Goldendoodle… sind eine Kreuzung aus Golden Retriever und Pudel.
Sie werden in USA und Australien gezüchtet. Wer kenn eine Züchter in Deutschland?
kein Züchter
aber eine interessante Seite, falls du sie noch nicht kennst:
http://www.goldendoodle.de/
Es scheint noch keine Züchter in Deutschland zu geben - wird aber nimmer lang dauern!
j.
völlig off topic
Hallo,
früher hat man zu sowas Mischling gesagt *ggg*
Man mag mich jetzt lynchen. Aber ich finde das regelrecht pervers.
Demnächst züchtet man noch nen Hund der nach Douglas riecht.
Wieso meint der Mensch Kreaturen dermaßen nach seinem Gutdünken zu züchten? Weil sie so putzig sind? Weil Pudel (genau wie Cocker) teilweise jahrelang am sogenannten Pudel-Koller verreckt sind? Jetzt ist der Retriever dran?
Nur meine Meinung.
Und bitte bitte, lasst die Hunde Hunde sein.
Sabine (die durchaus weiß das sie sich jetzt unbeliebt macht - und die selber nen Mix hat, aber niemals Hunde-Gott spielen würde)
Hallo,
früher hat man zu sowas Mischling gesagt *ggg*Man mag mich jetzt lynchen. Aber ich finde das regelrecht
pervers.
Das Lynchen? Mag sein, ich kenne dich ja nicht; aber was Rasse oder Mischling angeht: das ist ja sowieso völlig willkürlich und ohne Bedeutung für Hunde und normale Menschen, ausser eben Hundezüchter.
Eine Mischung X+Y als neue Rasse zu definieren ist nicht mehr und nicht weniger pervers als jede andere Rasse auch. Wenn die Menschheit ausstirbt, gibt es 100 Jahre später sowieso keine Hunderassen mehr.
Andererseits, gewisse Anhaltspunkte sind ja schon brauchbar: es ist schon ein Unterschied, ob ich mir einen Rauhhaardackel anschaffen will oder einen irischen Wolfshund.
Gruss Reinhard
Hallo Sabine…
Ich habe hier im Froum eine Frage gestellt, in der Hoffnung eine Antwort drauf zu bekommen und nicht belehrt zu werden.
Anscheinend hast Du keine Ahnung, worum es geht …
-
Mischlinge sind Hunde, die aus Zufallspaarungen entstehen!!!
-
Ein Goldedoodle ist eine Züchtung, die auf betimmte Person abzielt!!
Es geht hier um Blinde, die neben ihrer Blindheit auch noch mit Allergien gestraft sind und sich keinen Blindenhund halten können, da sie auf Hunde allergisch reagieren…
Da der Pudel nicht haart, aber sich nicht als Blindenführer eignet, ist eine Blinde Australieren auf die Idee gekommen, einen Poodle mit einem Retriever zu kreuzen. Das Ergibnis ist ein Hund, der sich als Blindenhund hervorragend eignet, da er die Gene des Retrievers hat und den Vorteil nicht zu haaren vom Pudel.
Dieses ermöglicht Menschen, die vom Schicksal doppel geschlagen sind, ein relativ unabhängiges Leben zu führen.
Also, bevor Du in Zukunft andere belehrst, würde ich mich erstmal mit dem jeweiligen Thema beschäftigen, damit Du weisst, worum es geht.
Mit freundlichen Grüßen
Hallo,
früher hat man zu sowas Mischling gesagt *ggg*
Eins
Man mag mich jetzt lynchen. Aber ich finde das regelrecht
pervers.
Demnächst züchtet man noch nen Hund der nach Douglas riecht.Wieso meint der Mensch Kreaturen dermaßen nach seinem
Gutdünken zu züchten? Weil sie so putzig sind? Weil Pudel
(genau wie Cocker) teilweise jahrelang am sogenannten
Pudel-Koller verreckt sind? Jetzt ist der Retriever dran?Nur meine Meinung.
Und bitte bitte, lasst die Hunde Hunde sein.
Sabine (die durchaus weiß das sie sich jetzt unbeliebt macht -
und die selber nen Mix hat, aber niemals Hunde-Gott spielen
würde)
Vielen Dank für den Link Jenny
Hallo, Sabine,
Und bitte bitte, lasst die Hunde Hunde sein.
Hätten alle seriösen Züchter, die - seit der „Hund-Wolf“ sich irgendwann mal den Menschen ausgesucht hat - so gedacht, gäbe es die überwiegenden Anzahl der Rassen, die du jetzt verteidigst, nicht…*lächel*
Der (Golden) Retriever z.B. ist im 18. Jahrhundert aus „Mischungen“ (der Züchter nennt das dann „eingekreuzt“) von Setter, Spaniel, Pointer, Beagle und Terrier entstanden; der Pudel wiederum, dessen Ahnen man immer noch nicht wirklich genau kennt, kommt möglicherweise aus Afrika als Wasserhund nach Europa.
Immer wieder hat man - mit Erfolg - versucht, Hunde für die Anforderungen des Menschen tauglicher, angepasster, besser geschützt zu züchten.
Das, was wir heute als „Rassen“ bezeichnen, ist teilweise in Jahrhunderten entstanden, aber erst im 19. und 20. Jahrhundert überhaupt als Rassen definiert worden. Und wer weiss schon, wieviele „Rassehunde“ auf dem allernatürlichsten Wege - Hundeherr trifft Hundedame - entstanden sind:smile: - sich als tüchtig, mutig, treu erwiesen haben und man versucht hat, diese Eigenschaften zu „konservieren“.
Also alles gegen Schickimickizüchtungen, Inzucht und skrupellose Profitzüchtungen, aber nichts gegen sinnvolles Weiterentwickeln der guten Eigenschaften unserer Freunde.
Wozu der Goldendoodle „erfunden“ wurde, hat Eva ja schon erklärt.
Vielleicht noch ein zwei links:
http://www.frontiernet.net/~jkbohn/
http://www.goldendoodlestuff.com/
Einen lieben Gruß aus Wien, jenny und Jazz
der zweite link
ist irrtümlich da reingerutscht, ich hatte den hier ausgesucht und mich dann „vercopied“…sorry
http://guidedog.web59.thomascrosbieholdings.com/?p=93
lg.jenny
nochwas ist mir wichtig
Nochmal servus, Sabine:smile:
Weil Pudel
(genau wie Cocker) teilweise jahrelang am sogenannten
Pudel-Koller verreckt sind? Jetzt ist der Retriever dran?
Da ich deinen Ärger nur zu gut verstehen kann:
all die erschreckenden Degenerationserscheinungen, die manche Hunderassen (auch Irish Setter, Boxer, etc.) in den letzten Jahrzehnten zeigten, sind durch kriminelle Profitzüchtungen und Inzucht entstanden.
Modetorheiten wie abstruse Fellfarben, bewusstes Herauszüchten von Defektmutationen etc. haben noch dazu beigetragen.
All das ist beim „ernsthaften“ Züchten eigentlich nicht zu befürchten.
Im Gegenteil, es trägt zum Erhalt der Rasse bei, bzw. schafft unter Umständen kräftige, gesunde „neue“ Tiere.
Einen lieben Gruß aus Wien, jenny
Hallo Eva!
Ich würde Deinen Artikel gerne etwas auseinanderpflücken, denn mein Kenntnisstand ist in mehreren Punkten ein anderer als Deiner.
Zu Deiner Ursprungsfrage kann ich leider nicht viel beitragen, ich wüsste keine gezielte Zucht von solchen Hunden hier. Evt. findest Du aber in den gängigen Anzeigenblättern mal eine solche Mischung.
Ansonsten würde ich Dir raten, in grossen Hundeforen (http://www.yorkie.ch um ein Beispiel zu nennen) Augen und Ohren offen zu halten, dort wird immer wieder was von solchen Hunden geschrieben, und evt. kannst Du dort Kontakte zu Leuten knüpfen, die mit einer gezielten Zucht beginnen möchten.
Es geht hier um Blinde, die neben ihrer Blindheit auch noch
mit Allergien gestraft sind und sich keinen Blindenhund halten
können, da sie auf Hunde allergisch reagieren…
Das Problem ist aber, dass die meisten Allergiker nicht auf die Haare, sondern auf den Speichel der Tiere reagieren, und den hat auch ein Pudel!
Es heisst zwar, dass Pudel, da ihre Haare nicht durch die Gegend fliegen, besser für Allergiker geeignet sind, aber ob das dann für einen Blinden der richtige Weg ist? Es mag eine Weile gut gehen, aber viele Allergien verschlimmern sich auch nach und nach, und wenn so jemand dann den liebgewonnenen Helfer erst nach einigen Jahren wieder abgeben muss, wäre der Verlust doch wesentlich schmerzhafter?
Da der Pudel nicht haart, aber sich nicht als Blindenführer
eignet, ist eine Blinde Australieren auf die Idee gekommen,
Wieso sollte sich ein Pudel nicht als Blindenführhund eignen? Grosspudel werden doch schon lange als solche eingesetzt *wunder*
einen Poodle mit einem Retriever zu kreuzen. Das Ergibnis ist
ein Hund, der sich als Blindenhund hervorragend eignet, da er
die Gene des Retrievers hat und den Vorteil nicht zu haaren
vom Pudel.
Aber, wie kann man sicher sein, dass wirklich jeder Welpe die Gene beider Rassen so vereint in sich trägt, dass er von beiden nur die gewünschten Eigenschaften hat?
Wenn man sich Mischlinge ansieht, stellt man schnell fest, dass sich selbst unter Geschwistern aus einem Wurf kaum mehrere finden, die sich gleichen. Wie soll dann ein Hund mit gewünschten Eigenschaften einfach so immer wieder reproduzierbar sein?
Und, selbst wenn man die Hunde nun reinzüchtet, also nur noch Goldendoodles mit Goldendoodles verpaart, würde es doch wie bei anderen Rassen auch viele Generationen dauern, bis die Hunde einheitlich sind.
Eine Frage habe ich noch…interessiert Dich der Goldendoodle denn persönlich als Blindenführhund, oder als Begleiter eines gesunden Menschen?
Weil, ein Hund, der zum Blindenführhund ausgebildet werden soll, kommt ja im Normalfall nicht wie ein „üblicher“ Hund vom Züchter und geht dann zum Besitzer über, sondern hat einen langen Ausbildungsweg hinter sich.
Interessierte Grüsse
Bine
hallo Bine
Es heisst zwar, dass Pudel, da ihre Haare nicht durch die
Gegend fliegen, besser für Allergiker geeignet sind, aber ob
das dann für einen Blinden der richtige Weg ist? Es mag eine
Weile gut gehen, aber viele Allergien verschlimmern sich auch
nach und nach, und wenn so jemand dann den liebgewonnenen
Helfer erst nach einigen Jahren wieder abgeben muss, wäre der
Verlust doch wesentlich schmerzhafter?
Und wenn es einpaar Jahre gut geht, das wären doch gewonnen Jahre… Wer nichts wagt, wird nicht gewinnen können…
Und, selbst wenn man die Hunde nun reinzüchtet, also nur noch
Goldendoodles mit Goldendoodles verpaart, würde es doch wie
bei anderen Rassen auch viele Generationen dauern, bis die
Hunde einheitlich sind.
Es werden nur sozusagene F1 Züchtungen gemacht… also es werden keine Golddoole mit Goldendoodle weitergezüchtet…
Eine Frage habe ich noch…interessiert Dich der Goldendoodle
denn persönlich als Blindenführhund, oder als Begleiter eines
gesunden Menschen?
Wir suchen einen Züchter, der solche Welpen züchtet , damit so ein Hund für eine blinde Person ausgebildet werden kann… Es scheint aber in Deutschland ziemlich unbekannt zu sein… Wir werden dann wohl doch auf England oder USA zurückgreifen müssen.
Vielen Dank für die Antworten
Liebe Grüße
Eva
Hallo,
Und wenn es einpaar Jahre gut geht, das wären doch gewonnen
Jahre… Wer nichts wagt, wird nicht gewinnen können…
Wenn es ein Blindenstock wäre oder irgendein anderes technisches Feature…aber wir reden hier von einem Lebewesen…was passiert dann mit dem Hund, wenn es nur ein paar Jahre gut geht? Mit einem Hund an seiner Seite wächst die Verantwortung die man tragen muss, das sollte man sich unbedingt bewusst machen!
Der Hund ist kein Gegenstand, den man ablegen kann, wenn er nicht mehr benötigt wird.
Es werden nur sozusagene F1 Züchtungen gemacht… also es
werden keine Golddoole mit Goldendoodle weitergezüchtet…
Dann ist das keine Zucht (F1) sondern eine Verpaarung. Auf der hier irgendwo genannten Seite hörte sich das aber anders an, habs allerdings nur noch wage in Erinnerung. Ich les nochmal nach.
Wir suchen einen Züchter, der solche Welpen züchtet , damit
so ein Hund für eine blinde Person ausgebildet werden kann…
Es scheint aber in Deutschland ziemlich unbekannt zu sein…
Wir werden dann wohl doch auf England oder USA zurückgreifen
müssen.
Selbst wenn Du einen „Züchter“ finden solltest der derartige Experimental-Verpaarungen durchführt, heißt das nicht, dass automatisch alle daraus fallenden Welpen für eine Fachausbildung geeignet sind.
Das ist selbst bei Retrievern nicht der Fall. Da ist unter Umständen einer von 10 Welpen als Blindenhund geeignet.
Man ist übrigens nicht automatisch gegen Hundehaare aller Rassen allergisch. Es kann durchaus sein, dass man auf das Fell (und den Speichel) eines Schäferhundes reagiert, bei einem Labi dagegen gar nicht. Das sollte man vorher unbedingt abklären! Denn vielleicht gibt es ja schon einen Hund, der sich bereits in Ausbildung befindet, der die gewünschten Kriterien erfüllen würde.
Sei bitte nicht so fixiert auf den Wunsch eines Blindenhundes. Lass die Augen offen für alle Konsequenzen die dieser Schritt mit sich bringt und wäge Vor- und Nachteile sorgsam ab. Bitte, tu das für Dich, den Blinden und des Hundes wegen, der auch ein lebendes fühlendes Wesen ist.
Gruß
Maja
Hallo nochmal,
also ich hab mich jetzt nochmal ein wenig durch die Links gewälzt…
es werden nicht nur F1 Verpaarungen vorgenommen, sondern man ist schon deutlich weiter.
Dennoch ist bis jetzt noch in keinem Hundeverband der Labradoodle oder goldendoodle als eigenständige Rasse anerkannt, was aber nicht heisst ,dass er das in den nächsten nicht 10 Jahren werden könnte…dazu müsste das Erscheinungsbild noch etwas einheitlicher werden, damit sich die Merkmale regelmäßiger vererben.
Bei den Verpaarungsversuchen können sowohl Welpen mit Allergikerfreundlichem Fell fallen, als auch solche mit normalem Fell. Es können Welpen fallen die haaren, es können aber auch Welpen fallen die nicht haaren…das bitte ich auf jeden Fall zu bedenken, falls man einen deutschen Züchter auftut, der eine Experimental-Verpaarung wagen will. Was wäre, wenn in einem solchen Wurf gar kein allergiefreundlicher Welpe dabei wäre, oder keiner der sich für eine Ausbildung eignet? Was würde der Züchter dann mit diesen Hunden machen?
Das sollen jetzt keine konkreten Fragen sein, aber ich wollte sie doch mal rein hypothetisch stellen, denn Zucht auf Bestellung gibt es ja tatsächlich auch…
Gruß
Maja
Servus, Maja:smile:
Was wäre,
wenn in einem solchen Wurf gar kein allergiefreundlicher Welpe
dabei wäre, oder keiner der sich für eine Ausbildung eignet?
Was würde der Züchter dann mit diesen Hunden machen?
Das, was hoffentlich alle verantwortungsbewußten Züchter aller Rassen auch heute schon mit Welpen machen, die aus irgendeinem Grund (fehlende Zahnanlage, ein Hoden, etc.) keinen Stammbaum bekommen, oder sich nicht zur gedachten Ausbildung eignen:
sie an liebevolle Menschen vermitteln, denen der Stammbaum wurscht ist!!! Oder die keinen "Jagd-,Schutz-,Blinden-oder sonstigen -Hund brauchen, sondern „nur“ einen Begleiter der gewählten Rasse wollen.
Dass das leider - auch bei den heute weit verbreiteten Rassen - nicht immer der Fall ist, dessen bin ich mir schmerzlich bewußt!
Einen lieben Gruß aus Wien, jenny
Hallo Eva!
Und wenn es einpaar Jahre gut geht, das wären doch gewonnen
Jahre… Wer nichts wagt, wird nicht gewinnen können…
Maja hats ja schon geschrieben, es ist ein Lebewesen, kein Hilfsmittel, das man wegstellen kann, wenn die Nutzung nicht so klappt wie man das gerne hätte.
In dem Fall gewinnt dann gar keiner, dann verlieren alle!
Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Krankenkasse die Kosten für so einen Versuch übernimmt, immerhin kosten ausgebildete Blindenhunde ja doch ein Heidengeld, und es wird meiner Erfahrung nach sehr eingehend geprüft, wer für so einen Hund in Frage kommt.
Gewonnen wären diese Jahre vermutlich auch insofern nicht, als dass der Blinde sich sehr an die Begleitung durch den Hund gewöhnt und vielleicht bei gewissen Tätigkeiten viel an Übung verliert. Aber ich kenne mich da zu wenig im Blindenalltag aus, um das beurteilen zu können.
Übrigens ist es auch für den Hund ein Drama in mehrfacher Hinsicht, denn wenn er schon älter ist und dann weggegeben werden muss, wird er vermutlich nur noch in ein privates Heim ohne „Arbeit“ kommen können. Das ist für einen Hund, der es gewohnt war, seinen Kopf zu benutzen, eine riesengrosse Umstellung und absolut schwer zu verknusen.
Es werden nur sozusagene F1 Züchtungen gemacht… also es
werden keine Golddoole mit Goldendoodle weitergezüchtet…
Auch hier hat Maja es schon geschrieben…es gibt keinerlei Garantie, dass genau euer Hund zu denjenigen gehört, die nicht haaren, und genauso wenig Garantie, dass er sich wie ein Retriever verhält.
Wir suchen einen Züchter, der solche Welpen züchtet , damit
so ein Hund für eine blinde Person ausgebildet werden kann…
Wo soll der Hund denn ausgebildet werden?
Es scheint aber in Deutschland ziemlich unbekannt zu sein…
Wir werden dann wohl doch auf England oder USA zurückgreifen
müssen.
Könnt ihr denn sicherstellen, dass der Züchter den Hund so aufzieht, dass er die Grundlagen für einen so anspruchsvollen Job mitbringt? Es muss ja noch viel mehr als bei einem normalen Familienhund auf beste Prägung und Sozialisation geachtet werden. Der Züchter muss auch erfahren genug sein, um den richtigen Welpen auszuwählen.
Ich würde das nicht übers Internet oder Telefon machen wollen, wenn ich mir einen Hund hole, dann will ich persönlich vor Ort kontrollieren können, wie dieser Hund aufgezogen wird. Denn erzählen kann man viel, was davon hinterher stimmt, ist eine andere Sache.
Und bei mir ginge es nicht um einen Servicehund, sondern um einen Familienhund!
Zudem frage ich mich, ob der Import so einem Welpen nicht schon den ersten grossen Knacks beschert, der ihn als Blindenführhund ungeeignet macht. Es mag viele Welpen geben, denen die Reise nichts ausmacht, aber was, wenn genau euer Welpe sich von dem Schrecken eben nicht einfach so erholen kann?
Ich finde Majas Tipp auch den richtigen, nämlich erstmal auszuprobieren, ob bei den hier in Deutschland genutzten Rassen welche dabei sind, gegen die derjenige nicht allergisch ist.
Aus eigener Erfahrung, mein Mann ist laut Allergietest allergisch gegen sehr viel an Getier, unter anderem Hunde und Katzen. Wir haben bisher keinen Hund gefunden, auf den er reagiert, genauso wenig eine Katze. Selbst im engen täglichen Zusammenleben mit unseren eigenen Tieren gibt es keine Probleme. Aber das kann genauso gut einfach das Glück sein, dass das Tier mit dem Allergen, das bei ihm die Reaktion auslöst, uns bisher noch nicht begegnet ist.
Das soll Mut machen, denn der Weg zum eigenen Blindenführhund ist sowieso schon sehr schwer und holprig, ich befürchte aber, dass er, so wie ihr ihn begehen wollt, schlichtweg im nichts endet.
Liebe Grüsse
Bine
Hallo Eva!
Und wenn es einpaar Jahre gut geht, das wären doch gewonnen
Jahre… Wer nichts wagt, wird nicht gewinnen können…Maja hats ja schon geschrieben, es ist ein Lebewesen, kein
Hilfsmittel, das man wegstellen kann, wenn die Nutzung nicht
so klappt wie man das gerne hätte.
In dem Fall gewinnt dann gar keiner, dann verlieren alle!
Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Krankenkasse
die Kosten für so einen Versuch übernimmt, immerhin kosten
ausgebildete Blindenhunde ja doch ein Heidengeld, und es wird
meiner Erfahrung nach sehr eingehend geprüft, wer für so einen
Hund in Frage kommt.
Gewonnen wären diese Jahre vermutlich auch insofern nicht, als
dass der Blinde sich sehr an die Begleitung durch den Hund
gewöhnt und vielleicht bei gewissen Tätigkeiten viel an Übung
verliert. Aber ich kenne mich da zu wenig im Blindenalltag
aus, um das beurteilen zu können.
Übrigens ist es auch für den Hund ein Drama in mehrfacher
Hinsicht, denn wenn er schon älter ist und dann weggegeben
werden muss, wird er vermutlich nur noch in ein privates Heim
ohne „Arbeit“ kommen können. Das ist für einen Hund, der es
gewohnt war, seinen Kopf zu benutzen, eine riesengrosse
Umstellung und absolut schwer zu verknusen.
Nur so zur Info. Es gibt auch die Möglichkeit der Hyposensibilisierung. D. h. über einen längeren Zeitraum von ein paar Monaten wird wöchentlich das Allergen in leichter Form gespritzt. Diese Prozedur wird ein paar Mal wiederholt. Nach einiger Zeit (bis zu ein paar Jahren) hat sich der Körper daran gewöhnt und ist „abgehärtet“.
Das kann auch gemacht werden, wenn man die Allergie erst durch das Tier bekommt (passiert ja häufiger). Und ich finde das die bessere Alternative als weggeben.
Liebe Grüsse
Bine
Gruß Claudia.
In einem Bericht im Deutschlandfunk habe ich gehört, dass das 1 bis 3 Jahre dauert. Da wurde gesagt, dass die Desensibilisierung oft zu früh abgebrochen wird. Ich kann mich an eine Klassenkameradin erinnern, die gegen ihren Heuschnupfen angehen wollte. Sie war sehr unglücklich und hat sich ziemlich gequält. Ich kann verstehen, wenn man das nicht 3 Jahre mitmachen will.
Außerdem wäre zu klären, ob man in dieser Zeit überhaupt das Haustier haben darf. Wird die Desensibilisierung bei Heuschnupfen nicht meistens in den Wintermonaten vorgenommen, wenn die entsprechenden Pollen nicht mehr umherfliegen?
Bis denne
Schnoof
In einem Bericht im Deutschlandfunk habe ich gehört, dass das
1 bis 3 Jahre dauert.
Das ist m. E. korrekt. Du hast Recht, es dauert ein paar Jahre, aber es wurde nach dem ersten Durchgang gleich besser. Aber wenn ich eine Allergie gegen meine Haustiere entwickle und die Wahl hab zwischen ins Tierheim stecken und 3 oder mehr Jahre quälen (und ich hasse Spritzen) wär die Wahl völlig eindeutig (also wer mich jetzt nicht versteht gegen Tierheim natürlich).
Da wurde gesagt, dass die
Desensibilisierung oft zu früh abgebrochen wird. Ich kann mich
an eine Klassenkameradin erinnern, die gegen ihren
Heuschnupfen angehen wollte. Sie war sehr unglücklich und hat
sich ziemlich gequält. Ich kann verstehen, wenn man das nicht
3 Jahre mitmachen will.
Also bei meinem Bruder war das so: Im Frühjahr, bevor „seine“ Bäume und Gräser loslegen, ist er einmal in der Woche, 7 Wochen lang zum Arzt und hat sich die Spritze abgeholt. Und das mindestens 3 Jahre lang.
Außerdem wäre zu klären, ob man in dieser Zeit überhaupt das
Haustier haben darf.
Hier dachte ich an folgende Situation: Jemand, der keine Allergie hat, nimmt ein Haustier zu sich und entwickelt, wie so oft, mit der Zeit eine Allergie dagegen. Das geschieht ja auch nicht von heut auf morgen, sondern verschlimmert sich über einen längeren Zeitraum. Wenn das jetzt früh genug erkannt und behandelt wird ist das kein Problem. Wenn die Symptome schlimmer werden gibt es ja noch die üblichen Mdikamente. Es ist halt eine Möglichkeit wenn man das Tier behalten will, weil es ja wirklich kein Gegenstand ist, wie bereits gesagt.
Und ich hab auch mal nen Bericht gesehen, da wurde diese Möglichkeit als gute Alternative zur Weggabe beschrieben. Die Katzen blieben dort auch während der Therapie im Haushalt.
Wird die Desensibilisierung bei
Heuschnupfen nicht meistens in den Wintermonaten vorgenommen,
wenn die entsprechenden Pollen nicht mehr umherfliegen?
Nicht nachher. Kurz vorher wird die Prozedur gemacht, sprich bei meinem Bruder im Frühling.
Bis denne
Schnoof
Gruß Claudia.