Schneefressende, matschtrinkende stute

nochmal hallo,
habe nun zweimal den doc auf dem hof gehabt und meine stute hat ganz „artig“ gemacht, was uns so sorgen macht (sonst können sie ja super fit tun, wenn der arzt auf dem hof ist und gleich nach seiner abfahrt wieder wirklich krank sein), und nach allen untersuchungen und überprüfungen (gebiss etc.) musste er leider sagen, dass sich meine stute eine sehr unangenehme unart angewöhnt hat. nun, da das wasser weg ist, frisst sie sand. dabei kratzt sie mit den unteren schneidezähnen über den boden und das sogar im schritt und trab. wir füttern flohsamen und leinsamen und hoffen bis zum gras um eine sandkolik herum zu kommen. aufstallen möchte ich ihr nicht antun, da unsere quarantäneboxen keinen Kontakt zu den offenställen und weiden haben (logisch, gell, sie sollen ja vor evtl. ansteckúngen schützen).
es ist zum heulen, sie sind eine seit 5jahren feste dreiergruppe mit 1ha weide ganzjährig und 5 weitern ha sommerweide. sie haben zwei offenställe, äste zum knabbern…ach was soll ich beschreiben. hier ist´s für pferde eigentlich paradisisch.
hat jemand eine idee, wie ich diese unart wieder weg bekommen kann??
lieben gruß,
motte-s

Hallo,

also Pferdeexpertin bin ich nun wirklich keine, aber ich habe Dir mal ein paar Links herausgesucht, die Dir vielleicht weiterhelfen könnten:

http://www.agrar.de/pferde/forum/index.php?PHPSESSID…
http://forum.horseteam.de/showthread.php?threadid=1984
http://www.dashaustierforum.de/forum/thread.php?thre…

Also egal wo man hinschaut wird auf einen Mangel hingewiesen, das können Mineralien sein, aber auch Eisen und Kupfer wie im ersten Link beschrieben.
Ein Blutbild gibt übrigens nicht immer Aufschluss auf einen Mangel im Mineralienhaushalt, dazu hat der Körper zuviele Puffermöglichkeiten. Ein Magnesiummangel bsp.lässt sich so gut wie nicht im Blut feststellen.

Eine andere beschriebene Möglichkeit wäre Langeweile…oder Tatsächlich eine Macke, das wäre dann wohl das Schlechteste.

Ich frag mal ganz naiv:
Wie ist das denn, Fahrpferde können doch mit einem Fresssack gefüttert werden. Könnte man einem Pferd nicht mittels eines solchen Sackes das Fehlverhalten abgewöhnen? Es müsste natürlich ständig unter Aufsicht dabei sein…

Gruß
Maja

Hallo Motte,

wenn wirklich absolut auszuschließen ist, dass ein Mangel existiert (großes Blutbild etc.) könnte schon von einer schlechten Angewohnheit gesprochen werden. Obwohl ich von so einer noch nicht gehört habe. Evtl. würde ich mal mit einer Tierklinik sprechen, was die so dazu sagen. Ansonsten gibt es doch diese „Maulkörbe“ für Pferde, die verhindern sollen, dass die im Sommer zu viel Gras in sich reinschaufeln. Evtl. könnte so ein Ding verhindern, dass dein Pferd damit weitermacht. Trinken können die damit immer noch. Allerdings musst Du dann aufpassen, dass sie genug Rauhfutter frist.

Stutzig macht mich das Thema „Dreiergruppe“ - da ist einer oft der Außenseiter und das kann irgendwann zu Problemen führen. Ich halte ungerade Zahlen nicht für gut. Vielleicht ist in der Gruppe doch was nicht in Ordnung.

Alles Liebe.
Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]