Hallo!
Befinde mich gerade in einer Denkschleife, aus der ihr mir vielleicht heraushelfen könnt?
Unsere Hündin (7 Jahre) ist lieb, freundlich und sehr umgänglich. Eine tolle Freundin.
Sie hat nur eine große Unart, die gerade nach langer Zeit wieder bemerkbar wird, an der wir vermutlich auch selbst Schuld sind (wie so oft), die jetzt aber unbedingt aktiv angegangen werden muss:
Unsere Süsse bellt, wenn es an der Türe klingelt oder auch nur ein ungewöhnliches Geräusch im Hausflur zu hören ist. Sie ist GROSS, und ihre schöne Stimme sehr tief und LAUT.
Das war die letzten 6 Jahre überhaupt kein Problem, weil sie in dem 2-Familien-Haus, in dem wir bisher noch leben, sich nur ca. ein halbes Jahr an die Zeitpläne und typischen Geräusche der Mieter unter uns gewöhnen musste, und somit schon mal das Gebell aufhörte, mit dem sie uns vor Gefahren warnen wollte. Danach bellte sie „nur“ noch, wenn jemand an unserer Tür schellte. Da nützte keinerlei Schimpfen, und wir haben’s irgendwann als normal hingenommen, insbesondere weil die Nachbarn auch kein Problem damit hatten. (Ja, da hat mal wieder der Hund die Besitzer erzogen und nicht umgekehrt
)
Nun sind unten neue Mieter eingezogen, und das „Warn“-Gebell hat wieder angefangen, weil die natürlich ihre eigenen Geräusche und Zeiten haben. Das nervt furchtbar! (Nicht die Nachbarn, das Gebell!
)
Diese Tatsache hat uns schlagartig die Problematik unseres baldigen Umzugs in ein neues 4-Familien-Haus ins Bewusstsein gerufen.
Da muss sie sich erst an das neue Revier und die Geräusche von gleich 3 Mietparteien gewöhnen. Mal völlig davon abgesehen, dass dort Tierhaltung eigentlich verboten ist und wir für unseren Hund eine Sondergenehmigung auf Widerruf vom Vermieter haben. Wenn sich die anderen Hausbewohner also beschweren, hätten wir schwupps ein großes Problem…
Aber dazu soll es nicht kommen, wir sind wild entschlossen, das Problem jetzt anzugehen.
Nun ist die Frage: WIE
Ich glaube nicht, dass es unserer Süßen beim Bellen darum geht, Beachtung zu erhalten. Mir ist schon klar, dass auch wütende Schelte bei Hunden u.U. als erstrebenswerte Aufmerksamkeit gilt. Wenn wir mit ihr Schimpfen, hört sie sofort auf. Aber brüllende Herrchen sind für Nachbarn nicht minder ruhestörend, finde ich. Das kann also in keinem Fall die Maßnahme der Wahl sein.
Es ist vielmehr eine Art erlernter Impuls, gegen den sie nichts machen kann, wie mir scheint. Sie ist ganz nach Pavlov auf die Türklingel programmiert. Sie bellt sogar, wenn wir selbst draußen vor der Haustür stehen und klingeln.
Was ich mich frage: Könnte ein Klickertraining helfen, bei dem ich alles, aber auch wirklich alles lobenswerte an ihr belohne und es dann explizit nix gibt, wenn sie bellt? Ich hab da ja so meine Zweifel, weil sie in dem Moment des Schellens ohnehin so aufgeregt ist, dass sie mir ganz andere Sorgen zu haben scheint als Leckerlis…
Oder hat schon mal jemand diese Wasser spritzenden Halsbänder ausprobiert, die per Fernbedienung feuerbar sind? Dann könnte ich vielleicht in Teamwork mit meinem Mann noch hier in der alten Wohnung üben, wenn die Nachbarn nicht daheim sind. Ich dachte an Bestrafen, wenn sie beim Klingeln bellt und Belohnen, sobald sie das erster mal schweigt…
Oder fallen euch noch andere Vorgehensweisen ein?
Ich finde, dass es mit Hunden nicht viel anders ist als mit den eigenen Kindern. Da steckt man oft zu tief drin, um klar die Ursachen für Probleme zu sehn.
Wer weiß, vielleicht seht ihr ja gleich beim Lesen des „Jagdhund’s Kern“ ganz eindeutig. 
Im voraus Danke für euren Input!
Liebe Grüße!
„Luise“

