epillepsie bei hunden

Von: , Frage gestellt am Do, 24. Aug 2000

hallo,

ich würde gerne wissen, ob jemand erfahrung hat im umgang mit epillepsie bei hunden.
mein hund hat seit ca. 2 jahren e. und in den letzten monaten sind die anfälle viel häufiger geworden. jetzt war ich bei zwei unterschiedlichen ärtzen, die eine wollte gleich medikamente geben (2x täglich), und der andere probiert es erstmal mit spritzen, diesen weg habe ich jetzt gewählt. es ist auch besser geworden, zumindest die stärke der anfälle.

meine fragen wären jetzt:
1. ist es herauszufinden woher die e. kommt? (kastrieren habe ich ihn schon lassen, hat nichts gebracht)
2. gibt es noch andere therapiemöglichkeiten? (naturmedizin)
3. kann der hund bei den anfällen sterben?

also, schreibt mir ruhig alles, was ihr wisst!


schon mal danke
beccy

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Stunden hilfreich
    Re: epillepsie bei hunden

    Hallo Beccy

    Epilepsie ist auch bei den Menschen noch sehr wenig erforscht.
    Ich habe mal gelernt, dass elektrische Impulse im Hirn fehlschlagen. Man kann sich das vielleicht wie ein Gewitter im
    Gehirn vorstellen. Meine Hündin unterdessen 10 Jahre alt und noch quitsch munter, leidet seit ihrem 3 Lebensjahr an Anfällen. Anfangs einmal im Monat, meistens immer am Monatsende und in der Nacht
    während sie schläft. Nachher ist sie stets sehr verwirrt und hetzt durch die Wohnung als hätte als wäre sie das erste mal da,
    kennt keine Regeln mehr und frisst Alles was nicht hinter Schloss ud Riegel ist, anschliessend ist sie jeweils sehr müde.

    Ich sehe zwischen dem Kastrieren und der Epilepsie keinen
    Zusammenhang ich kann mir nicht vorstellen, dass das Etwas nützen sollte. Auch bei den Menschen (dort ist die Medizin ja meistens fortgeschrittener) werden die Anfälle meist medikamentös behandelt.
    Solche Anfälle sind für den Hund sehr Kräfte raubend, aber wenn er nicht erstickt kann er nicht daran sterben. Versuche während eines Anfall in seiner Nähe zu sein und gib acht, dass er nirgends runterfällt oder sich verschluckt usw.

    Anfangs habe ich mit Naturheilmitteln vom Tierarzt versucht die Anfälle zu reduzieren, meine Hündin hat jedoch nicht darauf
    angesprochen. Nun bekommt sie 2 Tabletten pro Tag und das nun schon seit einigen Jahren und der Tierarzt konnte bei den jährlichen Check-up`s keine bleibenden Schäden erkennen, Nebenwirkungen sind auch nicht zu erkennen.
    Das Medikament zeigt aber Wirkung und die Anfälle sind nur noch ganz selten. Mit langen Intervallen von 4 bis 5 Monaten.
    Ich denke mir es kommt auf die Häufigkeit und die Stärke der Anfälle darauf an und in welchen Situationen sie deinen Hund überkommen, auf dem Spaziergang beim Spiel oder eben im Schlaf.
    Meine Tierärztin empfahl mir ein Anfalltagebuch zu führen. Das kann ich Dir nur empfehlen so kannst Du verschiedene Behandlungsmethoden ausprobierend ihre Wirkung am besten abschätzen.

    Falls Du noch weitere Fragen hast, schick mir doch ein Mail

    Lieber Gruss

    Jaffa [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
      Re^2: epillepsie bei hunden

      Epilepsie ist auch bei den Menschen noch sehr wenig erforscht.
      Ich habe mal gelernt, dass elektrische Impulse im Hirn
      fehlschlagen. Man kann sich das vielleicht wie ein Gewitter im
      Gehirn vorstellen. Meine Hündin unterdessen 10 Jahre alt und
      noch quitsch munter, leidet seit ihrem 3 Lebensjahr an
      Anfällen. Anfangs einmal im Monat, meistens immer am
      Monatsende und in der Nacht
      während sie schläft. Nachher ist sie stets sehr verwirrt und
      hetzt durch die Wohnung als hätte als wäre sie das erste mal
      da,
      kennt keine Regeln mehr und frisst Alles was nicht hinter
      Schloss ud Riegel ist, anschliessend ist sie jeweils sehr
      müde.

      Ich sehe zwischen dem Kastrieren und der Epilepsie keinen
      Zusammenhang ich kann mir nicht vorstellen, dass das Etwas
      nützen sollte. Auch bei den Menschen (dort ist die Medizin ja
      meistens fortgeschrittener) werden die Anfälle meist
      medikamentös behandelt.
      Solche Anfälle sind für den Hund sehr Kräfte raubend, aber
      wenn er nicht erstickt kann er nicht daran sterben. Versuche
      während eines Anfall in seiner Nähe zu sein und gib acht, dass
      er nirgends runterfällt oder sich verschluckt usw.

      Anfangs habe ich mit Naturheilmitteln vom Tierarzt versucht
      die Anfälle zu reduzieren, meine Hündin hat jedoch nicht
      darauf
      angesprochen. Nun bekommt sie 2 Tabletten pro Tag und das nun
      schon seit einigen Jahren und der Tierarzt konnte bei den
      jährlichen Check-up`s keine bleibenden Schäden erkennen,
      Nebenwirkungen sind auch nicht zu erkennen.
      Das Medikament zeigt aber Wirkung und die Anfälle sind nur
      noch ganz selten. Mit langen Intervallen von 4 bis 5 Monaten.
      Ich denke mir es kommt auf die Häufigkeit und die Stärke der
      Anfälle darauf an und in welchen Situationen sie deinen Hund
      überkommen, auf dem Spaziergang beim Spiel oder eben im
      Schlaf.
      Meine Tierärztin empfahl mir ein Anfalltagebuch zu führen. Das
      kann ich Dir nur empfehlen so kannst Du verschiedene
      Behandlungsmethoden ausprobierend ihre Wirkung am besten
      abschätzen.

      Falls Du noch weitere Fragen hast, schick mir doch ein Mail

      Lieber Gruss

      Jaffa
      hallo jaffa und petra,

      danke für eure antworten.
      ja also den zusammenhang zwischen kastration und den anfällen hat mir mein tierarzt so erklärt, dass mein hund einen übersteigerten sexualtrieb hat und das dadurch auch solche anfälle hervorgerufen werden können (wäre dies die ursache gewesen, wäre es keine epellepsie gewesen)

      gegen die tabletten wehre ich mich nur, weil ich befürchtet hatte, dass es starke nebenwirkungen hat, aber wenn ihr meint, dass das nicht so ist, und der hund dann so gut wie anfallfrei alt werden kann, sieht es anders aus.

      eine bekannte hat mich heute gefragt, ob ich schon mal eine röntgenaufnahme von seinem hirn habe machen lassen, sie meint das er vielleicht einen hirntumor hat. habt ihr sowas schon gehört, oder ist das übertriebene angst?

      also vielen dank schon mal

      beccy

    • Antwort von nach 10 Stunden hilfreich
      Re^2: epillepsie bei hunden

      hallo,
      war bei unserem Hund auch so, nur daß ich nach einen Anfall ca. 30-50 Minuten mit ihm laufen mußte. Er brauchte das um seine Muskeln, welche sich im Anfall ja extrem verkrampfen wieder locker zu bekommen. Es ist auch nicht ungewöhnlich wenn während eines Anfalls Kot und/oder Urin abgehen, auch Blase und Darm können sich verkrampfen. Warum wehrst Du Dich so gegen Tabletten? Epi. ist meines Wissens nicht endgültig heilbar und Dein Tier wird aller Voraussicht nach lebenslang Medikamente nehmen müssen. Meiner hatte nach einer kurzen gewöhnungsphase kein Problem mit Tabletten. Er ist trotz seiner Krankheit und einem Krebsproblem 13,5 Jahre alt geworden.
      Gruß Petra

  2. Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
    Re: epillepsie bei hunden

    Hallo beccy,
    Unser Familienhund hatte auch epileptische Anfaelle - und wir haben ihn schliesslich einschlaefern lassen muessen, weil er sich zu sehr gequaelt hat.

    Aber ich denke, dass das individuell von Hund zu Hund verschieden ist. Unser wurde durch die verschriebenen Tabletten "ruhig gestellt", er sollte sich halt nicht mehr "aufregen". IMHO ist es aber schon ein heftiger Eingriff in die Persoenlichkeit des Tieres, wenn ein eigentlich sehr lebhafter Hund kuenstlich "beruhigt" wird - er war einfach nicht mehr der Alte.

    Er hat bei jedem Anfall sehr gelitten (ich war bei einigen dabei)und auch wenn ich sehr traurig war, als meine Mutter mir erzaehlte, was passiert ist, es war sicher besser so. Er wurde nur 8 Jahre alt.

    Aber sicher gibt es inzwischen viel bessere Medikamente fuer Hunde (ist schon ein paar Jaehrchen her), ich wuensche Dir viel Glueck!

    liebe Gruesse,
    Astrid
    *dieimmomenthundelosist*

    • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
      Re^2: epillepsie bei hunden

      hallo astrid,

      na ans einschläfern hatte ich nun gar nicht gedacht. ihm geht es ja auch eigentlich blendend, außer während den anfällen, habe aber mittlerweile gehört, dass seine anfälle wohl noch harmlos sind, mein tierarzt hat mir einige geschichten erzählt. na ja, ich probiere es jetzt mit den tabletten, und hoffe, dass er sie gut verträgt. habe auch gehört, dass er sehr träge werden kann, dass das aber nach der einstellungszeit besser wird.

      also danke für deine antwort

      ciao beccy [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach 10 Tagen hilfreich
    Re: epillepsie bei hunden

    Hallo,

    mein Hund, ein Sheltie hatte Epilepsie. Es begann mit ca. 4 Jahren und er bekam Mylepsenium. Mit diesem Medikament konnten wir weitere Anfälle vermeiden. Allerdings war er dadurch auch wesentlich weniger agil als vorher.

    Heute ist er mit 8 Jahren an Herzversagen gestorben. Ich vermute, daß dieses Medikament in Verbindung mit weniger Bewegung, da er eben nicht mehr so aktiv war zu diesem relativ frühen Tod geführt hat. Normalerweise wird diese Rasse 12 - 15 Jahre alt.

    Allerdings hatte er seit der Einnahme dieses Medikaments nicht mehr an diesen Anfällen zu leiden und er hatte schöne acht Jahre. Für uns waren sie viel zu kurz.

    Helmut

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