Hallo Liz!
Ich hoffe, dass
sie die Entsorgung nicht dem Tierarzt überlassen haben,
Darf ich fragen, wieso Du das hoffst?
Antworten, was man kann, hast Du ja schon bekommen.
Noch aus eigener Erfahrung:
Unsere ersten Tiere haben wir im Garten begraben (Nager).
Als eine meiner Katzen starb, standen wir vor einem Problem. Einäschern bzw. Tierfriedhof fanden wir sehr teuer. In den Garten sollte Spike nicht, weil der nur gemietet war und ich keine besonders positiven Gefühle dazu hatte.
Letztendlich sind wir durch einen Tipp darauf gekommen, die Katze, so makaber es sich anhört, 650km nach München in den Garten meiner Eltern zu fahren. Wohlgemerkt in gefrorenem Zustand, so spontan ist so eine Strecke ja nicht zu bewältigen.
Dort hat Spikey ein Grab bekommen, so wie es sich für mich richtig angefühlt hat.
Mein Hund wird eingeäschert werden. Wir haben zwar ab Sommer einen eigenen Garten, aber ein Grab für 35kg Hund auszuheben ist zum einen eine Mordsarbeit, zum anderen haben wir zu viele Tiere, als Platz im Garten.
Deswegen der „Umweg“ über die Verbrennungsanlage. Bis zu Taras Posting wollten wir das eigentlich in den Niederlanden machen lassen, weil es dort wesentlich weniger kostet. Wenn die Zeit gekommen ist, werde ich mich aber nochmal schlau machen, zumal mittlerweile ein Krematorium hier in der Nähe errichtet worden ist. Ich lege nicht so ewig viel Wert darauf, mit dem Hund im Kofferraum durch die Gegend zu fahren…
Genauso werden wir es auch mit den anderen Katzen halten. Einäschern und gut ist.
Kleintiere werden, wie in den letzten Jahren, in die Mülltonne wandern oder, wenn die Tierarztpraxis geöffnet hat, über diese in die Tierkörperverwertung. Zwar wäre mir der Garten lieber, aber siehe oben, dazu haben wir einfach zu viele Tiere, da würde sich im Laufe der Jahre ein kleines Grab ans andere reihen. Und selbst wenn so ein Tier schon ein paar Jahre unter der Erde ist, kann es je nach geologischen Verhältnissen durchaus sein, dass man noch Knochen oder ähnliches finden würde, wenn man das Grab wieder eröffnet. Das will ich auf keinen Fall.
Was mit den Urnen nach dem Verbrennen geschehen soll, weiss ich auch nicht so genau. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, ein Eck in der Wohnung mit den Bildern von gestorbenen Tiere zu versehen, evt. liesse sich dort auch etwas für die Urnen herrichten. Das muss ich aber, wenn die Zeit gekommen ist, nach Gefühl entscheiden.
Generell lassen sich solche Dinge vorher zwar durchdenken, aber wie man sich hinterher fühlt, ist wieder etwas ganz anderes.
Hätten wir ein grösseres Grundstück, würde ich übrigens für jedes einzelne Tier ein Grab herrichten, so wie für Spike, mit dem Lieblingsspielzeug und einer schönen Pflanze obendrauf.
Bei Hund und Katzen würde mir der Weg über den Tierarzt ausgesprochen schwerfallen, zu denen habe ich aber auch eine andere Bindung als zu den Nagern (wobei ich trotzdem fast immer, wenn einer stirbt, Tränen verdrücke). Wenn es wegen Infektionsgefahr (kann immer vorkommen) nicht anders ginge, ok. Aber wenn ich es irgendwie einrichten könnte, dann nicht.
Weniger, weil das Tier dann verwertet wird (zu Tierfutter, Seife und ähnlichem wird in Deutschland kein solches Tier mehr verwertet, zudem ginge das bei einem eingeschläferten Tier wegen der Medikamente sowieso nicht), sondern einfach, weil ich einen Ort zum Trauern haben möchte. Und nach dem Einäschern habe ich sogar noch einen Teil des Tieres bei mir, einen ganz winzig kleinen Halt…
Ein Thema, das in den nächsten Jahren auf uns auch noch zukommt…ich habe mir schon so oft Gedanken gemacht, wie wir das am Besten anstellen werden. Aber egal wie man es dreht, es wird nicht leichter, daran zu denken *seufz*
Auf dass es uns allen noch ganz lange erspart bleibt…
Liebe Grüsse
Bine
PS: Ich kann mir nicht vorstellen, dass in der Nachbarschaft nicht auffiele, wenn gleichzeitig Hund oder Katze weg wären und ein neuer Strauch im Garten stünde…zumal man für den nicht über nen halben Meter tief buddeln muss.