Hi Christine!
Archie, vielen Dank für Deinen sachlichen
Kommentar.
Gern geschehen
Leider fahren wir nicht mit dem Auto (was weder
der Dicke noch wir gut aushalten würden) sondern
fliegen halt immer (2400 km).
Wenn Du es rechtzeitig anmeldest, kann er als Handgepäck in der Kabine mitfliegen…
Mit ein bißchen Beruhigungsmittel vom TA ist das gar nicht so schlimm 
Ich hab natürlich überlegt, wie es wäre, ihn
mitzunehmen, aber ich hätte auch Sorge, daß er
sich danach HIER in HH nicht wieder einleben
würde.
Dafür gibt’s keine Garantie, DU kennst Deinen Kater am besten. Du mußt wissen, ob er mehr an Dir hängt oder an seinem Zuhause. Und danach dann Deine Entscheidung fällen. aber soweit ich Dich verstanden habe, ist er sowieso nicht der wilde Freigänger…
Seufz, naja…ich werde also im Sommer mal meine
Fühler ausstrecken, ob sich im Dorf nicht doch
jemand finden könnte, der sich seiner annehmen
würde, FALLS unsere Pläne konkreter werden und
FALLS wir ihn einmal für 6 Wochen mitnehmen
würden…
Ganz ehrlich - wenn es sich lediglich um sechs Wochen im Sommer handelt, würde ICH ihn nicht in Frankreich lassen, die restlichen 44 Wochen würde MIR mein Kater zu sehr fehlen…
Archie, bitte direkte Frage an Dich:
Es ist aber grundsätzlich MÖGLICH, daß sich ein
Kater ans Draussenleben in freundlicher Umgebung,
mit weniger Menschen- und Hausbezug gewöhnen KANN,
oder??
Prinzipiell möglich ist das schon - ABER (ganz großes ABER!!!) die Frage ist doch, ob es ihm gut tut. Und da gebe ich den anderen Postings Recht - es fehlt das regelmäßige Futter, die Ansprache, die medizinische Betreuung! Außerdem - Du hast ihn aus Mallorca mitgebracht, aufgepäppelt und die letzten acht Jahre versorgt und betreut. Er ist diesen „Luxus“ gewöhnt und hat eine vertrauensvolle Beziehung zu Dir aufgebaut! Wie soll er sich denn fühlen, wenn er plötzlich allein (vielleicht mit einem fremden Menschen als Betreuer)in einem französischen Dorf sitzt? Fremde Katzen, fremde Menschen und seine Bezugsperson, die ihm Sicherheit und Geborgenheit gibt, Essen, eine warme Wohnung, Streicheleinheiten, ist fort!!!
((
Da bricht für ihn doch eine ganze Welt zusammen! Besonders, wenn Du dann irgendwann wieder auftauchst, wieder verschwindest, wieder auftauchst…
Es hat mir gerade jemand den Fall seiner Katze erzählt: Die Leute sind in Urlaub gefahren. Normalerweise blieben dann alle Katzen im Haus und wurden von der Nachbarin versorgt - hat nie Probleme gemacht. Dieses Mal war einer der Freigänger zu der Zeit gerade auf mehrtägigem Rundgang durch die Gemeinde. Als er wiederkam, wurde er, wie verabredet, von der Nachbarin in’s Haus gelassen, dort gehalten und versorgt. Als die Leute zurückkamen, war erstens seine Freude riesig, zweitens hat er sie ordentlich ausgeschimpft und fertig gemacht und drittens geht er nie mehr länger als 2 Stunden fort, damit sie nicht verschwinden können, ohne daß er es merkt!
Du siehst also, wie stark sich Katzen an uns binden, manchmal sogar, ohne das wir es bemerken.
Ich meine, Du hast nur zwei Möglichkeiten: behalte ihn ganz bei Dir (mit Unterbrechung im Urlaub) oder finde jemanden, bei dem er wirklich bleiben kann. Ich denke, er kann die 6 Wochen gut versorgt zu Hause besser verkraften, solange er von jemandem versorgt und betreut wird, als die 44 Wochen ohne Dich in Frankreich.
Grüße
Archie
Denn DAS war meine eigentliche Frage (lese gerade nochmal:
könnte sich wirklich etwas missverständlich angehört haben.
Es ging ums „Auswildern“ i.S. von Draussenleben, nicht ums
„Aussetzen“!!)
LG,
Christine