Nach dem Husky – Streit

Hallo Tierfreunde,

Wurde in diesem kurrligen Brett auch mal so gewaltig zusammengeschissen.
Seither habe ich hier nur noch gelesen und mich so über vieles gewundert.

Jetzt dürft Ihr lieben Tierfreunde mal so richtig zuschlagen, den ich bekenne mich hier als grössten Katzenmörder aller Zeiten:

Aufgewachsen auf kleinem Bauernhof in kleiner Gemeinde vor vielen vielen Jahren, da gab es noch weit und breit weder Tier- noch andere Aerzte.
Nun man musste sich selbst zu helfen wissen, da gab es auch schon Spezialisten in allen „Fakultäten“ so Bäcker, Metzger, Schuhmacher etc etc … aber auch einen Dorfmauser, einen Dorfmunihalter, einen Landjäger und eben einer musste es halt tun;

„Katzenmörder“ …

als frechster Lümmel im Dorf, wurde mir dieser grausame Job zugeteilt.
Nun möchte hier nicht nähere Angaben machen, kann aber versichern …

Später kam ich in eine Stadt mit ca. 60 000 Katzen, da den meisten Sex abgeklemmt wurde, konnte ich als Katzenfreund viele Jungkatzen aus meiner Heimatgemeinde vermitteln.
Das waren keine Zuchtkatzen, aber eine kräftige, gesunde ostschweizer Strassenmischung ohne Stammbaumnachweis. grins.

Nun meine Frage:
Warum eigentlich legt man so Wert auf rassenreine Züchtungen ?
Die sind sicher anfälliger auf Krankheiten.

Im Gegensatz dazu wundert es mich, wie die menschlichen Hautfarben durch globalisierende Massnahmen verändert werden, da wird Sex in alle Himmelsrichtungen zugelassen, warum nicht auch bei Hundeli und Katzen ?

Jetzt dürft Ihr mal herzhaft schiessen, bin eine ganze Woche beim Schiifahren (abwärts)

Gruss

Fritz
a.d.Uw.

Hi Fritz,

Nun meine Frage:
Warum eigentlich legt man so Wert auf rassenreine Züchtungen?

Das ist Ausdruck der Profilneurose des Halters.

Die sind sicher anfälliger auf Krankheiten.

Das ist Fakt.

Hab’ mir bewusst einen Mischlings-Hund aus’m Tierheim geholt: Nora, ehemaliger Straßenköter aus Ungarn. Total fit, lieb, dankbar, seit ich sie habe noch nie krank, vorbildliches Sozial-Verhalten im Rudel (war früher wohl auf ihre Kumpels von der Straße angewiesen). Eine einzige Freude.

Mir tun die ‚schicken‘ Hunde irgendwie leid (vor allem wenn mir ein Boxer-Besitzer mit strahlenden Augen erzählt, dass man in den Niederlanden noch Boxer mit kupierten Ohren und Schwänzen erwerben kann…).

Jetzt dürft Ihr mal herzhaft schiessen, bin eine ganze Woche
beim Schiifahren (abwärts)

Schießen und Skifahren klingt nach Biatlon - seltsam, womit sich die menschliche Rasse so beschäftigt…

Nicht fallen, Fritz,
wünsch Dir eine gute Zeit

Anja

Hallo,

2 Punkte habe ich mir herausgegriffen:

  1. Tötung zur Geburtenkontrolle bei Katzen

Wenn sich Katzen (verwilderte Hauskatzen und auch Bauernhofkatzen und sonstige Freigänger in ländlichen Gegenden) unkontrolliert vermehren gibt es nur zwei Möglichkeiten: Töten oder Kastrationsaktionen.

Töten hat eine schnell sichtbare Wirkung, diese ist aber nicht nachhaltig. Katzen können unter entsprechenden Bedingungen mehrere Würfe pro Jahr haben, da kommt man mit dem Töten gar nicht nach, zumal der Fänger/Töter ja nie alle Katzen zu fassen bekommt. Demnach ist die Menge der Katzen schon kurze Zeit nach den Tötungsaktionen wieder auf dem selben Level wie vorher, nämlich dem Level, den das Nahrungsangebot und das Klima zulässt. Die wenigen, übriggebliebenen Katzen vermehren sich stärker, weil das Nahrungsangebot nun besser ist, und schwupps geht die ganze Sache von vorne los.

Aufwändiger, aber auch erfolgreicher (und natürlich auch ethisch vertretbarer) sind Kastrationsaktionen. Verwildert lebende Katzen werden eingefangen, kastriert und markiert. Danach setzt man sie am ursprünglichen Ort wieder aus, damit sie ihre Nische weiter besetzt halten. Vorhandene Welpen werden soweit möglich vermittelt, ebenfalls mit Auflage der Kastration. Bei örtlichen Katzenbesitzern sollte gleichzeitig eine Aufklärungskampagne zum Thema Kastration durchgeführt werden. So hält man die Zahl der Katzen auf einem niedrigen Level. Von außen zuwandernde verwilderte Katzen werden ebenfalls ins Programm aufgenommen.

Gute Beispiele dafür, dass Töten nichts bringt, sieht man in Griechenland. Dort wurde im Vorfeld der letzten Olympischen Spiele Straßenhunde in großer Zahl vergiftet, um das Straßenbild zu verschönern. Jetzt sind sie schon wieder auf dem gleichen Stand wie vorher. In ost- und südeuropäischen Ländern sind Tötungen an der Tagesordnung. Es wurde in einem land (ich glaube Rumänien) in einer Gegend mal eine Langzeitstudie mit Kastrationen gemacht, und dort war gut zu sehen, wieviel erfolgreicher diese Strategie ist.

  1. Straßenkatze = gesünder als Hauskatze
    So generell kann man das nicht sagen. Klammern wir Qualzuchten wie Perser ohne Nase usw. mal aus:

Zuchtkatzen unterliegen dem Risiko von Erbkrankheiten und Gendefekten. Dem wird durch sorgfältige Selektion und Untersuchungen der Elterntiere usw. entgegengewirkt. Dafür haben Zuchtkatzen i.d.R. die bestmögliche Ernährung und medizinische Vorsorge und Versorgung.

Bei Straßenkatzen/normalen Hauskatzen, die sich unkontrolliert verpaaren, schaut keiner nach Gendefekten bei den Elterntieren. Da sich auch unkontrolliert Geschwister verpaaren, gibt es ebenso Probleme mit Erbkrankheiten. Weiterhin sind draußen geborene Katzenwelpen vielerlei Krankheiten ausgesetzt. So haben in Freiheit geborene Katzen ziemlich sicher als Welpe Katzenschnupfen. Dazu kommen Parasiten. Die Ernährung ist qualitativ unter Umständen super (Muttermilch, Mäuse) aber u.U. quantitativ nicht ausreichend.

Demnach ist eine Katze aus verantwortungsvoller Zucht einer verwurmten Kanalratte aus dem Gebüsch sicherlich gesundheitlich überlegen. Genauso kann aber ein Wurf Kümmerlinge beim Züchter fallen, oder eine Zufallsverpaarung unter Nachbarskatzen ergibt eine Runde strammer Hauskatzen. Es gibt überall solche und solche, aber bei kontrollierter Verpaarung und Aufzucht sind meines Erachtens die Risiken geringer.

Ich habe 3 normale Hauskatzen. Eine hat Blasenprobleme, eine ist gerade halb erblindet, die dritte hat Probleme mit den Analdrüsen. Meine erste Katze hatte keine gesundheitlichen Probleme, ist mit 10 Jahren innerhalb von 5 Tagen an einer Virusinfektion gestorben. Wie mans macht …

Gruß,

Myriam

Hallo

Warum eigentlich legt man so Wert auf rassenreine Züchtungen?

Das ist Ausdruck der Profilneurose des Halters.

Ich verstehe das auch nicht. Ich finde Mischlinge oft hübscher, und vor allem sind sie wirklich einmalig. Rassehunde kommen mir oft vor wie von der Stange produziert.

Viele Rassen würde ich als Qualzüchtung bezeichnen, und kann es eigentlich nicht verstehen, wieso man solch merkwürdige Wesen als Haustier haben will.

Mir tun die ‚schicken‘ Hunde irgendwie leid (vor allem wenn
mir ein Boxer-Besitzer mit strahlenden Augen erzählt, dass man
in den Niederlanden noch Boxer mit kupierten Ohren und
Schwänzen erwerben kann…).

Das kann ich auch garnicht verstehen. Ich verstehe auch nicht, was daran schön sein soll.

Viele Grüße
Thea

Hallo ,
ich finde es schon graußelig daß Menschen an sich rumschnippeln lassen
um schöner zu sein (wenn nicht mediz. notwendig), aber daß man sich ein Tier zurecht schnitzt, das ist doch echt das Letzte.
Kann`s nicht verstehen…
Gruß Bettina

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Hi Fritz,

Nun meine Frage:
Warum eigentlich legt man so Wert auf rassenreine Züchtungen?

Das ist Ausdruck der Profilneurose des Halters.
Anja

Erst denken dann schreiben!!!
Es gibt ganz einfach Arbeitshunderassen, bei dehnen es sinnvoll ist.
Für einen Sofa - Hund ist es allerdings vollkommen egal was der kann, da reicht ein Senfhund.

Schlittenhunde werden schon seit über 4000 Jahren gezielt gezüchtet. Und zwar auf die dazu notwendigen Eigenschaften wie Gesundheit, Genügsamkeit, Führigkeit, Charakter, Schnelligkeit, Ausdauer, unterdrückter Jagdtrieb und keinerlei Aggressivität gegenüber dem Menschen.

Diese strengen Zuchtkriterien führten zu einem überaus freundlichen, gesunden und leistungsfähigen Hund. Das Aussehen spielte dabei eine untergeordnete Rolle.

:::Warum eigentlich legt man so Wert auf rassenreine Züchtungen?

Das ist Ausdruck der Profilneurose des Halters.
Anja

Erst denken dann schreiben!!!

Ohje ?

Es gibt ganz einfach Arbeitshunderassen, bei dehnen es
sinnvoll ist.

Sinnvoll in dem Sinne, dass diese auch schon total überzüchtet sind.

Für einen Sofa - Hund ist es allerdings vollkommen egal was
der kann, da reicht ein Senfhund.

Wie nett :wink:

Nach deiner Meinung muss ein Sofa-Wolf nichts wirkliches können - nur der Hundeschlag den du zufällig züchtest ??

Darf ich das dann so verstehen, dass nur ein Arbeits- oder Rassehund mit endlosen Papieren eine Daseinberechtigung hat, weil dieser irgendwelchen arbeiten nachgeht??

Oder hast du dich im Eifer eher etwas unglücklich ausgedrückt??

Was ist ein Senfhund??

Schlittenhunde werden schon seit über 4000 Jahren gezielt
gezüchtet. Und zwar auf die dazu notwendigen Eigenschaften wie
Gesundheit, Genügsamkeit, Führigkeit, Charakter,
Schnelligkeit, Ausdauer, unterdrückter Jagdtrieb und keinerlei
Aggressivität gegenüber dem Menschen.

Die meisten Schlittenhunde jagen und das mit Leidenschaft, was leiden schafft.

Im Grunde beschreibst du gerade wie eine Hundeart dem Menschen angepasst wurde.

Die Frage ist doch muss das so sein oder spiegelt der Hund nur unsere Gesellschaft wieder ??

Diese strengen Zuchtkriterien führten zu einem überaus
freundlichen, gesunden und leistungsfähigen Hund. Das Aussehen
spielte dabei eine untergeordnete Rolle.

Und der Hund auch.

Vieles ist durch züchten abgezüchtet und angezüchtet worden, wie sah eigentlich der Urtyp aus, bevor die Menschen an ihm herumexperimentiert haben.

Das würde mir zu denken geben.

So genannte "Rasse"hunde sind nichts anderes, als das was der Mensch sich gezüchtet hat, was ihm gefällt.

Doch, doch es gibt durchaus liebevolle und verantwortungsvolle Züchter, aber was bleibt dem Hund, außer angezüchteten Krankheiten ??

Gruß BelRia

Der Husky-Thread ist ein paar Zeilen tiefer !

Öhm :wink:

Gruß BelRia

Hallo Tierfreunde,

Hallo.

als frechster Lümmel im Dorf, wurde mir dieser grausame Job
zugeteilt.
Nun möchte hier nicht nähere Angaben machen, kann aber
versichern …

Danke, dass du uns die Einzelheiten ersparst.

Später kam ich in eine Stadt mit ca. 60 000 Katzen, da den
meisten Sex abgeklemmt wurde, konnte ich als Katzenfreund
viele Jungkatzen aus meiner Heimatgemeinde vermitteln.

Das ist schön. Ich finde es auch besser, wenn man erst im Tierheim nach dem passenden Hund sucht, wenn er nicht arbeiten soll und nur ein Schoßhund ist.

Das waren keine Zuchtkatzen, aber eine kräftige, gesunde
ostschweizer Strassenmischung ohne Stammbaumnachweis. grins.

Vielleicht Zufall, dass die so gesund und kräftig sind.

Nun meine Frage:
Warum eigentlich legt man so Wert auf rassenreine Züchtungen

S.u. mit einem reinrassigen Hund (von einem verantwortungsbewussten Züchter) könnte ich zu 95% sichergehen, dass der Hund gesund ist, weil die Eltern gesund sind. Bei einer Hinterhofzüchtung, weiß man nie, welche Erbkrankheiten beide haben.

Die sind sicher anfälliger auf Krankheiten.

Also ich habe so einen tollen, gesunden, kräftigen Irgendwas-Schäferhund-Mix. Witz beiseite. Der ist 2 und hat schwere HD. Ich freue mich, wenn er denn 10 wird. Da kommen bestimmt noch viele TA-Kosten auf mich zu. Ich wollte eigentlich Agility machen, aber mit der Hüfte kann er an keinem Turnier teilnehmen (Könnte er theoretisch schon, aber es wird dadurch nur schneller sehr schlimm werden).

Im Gegensatz dazu wundert es mich, wie die menschlichen
Hautfarben durch globalisierende Massnahmen verändert werden,
da wird Sex in alle Himmelsrichtungen zugelassen, warum nicht
auch bei Hundeli und Katzen ?

Wir hätten dann eine Hunde- und Katzenüberbevölkerung. Überall gäbe es Straßenhunde- und Katzen. Es sähe aus, wie in den südlichen Ländern.

Jetzt dürft Ihr mal herzhaft schiessen, bin eine ganze Woche
beim Schiifahren (abwärts)

Gruss

Fritz
a.d.Uw.

Gruß Claudia.

Erst denken dann schreiben!!!

Schlittenhunde werden schon seit über 4000 Jahren gezielt
gezüchtet

Bitte wo kann man das nachlesen ? Quelle ?