Katze wieder zurück ins Tierheim?

Hallo liebe www’ler!

Ich muß etwas weiter ausholen, damit die Sache hoffentlich etwas klarer wird.
Ich habe meinen Kater seit 3,5 Jahren (Er ist jetzt 6,5 Jahre alt). Ich war berufsbedingt immer um die 9 Stunden nicht zu Hause. Leider hatte ich nicht bedacht, daß das für den Kater nicht so gut sei. Also dachte ich mir, daß ich ihm eine kleine Freundin oder einen Freund aus dem Tierheim hole. Das habe ich Anfang September letztes Jahr auch gemacht. Ich habe fein säuberlich im Tierheim geschaut welche Katze denn gerne mit mir mit möchte und Missy (ca. 5 Jahre alt) wollte unbedingt mit mir mit.

Ich hatte beide zunächst in getrennten Zimmer, damit Missy sich erstmal an die neue Umgebung gewöhnt und er nicht gleich überfallen wird. Nach ein paar Tagen habe ich sie dann auf neutralem Boden im Flur zusammengelassen und es war als wäre ein Krieg ausgebrochen. Er hat neugierig geschaut und geschnuppert und sie nur gefaucht und gehauen. Also gut. Das ist ja relativ normal in den ersten Tagen und Wochen. Die Keilerei ging soweit auch vorbei, aber sie ist immer noch furchtbar verschüchtert und/oder aggressiv.

Manchmal liegt sie hier neben mir auf dem Boden und eine Bombe könnte einschlagen und dann wieder brauch nur irgendwo Papier rascheln und sie ist hinter der Couch verschwunden. Mit ihm versteht sie sich überhaupt nicht. Ich habe wirklich alles versucht, was mir in Büchern, Foren und Internetseiten über Katzen an Sinnigem oder unsinnig Klingendem mitgeteilt wurde (z.B. Leberwurst auf’s Ohr schmieren *g* oder aber Felifriend).

Ich habe sie beim Tierarzt durchchecken lassen. Sie hat eine Autoimmunkrankheit, die ihr Zahnfleisch sehr schnell entzünden läßt, weshalb sie alle paar Wochen Tropfen ins Mäulchen getropft bekommt. Die Prozedur kennt sie mittlerweile und scheint auch begriffen zu haben, daß es ihr danach besser geht. Ich war auch schon bei einer Heilpraktikerin mit ihr, damit diese mal prüft was man eventuell gegen die Nervosität machen kann.

Es macht mich aber über alle maße traurig, daß sie sich überhaupt nicht mit meinem Kater versteht. Letzte Woche hatte sie ihm anscheinend so eine gelangt, daß daraus ein eitriger Abszeß unter dem Auge entstand (hatte ich etwas weiter unten geschrieben). Heute morgen komme ich ins Wohnzimmer und mein Kater kommt mir mit einer dicken, bereits verkrusteten, Schramme auf der Nase entgegen.

Ich bin gerade, ganz ehrlich, etwas fertig mit den Nerven, weil ich einfach nicht mehr weiß was ich mit der Katze noch machen soll. Sie bekommt ihre Streicheleinheiten wenn sie will, das Futter habe ich ihretwegen (man weiß ja nie) schon einige male gewechselt, ab und zu spielt sie sogar. Manchmal glaube ich, daß die kleine eher eine Freigängerin und auch Einzelkämpferin ist und bei meinem Kater und mir in der Wohnung (zugegeben mit katzensicherem Balkon) nicht gut aufgehoben ist.

Ich will einfach nicht, daß irgendwer hier leiden muß. Ich weiß, daß sie jetzt schon über ein Jahr hier wohnt und es ein Schock für die kleine wäre wieder ins Tierheim zu kommen, aber ich weiß mir wirklich keinen Rat mehr.
Für konstruktive Ratschläge wäre ich mehr als offen.

Gruß Twingel

Hallo,

Katzen, die lange allein ohne Kontakt zu Artgenossen gehalten werden, können unverträglich werden. Ebenso gibt es Katzen, die entweder so dominant oder so unterwürfig sind („Opfer“), dass ein Zusammenleben mit Artgenossen nicht möglich ist. Und schlussendlich gibt es auch Katzen, die sich einfach nicht mögen. Eine Vergesellschaftung klappt oft, aber eben nicht immer.

Wie lange versuchst Du es denn schon? So 2 Monate würde ich der Sache schon geben. Wenn Du es noch weiter versuchen möchtest, empfehle ich folgenden Trick: neue Katze in separatem Zimmer halten und in den Türrahmen eine Gittertür einbauen (z.B. Katzenschutznetz im Rahmen aus Teleskopstangen). Dann die Katzen vor dem Gitter füttern, jeder auf seiner Seite, nicht zu nah beieinander. Immer wenn das Fressen ohne Zeichen von Aggression abläuft, die Näpfe beim nächsten Mal näher aneinander schieben, bis sie unmittelbar vor der Gittertür sind. Klappt das ohne Aggression, und ist auch außerhalb der Futterzeit kein Terror am Gitter zu sehen, kannst Du einen neuen Versuch der Zusammenführung starten. Allgemein sollte die Altkatze immer bevorzugt werden. Am Anfang auch niemals die neue Katze in Sichtweite der Altkatze auf dem Arm tragen, das führt zu Größenwahn :wink:

Falls die Sache bei Dir schon länger andauert, oder es trotz aller Tricks (schon Felifriend versucht?) nich klappt, versuche bitte, von Dir aus für die Neukatze ein neues Zuhause zu finden, ohne sie vorher ins Heim zurückzubringen. Das Tierheim hilft Dir bestimmt.

Gruß,

Myriam

Hallo,

ich kann Dir leider keinen so richtig guten Tip geben, wollte aber mal mein Mitgefühl zum Ausdruck bringen.
Bei uns zu Hause ist genau das Gleiche Problem. Ich hatte immer zwei Kater die ein Herz und eine Seele waren bis halt einer gestorben ist. War aber auch schon alt - der hinterbliebene war alleine sichtlich unglücklich und hat so ziemlich überall hingemacht wo er konnte, dann kam auch noch Trennung von Mann und Haus und dann war gant vorbei.
Also habe ich auch gedacht ich tue ihm einen Gefallen und besorge ihm einen neuen Kumpel. Bin wochenlang durch die Tierheime und habe geschaut und abgewägt.
Naja Ende vom Lied ist wir bei Dir. Die beiden mögen sich einfach nicht. Hab alles probiert - es gibt immer Theater, mal mehr mal weniger. Will Dir die Hoffnung nicht nehmen aber bei mir ist das seit zwei Jahren so.
Wir sind vor kurzem wieder umgezogen, jetzt haben die zwei 300qm² plus Garten um sich aus dem Weg zu gehen :wink: Seitdem ist es etwas besser.
Hast Du es mal mit Freigang versucht? Vielleicht hilft das die Spannung etwas abzubauen?
Viel Erfolg,
Corinna

Hallo!

Ich denke, es wäre auch Dein Kater unglücklich, wenn sie plötzlich weg wäre.

Kastriert sind beide, nehme ich an?
Haben sie PLatz, scih aus dem Weg zu gehen? Dann lass sie, sie raufen sich schon zusammen. Du darfst nicht vergessen, daß sie ja beide schon älter sind und ihren eingefahrenen Rhytmus haben.

Evtl. kannst Du unterstützend Bach-Blüten geben, ich weiß abe rim MOment nicht, welche.

Gruß
Carmen

Ja, ja, Katzen können schon wahre Zicken sein. Wir haben auch so ein Exemplar. Wir haben sie aufgenommen, da war sie eine Streunerin und ein halbes Jahr alt. Ein dreiviertel Jahr später haben wir ihr einen Kameraden aus dem Tierheim geholt, der war 12 oder 13 Wochen alt. Erst einmal gab’s ein großes Theater. Dann hat sie irgendwann mit dem Kleinen gespielt. Das war ein sehr schönes Bild und wir waren glücklich, dass die Vergesellschaftung geklappt hat.

Dann wurde der Kater langsam geschlechtsreif. Außerdem ist er extrem verfressen (das war er von Anfang an), schlingt total (ist doppelt so schnell beim Fressen wie die Katze) und hat sich dann auch immer auf ihren Napf gestürzt, wenn er fertig war. Sie frisst nur bei Ruhe und hat sch dann immer zurückgezogen. Dann wurde sie krank. Und seitdem verstanden sie sich nicht mehr und haben nicht mehr gespielt.

Seitdem frisst die Katze in der Küche. Der Kater darf aufgrund seiner Verfressenheit keinen Fuß in die Küche setzen (er hat schon ein halbes Weißbrot verschlungen, Mischbrot angeknabbert, Anis-Plätzchen verdrückt und frisst auch sehr gern Paprika und Möhren - es ist nichts vor ihm sicher). Die Küche ist also ein idealer Rückzugsort für die Katze. Wenn es ihr zu stressig ist, will sie in die Küche. Da legt sie sich dann auf einen Stuhl oder setzt sich ans Fenster und genießt die Ruhe. Wir müssen aber aufpassen, dass wir sie nicht zu lange in der Küche „einsperren“. Dort befindet sich z. B. kein Katzenklo. Irgendwann will sie definitiv wieder aus der Küche raus.

Beide haben auch Freigang, und da haben sie getrennte Reviere. Sie haben sich arrangiert. Es gibt keinen Krieg mehr, sondern sie haben einen Waffenstillstand vereinbart. Sie liegen manchmal sogar nebeneinader. Hin und wieder will der Kater mit ihr spielen und sie ist dann sehr gereizt. Die Katze hat immer mal eine Schramme, da sie sich auch draußen mit keiner anderen Katze versteht. Wenn sich allerdings die Situation in irgendeiner Form ändert, die Katze z. B. krank wird oder eine andere Katze bei uns kurzfristig Kost und Logis hat (wir hatten vor Kurzem einen Jungkater aufgepäppelt und dann an die Eltern meines Freundes abgegeben), ist wieder Krieg und die Katze faucht und knurrt. Das gibt sich aber irgendwann wieder und sie arrangieren sich erneut.

Ich glaube, der Rückzugsort für die Katze und der Freigang hilft ihr, sich mit dem Kater zu arrangieren. Ohne würde es vermutlich nicht so gut klappen. Ich weiß nicht, ob du da etwas von umsetzen kannst.

Bis denne
Schnoof

Kein Freigang möglich…
Hallo Corinna,

Hast Du es mal mit Freigang versucht? Vielleicht hilft das die
Spannung etwas abzubauen?

Leider wohne ich mitten in der Stadt und da geht das mit dem Freigang nicht. Wir haben zwar einen Hinterhof, aber der ist viel zu klein und leider nach zwei Seiten zur Straße offen. Daher habe ich darauf geachtet, daß sie wenigstens auf den Balkon können, der Katzensicher gemacht ist.

Viel Erfolg,

Vielen Dank!
Twingel

Hallo Carmen,

Kastriert sind beide, nehme ich an?

Ja. Beide.

Haben sie PLatz, scih aus dem Weg zu gehen? Dann lass sie, sie
raufen sich schon zusammen. Du darfst nicht vergessen, daß sie
ja beide schon älter sind und ihren eingefahrenen Rhytmus
haben.

Sie hat Orte, wo er nicht hingeht und andersrum. Alle Höhlen in den Kratzbäumen sind zum Beispiel ihr Revier, wo er sie auch gar nicht stört. Er hingegen kommt auf mein Hochbett, wo sie überhaupt nicht hinwill. Und auch sonst ist meine Wohnung groß genug, damit die beiden sich aus dem Weg gehen können (ca. 60m²).

Ich weiß, daß mein Eingangstext sehr lang war und da schonmal was überlesen werden kann, aber das geht jetzt schon seit über einem Jahr so. Heute morgen ist mir nur mal der Geduldsfaden gerissen, weil ich keine Ahnung mehr habe, was ich noch mit ihr machen soll :frowning:

Evtl. kannst Du unterstützend Bach-Blüten geben, ich weiß abe
rim MOment nicht, welche.

Hatte ich mit ihr auch schon gemacht. Ich weiß aber auch nicht mehr genau welche. Hatte auch keinen wirklichen Erfolg.

Gruß
Twingel

Ich weiß, daß mein Eingangstext sehr lang war und da schonmal
was überlesen werden kann, aber das geht jetzt schon seit über
einem Jahr so.

Sorry, das hatte ich tatsächlich überlesen (dabei habe ich extra nochmal nachgelesen, ob es irgendwo steht), genau wie die Tatsache, dass Du Felifriend schon probiert hast. *schäm*

Wenn es nach über einem Jahr noch immer zu blutigen Auseinandersetzungen kommt, wird das vermutlich nichts mehr mit der Harmonie. Ich würde daher auch zu einem neuen Zuhause für Missy raten. Aber wie gesagt: nicht ins Tierheim zurück, sondern direkt von Dir aus ins neue Zuhause.

Gruß,

Myriam

Hallo Twingel,
schade, dass Du solche Probleme mit Deinen Fellnasen hast.
Als stolze Halterin von 3 derartigen Persönlichenkeiten (2 Katzen - Schwestern - und ein unfreiwillig dazu adoptierter Kater gleichen Alters, alle kastriert) kann ich leider mitreden.
Im Jahr 2003 kam zu den zweijährigen Katzendamen der Kater dazu
(sollte nur vorrübergehend gepflegt werden, solange der Besitzer im Krankenhaus ist - danach konnte der Besitzer nicht mehr in seine Wohnung zurück und im neuen Zuhause durfte der Kater nicht mit einziehen).
Da er aufgrund schlechter Haltung und vermutlich Mißhandlung scheu war, verschwand er erst mal in unserem Haus. Nur am Futternapf sahen wir, er muß dagewesen sein. Nachdem er dann ganz langsam und schrittweise die neue Umgebung erkundete und sah, dass die Hand außer füttern auch streicheln kann, veränderte sich sein ganzes Wesen: Aus dem ängstlichen, verschreckten Mickerling wurde ein kräftiger, selbstbewußter Haus- und Hofkater. Aber damit fing der Ärger erst an:

Eine der beiden Katzendamen konnte ihn partout nicht leiden: Wenn sie ihn sah, fauchte sie aus Leibeskräften. Mann kann wirklich sagen: Die beiden konnten sich nicht riechen. Jetzt nach 3 Jahren ist die Katzendame soweit, auch mal mit dem Kater notfalls Nase an Nase aus dem Napf zu fressen. Aber richtige Freunde werden die zwei wohl nie, dazu ist vermutlich der Kater manchmal zu poltrig, ohne es böse zu meinen.

Aber da unser Kater seine Emotionen im Freien jetzt austoben kann, ist er abends meist zu müde, um noch groß zu stänkern.

Schade, aber ich kann Dir und Deinen Samtpfoten nur etwas Geduld raten (wie gesagt, bei uns hat der ganze Zoff 3 Jahre gedauert).
Alles Gute für Dich und die Vierbeiner wünscht M.P.

Hallo Corinna,

Hast Du es mal mit Freigang versucht? Vielleicht hilft das die
Spannung etwas abzubauen?

Leider wohne ich mitten in der Stadt und da geht das mit dem
Freigang nicht. Wir haben zwar einen Hinterhof, aber der ist
viel zu klein und leider nach zwei Seiten zur Straße offen.
Daher habe ich darauf geachtet, daß sie wenigstens auf den
Balkon können, der Katzensicher gemacht ist.

Ach, das ist wirklich blöd. Ich hatte allerdings vor einigen Jahren eine ähnliche Wohnsituation und habe die beiden immer wenn ich zu Hause gewesen bin auch in den Hausflur, Dachboden und Keller gelassen damit sie mal was anderes sehen als die Wohnung. Geht aber nur mit netten Nachbarn, diese würde ich in jedem Fall vorher informieren. Ist das eine Alternative?
Ich drück Dir die Daumen!

Viel Erfolg,

Vielen Dank!
Twingel

Hallo!

Tja, da hast Du ja dann tatsächlich alles schon probiert.

Suche ein neues Zuhause, evtl. eine Nachbarin o. ä., wo Du sie im Auge hast. Und nur als Einzelkatze, denn das scheint sie zu sein.

LG
Carmen

Ach, das ist wirklich blöd. Ich hatte allerdings vor einigen
Jahren eine ähnliche Wohnsituation und habe die beiden immer
wenn ich zu Hause gewesen bin auch in den Hausflur, Dachboden
und Keller gelassen damit sie mal was anderes sehen als die
Wohnung. Geht aber nur mit netten Nachbarn, diese würde ich in
jedem Fall vorher informieren. Ist das eine Alternative?

Leider auch nicht. Das Haus wird gerade umgebaut und im allgemeinen herrscht in diesem Haus hier soviel Mieterfluktuation, wie ich es noch nie erlebt habe. Daher kann ich nie vorhersehen, ob der Mensch, der mir im Hausflur begegnet Mieter oder Besucher ist. Alles leider nicht ganz einfach.

Ich werde sie wahrscheinlich wirklich abgeben an jemand Erfahrenen, wo sie vielleicht auch Auslauf hat. Erstmal sehen, wo ich so jemanden in Berlin oder Umgebung finde. Ich habe schon auf diversen Internetseiten gesucht und auch bereits zwei Leute angeschrieben, aber bisher keine Antwort bekommen :frowning:

Gruß
Twingel

Hallo M.P.,

Schade, aber ich kann Dir und Deinen Samtpfoten nur etwas
Geduld raten (wie gesagt, bei uns hat der ganze Zoff 3 Jahre
gedauert).

Ohje, und ich dachte das eine Jahr wäre bei mir schon lang gewesen :wink:
Hut ab für soviele Nerven.

Alles Gute für Dich und die Vierbeiner wünscht M.P.

Dankeschön!
Twingel

Ich habe
schon auf diversen Internetseiten gesucht und auch bereits
zwei Leute angeschrieben, aber bisher keine Antwort bekommen

Hier noch ein Linktipp:
http://zergportal.de/baseportal/tiere/Suche_Tier

Eine Anzeige im kostenlosen Anzeigenblättchen sowie bei Börsen wie kalaydo.de usw. kann auch nicht schaden.

Gruß,

Myriam

Hier noch ein Linktipp:
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Eine Anzeige im kostenlosen Anzeigenblättchen sowie bei Börsen
wie kalaydo.de usw. kann auch nicht schaden.

Vielen Dank!
Ich hatte schon in den FAQ die dort angegebenen Seiten besucht.
Die Seite sieht wirklich viel versprechend aus :smile:

Gruß
Twingel