Um fremdes Kätzchen kümmern?

Hallo,

ich weiß im Moment nicht so richtig was ich tun soll… hoffe ihr könnt mir helfen :wink:

Also wir haben vor ca. 2 Monaten einen neuen Mieter bekommen (haben ein großes haus, oben wohnen wir unten is die Mietwohnung). Die Freundin von ihm hat 2 Katzen die sie mit her gebracht hat, allerdings is sie dann wieder weg und hat die Katzen da gelassen (weiß nicht ob und wann sie wieder kommt oder ob sie die katzen noch holt oder was auch immer). Der Typ hat allerdings keine zeit für die Katzen (er fährt bei so nem Paketschnelllieferservice oder so und steht morgens schon um ca. 5 auf und kommt abends erst wieder heim) und ich denke er interessiert sich auch nicht so sehr für die Katzen.

Der einen katze macht das ja auch nichts aus, im gegenteil sie ist richtig aufegeblüht, seitdem sie den ganzen tag draussen rumstrolchen kann.
Die andere Katze allerdings ist noch sehr jung, ein richtig süßes kleines verspieltes Kätzchen. Dementsprechend brauch sie auch noch extra viel Zuwendung und da ihre besitzer anscheinend keine Zeit für sie haben und nie da sind und sie auch tagsüber nicht rein kann (keine Katzenklappe) ist sie den ganzen tag bei uns auf dem Balkon (es führt ne Treppe vom Garten zu unserem Balkon). Das fängt morgens wenn ich aufstehe schon an, mittags wenn ich heimkomme ist sie immer noch da und auch den ganzen Nachmittag und Abend ist sie dauernd bei uns und freut sich richtig, wenn mal jemand kommt, der mit ihr spielt oder sie streichelt usw.

Jetzt frage ich mich allerdings ob das nicht vielleicht irgendwie zu weit geht… also nicht für mich, ich beschäftige mich gerne mit der kleinen. Aber es ist nunmal nicht meine. Und wenn ich mir vorstelle, dass sich andere leute so um meinen kater kümmern würden fände ich das auch irgendwie nicht so toll… wobei ich mich aber ausreichend um meinen Kater kümmere… also es ist eine blöde Situtaion… einerseits tut mir das Kätzchen leid und ich will mich um es kümmern, anderenseits habe ich aber auch das gefühl, dass ich das vielleicht nicht „darf“, ist ja leider nicht mein Kätzchen…

Was würdet ihr tun und mir raten??

Hallo

Also die Frage verstehe ich gar nicht. Worum sich manche Leute so Sorgen machen…
Ja, klar, kümmere Dich drum! Willst Du zugucken, wie sie leidet, nur weil es nicht Deine ist? Der Typ ist doch eh nie zu Hause, bekommt es also nicht mal mit.
Mönsch, da ist ein einsames Katzenkind, was Zuneigung braucht! Knuddel es und spiel mit ihm! Es ist doch nicht verboten, 'ne fremde Katze anzufassen.

Alles Liebe und viele Knuddeleinheiten mit der kleinen Besucherin

Maria

Hallo,

sprich doch einfach mal mit dem Mann, vielleicht weiss er garnicht was "seine"Katzen so machen. Aber so wie es sich anhört, interessiert er sich wohl auch nicht wirklich dafür.
Geniesse die Zeit mit der kleinen Katze, sie wird dir danke!
Manu

Tja,

ich glaube der Zwerg hat dich als Dosenöffner adoptiert. Ist leider so,
Katzen suchen sich ihre Menschen aus, nicht die Menschen die Katzen. Kümmere dich um sie, sie braucht dich.

Gruß Ute

Hallo!

Sprich doch mal mit dem Mann.
Wie schon geschrieben, er wird ja nicht wissen, was die Kleene so treibt.
Bestimmt freut es ihn, dass sich jemand kümmert.
Und wenn er die Katzen eh nicht mag, solltest Du sie viell. komplett „adopieren“!?

Grüßlis ANGI

Hallo mys,

ganz so einfach wie die Anderen sehe ich das nicht, da ich ähnliche Fälle bereits kenne…

Bist Du Dir sicher, dass die Katzen überhaupt gefüttert werden? Werden sie ausreichend tierärztlich betreut?

An Deiner Stelle würde ich mit dem Menschen sprechen, aber wenn möglich ohne ihm Vorhaltungen zu machen, ob er sich denn um die Katzen überhaupt kümmern will.

Da die Katzen sich hauptsächlich bei Dir aufzuhalten scheinen denke ich, sie würden lieber bei Dir wohnen. Bei Freigängern ist das so, sie wechseln schonmal (auch ohne Zustimmung des eigentlichen Besitzers) den Wohnsitz. Das kann aber wiederum Probleme verursahcen, wenn dieser dann behauptet, der Neue Dosenöffner hätte ihm die Katzen abgefüttert.

Du kannst, wenn Du möchtest ihn darauf ansprechen, die Kätzchen zu übernehmen, aber dann fällt ein bißchen mehr auf Dich zurück, als nur die Streicheleinheiten.

In jedem Fall würde ich versuchen in Erfahrung zu bringen, ob er denn auch ausreichend für sie sorgen kann und sie auch auch tierärztlich betreut werden…freilaufende Katzen müssen regelmäßig geeimpft entwurmt werden und vor allen Dingen kastriert sein.

Je nach dem was bei dem Gespräch herumkommt, würde ich die Katzen behalten und falls das nicht möglich ist, den nächsten Tierschutzverein einschalten, denn ganz sich selbst überlassen kann man auch Hauskatzen nicht, zumal diese zwei womöglich im Winter wenn es kalt wird auch keinen warmen Unterschlupf haben, wenn sie nicht ins Haus können.

Gruß
Maja

Erstmal danke für die vielen Antworten.

Also ganz so schlimm (wie von Maja in Erwägung gezogen) werden die Katzen von den eigentlichen Besitzern nicht behandelt. Sie werden auf jeden Fall gefüttert und tierärztlich betreut denke ich auch, sie sehen jedenfalls sehr gesund aus, sind munter und haben absolut keine Anzeichen die auf so massive Vernachlässigung hinweisen könnten.

Ich denke dass Problem ist eben einfach nur, dass die eigentliche Besitzerin nicht da ist (und ich auch nicht weiß ob und wann sie wieder kommt) und der Mann wahrscheinlich nicht so die Ahnung hat. Seine Pflege beschränkt sich wahrscheinlich auf füttern während die Freundin nicht da ist. Mit der kleinen spielen und schmusen oder sie ein wenig erziehen wird er wohl eher nicht. Aber deswegen gleich die Katzen „adoptieren“ finde ich übertrieben, zumal meine Eltern das auch nicht wollen (bin erst 18 und wohne noch zu Hause). Es ging mir darum mich ein bißchen um die Kleine zu kümmern, insofern sie selbst kommt. Füttern tu ich sie ja gar nicht, selbst ins Haus will ich sie bei uns nicht lassen. Schließlich hat sie eine Wohnung und einen Dosenöffner wo sie auch hin gehn kann insofern er zu hause ist.

Ich denke ich werde mich erstmal weiter ein bißchen um sie kümmern (nicht mehr als spielen, schmusen, etc.) und abwarten ob die Freundin vielleicht wieder kommt. Denn dann sieht die Sache wieder ganz anders auch denke ich mal. Aber wenn sich in der nächsten zeit nichts tut werde ich wohl mal mit dem Mann reden…

Vielen Dank nochmal für die Antworten, haben mir gut geholfen :wink:

Dazu will ich mal eine kleine Geschichte erzählen:

Meine Tochter hat mal einen Kater angeschleppt, pechschwarz und sehr winzig!
Als er richtig laufen konnte, bekam er ein Glöckchen um den Hals und durfte er in den Garten!
Auf einmal war er weg, spurlos verschwunden, nicht mehr aufzufinden! Natürlich war die Trauer groß!
14 Tage später kam was den Gartenweg entlang gebimmelt, unser Kater, wohl genährt, mit glänzendem Fell und fast verrückt vor Freude uns wieder zu sehen! Natürlich war auch unsere Freude groß, wir haben ihn in die Wohnung genommen, gefüttert und gehätschelt! Aber wie Kater so sind, wollte er immer wieder ins Freie, war ein richtiger wilder Kater, ein Rattentöter und Katzenverführer, blieb nächte- und tagelang weg, saß mitten auf der Straße bei Nachbars Kater und warf ihm die übelsten Ausdrücke an den Kopf! Hieß Schubbel und hörte auch drauf, wenn er Lust hatte! Nachts, wenns ihm langweilig wurde kam er an´s Kellerfenster, wo ich meist am PC saß und wollte rein! Und wenn ich auf sein Miauen nicht hörte, klopfte er wahrscheinlich mit der Faust ans Fenster, jedenfalls hat sich´s so angehört! Dann hat er sich auf meinen Knien ausgepennt, bis ich nach oben ging!
Irgendwann bekam er eine Kapsel um den Hals, mit einem Zettel mit Adresse und Telefonnummer!
Kurz darauf kam ein Anruf: „Ach Herr S. wir sind ja so froh, daß wir endlich wissen, wo unser „Puma“ immer bleibt, wenn er weg ist!“
Der Gauner hatte sich tatsächlich zwei Familien gesucht und ging bei beiden ein und aus, wie es ihm grad passte!
Allerdings, als ich ihn mal bei der anderen Familie abholte, kam er sofort zu mir, lag auf meinen Knien, kannte den Namen „Puma“ nicht mehr und ging auch anstandslos mit ins Auto, obwohl er nicht gerne Auto fuhr!
Jetzt ist er schon längst im Himmel, ist gestorben, wie freie Katzen eben so sterben…

Wollte damit eigentlich nur sagen, daß Katzen sich öfter zwei oder auch drei Familien aussuchen! Also, wenn´s Dir Spaß macht, dann kümmere dich ruhig um die fremde Katze, Katzen gehören nur sich selbst!

Zitat: Ich bin die Katze, die für sich allein geht und ein Weg ist für mich wie der andere!

Gruß, Rainer.