Warum macht er das...?

Hallo zusammen,

unser 2 Jahre alter Golden Retriever Rüde wälzt sich mit vorliebe
in Gülle (am besten noch frisch vom Bauern auf´s Feld gefahren!). Wenn ich beim Gassi gehen schon den Geruch in der Nase habe wird er angeleint, aber wenn er ohne Leine herumläuft und man die Gülle teilweise selbst gar nicht sieht liegt er schon drin und wälzt sich mit einer Hingabe das man als Herrchen/Frauchen am ausflippen ist. Ich werde es ihm wohl nicht abgewöhnen können mich würde aber interssieren warum er das macht?
Habt ihr eine Antwort?

Danke im voraus.

Gruß

Hallo!

Ich habe mir sagen lassen, daß Hunde auf diese Weise ihren Eigengeruch überdecken wollen, so daß die potentielle Jagdbeute sie nicht riechen kann (kann sie natürlich schon riechen, aber nicht als Raubtier identifizieren).

Manche Instinkte bekommt man halt nie aus den Tieren raus…

Der Yorkie meiner Eltern hat sich auch mit Vorliebe in allem gewälzt, was fein riecht: Gülle, Pferdeäppel, tote Mäuse…

Der Hund meiner Freundin hingegen tut so was überhaupt nicht, obwohl er durch die Pferde seines Frauchens genügend Gelegenheit hätte. Dafür liebt er moddrige Schlammsuhlen; je mehr altes gammliges Laub drin, umso besser.

Grüßle
Regina

Hallo,
soweit ich informiert bin streiten sich da die Experten.
Die einen sagen das ist wegen der Überdeckung des Eigengeruchs, wies hier ja auch schon gesagt wurde.

Die anderen sagen das ist eine Art Signal weitergeben hier ist Beute, sie reiben sich in dem vermeintlichen Geruch um dem Rudel mitzuteilen das Beute vor Ort ist, indem sie den Geruch selber verbreiten.
Bei meinem Hund meine ich auch letzteres festzustellen. Sie ist immer mächtig stolz nach dem wälzen, egal wo drin, ob Aas, Blätter, Gülle.

Was unbestritten ist: es ist immer ein Zeichen von Jagdtrieb.

Man kann es dem Hund allerdings auch abgewöhnen, wenn ich zu meiner sage „lass das“ dann läßt sie es auch. Aber ich frage mich dann auch ob es sinnvoll ist dem Hund in diesem Fall seine ureigenen Instinkte zu verbieten, deshalb bin ich sehr vorsichtig dann einzugreifen. Stinkereien im Fell kriegt man leicht weg, indem man die betroffenen Stellen mit Ketchup einreibt, diesen trocknen läßt und anschließend ausbürstet, das klappt immer - und der Hund muss nicht ständig geduscht werden.

Sabine

Hallo,

Ich werde es ihm wohl nicht abgewöhnen können.

Warum nicht? Klar kannst du! Er ist erst 2. Und zwar mit deutlichem Nein, wenn er es macht und Leckerchen, wenn er es sein lässt und mit viel Geduld und Konsequenz. Ich wüsst auch keinen Grund, warum das Abgewöhnen schädlich für den Hund sein sollte.

Habt ihr eine Antwort?

Dafür nicht, aber ich bin froh, dass meiner sowas nicht macht.

Danke im voraus.

Gruß

Groß Claudia

Hallo,

Was unbestritten ist: es ist immer ein Zeichen von Jagdtrieb.

Das ist ganz und gar nicht mehr unbestritten. Viele sind inzwischen davon überzeugt, dass ein Hund das aus reiner „Selbstdarstellung“ macht und um sich zu „parfümieren“ - mit Voriebe auch im Hals-/Nackenbereich, den man zu den „erogenen“ Zonen des Hundes zählen kann.
Ob`s wirkt? :wink:

Liebe Grüße,
Nina

Hi!

Ich werde es ihm wohl nicht abgewöhnen können.

Warum nicht? Klar kannst du! Er ist erst 2. Und zwar mit
deutlichem Nein, wenn er es macht und Leckerchen, wenn er es
sein lässt und mit viel Geduld und Konsequenz. Ich wüsst auch
keinen Grund, warum das Abgewöhnen schädlich für den Hund sein
sollte.

Mit zwei ist der Hund echt noch jung und Hunde lernen ihr Leben lang. Wenn du der Chef für den Hund bist, dann ist es eigentlich kein Problem unerwünschte Verhalten zu unterbinden. Wenn er die Grundkommandos zuverlässig kennt, dann müsste ein „Hier“ schon reichen. Denn: Das was Cheffe sagt geht vor :wink: Zumindest bei Hunden.

http://www.hundeseite.info

Tara