In den nächsten Monaten steht bei unserer Junghündin eine Kastration an. Durch eine Bekannte habe ich nun erfahren, dass dieses heutzutage auch endoskopisch (Stichwort: Schlüssellochchirurgie) gemacht werden kann. Es gibt in unserer Gegend sogar einen Doc, der das anbietet.
Meinem fundierten Halbwissen nach gibt es eigentlich nur Gründe, die für diese Methode sprechen. Kein großer Schnitt, kürzere OP- und Anästhesiedauer, bessere Wundheilung, schnellere Genesung.
Ich bitte Euch um evtl. vorhandene Erfahrungsberichte und Meinungen zu dieser Thematik.
Handelt es sich dabei vielleicht „nur“ um die Sterilisation?
Dabei werden lediglich die Eileiter durchtrennt, das geht per Endoskopie.
Von Hunden habe ich keine Ahnung, aber bei Katzen hieße es, daß sie dann immer noch rollig wird. Also immer noch der „Ich-will-einen-Kater-Stress“!!
Bei der Kastration wird alles komplett entfernt. Ende der Singerei!!!
Das würde ich den Doc mal zuerst fragen. Sollte es tatschlich eine Kastration sein, wäre es ja prima.
versteh`ich nicht … wo bleibt das entfernte Material? Bei einer Endoskopie abgeschnittenes, vom Körper getrenntes gewebe muß doch raus, sonst vergammelt es, aber durch eine Endoskopienadel passt doch kein Eierstock???
Und davon gleich 2, die beide entfernt werden müssen. Das Material müsste durch ein Skalpell klein gehäckselt werden und abtransportiert, kann man das denn schon so machen? Ist ja schon ein bißchen mehr als ein Tumor, der scheibchenweise rausgeschält wird…
???Grüße
Sabine
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Nach einem Anruf bei besagten Tierarzt ist die Sache nun klarer:
Es handelt sich bei diesem endoskopischen Eingriff tatsächlich um eine komplette Kastration. Den Tieren bleibt also wirklich ein großer Bauchschnitt sowie Halskrause erspart, nach drei bis vier Tagen kommen die Fäden raus.
Was Deine Frage, liebe Sabine, hinsichtlich des „Gewebematerials“ anbelangt, ist es so, dass das während des Eingriffes abgesaugt wird durch einen zusätzlichen endoskopischen Kanal. Heutzutage wird beispielsweise beim Menschen ja auch die Gallenblase endoskopisch entfernt, da läuft es ähnlich ab.
Hört sich also nach einer vernünftigen Alternative zur konventionellen Vorgehensweise an. Ich denke, wir werden es so machen lassen.
Dann denke ich, daß der Doc Dich mißverstanden hat. Es wird ja
alle entfernt, Eierstöcke, Gebärmutter… wie soll das raus.
Nicht unbedingt automatisch auch die Gebärmutter! Es gibt Tierärzte, die nur die Eierstöcke entfernen.
Ich würde daher immer vorher mit dem TA abklären, was er alles entfernt.
Ich war baß erstaunt, als meine Hündin Jahre nach der Kastration eine Gebärmutterentzündung bekam, dachte ich doch, sie hätte gar keine mehr. Ein Anruf beim alten TA, und alles war klar.
Eingebracht hat uns das nach längerem Krankheitsverlauf und ziemlich krankem Hund letztendlich eine zweite Kastration, in der dann wirklich alles entfernt werden musste *seufz* Da spielten allerdings auch „übersehenes“ Eierstockgewebe und eine dicke fette Zyste (gut männerfaustgross) an selbigem eine Rolle.
Das nur zur Aufklärung und Wissenserweiterung (man weiss nie, wofür es gut ist ).
da werde ich für unsere Katzen auch mal nachfragen, eine wird
nämlich auch spätestens im nächsten Jahr „an der Reihe“ sein.
bei der Katze macht das keinen Sinn, da eh nur ein 1 cm langer Schnitt durch Haut und Bauchdecke nötig ist um mit dem Katzenhaken die Eierstöcke zu „angeln“.
Falls du das mit dem Endoskop machen willst, dauert der Eingriff ungleich länger und du benötigst drei derartige Schnitte.