Wieso nicht. Die Leute nehmen ihre Tiere ja auch stundenlang
im Fahrzeug mit, da sind die Katzen auch in einer Kiste
eingesperrt.
Aber doch wohl nicht jeden Tag, oder?
Ich widerspreche ja gar nicht, dass Einsperren bei Nacht sicherlich ein erfolgreiches Rezept zum Verhindern von nächtlichem Tapetenkratzen ist. Allerdings ist ziemlich sicher, dass die Katze daraus nichts lernen wird, und auch nicht kann. Da das Einsperren Stress verursacht, wird es vermutlich eher einen negativen Effekt haben, z.B. vermehrtes Kratzen, Unsauberkeit, Misstrauen dem Besitzer gegenüber, usw.
Das hab ich schon mal gehört. Es ist also so, dass sich eine
Katze ein Fehlverhalten des Menschen bis in alle Ewigkeiten
merken kann, eigene Taten aber sofort vergisst. Sonst würde es
ja reichen wenn man die Katze am Schlafittchen nimmt, zur
Tapete geht und mal ordentlich schimpft.
Worte wie „Fehlverhalten“ usw. haben in diesem Zusammenhang keinen Platz.
Katzen lernen durch Verknüpfung, und das klappt nur dann, wenn Handlung und Belohnung/Bestrafung kurz aufeinander folgen.
Ich trete der Katze auf den Schwanz = es tut weh = die Katze verknüpft den Schmerz mit der Situation und wird mir für eine Weile aus dem Weg gehen.
Ich komme morgens ins Wohnzimmer und finde es katzengerecht renoviert vor = ich sperre die Katze die nächste Nacht in eine Kiste = die Katze wird versuchen, mir abends aus dem Weg zu gehen, damit ich sie nicht einsperren kann.
Es bringt nichts, das Verhalten der Katze nach menschlichem Maßstab zu bewerten. Lies mal ein bißchen über Konditionieren, positive und negative Verstärkung usw. nach. Man muss ja nicht immer das Rad neu erfinden.
Gruß,
Myriam