Hallo Tierexperten,
meine Mum hat eine Problemkatze. Sie lässt sich ausschliesslich von meinen Eltern anfassen (Tierarztuntersuchungen können nur unter Vollnarkose durchgeführt werden). Sie ist mittlerweile 12. Weiterhin ernährt sie sich ausschliesslich von Fisch, dh. Mittags bekommt sie gegartes Filet (natürlich ohne Salz) und abends „Schmusi“. Jetzt vermutet der Doc eine Diabetes (sie erbricht viel, trinkt viel und hat auch einiges an Gewicht verloren und der Doc kennt die Katze und scheut sich natürlich vor einer direkten Untersuchung) und meine Mutter ist so ein bisschen hilflos, ob und wie weit die Ernährung umgestellt werden muss. Kann mir jemand Tips geben?
Grüße
Almut
Hallo,
wenn es wirklich Diabetes ist, dann sieht es schlecht aus. Diabetes kann zwar mittlerweile bei Katzen gut behandelt werden, diese müssen aber sehr handzahm sein, weil man dauernd Medikamente geben bzw. den Blutzucker messen muss. Ich würde sagen, eine genaue Diagnose wäre jetzt wichtig. Anstatt Vollnarkose tut es möglicherweise auch ein Beruhigungsmittel, ich habe auch so ein Monster.
Gruß,
Myriam
Hallo Almut,
sehr empfehlen kann ich Dir folgende Webseite:
Dort findest Du wirklich alle Infos zum Thema Diabetes und vor allem auch ein Diabetesforum, wo Dir rund um die Uhr Leute, die sich anscheinend seit Jahren mit nichts anderem mehr beschäftigen, wertvolle Hilfe und Tipps geben.
Das „Schmusy“ gehört laut Futterliste zu den Sorten, mit denen gute Erfahrungen gemacht wurden. Zum Fisch kann ich nichts sagen … ich weiß nur, daß zur richtigen Einstellung eines Diabetes eine regelmäßige Fütterung, d. h. immer zur gleichen Zeit das gleiche Futter in der gleichen Menge, unbedingt nötig ist.
Melde Dich für das Diabetesforum an, dort wird man Dir schnell helfen. Es gibt dort auch die Möglichkeit, eine Kontaktperson in Deiner Nähe zu erfahren, die Dir direkt vor Ort praktische Hilfe geben kann.
Daß die Katze so ein Problemfall ist, macht das ganze natürlich nicht gerade leicht. Sobald aber ein Diabetes erstmal festgestellt wurde, können die nötigen Untersuchungen (Blutzucker messen und falls das nicht möglich ist, zumindest Urinzucker messen) von Deinen Eltern zu Hause vorgenommen werden, genauso wie das Spritzen von Insulin. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, haben Deine Eltern kein Problem mit dem Anfassen der Katze und das wäre schon mal die halbe Miete.
Alles Gute & viel Glück!
Schöne Grüße,
Jacqueline
Hallo Almut!
Ich würde unbedingt abklären lassen was es ist. Wenn nötig unter Beruhigungsmittel oder Narkose.
Unsere 14jährige ist auch abgemagert, hat viel erbrochen usw. Ein Bluttest hat eine (bereits so gut wie ausgeheilte) Hepatitis ergeben. Der Tierarzt hatte zuerst eher an die Nieren gedacht und dann wars doch die Leber. Also auch ein Tierarzt kann nur mittels Bluttest eine Diagnose stellen. Wenn sich eurer weigert, dann geht zu einem anderen. Immerhin wird er dafür bezahlt Tieren zu helfen. Egal ob schwierig oder nicht.
lg infi