Pferd lahmt seit 3 Jahren - Verzweiflung!

So, hier mein (unlösbares) Problem:

Ich besitze einen bald 12 jährigen Hafi-Wallach. Habe ihn bekommen als er 3 Jahre alt war, er war bereits durch einen reitwütigen Bauern eingeritten und nicht gerade Gelenkschonend… Es wurde, als er 5 Jahre alt war, Spat diagnostiziert. Im linken Sprunggelenk stärker als rechts. Wurde behandelt, er bekam andere Eisen und dann lief er wieder ganz gut. War nichts mehr davon zu merken.
Vor ca. 3 Jahren hat er sich den linken Fesselträger hinten angerissen (wie auch immer…) und wurde dann 1 Jahr lang auf Koppel gestellt nachdem die Sache lt. Tierarzt abgesegnet wurde (Aufbautraining war selbstverständlich danach noch!).
Nun steht er sozusagen seit 3 Jahren rum und will nicht mehr richtig werden. Der Fesselträger wurde des öfteren nochmal per Ultraschall gecheckt und ist lt. TA wieder super verheilt, das kann also nicht das übel sein.
Dann wurde das Sprunggelenk komplett anästhesiert und als der TA direkt reingespritzt hat, schlug es an und er lief lahmfrei. Zig Entzündungshemmer wurden gespritzt und verabreicht. Nichts half.
Dann Blutegeltherapie, half auch nichts. Tierheilpraktikerin half ebenfalls nicht.
Hab ihn dann mal in die Klinik um Szinti machen zu lassen, Diagnose: im kleinen Sprunggelenk extreme Entzündung. Er wurde gezielt behandelt und lief sogar 3 Wochen klar, also im Schritt… Traben durften wir damals nicht.
Dann gings wieder los. Schritt läuft er klar, Trab ist Katastrophe. Ingwer haben wir auch bereits versucht, nichts genutzt. Momentan füttere ich ihm Muschelpulver und Hydrosylat sowie Hanföl.

Ich will irgendwie die Hoffnung nicht aufgeben, er ist mir doch sehr ans Herz schon gewachsen. Andere halten mich schon für total bekloppt, da ich so viel Geld in den kleinen Kerl gesteckt hab (neues Auto wäre locker drinne gewesen…).
Hat jemand noch eine Idee was ich versuchen könnte um diese *****-Entzündung endlich loszuwerden? Es muss doch irgendwas geben, das auch anschlägt.

hi

Hab ihn dann mal in die Klinik um Szinti machen zu lassen,
Diagnose: im kleinen Sprunggelenk extreme Entzündung. Er wurde
gezielt behandelt und lief sogar 3 Wochen klar, also im
Schritt… Traben durften wir damals nicht.

WAS hat er da bekommen um so ein bisschen lahmfrei zu laufen ?

Andere halten mich schon
für total bekloppt, da ich so viel Geld in den kleinen Kerl
gesteckt hab (neues Auto wäre locker drinne gewesen…).

Reiter sind IMMER bekloppt - du befindest dich also in bester Gesellschaft ;o)

ich habe in den letzten 20 Jahren garantiert den ganzen OP-Saal und einen Teil des Anbaues „meiner“ Pferdeklinik finanziert

Hat jemand noch eine Idee was ich versuchen könnte um diese
*****-Entzündung endlich loszuwerden? Es muss doch irgendwas
geben, das auch anschlägt.

nur dann wenn die Entzündung nicht durch kaputte Knorpel, Kochenzuwächse etc. immer wieder angefacht wird.

Sprich : es nutzt schlichtweg garnichts entzündungshemmende Mittel zu geben (und du hast bis auf MSM und Magnetwellen ja schon die gesamte Palette durch !!!) wenn z.B. die Entzündungen daher kommt, dass z.B. ein Knorpel ausgefranst ist, oder dieser Spat nicht der ist der die Gelenkspalten schliesst und dann irgendwann wenn er vollkommen verknöchert ist dann auch schmerzfrei ist, sondern der der nach aussen scharfkantige Knochenzuwächse bildet :frowning:

Ist es die zweite Variante kannst du nur noch Schmerzmittel geben (damit er noch ein bisschen schmerzfrei auf der Koppel herumtapern kann) bis Leber/Nieren/Magen aufgeben und ihn dann zur Regenbogenbrücke entlassen :-\

Wenn seit drei Jahren keine der professionellen (auch alternativen) Behandlungen anschlägt, wird es kaum ein Hausmittelchen geben das ihn schmerzfrei macht :frowning:

geknickte Grüße (ich hätte gern was positiveres geschrieben)

H.

Hallo Luise,

du teilst dein Los mit vielen, vielen anderen.
Und du hast noch nicht alles probiert!
Suche dir einen Tierarzt/Heilpraktiker/Homöopathen, der klassische (also ganzheitliche, nicht klinisch symptomatische) Homöopathie praktiziert. Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Es wäre nicht das erste Mal, daß dieser Weg (wundersam) eine deutliche Besserung u.U. bis zur Beschwerdefreiheit erzielt. Versuch es! Ihr (du und Pferd) habt nichts mehr zu verlieren. Außer natürlich noch ein paar Euro (ca. 150), aber die machen den Kohl jetzt auch nicht mehr fett.

Herzliche Besserungswünsche
Steffi

[MOD: überflüssiges Vollzitat gelöscht]

Hallo,

Eine Frage- Ist Dein Pferd beschlagen oder Barhufig?

Bernd O.

Hallo,

Eine Frage- Ist Dein Pferd beschlagen oder Barhufig?

Bernd O.

Der ist beschlagen. Vorne normal und hinten höher gestellt. War auch schon mal hinten flach mit Einlagen, steht jetzt aber wieder höher. Bilde mir ein, dass er minimalst besser läuft…

Der ist beschlagen. Vorne normal und hinten höher gestellt.
War auch schon mal hinten flach mit Einlagen, steht jetzt aber
wieder höher. Bilde mir ein, dass er minimalst besser läuft…

Hallo Luise,
das überrascht mich. Ein Pferd braucht ein Eisen wirklich nur gegen extreme Abnutzung wie z.b. bei täglichem Kutschefahren auf Asphalt.
Du solltest dich über den Huf in seiner Physiologie und den Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat eingehend informieren.
Herkömmlich (Schmiede und Tierärtze) bekommten Pferde bei vielen Krankheiten einen sogenannten orthopädischen Beschlag - nur dieser heilt nicht, sondern dämpft (nicht immer) den Schmerz, während die Hufbearbeitung auf natürlicher physiologischer Grundlage heilend wirkt. Ich kenne Pferde, die wie deines jahrelang Probleme hatten und durch Hufheilpraktiker (auch da auf die richtige Qualität achten) und /oder klassischem Tierhomöopath heute wieder leistungsfähig sind.
Aber es gehört Mut dazu, denn du wirst von vielen wegen der „abwegigen“ Methoden angefeindet werden, was aber aufhört, wenn die Besserung einsetzt. Nur das dauert bei diesen Methoden eine Weile. Also: Die richtigen Informationen, die richtigen Fachleute, ein Stück Mut und Durchhaltevermögen und nochmals Geld …
Aber es ist eine reelle Chance.

Gruß Steffi

Hallo Luise,

öhm ich heisse nicht Luise, aber egal :wink:

das überrascht mich. Ein Pferd braucht ein Eisen wirklich nur
gegen extreme Abnutzung wie z.b. bei täglichem Kutschefahren
auf Asphalt.
Du solltest dich über den Huf in seiner Physiologie und den
Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat eingehend
informieren.
Herkömmlich (Schmiede und Tierärtze) bekommten Pferde bei
vielen Krankheiten einen sogenannten orthopädischen Beschlag -
nur dieser heilt nicht, sondern dämpft (nicht immer) den
Schmerz, während die Hufbearbeitung auf natürlicher
physiologischer Grundlage heilend wirkt. Ich kenne Pferde, die
wie deines jahrelang Probleme hatten und durch
Hufheilpraktiker (auch da auf die richtige Qualität achten)
und /oder klassischem Tierhomöopath heute wieder
leistungsfähig sind.
Aber es gehört Mut dazu, denn du wirst von vielen wegen der
„abwegigen“ Methoden angefeindet werden, was aber aufhört,
wenn die Besserung einsetzt. Nur das dauert bei diesen
Methoden eine Weile. Also: Die richtigen Informationen, die
richtigen Fachleute, ein Stück Mut und Durchhaltevermögen und
nochmals Geld …
Aber es ist eine reelle Chance.

Gruß Steffi

Wir haben es bereits ohne Eisen versucht. Keine Chance… der bewegt sich fast gar nicht mehr dann. Hufe splittern ab und werden total schlecht. Hufschmied meinte auch, dass es ohne Eisen keinen Sinn hat. Noch dazu gehe ich mit ihm immer bissl schritt ausreiten und wir haben hier sehr steinige und harte Wege…

öhm ich heisse nicht Luise, aber egal :wink:

Hallo (wie denn dann?),

Wir haben es bereits ohne Eisen versucht. Keine Chance… der
bewegt sich fast gar nicht mehr dann. Hufe splittern ab und
werden total schlecht. Hufschmied meinte auch, dass es ohne
Eisen keinen Sinn hat. Noch dazu gehe ich mit ihm immer bissl
schritt ausreiten und wir haben hier sehr steinige und harte
Wege…

Ja natürlich, das wird dir jeder Schmied und jeder TA sagen, denn das ist das was sie gelernt haben. Aber das ist doch nicht der Weisheit letzter Schluß! Ich kenne reihenweise Fälle bei denen es hieß: Ohne Eisen geht nicht. Und es ging - besser als vorher. Aber du mußt den Mut haben den anderen Weg zu gehen. Und ganz nebenbei bemerkt ist der andere Weg (ein gesundetes Pferd ohne Eisen) auf Dauer auch viel billiger.
Denk eine Weile drüber nach. Aber wenn du dich dafür entscheidest mußt du gute Fachleute haben. Davon ist der Erfolg abhängig.

Gruß Steffi

Hallo,
Schau bitte mal hier nach: http://www.difho.de

Stell das Problem Deines Pferdes dort im Forum dar.
Dort bekommst Du bzw. Dein Pferd auf jedenfall Hilfe!
Ich kann es Dir nur empfehlen.

Gruß Bernd O.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallo,

ich habe zwar auch kein Patentrezept aber vielleicht doch ein paar brauchbare Ansätze.

Bei deiner ganzen Palette, die du so durch hast, fehlt auf den ersten Blick noch die Akupunktur. Vielleicht kann die ja helfen? Eventuell auch ein Kinesiologe? Nur leider gibt es so viele schwarze Schafe. Du solltest wirklich zusehen, dass niemand behandelt, der mal schnell zwei Wochenenden Nadelpieksen hinter sich hat sondern eine langjährige gute Ausbildung. Falls ein Meridian blockiert ist, kann die Energie nicht durch, bzw. abfließen. So können die Entzündungen folglich nicht aufhören.

Zum Thema Beschlag fallen mir noch Silikoneinlagen ein. Die sind zwar sehr teuer und auch umstritten, dämpfen aber doch ganz gut die Stöße.

Da Hafis ja nicht die schlanksten Pferde sind, vermute ich, dass er durch sein eigenes Gewicht noch belastet wird, zumal er ja auch nicht gearbeitet wird?!? Also evtl mehr Karotten, weniger Brot…
Bitte aber nicht Heu reduzieren! Das Raufutter brauchen sowohl sein Darm, als auch seine Psyche.

Leider beschreibst du nicht, was bei den Untersuchungen genau herauskam. Ist es denn definitiv sicher, dass die Lahmheit aus dem Sprunggelenk kommt? Kann eventuell ein anderes Gelenk betroffen sein, das vor lauter Sprunggelenk nicht beachtet wurde?

Ist er auf Blockaden hin untersucht worden? Osteopathie könnte helfen. Vielleicht auch ein eingeklemmter Ischiasnerv?

Du schreibst, du hast Ingwer gefüttert. War die Dosierung hoch genug? Sonst bringt der ganze Ingwer nichts. Außerdem braucht Ingwer seine Zeit, bis er wirken kann. D.h. du mußt ihn mehrere Wochen lang in langsam gesteigerter Dosis füttern, bevor du überhaupt eine Verbesserung merken kannst. Ich kenne ein Pferd, bei dem hat Ingwer wahre Wunder bewirkt. Die Besitzerin hat monatelang geführt und minutenweise im Schritt aufgebaut. Das hat sie sehr viel Zeit und Geduld gekostet. Aber die Mühe hat sich gelohnt.

Hast du Adequan schon probiert?

Falls die Theorie meines Vorredners mit dem „zerfransten“ Knorpel stimmt. Ist die Sache eventuell operabel? Eventuell kann das Gelenk ja geglättet werden (das ist lediglich ein Vorschlag; ob so etwas machbar ist, weiß ich nicht, bzw. hängt mit Sicherheit von der betroffenen Stelle ab.) Man kann Gelenke auch versteifen. Ob das sinnvoll ist, muß natürlich für jeden Fall individuell entschieden werden.

Und zu guter letzt, solange das Gelenk nicht akut entzündet ist, ist für deinen Hafi natürlich schonende Bewegung sehr wichtig. Das heißt Schritt führen so oft und so lange nur möglich, damit sich Gelenkschmiere bilden kann. Wer rastet der rostet.

Oder läuft er im Schritt schon stocklahm?

So, mehr fällt mir auch nicht dazu ein.

Ich wünsche dir viel Glück und dass du doch noch eine geeignete Lösung findest.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass man einem Pferd sehr genau ansieht, ob es mit seinen Schmerzen leben kann oder nicht. Alte Menschen mit Arthrose wollen auch nicht alle sterben. (Klingt vielleicht doof aber es ist so.) Also Kopf hoch, Hafis sind robust. Und BEWEGEN BEWEGEN BEWEGEN!!! OFFENSTALL!!!

Grüße horsemanship76

hi

Ja natürlich, das wird dir jeder Schmied und jeder TA sagen,
denn das ist das was sie gelernt haben. Aber das ist doch
nicht der Weisheit letzter Schluß! Ich kenne reihenweise Fälle
bei denen es hieß: Ohne Eisen geht nicht. Und es ging - besser
als vorher.

Ja klar… nur ist es absolut GRENZWERTIG einem Pferd mit ABSICHT SCHMERZEN zuzufügen in der Hoffnung dass irgendein Weg MÖGLICHERWEISE in ein paar Monaten MAL zu ERfolg führen könnte (wie z.B. die Strasserjünger das gerne behaupten)

Aber du mußt den Mut haben den anderen Weg zu
gehen.

und das Pferd darf die Schmerzen solang ertragen - suuuuuper mutig- wirklich ! das Pferd HAT bereit seit 3 Jahren so schlimnme Schmerzen, dass es nicht mal mehr TRABEN kann …

Und ganz nebenbei bemerkt ist der andere Weg (ein
gesundetes Pferd ohne Eisen) auf Dauer auch viel billiger.

jop… in Schleswig oder Lüneburger Heide vielleicht wenn man genügend Pferde zum Reiten hat, um dieses eine auf der Koppel herumstehen zu lassen … vergiss es bitte in 90% der anderen Bundesländer

Gruß H.

Hallo Hexerl,

Wie ich Deinem Profil entnehmen konnte bist Du ja auch Pferdebesitzer.
Man kann ja fast davon Ausgehen das Deine Pferde beschlagen sind.
Mit der richtigen Bearbeitungsmethode und entsprechender Hufpflege sind Barhufige Pferde durchaus in der Lage, natürlich in Abhängigkeit von den Bodenverhältnissen,auch große Distanzen zu gehen.
Gegebenenfalls haben sich Hufschuhe bestens bewährt.
Falls Du nur die Bearbeitung nach „Strasser“ kennst empfehle ich auch Dir hier mal reinzuschauen.

http://www.difho.de

Schönen Sonntag noch

Gruß Bernd

Hallo,

ob nun Strasser-jünger oder nicht. Meine Pferde leben von Geburt an auf festem, abreibendem Boden, nämlich Pflaster und Sand, und haben so gute feste und korrekte Hufe, dazu gesunde Beine, daß ich sogar barhuf anspanne. Und wenn ich mal wie z.B. im Urlaub mehr als gewöhnlich fahre, gibt es Hufschuhe zum Schutz.
Schon mal was davon gehört, daß ein Huf lebendig ist und sich das nachwachsende Horn nach dem Bedarf richtet?
Und was das arme schmerzleidende Pferd angeht: Was ist wohl besser. Ein Pferd das immer weiter Schmerzen hat, weil man die Ursache nicht abstellt, sondern nur eine unzureichende Milderung schafft, oder eine Weile den Schmerz aushalten und dann schmerzfrei sein? Ich als Mensch würde jedenfalls Letzteres vorziehen. Und ich kenne etliche Pferde, die nach schmerzhaften Jahren unter herkömmlicher Behandlung nach der alternativen Behandlung schon zig Jahre bis über 20-jährig schmerzfrei laufen. Und das finden die sicher auch besser, als etwas geringeren Dauerschmerz, plus ständige Behandlung und Mittel und / oder ein frühes Ende.

Gruß Steffi

bis Leber/Nieren/Magen aufgeben und ihn dann
zur Regenbogenbrücke entlassen :-\

Solche Leute mag ich besonders gern! Andere verurteilen aber selbst dafür plädieren die Organe hinzurichten. Natürlich zum Wohle des Pferdes! Ja nicht übern Tellerrand schauen! Es könnte ja eine Wahrheit geben, die man nicht wissen will.
So eine Aussage und dann mit Vehemenz gegen Methoden sprechen, die erst nach einigen Wochen bis Monaten greifen,dafür aber heilen können - ohne Organversagen und Regenbogenbrücke.
Was maßt du dir eigentlich an? Etwas zu verurteilen, womit du selbst keine Erfahrung hast und ich offenbar nie mit Fällen auseinander gesetzt hast, die auf die Weise seit Jahren geheilt super laufen.
Da bin ich froh, daß ich bei dir nicht Pferd sein brauche.

Gruß Steffi

PS: Und falls jetzt jemand meint ich trete hiermit ins allgemeine Fettnäpfchen oder auf die persönlichen Füße, dann möchte ich darauf verweisen, daß ich lediglich den höhnisch spitzen Ton erwidere.

hi Bernd

Wie ich Deinem Profil entnehmen konnte bist Du ja auch
Pferdebesitzer.
Man kann ja fast davon Ausgehen das Deine Pferde beschlagen
sind.

falsch geraten ;o) ich bin nur kein dogmatischer Barhufbefürworter

meine Grosse ging ganzjährig barhuf - zeitweise mit Hufschuhen (anfangs SHB, später Marquis ) und kam damit prima zurecht - die hatte allerdings auch superharte und unempfindliche Hufe und musste nicht wirklich viel in fremdem Gelände laufen - wenn doch (für urlaub) wurde sie mal eben für 3 wochen beschlagen - weil 3 Wochen täglich mit Hufschuhen ein zu grosser Akt sind

deren Tochter geht im Winter komplett barhuf - zeitweise mit EasyBoots - im Sommer muss sie sehr viel in fremdem Gelände laufen (Orientierungs-Wanderritte, distanzen, Springkurse etc. ) da sind hufschuhe mehr als unpraktisch - zumal sie auf so unterschiedlichen Böden mit Beschlag einfach am entspanntesten läuft

Ich habe allerdings auch einen ziemlich genialen Hufbearbeiter (GDHK) der „barhuf“ UND Beschlag sehr gut kann und immer im sinne des Pferdes berät …

ich bin nur einfach kein militanter Barhufmensch der jeden missionieren möchte …

Mit der richtigen Bearbeitungsmethode und entsprechender
Hufpflege sind Barhufige Pferde durchaus in der Lage,
natürlich in Abhängigkeit von den Bodenverhältnissen,auch
große Distanzen zu gehen.

klar aber AUCH in Abhängigkeit vom Hufmaterial und der individuellen Empfindlichkeit - meine kleine ist um KLASSEN sensibler an der Hufsohle als die Mutter und das bei gleichen Bodenverhältnissen, gleichen Haltungsbedingungen, gleicher Pflege, gleichem Hufbearbeiter etc.

Die Kleine (ist auch schon 10 - wie die zeit vergeht) kann auf unseren Böden hier (schotter, schotter, schotter) NICHT dauerhaft komplett barhuf gehen, wenn ich sie so bewege, wie sie es von mir fordert und sie fordert VIEL arbeit und VIELE kilometer in hohem Tempo, sonst ist sie nicht zufrieden und drangsaliert ihre koppelkumpel …

Gegebenenfalls haben sich Hufschuhe bestens bewährt.

eben nicht für jedes Pferd bei jeder Hufform, bei jeder Sportart (und mein Pferd springt nunmal für ihr Leben gern - und unter 80 cm findet sie es langweilig, das ist mir mit Hufschuhen viel viel viel zu gefährlich !!)

ich habe Hufschuhe ;o) passende Hufschuhe … aber mehr als 1000 km halten die halt auch nicht durch -

Sie sind prima im Winter für Trab und Galopp auf langen Schotterstrecken , weil sie schön dämpfen und eben keinen klirrfaktor haben und zum auch so mal ein bisschen ins Gelände gondeln o.k. auch höheres Tempo aber nicht zum ernsthaften Reiten mit Springen, richtigen Geländestrecken, nassem rutschigem Boden etc

Ich habe das nun die letzten 15 Jahre alles ausprobiert (auch meine Stallkollegen haben reihenweise getestet und muss sagen es hängt einzig und allein vom Pferd ab ob es barhuf dauerhaft geht oder nicht, nur wird das von den „jedespferdkannbarhuf“-Jüngern gern unterschlagen

Und vielleicht sollte man dabei auch berücksichtigen, dass zumindest ein Teil der Freizeitpferdehalter (wie ich) ihre Pferde nicht zum angucken auf der Koppel stehen haben möchten (dazu ist der spass auch schlichtweg zu teuer) sondern auch reiten möchten und manche sogar ernsthaft … und dann hörts auch schon auf mit „mal ne Woche wegstellen weil Hufe warm“ - dann ist es unter anderem auch schon eine Frage des Tierschutzes, die Tiere zu beschlagen um ihnen unnötige Schmerzen zu ersparen … und fühlige Hufe sind nunmal unnötig

es müssen keine eisen sein - es kann auch Kunststoff, öllövs, Klebehufschutz o.ä. sein - aber hufschutz ist sehr oft unabdingbar

Grüße H.

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