Hi @, ein paar Zeilen weiter unter hatte ich über meinen Opa-Kater berichtet.
Ich war vorhin beim TA, habe Kater Blut abnehmen lassen. Er hat eine Nieren-Insuffienz, schon im leicht kritischen Bereich. Nun bekommt er täglich eine Tablette (Fortekor 5, eine halbe Tablette). Hat jemand von euch Erfahrung mit der Erkrankung?
Danke und Gruß
Hallo,
auf dieser sehr guten Seite gibt es einiges an Infos:
http://www.loetzerich.de/Gesundheit/Nierenerkrankung…
Gruß,
Myriam
@ Myriam, danke.
Hallo Antares,
ich hab mit dem Thema auch so meine Erfahrungen gesammelt. Die Niere ist bei der Katze die Schwachstelle. Bis man merkt dass was mit der Katze nicht stimmt, haben oft 2/3 des Nierngewebes ihre Fuktion bereits verloren.
Tiere mit Niereninsuffizienz geht es zunehmend schlechter, da sie sich mit fortschreitender Krankheit selbst vergiften. Harnstoff wird über die Schleimhäute ausgeschieden und macht sie anfällig für Schnupfen. Den Tieren ist es übel, häufig ebrechen sie, sie riechen nach urin aus dem Mund. Zum Teil helfen Infusionen noch eine Weile…MCP-Tropfen lindern zwar die Übelkeit, können aber zu einer Blasenlähmung führen (ist einem meiner Kater vorletztes Jahr passiert). Mein Kater baute in ca 1 Jahr ab von 6kg auf etwas über 2kg als er dann auch noch die Lähmung bekam, musste ich ihn erlösen lassen…bei seinen Werten war nichts mehr zu machen.
Neben Myriams klasse Link noch diesen hier:
http://www.que.at/html/kleintiere/katzen/katzeundnie…
Gruß
Maja
Hallo,
in den Links von Myriam und Maja ist ja schon etliches an Informationen.
Es gibt leider keine Medikamente um Niereninsuffizienzen zu heilen. Genauso wie beim Menschen wären die einzigen Möglichkeiten den Körper wieder ordentlich zu entgiften, die Dialyse bzw. eine Nierentransplantation. Beide Möglichkeiten stehen in der Veterinärmedizin üblicherweise nicht zur Verfügung.
Fortekor als ACE-Hemmer beugt einer blutdruckbedingten Belastung der Nieren vor. Des Weiteren gibt es von der Fa. Vetoquinol einen Futterzusatz namens „Ipakitine“, der v. a. Phosphatverbindungen - die sonst über die Niere ausgeschieden werden müssten - schon im Magen- Darmtrakt bindet, so dass sie über den Kot ausgeschieden werden.
Grundsätzlich wäre eine eiweißarme Diät bei der Erkrankung günstig - allerdings kann speziell bei der Katze mit ihrem hohen Eiweißgrundbedarf der Schuss leicht nach hinten losgehen: Wird das Eiweiß im Futter reduziert, greift der Organismus körpereigene Eiweißreserven (Muskulatur) an und überschwemmt die Nieren mit harnpflichtigen Stoffwechselprodukten.
Das Futter sollte hochwertig, leicht verdaulich und v. a. wohlschmeckend sein. Wichtig ist, dass die Katze überhaupt am Fressen bleibt.
Theoretisch kann man durch Dauertropfinfusionen die Giftstoffe im Körper etwas verdünnen und ausschwemmen. Dauerhafte Besserung erzielt man damit jedoch nicht und die stationäre Aufnahme bedeutet für die meisten Katzen eine starke nervliche Belastung.
Alles Gute
Johnny
Hallo Antares,
mein alter Kater ist im Alter von 17 Jahren auch an einer Niereninsuffizienz verstorben, bzw. ich musste ihn einschläfern lassen. Kommt wohl recht häufig auch bei Katzen vor, besonders wenn sie viel oder fast ausschliesslich Trockenfutter gefressen haben.
Ich bereue heute noch, dass ich den armen Kater so lange gequält habe. Habe ihm zuhause subkutane Infusionen angehängt, als das nicht mehr gut ging, hat der Tierarzt noch eine Kanüle gelegt um i.v. Infusionen anzuhängen.
Solange Dein Kater sich noch soweit wohlfühlt, frisst, und das Problem mit einer Tablette gut eingestellt ist, ist alles prima. Wenn das nicht mehr der Fall ist und irgendein TA meint, Du solltest zu Infusionen übergehen, würde ich es mir sehr gut überlegen, ob ich dem armen Kater das antue.
Wünsche Dir und Deinem Kater alles Gute und noch eine schöne Zeit zusammen
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hat jemand von euch Erfahrung mit der Erkrankung?
Danke und Gruß
Ja!
Leider habe ich auch die Erfahrung machen müssen.
Meine Katze hatte eine Schädigung der Nieren,
die ich mit Spritzen, spez. Futter und
Zusatzprodukten versucht habe zu lindern.
Am 08.02.2004 habe ich Sie einschläfern müssen.
Ich schließe mich der unten stehenden Meinung an,
die Katze nicht zu lange leiden zu lassen.
Diesen Fehler habe ich auch begangen.
Gruß
Jörg
Hallo Antares,
meine alte Katze Sarah hatte das auch. Nachdem sie auf das Medikament eingestellt worden ist, ging es ihr wieder ganz gut. Bei ihr kam auch noch eine Herzschwäche (altersbedingt) dazu. Fast 1,5 Jahre hat Sarah noch leben dürfen. Der Arzt hatte mir zwar auch gesagt, dass sie später auch Infusionen bekommen könnte, mir aber gleichzeitig davon abgeraten weil er die Meinung vertritt, das das Tierquälerei ist. Hat er unbedingt recht. Mach dir daher nicht zu große Sorgen. Dein „Opa-Kater“ hat trotzdem noch Chancen eine Weile bei dir zu bleiben. aber lass ihn nicht leiden, wenn es nicht mehr geht, so schwer es dir auch fallen wird. Sarah ist letzes Jahr im Sommer gestorben (an Darmkrebs) und ich habe inzwischen 3 neue Katzen, aber ich bin heute noch traurig, dass meine Sarah nicht mehr da ist.