Erklärung für Hundeangriff gesucht

Hallo,
Folgendes ist soeben passiert: ein wirklich lieber, extrem gut hörender größerer Hund (5 1/2 Jahre) hat eine Beißerei mit einem deutlich kleinerem Hund. Der „Angreifer“ hat niemals zuvor Agressionen seinen Artgenossen oder Menschen gegenüber gezeigt, ganz im Gegenteil, er wurde stets bewundert/gelobt für seine Freundlichkeit.

Die Halterin des kleineren Hundes erzählt im Folgegespräch: ihre Hunde hätten IMMER Stress mit grossen schwarzen Hunden und wären schon des öfteren von diesen angegriffen worden.

Kann es nun sein, das der kleinere Hund durch sein Verhalten, falsche Signale, oder eigene Agressivität den grossen Hund zum Beissen animiert hat? Es kann ja schlecht sein das alle schwarzen Hunde genau etwas gegen diesen einen Hund haben? Es könnte doch irgendwie an den Signalen des kleineren liegen?

So wie ich die Situation beobachtet habe war es allerdings so, das der kleine Hund mit dem anderen kleinen Hund spielte, der grosse sah es aus ca 50 m Entfernung quer durchs Gebüsch, legte aber die typische Jagdkörperhaltung an als ob es ein Hase wäre und kein Hund.
Es ist mir vollkommen unbegreiflich - denn das riecht ein Hund doch, obs ein Artgenosse oder ein „Beuteobjekt“ ist? (was er allerdings auch nicht jagen darf, und auch bisher niemals tat wenn man es ihm untersagte). Er hat sich auch erstmals nicht abrufen lassen sondern ist direkt quer durch das Gebüsch gestürmt, ab zu dem kleinen.

Ob der kleine Hund nun geknurrt oder seinerseits angeriffen hat kann ich nicht beurteilen, es war ja das Gebüsch dazwischen und als ich an der Stelle ankam (ich musste den Weg wählen der um das Buschwerk herumführt) hatte der größere schon abgelassen weil die Besitzerin des kleineren ihn weggetreten hatte.

Kurz nach diesem Zwischenfall kam ein weiterer Passant mit seinem Hund, den ich auch ganz gut kenne, und der immer freundlich und nett ist (also der Hund). Die Besitzerin des kleinen fing direkt wieder an laut zu schimpfen: „das ist auch so ne Ziege die greift meinen auch immer an!“.

Ich bin ja nun der Meinung es könnte evtl. an der Halterin der kleinen Hunde liegen, das ihre Hunde immer Ärger mit anderen haben?

Was meint ihr dazu?

Ich will hier AUSDRÜCKLICH betonen, das es von dem grossem Hund ABSOLUT NICHT in Ordnung war und auch nicht zu entschuldigen ist, das er den kleinen angegriffen hat, ich suche nur nach ner Erklärung für dieses Verhalten. Ich suche auch keine Ausrede für das was geschehen ist, ich kapier es nur nicht!

Und ja, es war mein Hund, ich habe einen tierischen Schreck gekriegt und es tut mir aufrichtig leid was mein Hund da angerichtet hat … ich verstehe es nur nicht, denn Lotte hat so etwas niemals zuvor getan, und ist ne Seele von Hund. Dem kleineren scheint auch nichts weiter passiert zu sein … äußerlich war nichts zu erkennen, und die Halterin wollte auch nicht meine Telfonnummer die ich ihr anbot, falls doch noch was sei. Allerdings sehe ich sie recht häufig beim gassigehen, so das sie schon weiß wo sie mich draussen findet.

Habt ihr irgendeine Erklärung wie das passieren konnte?

Es grüßt eine noch immer geschockte
Sabiiine

Hallo Sabine,
ich blick da immer noch nicht so richtig durch was wirkllich passiert ist…hat Deine denn gebissen ? Und wenn ja wo ?
Große Hunde ergreifen auch schon mal „Erziehungsmaßnahmen“, die sehen brutal aus, sind aber garnicht wirklich tragisch. Was meinst Du wie das manchmal bei den Müttern hier aussieht…als würden sie ihre Babys masakrieren, dabei passiert nichts, die kriegen nur Bescheid gesagt.
Anders sieht es aus, wenn Deine dem anderen an die Kehle wollte. Welche Rasse hast DU ? Sollte es wirklich Aggression gewesen sein, die vorher nie da war, muss man in diesem Alter leider bei manchen Rassen gehäuft, an einen Hirntumor denken…
Ich gehe davon aus, das Deine wirklich nur mal Bescheid gesagt hat, warum auch immer ( wir können ja auch nicht jeden leiden ) denn sonst hätte sie sicher feste zugebissen und es hätte geblutet.
Vielleicht kannst Du ja mal etwas mehr dazu schreiben, auch die Rasse…
Grüße
Margit

Hallo Margit,

ich blick da immer noch nicht so richtig durch was wirkllich
passiert ist…hat Deine denn gebissen ? Und wenn ja wo ?

Das kann ich gar nicht beurteilen, weil als ich ankam waren die Hunde wieder auseinander. Man hörte nur Gebell und sofort Schreierei der anderen Halterin. Für mich sah es von weitem eher so aus, als ob Lotte zwar über dem kleinen Hund stand, und ihm am Nacken gepackt hatte - aber richtig zugebissen KANN sie eigentlich nicht haben, denn dann hätte der kleine mit Sicherheit Verletzungen äußerlich gehabt. Sie ist ein Labbi oder Retriever Mix, recht gross - 70 cm Schulterhöhe - mit kräftigem Gebiss (nen 30 cm Serano-Knochen hat sie in einer Stunde komplett verspeist zb)

Große Hunde ergreifen auch schon mal „Erziehungsmaßnahmen“,
die sehen brutal aus, sind aber garnicht wirklich tragisch.
Was meinst Du wie das manchmal bei den Müttern hier
aussieht…als würden sie ihre Babys masakrieren, dabei
passiert nichts, die kriegen nur Bescheid gesagt.

Ich selber musste ja erst um die Ecke sprinten - kann also gar nicht beurteilen was wirklich passiert ist. Die andere Frau sagte nur mein Hund wäre ohne jegliche Vorwarnung wie jeder andere schwarze Hund auch auf den ihrigen losgegangen. Ich konnte es nicht glauben, und fragte auch nach, ob Lotte wirklich angegriffen hätte, oder ob ihr Hund vllcht Spielerei als Angriff gedeutet hätte - aber sie bestand drauf meine schwarze Bestie hätte den ihren angeriffen.

Anders sieht es aus, wenn Deine dem anderen an die Kehle
wollte.

Ich glaube kaum wennn Lotte wirklich hätte beissen wollen, das der viel kleinere Hund dann ohne jegliche sichtbare Verletzung davongekommen wäre. Aber vllcht versuche ich es mir auch nur zu schönzudenken?
Allerdings nach dem Vorfall kläfften beide kleineren Hunde meine Lotte arg an, während diese zunächst bei mir stand und fröhlich wedelte, sie hatte auch kein gesträubtes Nackenfell wie die beiden kleinen und auch ihr Wedeln war ihr: „hallo da sind ja Hunde wedeln“. Erst nachdem die kleinen weiter bellten und knurrten, bellte sie zurück und zog auch ander Leine, da wurde sie etwas ungehalten.

Ich muss ehrlich sagen, ich bin echt etwas verwirrt was da passiert sein könnte, ich habe ja quasi nur die Aussage der anderen Halterin und bin somit selber nur halber Augenzeuge. Ich kann aber deshalb auch nicht ausschließen das Lotte vllcht doch angeriffen haben könnte - zumal ich sie sprinten sah und sie sich ganz gegen ihre Art nicht abrufen ließ. Normalerweise ignoriert sie Hunde in der Größe komplett, den als Spielgefährten bevorzugt sie ähnlich große Hunde.

Vielen Dank
Sabiiine

Hallo Sabine,

ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Deine Hündin da erzieherisch eingreifen wollte.

Und natürlich gibt es auch Signale die ein Hund aussenden kann um andere Hunde zu provozieren. Die Körpersprache unter Hunden ist ein absolut eindeutiges Kummunikationsinstrument, viel eindeutiger als Bellen. Z.B. starre staksige Körperhaltung, Blickkontakt halten usw. usw, allein dadurch entscheidet sich oft wer der „Stärkere“ ist. Der unterlegene unterbricht den Blick, die Körperhaltung entspannt sich und das war’s.

Was Du von Eurer Situation schreibst, lässt mich allerdings auch eher an das Unterbinden „unschicklichen Benehmens“ denken. Ich kann verstehen, dass Du noch ganz geschockt bist, aber ich würde den Worten der anderen Hundebesitzerin nicht zu viel Bedeutung beimessen. Warte ab, beobachte Deine Hündin in der nächsten Zeit gut, ob sich ihr Verhalten anderen Hunden irgendwie verändert hat.

Viele Grüße
Marita

Hai, Sabiiine,

eine mögliche Erklärung wäre das Verhalten des anderen Frauchens. Wenn die jedesmal, wenn ein großer, schwarzer Hund auftaucht, in Panik verfällt (muß ja nicht offensichtlich sein - auch kleine Signale werden von Wauwaus erkannt), dann könnte es sein, daß ihr Kleener schon mal vorsichtshalber in Angriffsposition geht, um sein Frauchen zu verteidigen, das ja so augenscheinlich Angst vor dem großen Hund hat.
Dann steht da so’ne kleine Kröte und quiekt dem Großen eine Herausforderung entgegen („Wenn Du meinem Frauchen 'was tust, stampf ich Dich unangespitzt in den Boden!!! Ach was - ich stampf Dich auch so in den Boden…“), was unter Hunden wohl als tadelnswertes Verhalten gilt und so tadelt der größere Hund nach Hundeart (drauflatsch - „Na, Du kleine Ratte, was nu?“) und jetzt kommt wieder das Frauchen ins Spiel, die ja davon überzeugt ist, daß alle großen, schwarzen Hunde ihr armes unschuldiges Hundchen umbringen wollen („Er will ihn töten!!! Du Bestie - Du Ungeheuer…“ tret-nach-fremden-Hund) und ihr Hund ist wiederum in der Haltung bestärkt, daß große, schwarze Hunde dem Frauchen gefährlich werden (warum sonst sollte sie so schreien und sich sofort in einen Kampf stürzen?) und deshalb dringend schon frühzeitig bedroht werden müssen…

Wie gesagt: eine Möglichkeit…

Gruß
Sibylle

Also was die Besitzerin des kleinen Hundes sagt, würde mich da auch nicht weiter beunruhigen. Meist sind diese Besitzer echt hysterisch :smile: , vor allem, wenn sie älter sind. Und wenn Deine auch noch schwanzwedelnd da stand, brauchst Du Dir erst recht keinen Kopf machen, dann war es bei Deiner nichts Ernst gemeintes. Leider können die Hundebesitzer kleiner Rassen die großen garnicht einschätzen. Oft reißen die die armen Tiere schon am Halsband hoch auf den Arm und wissen garnicht, was sie damit anrichten. Ich glaube, Leute die große Rassen besitzen, setzen sich öfter mit der „Körpersprache und Erziehung“ ihrer Tiere auseinander. Bei einem Kleinen braucht man das ja kaum…leider…so denken halt die meisten. Mach Dir nicht weiter einen Kopf, es ist nichts passiert, die Frau war scheinbar einfach nur hysterisch, sowas kommt häufig vor.
Grüße
Margit

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selbst erlebt.
Hallo Zusammen.
Riesenwiese mit Freiläufern. Ein kleiner (größenwahnsinniger) Winzling hetzte, wild kläffend, die Großen. Die schwarze, neu angekommene Hundedame spielte genau 50m mit, drehte sich dann um, und kniff den Kleinen (versichtig) ins Hinterteil. die Kläfferei verstummte und der Kleine wußte wieder wie groß (klein) er war.
Ich fands toll, des Kläffers Frauchen nicht.
Grüße Vanic.

Hi Margit.
Hatte selbst einen kleinen (Pekinese) Hysteriker. Der machte alle Großen an. Leider läßt sich die (verständliche) Reaktion der Großen nicht immer abschätzen.
Deshalb wurde er auf den Arm genommen.
Gruß Vanic.

Leider können die Hundebesitzer kleiner Rassen die
großen garnicht einschätzen. Oft reißen die die armen Tiere
schon am Halsband hoch auf den Arm und wissen garnicht, was
sie damit anrichten.

ja so is’ses oft
Hallo,

eine mögliche Erklärung wäre das Verhalten des anderen
Frauchens. Wenn die jedesmal, wenn ein großer, schwarzer Hund
auftaucht, in Panik verfällt

offensichtlich haben auch Halter von kleinen Hündchen das
Problem, nicht Chef in der Randordnung des Rudels (Familie) zu sein.
Im Gegesatz zu großen Hunden ist das nicht gefährlich,
aber so’n Pinscher kann mit der Situation völlig überfordert
sein und gebärdet sich dann im Zusammentrffen mit anderen
Hunden (und Menschen) eben wie ein Rudelführer.
Das führt dann mögl. zu den beschriebenen Symptomen.
Schuld ist also nicht der kl. Hund und auch nicht der gr. Hund
und dessen Führer sonder nur der Bsitzer des kleinen „Pinschers“.

(muß ja nicht offensichtlich sein

  • auch kleine Signale werden von Wauwaus erkannt), dann könnte
    es sein, daß ihr Kleener schon mal vorsichtshalber in
    Angriffsposition geht, um sein Frauchen zu verteidigen, das ja
    so augenscheinlich Angst vor dem großen Hund hat.

Und dem kleinen Hund eben die Bürde des Rundesführers aufbürdet.
Uns das sogenannte spilen mit anderen kleinen Hunden kann in
dem Zusamenhang ganz anders gewerte werden.

Dann steht da so’ne kleine Kröte und quiekt dem Großen eine
Herausforderung entgegen ("Wenn Du meinem Frauchen 'was tust,
stampf ich Dich unangespitzt in den Boden!!!

Wie gesagt: eine Möglichkeit…

Das Unvermögen von Hundehaltern, die Verhaltensweisen ihres Hundes
auch nur ansatzweise zu verstehen ist offenbar grenzenlos.
Vorallem ältere Damen mit Taschenhand halten ihren Wauwau ja oft
für „besseren Menschen“.
Gruß Uwi

Der AAARME kleine Hund! :wink:
Hiho,

ich möchte mich Sibylles Theorie anschließen. Hundehalter von kleinen Hunden sind in den meisten Fällen selber schuld, wenn ihre Kläffer immer wieder Streß mit anderen Hunden haben.

Und bevor ich jetzt gesteinigt werde: Ich habe einen Jack Russell. Ich darf das sagen. :wink: (Aber meiner hat nie Streß mit anderen Hunden).

Hundehalter kleiner Hunde nehmen zum Beispiel Mamis Lieblings sofort auf den Arm, wenn großer böser Hund kommt, um Mamis Liebling zu beschützen.

Was lernt Mamis Liebling daraus? „Ha, ich bin größer als die großen Hunde. Und stärker. Und die Rudelwölfin hilft mir. Ich bin der tollste Hund hier im Rudel“.

Dazu kommt, daß Frauen (oder Herrchen) beim Anblick großer Hunde nervös wird. Vielleicht leint er Mamis Liebling gleich an und zerrt ihn weg.

Was lernt Mamis Liebling daraus? „Ha, große böse Hunde sind groß und böse, wenn ich die nicht mal beschnuppern darf, müssen die sogar SEHR böse sein…“

Ist es dann soweit, daß erstes Agressionsverhalten auf Seiten beider Hunde entsteht, geht das Trauerspiel weiter: „Oooch, Cäsar, Du SOLLST doch nicht so knurren!“

Was lernt Mamis Liebling daraus? „Mami spricht beschwichtigend. Stimmt klingt freundlich. Ich mache alles richtig. Böser Hund muß angeknurrt werden“.

Sobald der große Hund dann die Faxen dicke hat und dem Kleinen eins überdrischt (wozu er hunde-intern jedes Recht hat) fängt Frauchen an zu kreischen, zu schimpfen und den kleinen Liebling zu retten.

Was lernt Mamis Liebling daraus? „Juhuuu, Rudelwölfin ist auf meiner Seite. Genau SO muß ich mich großen Hunden gegenüberverhalten. Rudelwölfin und ich stehen das gemeinsam durch. Ich lasse Frauchen nicht im Stich!“

Wie gesagt, ich habe selber einen kleinen Hund. Der wird nie hochgehoben (Hund sollte man einfach niemals hochheben. Es gibt keinen artgerechten Grund, es zu tun), springt nicht auf Sofas - und wenn große Hunde kommen, lasse ich ihn von der Leine (wobei er eh von vornherein fast nie an der Leine ist). Wenn meine kleine Lady Zicken macht, muß sie da alleine durch. Manchmal versucht sie, sich dann unter meine Beine zu retten - dann gehe ich beiseite.
Das Resultat: Sie kommt mit großen Hunden bestens klar.

Liebe Grüße,
Nike

Hallo,

du sprichst mir so aus dem Herzen. Wir sind Besitzer von drei Kleinen und regen uns regelmäßig darüber auf, wie andere Kleinhundebesitzer die Hunde in ihren Augen verteidigen und alles dadurch noch mehr hochschaukeln. Auch unser kleiner, kastrierter Rüde war ein alter Stänkerer, der große Hunde dumm anmachte (vor allem an der Leine). Wenn er frei war musste er seine Erfahrungen machen (ich muss dazu sagen, ich kannte die Hunde durch unsere zwei Hündinnen schon und konnte es einigermassen abschätzen was passiert). Er hat es sich z.B. früher nie nehmen lassen, den Großen nachzurennen und von hinten zu zwicken. Nun denn, er hat ohne das jemals was passiert ist die Erfahrung gemacht, dass manchmal die Großen sich wehren (viele haben ihn auch nur belächelt den kleinen Wurm). Er wurde öfters mal unterworfen und nun ist Ruhe. Die Hunde akzepieren sich, oder sind zu guten Spielkameraden geworden. Ich muss dazu sagen, dass wir uns heute allerdings dazwischen stellen wenn er wieder anfängt die Großen zu moppen.

An der Leine ist es lange noch so gewesen, dass er massiv gestänkert hat (er kommt aus dem Tierheim und er hatte diese Unart schon). Alles anbinden und weglaufen um ihn nicht noch zu bestärken hat nichts bewirkt. Er wollte vor Wut die Leine durchbeissen um den anderen doch noch zu bekommen. Erst als wir konzequent den Hund absitzen liesen, und uns dann vor ihn stellten (um zwischen seinem „Feind“ und ihm zu stehen) hat es aufgehört. Er musste lernen, wer der Chef ist, leider haben wir mittlerweile das Gefühl, weil der das nicht kannte kam er ins Tierheim.

Das Problem ist, dass viele kleine Hunde ihren Besitzern auf der Nase rumtanzen und die das auch noch süß finden. Kämmen oder so wird mit schnappen belohnt usw. Diese Leute müssten eigentlich froh sein, wenn mal ein anderer Hund (der fair und nicht verhaltensgestört ist) dem kleinen mal zeigt das er nicht der König der Hundewelt ist.

Gruß Ute

Hi Ute,

leider haben
wir mittlerweile das Gefühl, weil der das nicht kannte kam er
ins Tierheim.

Ja, das ist das Schlimme daran. Es gibt natürlich immer Leute, die sich einen Hund anschaffen, ohne sich über Hundeverhalten und -Erziehung zu informieren. Ich habe aber das Gefühl, daß das gerade bei kleinen Hunden noch mehr Leute sind. Weil die ja sooo niedlich und ungefährlich und süß sind. >:frowning:

Dann verhalten sich die Besitzer wie beschrieben, und wenn es dann schief geht und der Kleine Streß macht oder schnappt (weil er nie gelernt hat, daß er sich unterordnen muß!) wird er abgeschoben.

Das Problem ist, dass viele kleine Hunde ihren Besitzern auf
der Nase rumtanzen und die das auch noch süß finden.

Ja, leider. Und wenn es dann wirklich zu einer Beißerei kommt, weil der Kleine absolut nicht nachgeben will, dann war’s der Große „schuld“ - „der hat meinen Fifi gebissen, und Fifi hat GAR nichts gemacht!“.

Dabei erkennen sie nicht, daß Fifi derjenige war, der provoziert und provoziert hat. :confused:

Leider ist das vielen Kleinhundbesitzen nicht beizubiegen.

Liebe Grüße,
Nike

Das andere Extrem

Ja, das ist das Schlimme daran. Es gibt natürlich immer Leute,
die sich einen Hund anschaffen, ohne sich über Hundeverhalten
und -Erziehung zu informieren.

Hi Nike.
Da gehen Leute mit kleinem Hund ins Tierheim, um sich einen großen „Spielkameraden“ zu ihrem Dominanzfloh zu holen, einen Dobermann.
Als der Dobermann die normale Rangordnung herstellen will, wird er so lange verprügelt, bis er das normale Sozialverhalten ablegt. Er hat nun so panische Angst vor kleinen Hunden (vor Prügel), das er bei Atacken mit Schwanzeinklemmen, Rückenkrümmen und Panikzittern reagiert. Danach bringen die geisteskranken „Hundeexperten“ den Dobermann zurück ins Tierheim. Fehlvermittlung. Ich habe diesen Hund übernommen. 5 Wochen tägliche Spaziergänge vom Tierheim aus, haben sein Vertrauen aufgebaut, dann habe ich ihn mitgenommen. Ein Prachtkerl. Folgsam, stubenrein, kann alleine bleiben usw. Nur die Panik gegenüber anderen Hunden ist geblieben. Ich muß ihn anleinen, um Panikfluchten zu verhindern, leider. Drei Jahre habe ich ihn jetzt.
Gruß Vanic.

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Achje…
Hi Vanic,

ja, sowas geht manchmal nie wieder raus. Bei solchen Geschichten sträuben sich mir die Nackenhaare. Da würde ich am liebsten die Hundebesitzer prügeln… aber lassen wir das. :confused:

Liebe Grüße,
Nike

Vielen Dank euch allen
Hallo,

ich möchte mich bei euch allen bedanken, es tat mir sehr gut zu lesen, das meine Einschätzung wohl gar nicht so weit hergeholt war.
Heute früh traf ich die Hunde wieder, und sprach auch nochmal mit der Halterin. Ihrem Hund ist überhaupt nichts passiert, so wie sie es jetzt nach der Situation schilderte hat Lotte ihm wohl ihre Pfote auf den Rücken gelegt, ihn niedergedrückt und ihn dabei am Nacken vollgesabbert. Das Lotte nicht richtig zugebissen haben KANN bei ihrem Gebiss und der Statur des Kleinen, sah sie auch letztendlich ein.

Sie war auch durchaus einsichtig als ich vorsichtig daraufhinwies, das es ja gut sein kann das ihre Hunde aus der Vergangenheit heraus wohl etwas überreagieren wenn sie einen grossen schwarzen Hund sehen und Lotte wohl nur zeigen wollte: du bist der kleine, ich der große, also „mach mich nicht blöde von der Seite an“. Das ihre Hunde sich bei schwarzen Hunden anders verhalten als bei anderen Hunden räumte sie auch ein …schließlich seien sie ja wiederholt von schwarzen Hunden gebissen worden. Sie bestand allerdings darauf das ihre Hunde friedlich spielten als Lotte „angriff“.

Den einzigen Vorwurf den ich stehen lassen muss ist das Lotte sich tatsächlich nicht abrufen ließ, obwohl sie sonst 1A hört …

(Ich habe mich vorsichtshalber der Frau gegenüber sehr behutsam ausgedrückt damit sie auch zuhört und nicht denkt ich will nur meinen Hund in Schutz nehmen)

Naja jetzt herrscht wieder Frieden im Wald, wenn ich die Frau demnächst sehe leine ich Lotte vorsichtshalber an, zumal ihre beiden Kleinen heute auch wieder Lotte angekläfft haben (die dann natürlich zurückbellte, aber wieder nicht knurrte) und sichtlich ungern an der Halterin vorbeiging, sie hat wohl noch den Tritt in Erinnerung.

Nochmal vielen lieben Dank für eure Worte die mich am Wochenene auch beruhigt haben und mir geholfen haben eine wahrscheinlich klarere Sicht der Dinge zu erlangen.

Liebe Grüße
Sabiiine