Hallo!
Wir haben seit ca. 1 Monat einen 5-jährigen Zwergpinscherrüden.Mir ist aufgefallen, dass er hin und wieder im Haus markiert, das hat uns auch schon die Frau gesagt, über die wir ihn bekommen haben. (erst nachdem er bei uns war) Er ist sonst total lieb, süss, klug, macht uns sehr viel Freude, und er weiss auch ganz genau, dass es wohl schlecht ist, wenn er markiert. Als ich es nämlich gefunden habe (ertappt habe ich ihn dabei noch nicht)habe ich ihn gerufen und als er mich da knien sah, hat er gleich den schwanz eingezogen, und nachdem ich mit ihm geschimpft habe, ist er erstmal in sein Körbchen verschwunden.
Kann man da was machen, oder hilft da nur die Kastration??
Danke,
Hortenzia
Hallo,
ich habe leider keine wirklich konkreten Tipps, aber 2 Anmerkungen:
- der Hund weiß nicht, dass er etwas falsch macht, er hat auch kein schlechtes Gewissen. Du interpretierst sein Verhalten nach menschlichen Maßstäben. Der Hund erkennt lediglich, dass Du ungehalten bist und gibt Beschwichtigungssignale.
- Kastration hat beim Hund mit Markieren nicht so viel zu tun. Praktisch alle Rüden und auch viele Hündinnen markieren, egal ob kastriert oder nicht.
Ist denn auszuschließen, dass der Hund wirklich mal muss? Gibt es evtl. organische Ursachen? Oder kommt es in bestimmten Situationen vor (wenn er alleingelassen wird, wenn andere Menschen/Tiere zu Besuch kommen, etc.)?
Markieren/urinieren ist ohne den Hund zu kennen schlecht zu deuten. Es kann nämlich sowohl Dominanz als auch Unsicherheit/Beschwichtigung ausdrücken. Je nachdem, was zutrifft, müssen die Empfehlungen ganz anders aussehen.
Man kann aber nicht viel falsch machen, wenn man sich wie bei normaler Sauberkeitserziehung verhält, d.h. oft rausgehen und den Hund loben, wenn er Harn oder Kot absetzt. Wenn man ihn beim Markieren erwischt, ein kurzes „Nein“ und dann mit ihm rausgehen, ihn dort wieder loben, wenn er was macht, usw.
Gruß,
Myriam
Hallo Myriam!
Vielen Dank für Deine Antwort und Tipps!
Wir gehen mit ihm 4x am Tag raus, genau so, wie ich das mit meinen vorherigen Hunden immer gemacht habe und bei denen gab es nie solche Probleme.
Aber es kann sein, dass er immer dann markiert, wenn er mal kurz alleine ist, denn wir haben ihn auch deswegen zu uns genommen, weil er bei seinen vorherigen Besitzern ständig allein war, sie haben ihn angeblich auch für einen ganzen Tag allein gelassen und als er dann reingemacht hat (was natürlich in so einem Fall ganz normal ist und nicht zu vermeiden) sollen sie ihn sogar geschlagen haben.
Er hat auch sichtlich panische Angst davor alleine zu bleiben, deswegen nehmen wir ihn ja auch meistens überall mit, aber das ist leider nicht immer möglich.
Liebe Grüsse,
Hortenzia
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Er hat auch sichtlich panische Angst davor alleine zu bleiben,
deswegen nehmen wir ihn ja auch meistens überall mit, aber das
ist leider nicht immer möglich.
Nein, er soll ja schon lernen, dass Alleinbleiben mal für eine Stunde möglich ist. In diesem Falle würde ich ein ganz langsam aufbauendes „Alleinbleib“-Training machen. Also mal für 2 Minuten rausgehen, ganz kommentarlos. Dann genau so kommentarlos wieder kommen, bloß keinen Aufstand. Das ganze langsam ausdehnen. Eventuell helfen auch die unten erwähnten DAP (dog appeasing pheromones), das sind Wohlfühl-Pheromone für den Hund, die es beim Tierarzt gibt.
Gruß,
Myriam
Hi Myriam,
Quizfrage: Ein Hund der kaum angekommen ist soll ohne daß er eine echte Bindung hat lernen alleine zu bleiben?
Wird lustig zu versuchen. Aber generell geb ich dir recht. Nur etwas ihm Zeit geben vertrauen zu fassen.
Zur Urheberin:
Das Pinkel ist idR. hier eine Angstreaktion, bzw. eine erlernte Sache.
Heißt er war zu lange alleine und hat nie gelernt wie lange jemand weg ist. Dadurch macht er halt zur Not rein.
Und 4x raus täglich ist normal und ausreichend.
Das mit dem Wegmachen ist einfach. In der Hundepension die ich jetzt führe nutze ich für solche Fälle Essigreiniger oder Sodareiniger.
Das reicht voll auf und andere Hunde die das Zimmer neu belegen pinkeln nicht rein da der Geruch recht gut weg ist.
Schimpfen nutzt gar nix. Einfach Putzen und gut is.
Wart etwas ab und gib ihm Zeit. Mit 5 Jahren verpflanzt man nicht einfach einen Hund.
Wenn ich sehe was hier abgeht… Die Hunde über 4 Jahre haben einen festen Rhytmus und den legen sie nur super ungern ab.
Was für mich zu Problemen führt.
Daher wart etwas ab.
Gruß Steffen
Hi Steffen,
wir haben auch keine andere Wahl, als abzuwarten, denn zurück- oder weg geben würden wir ihn ganz bestimmt nicht mehr, er macht uns sehr viel Freude, ist total lieb und süss, und ich habe selten einen Hund gesehen, der so dankbar war.
Danke für Deine Tipps!
Liebe Grüsse,
Hortenzia
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