mein Hund ist zwar schon vor 3 Wochen an einer Niereninsuffizienz gestorben, aber ich würde trotzdem gerne noch etwas wissen.
Das mit seiner Niereninsuffizienz ist rausgekommen, weil er plötzlich unnormal viel getrunken hat. Dann wurde es immer weniger und dann die letzten zwei Tage hat er plötzlich überhaupt nichts mehr getrunken.
Er hat doch damals mehr getrunken, weil seine Niere nicht mehr richtig funktioniert hat (lt. Tierarzt), warum hat er dann als es dem Ende zu ging überhaupt nichts mehr getrunken? Wenn er mehr getrunken hätte, hätte er sicher noch etwas gelebt. Warum hat er nichts mehr getrunken? Kann mir das jemand erklären?
Hallo,
ganz grob versuche ich das zu beschreiben…
Durch die nicht mehr bestehende Nierenfunktion vergiftet sich der Körper selber, die Werte steigen,
die Nieren können das Wasser nicht mehr ausscheiden, es lagert sich im Körpergewebe ein. Zusätzlich steigt der Blutdruck, dem Hund wird es schlecht, er kann nichts mehr zu sich nehmen. Herz und Kreislauf machen dann auch nicht mehr mit…
Beim Mensch gibt es dann die Möglichkeit der Dialyse oder Transplantation.
Vielleicht hilft Dir das etwas weiter
Grüße
Margit
Er hat doch damals mehr getrunken, weil seine Niere nicht mehr
richtig funktioniert hat (lt. Tierarzt), warum hat er dann als
es dem Ende zu ging überhaupt nichts mehr getrunken? Wenn er
mehr getrunken hätte, hätte er sicher noch etwas gelebt. Warum
hat er nichts mehr getrunken? Kann mir das jemand erklären?
am Anfang versucht der Organismus instinktiv durch vermehrtes Trinken Giftstoffe, die die Nieren nicht mehr richtig ausscheiden zu verdünnen und auszuschwemmen. Das funktioniert allerdings nur eine begrenzte Zeit.
Es lagern sich immer mehr harnpflichtige Stoffe in den Schleimhäuten ab und es kommt zu sekundären Entzündungen (z. B. urämische Gastritis). Organe wie Leber , Pancreas u. s. w. werden geschädigt und irgendwann läuft das Fass über. Der Patient beginnt zu erbrechen, ihm ist übel, er wird schwach, der Stoffwechsel bricht zusammen und die Körpertemperatur sackt ab. In diesem Endstadium nehmen die Patienten normalerweise weder Wasser noch Futter auf, man hat das Gefühl, es ekelt sie davor. Flüssigkeitszufuhr über Infusionen bringt - wenn überhaupt - dann nur kurzzeitige Linderung.
Flüssigkeitszufuhr über Infusionen
bringt - wenn überhaupt - dann nur kurzzeitige Linderung.
Gruß
Johnny
Hallo,
danke für eure Antworten.
Genau wegen diesen Infusionen habe ich gefragt.
Ich war mir sicher, daß ich mit dem Einschläfern das richtige tue.
Mein Hund (16) war total apatisch, hat nichts mehr gefressen, nichts mehr getrunken, hat sich erbrochen und hat nur noch gelegen.
Der Tierarzt hat mir gesagt, ich könnte es noch mal mit Infusionen versuchen, aber dann wären wir wahrscheinlich in 2 Wochen wieder genau da, wo wir jetzt wären. Als es noch nicht sooo schlimm war, hat er auch schon Infusionen bekommen, aber das brachte nur für wenige Tage etwas.
Aber jetzt mache ich mir total Vorwürfe, daß ich es nicht wenigstens mal probiert habe. Vielleicht wäre es ja doch noch mal besser geworden und nicht nur ein paar Tage wie beim ersten mal. Zufälle gibts ja immer wieder.
Naja, aber ich habe schon oft gehört, daß es bei einem so altem Hund in dem Zustand nicht mehr viel bringt, dann hoffe ich mal, daß es auch so gekommen wäre.
Du hast alles ganz richtig gemacht. Eine totale Niereninsuffizienz kann man beim Hund nicht wieder hinbekommen. Bedenk das Alter bei Deinem Hund. Er ist erlöst und ihm ist somit einiges erspart geblieben.
Dennoch weiß ich wie Du Dich fühlst. Es geht mir jedesmal so, ich entscheide über den Tod meines geliebten Tieres und komme mir anschließend wie ein Veräter vor…aber das stimmt nicht, es bleibt ihm dadurch einiges an Qual erspart. Und es geht vielen Tierbesitzern so mit denen ich gesprochen habe.
Jemand der eine so enge Beziehung zu seinem Tier hat, hat auch das richtige „Bauchgefühl“ wenn es zu Ende geht. Und das hattest Du bestimmt.
Gräm Dich nicht…vielleicht findet ein anderer Hund einen tollen Platz bei Dir…und dennoch wird Deine Hündin im Herzen immer dabei sein.