Hauskater auswildern möglich?

Hallo,
wir haben einen knapp 8jährigen wunderschönen Kater, den
wir als kleines Baby von Mallorca mitgenommen haben.
Er ist ausschliesslich an die Wohnung gewöhnt, und

  • obwohl wir im Erdgeschoss wohnen - bleibt er auf dem
    Balkon und beobachtet lediglich das Vorgehen der Vögel
    auf der Wiese aus sicherer Entfernung.
    Nun verändert sich unsere Lebenssituation dahingehend, daß
    wir immer öfter auf Reisen sind.
    Nach erfolglosen Versuchen ihn bei Freunden zu lassen,
    ziehen wir es mittlerweile vor, ihn in der Wohnung füttern
    und betreuen zu lassen. Für 2-3 Wochen scheint es für ihn
    am stressfreiesten zu sein.

Nun ist es aber so, daß wir uns ein 2. Zuhause in Frankreich
aufbauen und auch mal für 6 Wochen fort sein werden. Das
halte ich für Katerchen nicht für zumutbar.
In Frankreich wäre es ein Katzenparadies. Dorf, wenig Autos,
Land, Scheunen…Nachbarn haben ebenfalls Katzen dort
(natürlich:smile:.

Meint Ihr, es wäre möglich, ihn in den Sommerferien mitzunehmen,
ihn dort innerhalb von 6 Wochen „einzugewöhnen“, und ihn dann
dort zu lassen???

Ich weiß wirklich nicht weiter, will nicht verantwortungslos
sein, aber auch nicht wegen ihm mein Leben in alten Bahnen lassen.

Oder doch ein neues Zuhause hier finden in einer Wohnung???
(Beim letzten „Auszug“ wegen Urlaub kratzte und biss er und blieb
im Katzenklo, bis er wieder in unsere Wohnung transportiert wurde).

Was mache ich bloss???

Danke für Eure Ratschläge,
Christine

Hallo,

das hört sich ja wie aussetzten an!
Wenn du ihn zu Nachbarn in Frankreich gibst, also das er dann bei ihnen lebt, das wäre etwas anderes.Aber so wäre er gerade mal 6 Wochen im Jahr unter Menschen.

Ich weiß wirklich nicht weiter, will nicht verantwortungslos
sein, aber auch nicht wegen ihm mein Leben in alten Bahnen
lassen.

Du bist aber alleine schon wegen dem letzten Satz verantwortungslos.
Ihr habt ihn doch zu euch geholt! Und da wusstet ihr hoffentlich, was es heisst eine Katze zuhaben.Das sie einige Jahre lebt und und und.

Oder doch ein neues Zuhause hier finden in einer Wohnung???
(Beim letzten „Auszug“ wegen Urlaub kratzte und biss er und
blieb
im Katzenklo, bis er wieder in unsere Wohnung transportiert
wurde).

Dann sucht lieber verantwortungsvolle „Neubesitzer“ für ihn, die ihm noch schöne Jahre bei ihnen geben.

Manu

Hallo Christine!

Wie ist es denn mit Autofahren? Ich bin eine ganze Weile mit meinem Kater regelmäßig hin und her gereist. Er fand allerdings Autofahren auch toll!!! Er war sehr auf mich bezogen und ihm war es egal, wo er war, Hauptsache, ich war dabei! Das änderte sich auch nicht, als die zweite Katze dazu kam. Dann sind sie beide gefahren - er mit Begeisterung, sie als notwendiges Übel. Vielleicht könnt ihr ihn ja an beide Zuhause gewöhnen!
Ansonsten solltest Du wirklich ein gutes und liebevolles Zuhause für ihn suchen, mit Leuten, die ihm Zeit lassen, den Trennungsschmerz zu überwinden und neue Beziehungen zu knüpfen.
Ich hoffe, Ihr findet einen guten Weg für den Kater!

Archie

Hallo,

vielleicht könntet Ihr für Euer Haustier eine Urlaubsbetreuung organisieren, so wie das jeder andere verantwortungsvolle Tierbesitzer auch macht. Glaubst Du, Du bist der einzige Tierbesitzer, der in Urlaub fährt? Suche Dir einen Tiersitter oder eine Tierpension. Wenn Dir das zu teuer ist, gib die Katze bitte ab. Ein Aussetzen irgendwo in Frankreich ist nicht das Paradies, sondern ein ziemlich sicheres Todesurteil für die Katze.

Gruß,

Myriam

MENNO!!
Ich bin immer wieder erstaunt,
was manche Leute in manche Postings
so heraus-, bzw. hereinlesen, und
so pseudo-moralische Kommentare
können nur von Menschen kommen, die
(zum Glück noch?) nicht in solch einer
Situation waren.

Wollte ich unseren Kater „aussetzen“,
hätte ich hier nicht gepostet!

Lebenssituationen KÖNNEN sich nun mal
so verändern, daß man sich - VERANTWORTLICH -
Gedanken über die Zukunft seines Tieres machen
MUSS!

Archie, vielen Dank für Deinen sachlichen
Kommentar.
Leider fahren wir nicht mit dem Auto (was weder
der Dicke noch wir gut aushalten würden) sondern
fliegen halt immer (2400 km).

Ich hab natürlich überlegt, wie es wäre, ihn
mitzunehmen, aber ich hätte auch Sorge, daß er
sich danach HIER in HH nicht wieder einleben
würde.

Seufz, naja…ich werde also im Sommer mal meine
Fühler ausstrecken, ob sich im Dorf nicht doch
jemand finden könnte, der sich seiner annehmen
würde, FALLS unsere Pläne konkreter werden und
FALLS wir ihn einmal für 6 Wochen mitnehmen
würden…

Archie, bitte direkte Frage an Dich:

Es ist aber grundsätzlich MÖGLICH, daß sich ein
Kater ans Draussenleben in freundlicher Umgebung,
mit weniger Menschen- und Hausbezug gewöhnen KANN,
oder??

Denn DAS war meine eigentliche Frage (lese gerade nochmal:
könnte sich wirklich etwas missverständlich angehört haben.
Es ging ums „Auswildern“ i.S. von Draussenleben, nicht ums
„Aussetzen“!!)

LG,
Christine

Hallo,

Wollte ich unseren Kater „aussetzen“,
hätte ich hier nicht gepostet!

Nachdem Du ja behauptest, missverstanden worden zu sein, muss ich noch mal nachfragen:

Du hast eine Katze, die bisher nur in der Wohnung gehalten wurde. Du möchtest diese Katze nun in Frankreich „in die Freiheit entlassen“, wo sie kein Zuhause haben wird, draußen leben soll und nicht gefüttert wird. Kannst Du mir bitte sagen, wo da der Unterschied zum Aussetzen ist? Ich sehe leider keinen.

Lebenssituationen KÖNNEN sich nun mal
so verändern, daß man sich - VERANTWORTLICH -
Gedanken über die Zukunft seines Tieres machen
MUSS!

Das sollst Du auch. Aussetzen ist aber keine Lösung. Alternativlösungen wurden genannt.

Seufz, naja…ich werde also im Sommer mal meine
Fühler ausstrecken, ob sich im Dorf nicht doch
jemand finden könnte, der sich seiner annehmen
würde

Sehr gute Entscheidung. Ich helfe Dir auch gerne mit einem seriösen Kontakt zum Tierschutz.

Archie, bitte direkte Frage an Dich:

Das hier ist ein Forum, wenn Du direkt mit Archie kommunizieren möchtest, schreibe ihm eine Mail. Ansonsten gibt es Kommentare von anderen :wink:

Es ist aber grundsätzlich MÖGLICH, daß sich ein
Kater ans Draussenleben in freundlicher Umgebung,
mit weniger Menschen- und Hausbezug gewöhnen KANN,
oder??

Die Katze muss jagen und töten lernen, außer es gibt dort jemanden, der sie füttert. Sie wird nicht medizinisch versorgt, nicht geimpft, wird Parasiten haben usw. Die Europäische Hauskatze ist ein domestiziertes Tier, entstanden aus einer Tierart, die in diesen Breiten noch nichtmal heimisch ist, und hat in freier Wildbahn kein besonders langes Leben. Außerdem stört sie die vorhandene Fauna.

Denn DAS war meine eigentliche Frage (lese gerade nochmal:
könnte sich wirklich etwas missverständlich angehört haben.
Es ging ums „Auswildern“ i.S. von Draussenleben, nicht ums
„Aussetzen“!!)

Es ist kein Problem, eine Wohnungskatze zum Freigänger zu machen. Das ist aber etwas völlig anderes als Du planst, zumindest nach der Beschreibung. Ein Freigänger hat ein Zuhause, wird gefüttert, medizinisch betreut usw. Das wäre bei Deiner Katze nicht der Fall.

Gruß,

Myriam

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Hallo.

wir haben einen knapp 8jährigen wunderschönen Kater, den
wir als kleines Baby von Mallorca mitgenommen haben.
Er ist ausschliesslich an die Wohnung gewöhnt […]

Also, euer Tiger light ist, sagen wir mal, mit 8 Wochen zu euch gekommen („kleines Baby“ wäre eigentlich noch früher, aber das will ich in seinem Interesse mal nicht hoffen). Seitdem hat er außer vielleicht mal einer Spinne oder Fliege nichts Lebendiges zu Jagen bekommen. Habe ich das so richtig verstanden?

Dann hat er nur dann eine Chance zu überleben, wenn er sich wieder schnell an Menschen anschließt. Mit ganz viel Glück landet er in F bei einer tierlieben alten Dame, die ihm ähnliche Wohn- und Lebensbedingungen bieten kann, wie er sie bei euch bisher hatte. Die Wahrscheinlichkeit dafür schätzest Du am besten selbst ein.

Die zweite, etwas wahrscheinlichere Möglichkeit ist, dass er sich in eine Katzengemeinde auf einem Bauernhof einquartiert. Dort wird er - kampfunerfahren, wie er ist - zunächst einmal verdroschen werden, dass die Heide wackelt. Dann fängt er in der Gemeinschaft als Schütze *PIEP* im letzten Glied an. Zu fressen gibt es das, was übrig bleibt, als Jäger ist er bestimmt keine Leuchte - das heißt, für den Rest seines Lebens wird er Kohldampf schieben und außerdem eine massive Macke davontragen durch den Verlust seiner Bezugspersonen und die vollständige Umstellung seiner Lebensbedingungen.

Möglichkeit 3 : Er wird zum Einzelgänger. Dann muss er sein Leben ausschließlich von der Jagd und vom Diebstahl fristen. Es besteht keine geringe Chance, dass er vom Förster - das würde ihm wohl in Deutschland blühen - oder, in Frankreich wahrscheinlicher, vom erstbesten Franzosen abgeschossen wird. Was ein Vollzeit- Wohnungskater für eine Chance hat, wenn ein Fuchs oder Hund ihn angeht, malst Du Dir bitte wieder selbst aus. Im Winter spätestens ist fini du chat, denn wie man sich vor Kälte schützt, hatte er nie die Chance zu lernen.

Zu Deiner Ursprungsfrage lt. Überschrift : Es ist möglich, einen Hauskater auszuwildern - aber nicht einen so menschgeprägten wie den Euren. Und in der freien Wildbahn wird auch ein trainierter Kater - hier in D - höchstens eine Lebenserwartung von 3 Jahren haben. Ob er dann verhungert, erfriert, an einem vergifteten Fuchsköder verreckt oder erschossen wird, spielt keine Rolle.

Und einem 8jährigen, in keiner Weise auf das Leben in der freien Wildbahn vorbereiteten Exemplar gebe ich im günstigsten Fall vier Wochen Überlebensfrist - im Sommer.

Und wenn Du Dich noch so sehr aufregst : Alles, was darauf hinausläuft, den Kater nicht direkt in menschliche Obhut - und das heißt in diesem Falle, reines Wohnungskatzendasein - zu übergeben, ist gleichbedeutend mit Aussetzen, d.h. das Tier zu einem wahrscheinlich grausamen Tode zu verurteilen.

Gruß Eillicht zu Vensre

hallo Christine,
im Prinzip ist es ziemlich problemlos, eine Katze oder einen Kater ans frei-Umherspazieren zu gewöhnen (Du meintest doch sicherlich nicht „auswildern“ i.e.Sinne? Damit bezeichnet man das in-der-Wildbahn- Freilassen und sich-selbst-Überlassen von - eigentlich - Wildtieren).

Voraussetzung wäre, daß er das von einem sicheren Zuhause aus tut - das auch er selbst als sein sicheres und geliebtes Zuhause betrachtet! - weil er ja immer dorthin zurückkehren wollen soll. Also müßte er zuerst ein neues Zuhause bekommen; sich dort etwa 4-5 Wochen gut eingelebt haben; und wenn man merkt, daß er sich an die Menschen angeschlossen und in das neue Zuhause eingewöhnt hat - und erst dann! (und da Euer Kater wohl etwas eigen ist, könnte es bei ihm auch länger dauern …) - dann erst erste Ausflüge, vielleicht sogar mit Geschirr und Leine. Gibts eine Terrasse nach draußen, genügts, auch nur Tür offen zu lassen, aber dabei sein, damit Kater merkt: man akzeptiert, daß er spazierengeht, unterstützt ihn auch beim Zurückkommen.
Vielleicht anfangs öfter was vom Lieblingsfutter auf Terrasse verabreichen. Wenn man ihn jedes Mal vorher ruft, gewöhnt er sich dran, auch zu kommen (fast immer…) - meine Katzen tun das.
Gut wäre, wenn der Straßenverkehr fern wäre. Damit umzugehen ist er nicht gewöhnt … Gruß und viel Glück, wie Du Dich auch entscheidest, I.

Hallo Irmtraut,

ja, genau das meinte ich (Frei umherspazieren). Lach, vielleicht
habe ich im Falle meines Katers wirklich das „Händchen“ mich
hier falsch auszudrücken!

Mein (bzw. SEIN) Idealfall wäre es:
wir nähmen ihn mit, er könnte von einer „sicheren“ Basis
aus (sprich aus dem Haus heraus) Umgebung und Artgenossen erkunden,
sich eine Position und ein Revier dort schaffen, sich „einleben“.

Dazu hätten wir ungefähr 6 - 8 Wochen Zeit, dann müssten wir
zurück. FALLS es ihm dort gefiele und er Spass hat am Draussenleben,
würden wir sicherstellen, daß er AM Haus gefüttert würde, allerdings
könnte er eben nicht mehr INS Haus zurück und hätte auch nicht mehr
den Menschenbezug, den er im Moment bei uns in der Wohnung hat.

Könnte das gutgehen?

Und: FALLS es ihm NICHT gefiele und wir ihn wieder mit zurücknähmen,
würde er sich dann hier wieder an ein Leben in der Whg. gewöhnen?
Ich meine, hat jemand von Euch mit dem einen oder dem anderen
Erfahrungen gemacht?

Ich möchte doch - unter sich ändernden Umständen - das Beste für
unseren Tiger, und natürlich freue ich mich über Kommentare und
Ratschläge, aber ich hätte sie gern sachlich und konstruktiv,
nicht vorverurteilend oder moralisierend!

Gäbe ich ihn hier in andere Hände (und seien sie auch noch so gut
anfangs), hätte ich auch das Risiko, daß er unglücklich würde,
daß sich beim neuen Besitzer die Umstände ändern, daß er wegläuft
oder krank würde.
By the way: hier in der Großstadt halte ich das Risiko einer
freilaufenden Katze für wesentlich höher als dort auf dem Dorf.
Frost und Schnee sind in Südfrankreich auch eher selten, und er
hätte dort nur die „Konkurrenz“ von einer Katze und einem Kater, die
beide genauso bequem aussehen wie er selbst:smile:…allerdings gibt es
ein paar Hofhunde in der Umgebung.
Übrigens war er ca. 5-6 Wochen alt, als man uns auf das Fellbündel
hinwies, dass neben 2 schon toten Geschwistern lag und er wäre
sicher verreckt, wenn wir es nicht versucht hätten, ihn
durchzubekommen.

Vielen Dank nochmal an alle Antwortenden. Letztlich spiegeln Eure
Kommentare nur meine eigene Zerrissenheit in dieser Situation.
Wir werden aber versuchen, das Optimum für den Kater zu finden,
ihn also ganz sicher weder aussetzen noch auswildern, i.S. von
„nu such ma Mäuse, bist doch ne Katze“, keine Sorge:smile:)

LG
Christine

hi

Nun ist es aber so, daß wir uns ein 2. Zuhause in Frankreich
aufbauen und auch mal für 6 Wochen fort sein werden. Das
halte ich für Katerchen nicht für zumutbar.

Wieso nicht ? Ws wäre stressfreier für ihn - du musst es einfach ausprobieren und ihn mitnehmen. Die Katze meiner Freundin hatte kein Problem damit unter der Woche bei ihr in der Stadt (morgens raus - abends rein) und am Wochenende mit ihr zusammen auf dem Land (Tag und Nacht die tür offen) beim Freund zu leben, solange eben meine Freundin dabei ist.

Nach der 4. Fahrt ist sie immer freiwillig in den Transportkorb geklettert …die Katze ;o)

Mein Kater steht es auch ab und zu locker durch (ob will ich MIR das nicht gern gebe, weil der Herr Fussler mit großem Gepäck zu reisen wünscht *augenverdreh* )

In Frankreich wäre es ein Katzenparadies. Dorf, wenig Autos,
Land, Scheunen…Nachbarn haben ebenfalls Katzen dort
(natürlich:smile:.

nunja, Katzenparadies für einen Freigänger ! Nicht für eine reine Hauskatze - für ein Katze die nie gelernt hat zu jagen, zu töten UND Beutetiere zu fressen, wäre es ziemlich sicher der Tod wenn man sie dort allein zurücklässt.

Meint Ihr, es wäre möglich, ihn in den Sommerferien
mitzunehmen, ihn dort innerhalb von 6 Wochen „einzugewöhnen“, und
ihn dann dort zu lassen???

ohne Menschenkontakt der ihn dann dort füttert und versorgt : NEIN

ABER ihr könnt es ja probieren ihn immer mitzunehmen - mit „seinen“ Menschen drumherum könnte es gehen - und wenn es nicht geht merkst du es ziemlich sofort

Ich weiß wirklich nicht weiter, will nicht verantwortungslos
sein, aber auch nicht wegen ihm mein Leben in alten Bahnen
lassen.

du könntest ihn an andere Tierhalter abgeben die eben eine/n Hauskatze/kater haben wollen

Was mache ich bloss???

ausprobieren …

Gruß H.

Hi Christine!

Archie, vielen Dank für Deinen sachlichen
Kommentar.

Gern geschehen

Leider fahren wir nicht mit dem Auto (was weder
der Dicke noch wir gut aushalten würden) sondern
fliegen halt immer (2400 km).

Wenn Du es rechtzeitig anmeldest, kann er als Handgepäck in der Kabine mitfliegen…
Mit ein bißchen Beruhigungsmittel vom TA ist das gar nicht so schlimm :wink:

Ich hab natürlich überlegt, wie es wäre, ihn
mitzunehmen, aber ich hätte auch Sorge, daß er
sich danach HIER in HH nicht wieder einleben
würde.

Dafür gibt’s keine Garantie, DU kennst Deinen Kater am besten. Du mußt wissen, ob er mehr an Dir hängt oder an seinem Zuhause. Und danach dann Deine Entscheidung fällen. aber soweit ich Dich verstanden habe, ist er sowieso nicht der wilde Freigänger…

Seufz, naja…ich werde also im Sommer mal meine
Fühler ausstrecken, ob sich im Dorf nicht doch
jemand finden könnte, der sich seiner annehmen
würde, FALLS unsere Pläne konkreter werden und
FALLS wir ihn einmal für 6 Wochen mitnehmen
würden…

Ganz ehrlich - wenn es sich lediglich um sechs Wochen im Sommer handelt, würde ICH ihn nicht in Frankreich lassen, die restlichen 44 Wochen würde MIR mein Kater zu sehr fehlen…

Archie, bitte direkte Frage an Dich:

Es ist aber grundsätzlich MÖGLICH, daß sich ein
Kater ans Draussenleben in freundlicher Umgebung,
mit weniger Menschen- und Hausbezug gewöhnen KANN,
oder??

Prinzipiell möglich ist das schon - ABER (ganz großes ABER!!!) die Frage ist doch, ob es ihm gut tut. Und da gebe ich den anderen Postings Recht - es fehlt das regelmäßige Futter, die Ansprache, die medizinische Betreuung! Außerdem - Du hast ihn aus Mallorca mitgebracht, aufgepäppelt und die letzten acht Jahre versorgt und betreut. Er ist diesen „Luxus“ gewöhnt und hat eine vertrauensvolle Beziehung zu Dir aufgebaut! Wie soll er sich denn fühlen, wenn er plötzlich allein (vielleicht mit einem fremden Menschen als Betreuer)in einem französischen Dorf sitzt? Fremde Katzen, fremde Menschen und seine Bezugsperson, die ihm Sicherheit und Geborgenheit gibt, Essen, eine warme Wohnung, Streicheleinheiten, ist fort!!! :frowning:((
Da bricht für ihn doch eine ganze Welt zusammen! Besonders, wenn Du dann irgendwann wieder auftauchst, wieder verschwindest, wieder auftauchst…
Es hat mir gerade jemand den Fall seiner Katze erzählt: Die Leute sind in Urlaub gefahren. Normalerweise blieben dann alle Katzen im Haus und wurden von der Nachbarin versorgt - hat nie Probleme gemacht. Dieses Mal war einer der Freigänger zu der Zeit gerade auf mehrtägigem Rundgang durch die Gemeinde. Als er wiederkam, wurde er, wie verabredet, von der Nachbarin in’s Haus gelassen, dort gehalten und versorgt. Als die Leute zurückkamen, war erstens seine Freude riesig, zweitens hat er sie ordentlich ausgeschimpft und fertig gemacht und drittens geht er nie mehr länger als 2 Stunden fort, damit sie nicht verschwinden können, ohne daß er es merkt!
Du siehst also, wie stark sich Katzen an uns binden, manchmal sogar, ohne das wir es bemerken.
Ich meine, Du hast nur zwei Möglichkeiten: behalte ihn ganz bei Dir (mit Unterbrechung im Urlaub) oder finde jemanden, bei dem er wirklich bleiben kann. Ich denke, er kann die 6 Wochen gut versorgt zu Hause besser verkraften, solange er von jemandem versorgt und betreut wird, als die 44 Wochen ohne Dich in Frankreich.
Grüße

Archie

Denn DAS war meine eigentliche Frage (lese gerade nochmal:
könnte sich wirklich etwas missverständlich angehört haben.
Es ging ums „Auswildern“ i.S. von Draussenleben, nicht ums
„Aussetzen“!!)

LG,
Christine

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