mehrstöckiger Hamster-Käfig

Hi!

Ich habe mir nach gründlicher Überlegung kürzlich einen Hamster zugelegt und dafür im Vorfeld bereits einen geräumigen Käfig (rein Holz mit Glastür) beschafft. Von der Grundfläche her ist der Käfig nicht besonders groß, dafür hat er drei Stockwerke, die jeweils über eine Holzsteg verbunden sind. Diese Stege sind relativ steil; hoch kam der Hamster ohne Probleme, nur scheint er sich seither nicht mehr runterzutrauen. Bisher hab ich ihm also das Futter in den obersten Stock gelegt, will ihn jetzt aber quasi dazu zwingen, sich auch mal wieder nach unten zu trauen, indem ich das Futter nur noch ins Erdgeschoss lege. Andererseits habe ich auch Angst, dass er sich trotz alle dem nicht traut und oben (wo er sein Nest hat) vor sich hin vegetiert.
Hat jemand daher einen Tipp für mich, wie ich ihm den Weg nach unten schmackhaft machen könnte?

Danke und Grüße,
Andi…

Hallo Andi,

wie sehen denn die Stege aus? Vielleicht könntest du daran Streben anbringen, an denen sich der Hamster beim Runterlaufen etwas Abbremsen kann? Oder versuch es mit Röhren, Leitern oder Ähnlichem. Eigentlich klettern diese kleinen Kerle ja recht gern, deshalb nehme ich mal an, dass die Stege keine Möglichkeiten zum Festhalten bieten?

Liebe Grüße,
Liz

Hi Liz!

Stege hatten bereits ursprünglich Zwischenstreben, da ich die aber von vornherein schon zu weit auseinander fand, hab ich einfach über die gesamte Länge der Stege Hamsterbrücken (in der Art: http://www.zwergenheim.de/bilder/hamster/Haltung/bru…) befestigt. Daran sollte er doch genügend Halt haben, oder?

Grüße,
Andi…

Moien

Bist du sicher dass er oben bleibt ? Meiner bleibt solange ich dabei bin immer in einer Hälfte des Käfig, die andere gräbt er dann später alleine und im Dunkeln um.

So ganz generell können Hamster Tiefen schlecht abschätzen. Die einen springen überall runter, die anderen haben schon bei 3cm Angst.

Ich würde eine Futterspur von oben nach unten legen, jeden Tag ein bisschen weiter nach unten.

cu

Hi!

Ja, bin ziemlich sicher, dass er oben bleibt. Sonst wäre in den unteren Ebenen ja nicht jeder Millimeter Heu und Gras an exakt derselben Stelle wie am Abend zuvor. Und das Sandbad hätte auch wenigstens ein paar Fußspuren, und wäre nicht so schön glattgestrichen…
Das mit der Futterspur ist aber eine gute Idee, danke dafür! Werd das gleich mal mit den von ihm so heißgeliebten Paprika versuchen.

Grüße,
Andi…

Hallo!

Hamster sind an sich sehr neugierig. Kann er denn nicht an den Wänden seines Heimes klettern? Das wäre gut, denn sie klettern ja auch gerne.
Du kannst im Handel Holzbrücken und -leitern kaufen und Deinen Käfig ergänzen.

Aber was mir viel mehr zu denken gibt ist die Tatasache, daß der Käfig aus HOLZ ist.
Hamster sind Nagetiere, irgendwann hast Du dann Löcher drin. Und Hamster auf Freigang.

Gruß
Carmen

Huhu!

Hamster sind keine Klettertiere, es sind Wühler! Dein Käfig ist also denkbar ungut für solch ein Tier.

Ja, Hamster klettern, aber sie können es im Gegensatz zu Mäuseartigen nur sehr schlecht und immer im Risiko, zu fallen und sich zu verletzen. Ein Hamster fällt fast immer auf den Rücken.

Ich denke, Deine Lösung mit den Holz"treppen" ist ihm zu unsicher. Hamster haben keine Pfoten, die fürs Klettern und Festhalten ausgelegt sind. D.h. er rutscht damit auf solchen Materialien und findet kaum Halt. Das verunsichert ihn, und er bleibt lieber, wo er ist.

Locken könntest Du ihn mit Futter, das Du in Richtung „unten“ auslegst. Aber, bitte greife dafür nicht seine Grundversorgung an, sondern gib ihm besondere Leckereien, so dass er nicht den Weg nach unten einschlagen muss, um nicht zu hungern. Nicht dass er sonst die Gefahr auf sich nimmt, obwohl er es anatomisch gar nicht schaffen kann, und sich dabei verletzt.

Mein ganz dringender Rat, besorge Deinem Hamster eine andere Behausung, die seinen Bedürfnissen entgegenkommt. Er möchte graben und buddeln, sich Gänge und Kammern anlegen. Und sein Zuhause muss sicher sein, damit er sich nirgends verletzen kann!

(ausserdem stinkt mit Urin vollgesogenes Holz irgendwann bestialisch, kann schimmeln und lässt sich im Krankheitsfall nicht desinfizieren)

Liebe Grüsse
Bine

keine Kletterer??
Hallo Bine!

Also, wenn Du meinst, Hamster wären keine Kletterer, hättest Du meine mal kennen sollen. Die waren fast alle wahre Kletter-Freaks. Wir haben schon Spekulationen darüber angestellt, ob in ihrer Heimat Hamster wohl auf Bäume klettern, um Nahrung zu sammeln - anders ist dieser Drang nach oben für uns nicht wirklich zu erklären gewesen.

Meine Hamster hatten dann auch alle mehrstöckige Käfige. Und in jedem Buch findest Du auch Hinweise darauf, dass man Hamstern was zum Klettern geben soll.

Liebe Grüße,
Snoef

Hallo Swantje!

Also, wenn Du meinst, Hamster wären keine Kletterer

Ich meine es nicht, ich WEISS es. Hamster sind definitiv nicht zum Klettern „gemacht“, es sind und bleiben Wühler.
Ich habe auch nicht gesagt, dass sie es nicht tun, sondern, dass sie es nicht gut können und dementsprechend die Gefahr, dass sie sich verletzen, sehr gross ist.
Was die Leute mit dieser Info anfangen, bleibt ihnen überlassen. Aber es soll hnterher keiner ankommen und jammern dass sich der Hamster was gebrochen hat, weil er abgestürzt ist.

Kletter-Freaks. Wir haben schon Spekulationen darüber
angestellt, ob in ihrer Heimat Hamster wohl auf Bäume
klettern, um Nahrung zu sammeln - anders ist dieser Drang nach
oben für uns nicht wirklich zu erklären gewesen.

Wenn Du Dich mit den Tieren, die Du da hältst oder gehalten hast, eingehender befasst hast, solltest Du festgestellt haben, dass Hamster nicht auf Bäumen leben und in ihrem natürlichen Lebensraum auch nicht grossartig klettern, sondern eben Löcher im Boden bewohnen. Das Klettern beschränkt sich da auf Steine und Wurzeln, die im Weg liegen und anders nicht überwindbar wären.
Dieser „Drang“ kommt in den allermeisten Fällen daher, dass die Tiere in zu kleinen Käfigen gehalten werden und in ihrer Not eben nach oben gehen, wenn der Lebesraum in der Horizontalen nicht mehr ausreicht. Ein Hamster geht draussen auf sehr lange Märsche, um sein Futter zu finden (er hat nicht umsonst Backentaschen und Futterkammern, um lagern zu können für schlechte Zeiten). Der Drang, sich zu bewegen, steckt auch in den „Haustierhamstern“, nur leider ist es den meisten Hamsterhaltern wurscht. Da wird dann eben ein Laufrad reingestellt, und weil der Platz nach oben ja frei ist, bekommt Hamsterchen einen hohen Käfig, statt dass man mehr Platz opfert und das Tier artgerecht und ohne das Risiko von Verletzungen unterbringt.

Meine Hamster hatten dann auch alle mehrstöckige Käfige. Und
in jedem Buch findest Du auch Hinweise darauf, dass man
Hamstern was zum Klettern geben soll.

Ich kann Dir versichern, dass solche Bücher nicht immer die Wahrheit schreiben. Ich gebe Dir auch gerne die Mailadresse einer Autorin ebensolcher Bücher, die Dir versichern wird, dass das, was ich geschrieben habe, der Wahrheit entspricht.
Ein Buch wird dann gut verkauft, wenn drinsteht was die Leute lesen wollen. Ob das stimmt oder nicht, ist zweitrangig. Leider.

Glaub es oder glaub es nicht, Hamster sind und bleiben Bodenbewohner. Glücklich macht man sie mit einem abwechslungsreich gestalteten grossen Becken, in dem eine hohe Schicht Einstreu mit Heu zur Stabilisierung ist, mehrere Möglichkeiten, Kammern einzurichten, und wenn Klettermöglichkeiten reinkommen, dann niedrige, wie z.B. ein Ast, der direkt über dem Boden ist.

Übrigens, als Gegenteil von Deinen Hamstern, meine haben sich nie auf Klettermöglichkeiten aufgehalten. Sie haben Gänge gebuddelt, Futter- und Schlafkammern eingerichtet und ihr Futter im Becken selbst zusammengesucht.

Liebe Grüsse
Bine

Hallo Bine!

Ich habe auch nicht gesagt, dass sie es nicht tun, sondern,
dass sie es nicht gut können und dementsprechend die Gefahr,
dass sie sich verletzen, sehr gross ist.

Dazu kommt noch, dass sie Höhe überhaupt nicht einschätzen können. Nicht umsonst sind Lemminge eine Hamster-Unterart. Man muss höllisch aufpassen, wo Hamster so rumklettern, damit sie nicht zu Kamikazehamstern werden.

Glücklicherweise hatte ich noch nie einen Hamster, der sich beim Fallen verletzt hätte. *auf Holz klopft*

Wenn Du Dich mit den Tieren, die Du da hältst oder gehalten
hast, eingehender befasst hast,

Ja, das habe ich allerdings. Und ich weiß auch, dass wir Menschen nicht alles über Hamster wissen. Natürlich leben sie nicht auf Bäumen… aber meine Hamster haben das auf Freigang gemacht. Egal wie groß das Zimmer war, wieviel Wühlkisten sie hatten… keine Anhöhe war sicher. Auch nicht meine Beine. Und einer konnte sogar zwischen den Beinen hochklettern!
Nein, denen hat das Spaß gemacht, warum weiß ich nicht. Und uns blieb nur die Humoristische Erklärung. :smile:

Was m.E. den optimalen Käfig angeht: unten Terrarium voll mit Einstreu - oben drauf Käfig zum klettern. Ist ein Mordstrumm, macht aber dem Hamster und dem Zuschauer viel Spaß. Da braucht man keinen TV mehr. :wink:

Liebe Grüße,
Snoef

Vielen Dank für all die Antworten.
Da mein Hamster ein eher un-kletterfreudiges Tier zu sein scheint, und sich beim besten Willen nicht mehr die Treppen runter getraut hat, hab ich jetzt einfach den Käfig gegen ein Terrarium eingetauscht. Mir is zwar klar, dass ein weiterer Umzug ganz schön Stress für das Tier bedeutet, aber jetzt hat er wenigestens richtig viel Platz und zum Klettern hab ich ihm auch viel reingestellt.