katze profitieren.

Denn es geht nicht darum, gar nicht zu impfen, sondern einen
sinnvollen Impfschutz aufzubauen ohne dabei das Risiko für
damit einhergehende Probleme nennenswert zu erhöhen. Impfen
ja, aber mit Verstand und nicht nach überkommenen Plänen.

Da gebe ich Dir in jedem Fall recht. Drauflosimpfen nur weils irgendjemand sagt kann nicht richtig sein. Das hatte ich aus Deinem ersten Posting nur falsch verstanden.

Liebe Grüsse
Bine :smile:

hallo mimmi,

eine unserer katzen musste vor 2 monaten eingeschläfert werden mit den gleichen symptomen: er war auch freigänger, aber geimpft. er hatte 2 tage lang nicht richtig appetit. wir dachten aber, er hätte sich in der nachbarschaft was organisiert. er verhielt sich ja auch normal. dann kam er eines tages mittags rein, legte sich schlafen, abends atmete er schwer. am nächsten tag bekam er eine infusion beim tierarzt, weil sein kreislauf schwach war und er untertemperatur hatte. das hat ihm wohl den rest gegeben. er bekam daraufhin starke schmerzen, konnte immer schlechter atmen und mußte schließlich eingeschläfert werden. als ursache wurde uns ein herzfehler angegeben, der zu einer vergrößerung und damit zu einer schwächung des herzens geführt hatte. als das herz dann nicht mehr konnte, gab es einen rückstau in die lunge und ein lungenödem. leider hat man ihm nie was angemerkt. er hat sich täglich mit seinem bruder gejagt, tage vor seinem tod sogar noch eine ganze stunde lang.

Hallo Mimi,

ich lebe auch auf dem bauernhof.Ich liebe Katzen und Hunde über alles.
Ich denke das sich deine Katze vegiftet hat oder Würmer hatte.
Das ist typisch für eine auf dem Bauernhof lebende Katze.
Entweder sie hat sich am Rattengift zu schaffen gemacht oder es hat keiner gemerkt das sie Würmer hatte. Meine Katze bekommt regelmässig Wurmkuren. Es gibt inzwischen gute Wurmkuren die einfach mit Milch vermischt werden. Die Wurmkur wird dann gerne von den Katzen aufgenommen.

Sie ist unerlässlich.

Mit freundlichen Grüssen

Jörg