Katze-umzugsdepression?

hallo ihr lieben tierfreunde,

mein katerchen war in der alten wohnung ganz der macho, der den innenhof beherrscht hat und vom verhalten allgemein sehr dominant war (hab 2 dieser süßen, 6 jahre alt)
jetzt bin ich mit den beiden übersiedelt und sie haben zugang zu einem weitläufigen garten und dem rest der welt :wink:, vorher nur zu einem mit hohen mauern umzäunten innenhof.

anfangs erkundete er sofort in alter machomanier die gegend, erklärte alteingesessenen katzen die rangordung:wink:, war aber eines tages -plötzlich- wie ausgewechselt. seit gut 2 monaten verlässt er nun die wohnung nicht mehr (obwohl der andere fleißg unterwegs ist), schläft nur mehr und hat immense angst, wenn ich mit ihm auf dem arm die wohnung durch die terrassentür verlasse.

ich weiß nicht, was ihn so verstört hat, der erste kontakt seines lebens mit autos, oder neue nachbarn, ich habe keine ahnung. fakt ist, dass er die wohnung absolut nicht mehr verlässt, und mit riesiger panik reagiert,wenn ich mit ihm ganz behutsam ein paar schritte im garten wagen will.

wär ja alles kein problem, hab ich halt eine wohnungskatze, nur nimmt er seit seinem gartenstreik ganz schön zu, fressverhalten beibehalten, aber weit weniger bewegung. je mehr er in der wohnung bleibt, desto träger und dicker wird er.

habt ihr vielleicht irgendwelche tipps, wie ich ihm die „freiheit“ wieder schmackhaft machen kann? mein tierarzt rät mir zu antidepressiva, allerdings halte ich davon nicht sehr viel.

ich hoffe auf euren erfahrungsschatz!

lg
daniela

Hallo Daniela,
wie Du schon meinst, glaube ich auch, daß er draußen ein schlimmes Erlebnis hatte. Ich würde, falls es möglich ist, bei wärmeren Temperaturen die (Terassen-)Tür offenlassen, vielleicht mag er dann von alleine wieder auf Erkundung gehen. Gruß

Hallo Daniela,

auch ich gehe davon aus, dass Deine Katze draussen etwas unangenehmes erlebt hat. Kennst Du Bachblueten? Die Bluete „Star of Bethlehem“ scheint mir in diesem Fall recht angebracht. Antidepressiva sind m.E. doch leicht uebertrieben. Vielleicht kannst Du es aber auch mit einem Trick versuchen: wenn Du zu den Katzenbesitzern gehoerst, die zu festen Zeiten fuettern (manche lassen das Trockenfutter auch einfach den ganzen Tag zur Verfuegung stehen) versuch mal folgendes: stell den Futternapf der Katze in die Naehe der Terrassentuer (im Haus) und mach beim Fressen die Tuere auf. Dann schieb den Napf jeden Tag ein Stueckchen weiter raus (lass dabei immer die Tuere offen und bleib in der Naehe). Anfaenglich wird die Katze das Futter draussen wahrscheinlich verweigern, aber mit der Zeit werden Hunger und die Freude am Fressen moeglicherweise siegen. Da Du schreibst, dass die Katze momentan sowieso zu viel Speck auf den Hueften hat, schlaegst Du damit vielleicht sogar zwei Fliegen mit einer Klappe. Versuch’s mal! (Ich habe es mit dieser Methode geschafft, einem unserer Hunde die Angst vor dem eingezaeunten Freilauf zu nehmen.)

Viel Glueck!
Rene

dankeschön!
vielen dank, das waren wertvolle tipps!

nur muss ich wohl auch mit dem futternapftrick bis in den frühling warten, aber die bachblüten versuch ich!
lieben dank
daniela