Hallo Holger,
Futtermittelallergien beim Hund sind nicht so einfach sicher zu diagnostizieren. Es gibt derzeit keine wirklich zuverlässigen und aussagekräftigen Allergietests für diesen Bereich.
Um eine Futtermittelunverträglichkeit wirklich sicher zu diagnostizieren, ist eine strenge Eliminationsdsiät über mindestens 6-8 Wochen nötig. Sollten in dieser Zeit die Beschwerden verschwunden sein, sich aber durch die erneute Gabe von bestimmten Futtermitteln wieder provozieren lassen, kann man sicher von einer Futtermittelunverträglichkeit sprechen.
In der Praxis sieht das so aus:
Acht Wochen eine Eiweißquelle , die der Hund bisher nicht bekommen hat (Pferd oder Wild oder Känguru oder …), plus eine Kohlenhydratquelle (vorzugsweise Topinambur oder Kartoffeln). Falls man nur mageres Pferdefleisch bekommt, zusätzlich noch etwas Öl (z.B. Olivenöl od. Distelöl).
Während dieser Zeit darf der Hund absolut nichts Zusätzliches zu fressen bekommen (Leckerchen, Essensreste, …).
Falls nach acht Wochen die Beschwerden abgeklungen sind, diese aber nach Gabe von dem bisherigen Futter bzw. enthaltenen Einzelkomponenten sofort wieder auftauchen, hat man eine gesicherte Diagnose.
Der nächste Schritt wäre dann, durch die Eliminationsdiät den Hund wieder beschwerdefrei zu machen und dann Schritt für Schritt einzelne Nahrungsmittel auf Verträglichkeit zu testen.
Sollte einem der Aufwand zu groß sein bzw. das Umfeld nicht mitspielen, kann man sich derartige Verfahren schenken - wird aber auch keine gesicherte Diagnose erhalten.
Gruß
Johnny
P.S.: Wurden leichter zu diagnostizierende Ursachen für den Juckreiz schon alle ausgeschlossen (z.B. Sarkoptes, Mykosen, Bakteriosen, Ektoparasiten, …)?