Freigänger soll zu Hause bleiben

Hallo!
Unser Kater ist eigentlich kein Freigänger. Er ist uns nur schon ein paar Mal entwischt (entweder seiner Mitbewohnerin nachgelaufen, die Freigängerin war) oder aus dem Fenster getürmt. Eigentlich war es geplant, dass er, nach vollständiger Impfung und Kastration, auch mal ein Freigänger wird, weil wir wirklich die besten Voraussetzungen haben: Eine ruhige Straße, wo nur alle 20 Minuten mal ein Anrainer vorbei fährt, rundherum Felder und Wiesen, einige andere Katzen in der Umgebung…
Vielleicht habt ihr es an der Formulierung oben schon gemerkt: Seine Mitbewohnerin war Freigängerin, sprich sie ist es nicht mehr, weil sie nämlich überfahren wurde. Eine so ruhige Straße, kaum Autos, aber sie erwischt eines… Ich war total fertig und am Ende und will jetzt nicht, dass unserem Kleinen das auch passiert. Vorallem ist er jetzt ja alleine. Eine zweite Katze, will ich aber nicht wieder. Mir tut das Andenken an unsere liebe Kleine noch zu weh, als dass ich sie schon ersetzen könnte.

Obwohl unser Kleinen jetzt vielleicht insegsamt 5 mal draußen war, will er unbedingt wieder raus. Er ist jetzt fertig geimpft, kastriert… es stünde dem Ganzen nichts mehr im Weg. Wir hätten ja eine Katzentür und alles um ihm einen Freigang problemlos zu ermöglichen, aber ich hab echt eine scheiß Angst. Den Garten so abzusichern, dass er nicht mehr hinaus kann, ist so gut wie unmöglich.

Was würdet ihr tun?

lg infi

hi

es stünde dem Ganzen nichts mehr im Weg.
Wir hätten ja eine Katzentür und alles um ihm einen Freigang
problemlos zu ermöglichen, aber ich hab echt eine scheiß
Angst. Den Garten so abzusichern, dass er nicht mehr hinaus
kann, ist so gut wie unmöglich.

Was würdet ihr tun?

so schwer es mir AUCH fallen würde, ich würde ihn raus lassen … lieber ein glückliches, dafür, wenn er Pech hat, kurzes Leben :o\ klingt irgendwie platt, aber eigentlich willst du ja auch, dass er glücklich ist und er möchte nunmal raus *seufz* ´

Ich babe bei meinem auch immer Bauchweh (vor allem weil er die 8 Jahre bevor ich ihn bekam´, nie draussen war und wohl auch nicht raus wollte - und weil er sehr schnell panisch wird) - aber er darf trotzdem raus (wenn ich da bin - er hat keine Katzenklappe) … und ich kann nicht schlafen, wenn er abends nicht da ist *seufz* trotzdem lass ich ihn immer wieder gehen :-\ immer wieder mit Bauchweh

Grüße H.

Hab mir schon überlegt ihn rauszulassen, wenn ich dabei bin und dann eben selber im Garten zu bleiben… vielleicht geht er dann nicht so weit weg… is irgendwie dumm, gel? aber bei der Katze von meinem Bruder hat das funktioniert, die geht nur raus, wenn einer von uns dabei ist und dann wieder mit rein. man kann sie sogar problemlos zum Mülltonne ausleeren mitnehmen und dann wieder mit hinein. Sie ist allerdings auch schon 13.
Meint ihr mein Kater würde das auch akzeptieren?
Bis jetzt hat er sich eh noch nie für die Straße interessiert und vor Autos hat er Angst… aber kann sein, dass die ihm irgendwann vergeht…
Ich hab extrem Angst um ihn
lg infi

Hallo infinity,

ach, ich kann Dein Dilemma so gut verstehen.
Aber ich kann mich der Meinung von Hexerl nur
anschließen.

Nachdem vor 10 Jahren mein Kater verschwand,
und trotz Handzettel, Suchanzeige etc. nie wieder
auftauchte, wollte ich nie wieder einen Frei-
gänger haben. Aber der nächste Kater aus dem Tier-
heim war Freigang gewöhnt und die Klappe blieb in
Betrieb.

Meine beiden Kater sind Freigänger aber spätestens
um 23.00 Uhr ist Zapfenstreich. Das klappt in der
ungemütlichen Jahreszeit immer, an schönen Sommertagen
(oder wenn sie gerade eine Maus „am Wickel haben“)
kann es etwas später werden. Wenn sie zu keck überziehen,
dann bleibt eben ein Tag die Klappe zu.
Sie sind dann zwar sauer, aber kommen dann (erst einmal)
wieder pünktlicher nach Hause. Katzen sind durchaus
lernfähig.

Der erste Kater hatte rund um die Uhr Ausgang.
Am Schluss hatte er ein Riesenrevier, das haben wir
erst später gemerkt, als er gesucht wurde. Das hoffe
ich zu vermeiden, indem ich sie Nachts im Haus lasse.
Lasse aber Deine Katze auf jeden Fall chippen und melde
sie bei Tasso (Suchdienst) an. In der ersten Zeit sollte
sie evtl. ein selbstöffnendes Katzenhalsband mit Adress-
anhänger tragen. Mehr kannst Du nicht tun!

Aber: Lieber ein Tag als Löwe als 100 Tage als Schaf
leben!

Liebe Grüsse
Esther

Hallo,

tja auf der einen Seite kann ich Dich gut verstehen, mein Kater ist auch vor kurzem überfahren worden, hat überlebt und seitdem lasse ich ihn auch nur noch mit Bauchweh raus. Auf der anderen Seite kannst
Du doch Dein Tier nicht einsperren, das ist m.M. sehr egoistisch gedacht. Möchtest Du ein unglückliches Tier? Sicher nicht - also spring über Deinen Schatten und lass ihn laufen.
Ich hab auch immer ein ungutes Gefühl wenn meine Beiden draußen rumturnen, aber ich stehe auch dem Standpunkt dass ich ja schließlich nicht mein Problemn zu dem der Katze machen kann, denn die hat sicher keine Angst …
Grüße, Cora

Hallo, Nina,
ich kann Dich so gut verstehen. Ich hatte vor drei Jahren dasselbe Problem mit Katerchen. Aus dem Tierheim zu uns gekommen, hatte ich auch vor ihn im Haus zu lassen. Das ging den Winter über gut. Im Frühjahr saß er sehnsüchtigen Blickes auf der Fensterbank und wir waren auch schon ganz konfus damit beschäftigt, nur keine Türe offenzulassen. Schweren Herzens habe ich ihn rausgelassen. Wir haben nur teilweise ruhige Gärten um Haus, auf einer Seite ist eine vielbefahrene Strasse. Scheinbar hat er nach kurzer Zeit Bekanntschaft mit einem Auto gemacht - es überlebt - und jetzt treibt er sich nur in den angrenzenden Gärten herum. Gewöhn es ihm an am Abend heimzukommen. Nachts bleibt er im Haus - und wenn er noch so tobt - meistens beruhigt er sich nach kurzer Zeit.
Ich wünsche Dir viel Glück
Jossi
P.S. Der schönste Augenblick jeden Tages für mich ist, wenn er heil zurückkommt!

Hallo infinity

Auch ich kann Dich gut verstehen, denn uns ist genau dasselbe passiert. Absolutes Katzenparadies, nur in einiger Entfernung vom Haus ein Privatsträsschen, die als Sackgasse zur 12-plätzigen Tiefgarage der Anrainer führt und wo alle Stunde mal ein Nachbar durchfährt - schön vorsichtig, da hier jeder Kinder und/oder Katzen hat. Und unser Katerchen schaffte es dennoch, genau vor ein Auto zu springen! Der Schock war entsetzlich.

Trotzdem war für uns klar, dass unsere nächsten Katzen ebenfalls Freigang hatten. Schon nur, weil sie es gewohnt waren (eine kommt aus dem Tierheim, eine ist uns zugelaufen), aber auch, weil trotz des Unglückes halt weiterhin gilt: Eine bessere Wohngegend für freilaufende Katzen gibt es fast nicht. Ausnahmen, die die Regel bestätigen, gibt es leider immer :frowning:

Vielleicht brauchst Du noch etwas Zeit, bis der Schock und die Trauer nicht mehr ganz so gross sind. Nimm Dir diese Zeit, auf ein paar Wochen Drinnenbleiben mehr oder weniger kommt es wohl nicht drauf an. Dann kannst Du wieder etwas objektiver darüber nachdenken, wie gross bzw. eben gering die Gefahr ist, und die Vor- und Nachteile des Drinnenbehaltens abwägen. Bedenke dabei auch, dass eine Katze mit Freilauf sich in ihrem Revier auskennt und erfahrener ist als eine, die eigentlich keinen Freilauf hat, aber ab und zu entwischen kann.

Liebe Grüsse
Ursula

Hi,

Wir hätten ja eine Katzentür und alles um ihm einen Freigang
problemlos zu ermöglichen, aber ich hab echt eine scheiß
Angst. Den Garten so abzusichern, dass er nicht mehr hinaus
kann, ist so gut wie unmöglich.

Was würdet ihr tun?

rauslassen. An dieser Stelle mal wieder:

Eine Katze ist kein Baby.

Katzen sind Raubtiere. Sicher, domestizierte, süße, knuddelige usw. usf.

Trotz alledem ist es imho schon leichte Tierquälerei, eine Katze einzusperren, und das nur wegen der eigenen Komplexe. Ausnahmen sind höchstens altgediente Stubentiger, derer man sich annimmt. Sobald eine verantwortbare Möglichkeit da ist, das Tier rauszulassen, muss die imho auch gegeben werden. Und die Bedingungen bei Dir sind ja nach Deinem Bekunden nahezu perfekt.

Gruß,

Malte

Freigänger
Infi,

lass ihn raus … und das nicht nur in Begleitung - das funktioniert sowieso nur bei den wenigsten Katzen.
Auch ich bin ein gebranntes Kind. Mir hat man zwei Katzen direkt vor der Haustür zusammengefahren. Die Dritte hat’s kapiert … und lebt nach 9 Jahren immer noch ein glückliches Katzen- und erfolgreiches Räuberleben.

LG, Anne.