Mit Kater zum Tierarzt?

Hallo Katzenfreunde!

Wie kriegt man einen absolut liebenswürdigen, freundlichen, 5kg schweren, kastrierten Kater zum Tierarzt, wenn der sich beim bloßen Anblick des Transportkastens entweder unauffindbar versteckt; oder, sofern man ihn doch mal erwischt, sich sofort in eine reißende Bestie verwandelt, der man deutlich die Abstammung vom Säbelzahntieger anmerkt.
Beim Tierarzt selber benimmt er sich übrigens genauso!
Er lernt sehr schnell!
Ich bin, selbst durch einen dicken Lederhandschuh, gebissen worden!
Außerdem verwandelt er sich dann natürlich aus einem weich gefüllten Fellsack in ein stahlhartes Bündel von Muskeln und Sehnen, will sagen, er entwickelt eine Kraft, die man ihm eigentlich gar nicht zutraut.
Die Tierarzthelferinnen sind restlos überfordert und ich selber alleine auch.
Dabei sollen ihm nur mal die Ohren sauber gemacht werden.
An die Augen läßt er mich noch dran und Tabletten und subkutane Spritzen hab ich ihm auch schon gegeben, aber seine Ohren sind absolut tabu. Irgendein Tierarzt hat ihm da wohl mal weh getan.

MfG, Nemo.

Hallo Nemo,
es gibt auch die Möglichkeit, einen Tierarzt in die Wohnung zu bestellen.
Viele Grüße und alles Gute für Deinen kleinen Tiger
Ingrid Renate

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Hallo Nemo,

es gibt auch die Möglichkeit, einen Tierarzt in die Wohnung zu
bestellen.
Viele Grüße und alles Gute für Deinen kleinen Tiger
Ingrid Renate

Hallo Ingrid Renate,

wir haben zwar einen ambulanten Tierarzt hier, aber der kommt nicht in die Wohnung, weil er genau weiß, dass die Viecher dann meistens verschwunden sind.
Bei jedem andern Tierarzt wärs das gleiche.
Kater mag nun mal keine Tierärzte mehr!

Danke und auch viele Grüße,
Nemo.

Hallo Nemo,

Wie kriegt man einen absolut liebenswürdigen, freundlichen,
5kg schweren, kastrierten Kater zum Tierarzt, wenn der sich
beim bloßen Anblick des Transportkastens entweder unauffindbar
versteckt; oder, sofern man ihn doch mal erwischt, sich sofort
in eine reißende Bestie verwandelt, der man deutlich die
Abstammung vom Säbelzahntieger anmerkt.

bei vielen funktioniert es mit zwei gleich großen Wäschekörben: Den einen Korb auf den Boden stellen, eine Decke hineinlegen. Viele Katzen steigen schon aus Neugierde rein, die anderen lassen sich meist reinsetzen. Dann den zweiten Wäschekorb verkehrt herum darüber und die Körbe fest zusammenbinden.

… aber seine
Ohren sind absolut tabu. Irgendein Tierarzt hat ihm da wohl
mal weh getan.

Ich kann dir versichern, dieses Phänomen ist auch bzw. vor allem bei Katzen zu beobachten, die noch nie in ihrem Leben einen Tierarzt gesehen haben :wink:

Gruß

Johnny

Hallo,

  1. um den Kater in die Transportkiste zu bekommen:
    Wähle einen Raum ohne Versteckmöglichkeiten (das Bad bietet sich an). Deponiere dort den Transportkorb, evtl. nicht sofort sichtbar z.B. in einem Schrank oder in der Badewanne. Beginne nun, den Kater in diesem Raum zu füttern. Wenn er nach einigen Tagen zuverlässig mit in den Raum kommt, kannst Du die Tür hinter Dir und dem Kater zumachen. Nimm nun den Korb und bewege ihn mit geöffneter Tür langsam auf den Kater zu, so dass er sanft in eine Ecke gedrängt wird. Nach kurzem Protest gehen die meisten Katzen von selbst in den Korb, da er die einzige Versteckmöglichkeit bietet.

  2. beim Tierarzt:
    Der Kater muss keine schlechten Erfahrungen haben, viele Katzen sind von ganz allein so. Wenn der Tierarzt unter Ziehen aller Register (z.B. Handtuch über den Katzenkopf, dazu Handtuch durch den halbierten Transportkorb ziehen) nicht mit der Katze fertig wird, sollte das Tier ein leichtes Beruhigungsmittel bekommen. Eine halbe Tablette reicht, damit er dösig wird, und schadet 1x im Jahr wohl kaum.

Gruß,

Myriam

Hallo Katzenfreunde!

Danke für eure Antworten!
Leider konnte ich nichts wirklich brauchbares finden!
Ich hatte ja geschrieben, dass das eben kein Stubentieger, sondern ein Abkömmling von einem Säbelzahntiger sein muss. Pechschwarz ist er übrigens auch, nur so nebenbei!
In die Ecke treiben? OK! Aber treib mal ein Tier in die Ecke, das aus dem Stand über 1,50 m hoch springt und, wenns sein muss, an senkrechten Wänden hoch klettert, sofern Putz oder Tapeten nur ein bisschen Halt für die Krallen bieten.
Handtuch kennt er schon, wie gesagt, er lernt schnell!
Wäschekörbe, gut, das könnte gelingen, aber höchstens einmal und wie hol ich ihn dann beim Tierarzt da raus?
Der hat die ersten Wochen seines Lebens in Freiheit verbracht, der kennt die Tricks, sonst hätt er gar nicht so lang überlebt.
Eigentlich seh ich nur noch das Betäubungsgewehr als Ausweg, aber das ist erstens nicht zu leicht zu kriegen und zweitens ja auch sehr gefährlich für das Tier! Beruhigungstabletten? Würd er wahrscheinlich nie mehr eine Tablette fressen. Tierärztin ist auch dagegen, weil eben jedes Tier anders darauf reagiert und bei dem müßt es schon ein Hammermittel sein!
Ausserdem sitzt er grad auf meinem Knie und liest mit, also weiß er wahrscheinlich eh schon alles. :smile:
Eigentlich müßten Tierärzte doch solche Fälle kennen, aber die wissen auch nichts Gescheites, drei hab ich angerufen!

Immer noch ratlos,

mfG, Nemo.

Hallo Nemo,

so für fix wüßt ich auch nicht. Aber langfristig kannst du versuchen in einem relativ großen Katzenkorb öfter mal Leckerbissen zu füttern, oder das gesamte Futter zu geben, so daß er sich an den Korb gewöhnt. Unterstützen oder bei mißtrauischer Abneigung kann man mit Klickertraining. Wenns klickt gibt es was besonderes. Und so klickt man sich Stück für Stück weiter bis die Katz auf Klick in den Korb geht.
Er ist dann nach einem TA besuch sicher schräg drauf, aber im Laufe von Monaten sollten die Leckerbissen wieder die Oberhand gewinnen.

Gruß Steffi

Huhu Nemo!

Leider konnte ich nichts wirklich brauchbares finden!

Sag uns doch mal, was für Dich brauchbar wäre :wink:
Es GIBT nunmal keine unbegrenzten Möglichkeiten, irgendwann ist das Wissen aller hier erschöpft, und wie Du siehst können auch Tierärzte nicht zaubern.
Dass man einen Transportkorb nicht in den Keller stellen sollte und nur für Unangenehmes in die Wohnung bringen habe ich schon so oft geschrieben, dass es jeder der hier regelmäßig mitliest schon gelesen haben dürfte. Dazu ist es aber zu spät, wenn dem Tier schon was fehlt. Man muss die Mühe vorher investieren.

In die Ecke treiben? OK! Aber treib mal ein Tier in die Ecke,
das aus dem Stand über 1,50 m hoch springt und, wenns sein
muss, an senkrechten Wänden hoch klettert, sofern Putz oder
Tapeten nur ein bisschen Halt für die Krallen bieten.

Sowas darf unsereins ab und zu wieder einfangen *g*

Handtuch kennt er schon, wie gesagt, er lernt schnell!

Handtuch in gross, sprich eine Decke? Handschuhe und Zähne zusammenbeissen?

Wäschekörbe, gut, das könnte gelingen, aber höchstens einmal
und wie hol ich ihn dann beim Tierarzt da raus?

*g* Du gar nicht, dafür hat die Praxis Personal. Auch wenn ich das eigentlich aus Rücksicht auf meine Kolleginnen und Kollegen gar nicht schreiben dürfte (solche Katzen treiben einem das Adrenalin in die Höhe *g*) :wink:

Der hat die ersten Wochen seines Lebens in Freiheit verbracht,
der kennt die Tricks, sonst hätt er gar nicht so lang
überlebt.

Gibt auch „stinknormale“ Katzen, die so viel Pfeffer im Blut haben. Andersrum gibts auch wilde, mit denen man fast alles anstellen kann. Ist einfach individuell, wie so vieles :wink:

Eigentlich seh ich nur noch das Betäubungsgewehr als Ausweg,
aber das ist erstens nicht zu leicht zu kriegen und zweitens
ja auch sehr gefährlich für das Tier! Beruhigungstabletten?
Würd er wahrscheinlich nie mehr eine Tablette fressen.
Tierärztin ist auch dagegen, weil eben jedes Tier anders
darauf reagiert und bei dem müßt es schon ein Hammermittel
sein!

Lies Dir mal durch, was da steht. Nicht den Inhalt, sondern das „dahinter“. Du hast auf jeden Rat ein Gegenargument, wie sollen wir Dir da helfen können?
Ein Betäubungsmittel kann Dir Deine TÄ nicht mitgeben. Wohl aber Beruhigungsmittel. Und Dein Katzentier wird nicht kapieren, dass die Müdigkeit und das Scheissegal-Gefühl von der Tablette kommen, weil die Wirkung nicht so schnell einsetzt. NUR, wenn alles andere nichts hilft, was dann?
Was Deine Tierärztin dazu sagt kann ich nicht beurteilen, es klingt aber für mich ein wenig polarisiert auf das, was Du gerne lesen und hören möchtest :wink:
Ggf. kann ein Tierarztwechsel hilfreich sein, denn wenn sie es wirklich so gesagt und gemeint hat kann sie persönlich Deinem Kater ja nicht weiterhelfen…

Eigentlich müßten Tierärzte doch solche Fälle kennen, aber die
wissen auch nichts Gescheites, drei hab ich angerufen!

Siehe oben, Du wirst auch keine anderen Tipps mehr bekommen, weil es schlicht keine gibt. Entweder findest Du Dich damit ab oder Du fragst Dich durchs gesamte Internet und stehst am Ende immernoch genauso ratlos da wie jetzt. Nimm die Möglichkeiten, die es gibt, und wende sie an. Wer ein Tier hält muss auch damit leben können dass es mal beleidigt ist oder kratz und schlimmstenfalls beisst. Du sollst ja mit ihm nicht jede Woche zum TA und ihn dort vorstellen, sondern eben wenn ihm was fehlt, zur Kastration und zum Impfen. So arg oft kommt das nicht vor, und ihr werdet es beide überleben.
Ach ja, einen Tipp hab ich tatsächlich noch. Die meisten TÄ haben Katzentransportboxen auch Vollgitter. Man kann dort ein Gitterbrett einschieben, an dem ein Stab ist, und die Katze damit gegen das Gitter drücken. So kann man wilden Katzen und Tieren, die sich nicht anfassen lassen, Spritzen verabreichen, sie etwas genauer betrachten und ähnliches.
Auch Tierschutzvereine haben oft ähnliche Kisten, die gleichzeitig als Falle für Wildkatzen dienen. Vielleicht leiht man Dir sowas und zeigt Dir auch gleich, wie Du das Teil im Wohnzimmer aufstellst damit Du ihn einfangen kannst.

Immer noch ratlos,

Nicht nur Du…es ist immer ein Geben und Nehmen, aber der Wille muss von beiden Seiten da sein. Das soll keine Kritik sein, wahrscheinlich ist Dir selbst bisher nicht aufgefallen dass Du nach einer Lösung suchst, die es einfach nicht gibt. Geh in Dich und überlege, welche Methoden machbar sind für Dich und den Kater. Und tu das schnell, bevor er wirklich heftig krank wird und ihr beide vor einem riesengrossen Problem steht. Denn bei heftigen Krankheiten kann auch ein mildes Beruhigungsmittel oft nicht mehr gegeben werden. Da wäre es ausgesprochen hilfreich, wenn man andere Möglichkeiten zur Hand hätte.

Liebe Grüsse und viel Erfolg!
Bine :smile:

PS: Es gibt auch TÄ mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie. Evt. kann man Dir in so einer Praxis eine Art Trainingsplan erstellen. Leider sind solche Praxen rar gesät und meistens auf Hunde ausgerichtet. Einen Versuch wäre es aber wert, das Internet hilft einem bei der Suche auf jeden Fall weiter.

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Hallo Steffi,

das „Mistvieh“ kriegt eh schon die ganze Zeit Leckerbissen! :smile:
Das ist ja das Blöde, Katzen können mich um den Finger wickeln.

Sonst hätte ich ihn ja gar nicht erst mit nach Hause genommen.
Fangen musste ich ihn, weil eine Katze zwischen lauter Vogelvolieren nicht so gut ankommt!
Und in der Falle hat er dann so lang gejammert, bis ich es nicht mehr ausgehalten habe.
Der Mensch vom Tierschutzverein, der ihn abholen sollte, kam und kam nicht.

Danke für den Rat, aber momentan sehe ich da wirklich keine andere Möglichkeit als rohe Gewalt. :frowning:

Gruß Nemo.

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Hallo Katzenfreunde!

Falls meine Antwort irgendwie unfreundlich geklungen haben sollte, ich habe es bestimmt nicht so gemeint!

Scheint mir ich entwickele in letzter Zeit ein besonderes Talent!

(Wo steht das nächste Fettnäpfchen?)

Gruß, Nemo.

Hallo Loussy!

Sag uns doch mal, was für Dich brauchbar wäre :wink:
Es GIBT nunmal keine unbegrenzten Möglichkeiten, irgendwann
ist das Wissen aller hier erschöpft, und wie Du siehst können
auch Tierärzte nicht zaubern.

Weiss ich ja!

Dass man einen Transportkorb nicht in den Keller stellen
sollte und nur für Unangenehmes in die Wohnung bringen habe
ich schon so oft geschrieben, dass es jeder der hier
regelmäßig mitliest schon gelesen haben dürfte. Dazu ist es
aber zu spät, wenn dem Tier schon was fehlt. Man muss die Mühe
vorher investieren.

Mein Katzenkorb steht schon lange in der Küche und die andern beiden schlafen manchmal darin. Nur er macht immer noch einen Bogen darum und zum Schlafen bevorzugt er denn doch das oberste Brett im Bücherregal natürlich nur mit Fluchtmöglichkeit nach rechts oder links. Wie man´s halt g´rad braucht!

Handtuch in gross, sprich eine Decke? Handschuhe und Zähne
zusammenbeissen?

Wahrscheinlich habe ich einfach nur nach einem Ausweg gesucht, um rohe Gewalt zu vermeiden!

Wäschekörbe, gut, das könnte gelingen, aber höchstens einmal
und wie hol ich ihn dann beim Tierarzt da raus?

*g* Du gar nicht, dafür hat die Praxis Personal. Auch wenn ich
das eigentlich aus Rücksicht auf meine Kolleginnen und
Kollegen gar nicht schreiben dürfte (solche Katzen treiben
einem das Adrenalin in die Höhe *g*) :wink:

Bei „meinem“ Tierarzt macht das Personal das nicht!
Dann muss ich ihn da lassen und er wird narkotisiert!
Worauf ich mir wie ein elender Verräter vorkomme!
Ganz davon abgesehen, was das wieder kostet!
Der hat mich eh schon weit mehr als einen Monatslohn gekostet, wahrscheinlich die teuerste „Feld- Wald- und Wiesnkatze“ der Welt. :smile:

Was Deine Tierärztin dazu sagt kann ich nicht beurteilen, es
klingt aber für mich ein wenig polarisiert auf das, was Du
gerne lesen und hören möchtest :wink:

Wahrscheinlich hätte ich gerne ein Wundermittel gehabt, aber die gibt es eben nicht, muss ich einsehen!

Siehe oben, Du wirst auch keine anderen Tipps mehr bekommen,
weil es schlicht keine gibt. Entweder findest Du Dich damit ab
oder Du fragst Dich durchs gesamte Internet und stehst am Ende
immernoch genauso ratlos da wie jetzt. Nimm die Möglichkeiten,
die es gibt, und wende sie an. Wer ein Tier hält muss auch
damit leben können dass es mal beleidigt ist oder kratz und
schlimmstenfalls beisst. Du sollst ja mit ihm nicht jede Woche
zum TA und ihn dort vorstellen, sondern eben wenn ihm was
fehlt, zur Kastration und zum Impfen. So arg oft kommt das
nicht vor, und ihr werdet es beide überleben.

Jede Woche nicht, aber so alle drei Monate, die Ohrenentzündung ist chronisch, wahrscheinlich allergisch bedingt! Kastriert und geimpft ist er längst!

Ach ja, einen Tipp hab ich tatsächlich noch. Die meisten TÄ
haben Katzentransportboxen auch Vollgitter. Man kann dort ein
Gitterbrett einschieben, an dem ein Stab ist, und die Katze
damit gegen das Gitter drücken. So kann man wilden Katzen und
Tieren, die sich nicht anfassen lassen, Spritzen verabreichen,
sie etwas genauer betrachten und ähnliches.
Auch Tierschutzvereine haben oft ähnliche Kisten, die
gleichzeitig als Falle für Wildkatzen dienen. Vielleicht leiht
man Dir sowas und zeigt Dir auch gleich, wie Du das Teil im
Wohnzimmer aufstellst damit Du ihn einfangen kannst.

Die Dinger benutze ich ja selber ab und zu. Was meinst du, wieviel verwilderte Katzen da im Wald herum laufen!

Immer noch ratlos,

Nein, natürlich nicht! Wie schon gesagt, vermutlich hoffte ich auf ein Wunder, aber die gibts nicht!

Gruß Nemo.

Hallo Nemo!

Erstmal herzlichen Dank dafür, dass Du mir für meine Antwort nicht an die Gurgel gegangen bist *lächel* Ich war mir nicht so sicher, ob ich es wirklich so schreiben kann und sollte, aber es ist bei Dir richtig angekommen *freu*

Mein Katzenkorb steht schon lange in der Küche und die andern
beiden schlafen manchmal darin.

Das wusste ich nicht. Ist aber schonmal ne gute Sache, wenn nicht für ihn, dann für die anderen beiden. Mir ist doch noch was eingefallen: wie reagiert er auf Katzenminze, hast Du die mal ausprobiert? Ich hab hier zwei Kater, die sich einen Dreck drum scheren, und einen, der sie recht toll findet. Er flippt zwar auch nicht aus, aber es gibt ja Katzen, die das Zeug so richtig in Ekstase bringt.

Wahrscheinlich habe ich einfach nur nach einem Ausweg gesucht,
um rohe Gewalt zu vermeiden!

*zähneknirsch* So unschön es klingt, wenn nichts anderes mehr hilft und er unbedingt zum Arzt muss, wäre es wohl der letzte Ausweg. Wobei rohe Gewalt sehr hart klingt…wie wäre es mit „energischem Vorgehen“? :wink:
Was mir noch einfällt…hast Du es schonmal mit sanftem Locken versucht? Also genau das Gegenteil vom bisher geratenen? Und nicht nur einmal versucht, sondern immer wieder? Auch da kann man manchmal Erfolge erzielen, obwohl man überhaupt gar nicht mehr damit gerechnet hat. Auch nach längerer Zeit noch.

Bei „meinem“ Tierarzt macht das Personal das nicht!

Hupsa, wie kommts?
Ich fasse wehrige Katzen auch nicht gerne an, aber meistens sind die Besitzer in der Tat völlig überfordert, so ein Tier ausreichend zu fixieren. Das wird dann für den Besitzer sehr gefährlich, die Katzen beissen ja oft richtig zu (Hunde schnappen eher ab, die Grösse macht bei denen die Gefahr) oder kratzen wild um sich. Das ist auch für den Arzt und ggf. Helferinnen die etwas anreichen oder mit Festhalten nicht ohne. Wobei es auch viele Helferinnen gibt, die nicht so gut mit wilderen Katzen umgehen können. Andersrum gibts aber auch die, die dafür genau das passende Händchen haben.
Das ist übrigens bei den TÄ nicht anders, ich habe welche kennengelernt, die auch sehr unruhige ängstliche Katzen soweit beruhigen können, dass man sie gut behandeln kann. Andere trauen sich kaum, die Hand in Richtung Katze auszustrecken…

Dann muss ich ihn da lassen und er wird narkotisiert!
Worauf ich mir wie ein elender Verräter vorkomme!
Ganz davon abgesehen, was das wieder kostet!

Verräter wärst Du, wenn Du ihn aus Gründen der Bequemlichkeit/Kosten/Nerven/Rohheit oder sonstwas nicht zum TA bringen würdest!!!
Die Narkose ist bei manchen Katzen wirklich die bessere Lösung, siehe oben. Und ein heftiges Fixiert werden ist natürlich der Katze unangenehm und bedeutet sehr viel Stress für sie. Selbst wenn man sie dann gut gehalten bekommt, kann man viele Untersuchungen und Behandlungen nicht so intensiv vornehmen wie man es gerne hätte, weil das Tier dafür trotzdem nicht ruhig genug hält. Bei einer Narkose geht das natürlich wesentlich einfacher.
Die Kosten sind natürlich bei einem chronischen Problem auch so ne Sache…deswegen will ich nochmal an meinen Gedanken mit einer Art Trainingsplan erinnern, vielleicht findet sich da ja eine dauerhafte Lösung?

Der hat mich eh schon weit mehr als einen Monatslohn gekostet,
wahrscheinlich die teuerste „Feld- Wald- und Wiesnkatze“ der
Welt. :smile:

Ja, sowas kann schnell ins Geld gehen, und man rechnet vorher zwar mit Kosten, aber die Höhe und der Zeitraum sind etwas, dass man einfach nicht in der Hand hat…

Wahrscheinlich hätte ich gerne ein Wundermittel gehabt, aber
die gibt es eben nicht, muss ich einsehen!

Ich kann Dich schon verstehen, mir tun die Katzen, die sehr verängstigt zu uns kommen auch sehr leid, weil ich mir vorstellen kann, was in so einem Tier vorgehen dürfte. Man tut ihnen auch nicht gerne Zwang an, aber man muss sich immer vor Augen halten, dass man es nicht aus Spass macht, sondern aus Notwendigkeit heraus, damit es dem Tier gut geht. Das macht es etwas leichter.
Ich bin heilfroh dass meine Katzen in der Hinsicht extrem pflegeleicht sind. Dafür pinkelt uns einer regelmäßig die Bude voll :stuck_out_tongue: Katzen sind einfach Tiere, bei denen man nie was, was für ein Überraschungspaket man mit dem kleinen niedlichen Wutzelchen mitgeliefert bekommt (oder im Fall Deines Katers, was in dem jaulenden grossen Fellbündel steckt :wink: ). Aber gerade das macht sie ja auch so reizvoll :smile:

Jede Woche nicht, aber so alle drei Monate, die
Ohrenentzündung ist chronisch, wahrscheinlich allergisch
bedingt! Kastriert und geimpft ist er längst!

Hm…da müsste sich doch ein Ansatz finden lassen, die Entzündung soweit in den Griff zu bekommen dass er nicht mehr oder nicht mehr so oft hinmuss…
Du hast ja gesagt, dass an seine Ohren „einfach so“ keiner randarf…kannst Du ihn dort generell nicht berühren, also auch beim Kraulen nicht in die Nähe kommen? Mein Gedanke ist, dass er vielleicht beim TA auch einfach grosse Schmerzen hat und sich deswegen so vehement wehrt, dort hin zu müssen. Ohrenschmerzen sind ja extrem unangenehm :frowning:
Oder könnte es sein, dass er permanent zumindest leichte Schmerzen oder ein Jucken oder ähnliches in den Ohren hat, was ihn dann zur „wilden Sau“ macht?
Mein Gedankengang wäre, ob man da nicht ansetzen und ihn um das erleichtern könnte, dass er dann besser handelbar wird.
Dürfen die anderen Katzen ihm die Ohren putzen? Mag er das?

Die Dinger benutze ich ja selber ab und zu. Was meinst du,
wieviel verwilderte Katzen da im Wald herum laufen!

Viel zu viele, leider :frowning:
Und damit wirds auch nicht so recht was? Wäre natürlich ein ganz schöner Aufwand, aber bevor ihr zwei überhaupt nicht mehr zum TA kommt…

Noch ne Idee…kennst Du Feliway? Dieses Pheromonzeug? Evt. kannst Du ihm damit eine angenehmere Atmosphöre schaffen im Transportkorb? Vielleicht sogar als Kombination den Zerstäuber in die Steckdose (dann kennt er den Geruch aus dem Alltag) und dann in die Transportbox, wenns losgehen soll?

Tut mir leid, dass ich nicht wirklich weiterhelfen kann…:-/

Liebe Grüsse und viel Erfolg
Bine :smile:

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Hallo Bine!

Erstmal herzlichen Dank dafür, dass Du mir für meine Antwort
nicht an die Gurgel gegangen bist *lächel* Ich war mir nicht
so sicher, ob ich es wirklich so schreiben kann und sollte,
aber es ist bei Dir richtig angekommen *freu*

Also manchmal frage ich mich, was „ihr“ alle für einen Eindruck von mir habt? Ich bin zwar manchmal etwas „brummig“ und wenn mich etwas richtig ärgert, kann ich auch mal richtig wütend werden. Aber deswegen bin ich doch noch lange kein „böser“ Mensch! *g
Auch ich freue mich über ein freundliches Wort, oder ein Lächeln, so wie wohl jeder! Und ich habe eine Menge Humor und kann sowohl sachliche Kritik wie Ironie vertragen und lache auch gerne mit, wenn über mich gelacht wird.
(Das wird jetzt wahrscheinlich dazu führen, dass dieser Artikel gelöscht wird, aber das macht nichts. Hat ja nun auch wirklich nichts mehr mit Haustieren zu tun. :smile: Es sei denn man ordnet Männer mit unter diese Kategorie ein.)

*zähneknirsch* So unschön es klingt, wenn nichts anderes mehr
hilft und er unbedingt zum Arzt muss, wäre es wohl der letzte
Ausweg. Wobei rohe Gewalt sehr hart klingt…wie wäre es mit
„energischem Vorgehen“? :wink:

Na ja, wie du es nennst ist letztendlich egal! Das Tier selbst wird es immer als Verrat empfinden! Und das ist es, was mich dabei so stört.
Sein Misstrauen, das sich auf dieser Erfahrung begründet, schlägt inzwischen immer wieder mal durch! Bedingungsloses Vertrauen gibt es z.B. nur noch, wenn ich mich nicht irgendwie verdächtig benehme.

Was mir noch einfällt…hast Du es schonmal mit sanftem Locken
versucht? Also genau das Gegenteil vom bisher geratenen? Und
nicht nur einmal versucht, sondern immer wieder? Auch da kann
man manchmal Erfolge erzielen, obwohl man überhaupt gar nicht
mehr damit gerechnet hat. Auch nach längerer Zeit noch.

Also beim letzten Tierarztbesuch, als die Tierärztin ewig nicht kam und er jammerte und jammerte, habe ich ihn getröstet und gestreichelt, worauf Herr Kater schließlich soweit aufgebaut war, dass er auf die Idee kam, man könnte sich ja vielleicht auch einfach mal wehren. Eine für ihn sehr erfolgreiche Erfahrung! Vorher hat er immer vor lauter Angst einfach alles über sich ergehen lassen, sofern man ihn nur richtig festgehalten hat.

Bei „meinem“ Tierarzt macht das Personal das nicht!

Hupsa, wie kommts?
Ich fasse wehrige Katzen auch nicht gerne an, aber meistens
sind die Besitzer in der Tat völlig überfordert, so ein Tier
ausreichend zu fixieren. Das wird dann für den Besitzer sehr
gefährlich, die Katzen beissen ja oft richtig zu (Hunde
schnappen eher ab, die Grösse macht bei denen die Gefahr) oder
kratzen wild um sich. Das ist auch für den Arzt und ggf.
Helferinnen die etwas anreichen oder mit Festhalten nicht
ohne. Wobei es auch viele Helferinnen gibt, die nicht so gut
mit wilderen Katzen umgehen können. Andersrum gibts aber auch
die, die dafür genau das passende Händchen haben.
Das ist übrigens bei den TÄ nicht anders, ich habe welche
kennengelernt, die auch sehr unruhige ängstliche Katzen soweit
beruhigen können, dass man sie gut behandeln kann. Andere
trauen sich kaum, die Hand in Richtung Katze auszustrecken…

Diese Erfahrung macht man leider immer wieder!
Die erste Tierärztin, bei der ich mit ihm war, hat ihn nicht mal angefasst und da war er höchstens halbwüchsig.

Ja, sowas kann schnell ins Geld gehen, und man rechnet vorher
zwar mit Kosten, aber die Höhe und der Zeitraum sind etwas,
dass man einfach nicht in der Hand hat…

Na zum Glück hab ich wenigstens Kredit! :smile:

Du hast ja gesagt, dass an seine Ohren „einfach so“ keiner
randarf…kannst Du ihn dort generell nicht berühren, also
auch beim Kraulen nicht in die Nähe kommen? Mein Gedanke ist,
dass er vielleicht beim TA auch einfach grosse Schmerzen hat
und sich deswegen so vehement wehrt, dort hin zu müssen.
Ohrenschmerzen sind ja extrem unangenehm :frowning:
Oder könnte es sein, dass er permanent zumindest leichte
Schmerzen oder ein Jucken oder ähnliches in den Ohren hat, was
ihn dann zur „wilden Sau“ macht?

Von außen darf ich ihm schon an die Ohren, jedenfalls füre kurze Zeit, sogar mal etwas derber! Schmerzen hat er meiner Ansicht nach nicht, nur eben ewig dieses Jucken. Er hat keine Ohrmilben, falls du darauf hinaus willst, er hatte aber urprünglich welche.

Mein Gedankengang wäre, ob man da nicht ansetzen und ihn um
das erleichtern könnte, dass er dann besser handelbar wird.
Dürfen die anderen Katzen ihm die Ohren putzen? Mag er das?

Eine darfs gelegentlich, die andere nicht. Die hat ihn aber auch sehr gemein behandelt, wie er noch klein war.

Noch ne Idee…kennst Du Feliway? Dieses Pheromonzeug? Evt.
kannst Du ihm damit eine angenehmere Atmosphöre schaffen im
Transportkorb? Vielleicht sogar als Kombination den Zerstäuber
in die Steckdose (dann kennt er den Geruch aus dem Alltag) und
dann in die Transportbox, wenns losgehen soll?

Nein, kannte ich bisher nicht, könnte man eventuell mal versuchen, wie auch Katzenminze. Baldrian fällt mir bei der Gelegenheit auch noch ein!

Jedenfalls erst mal vielen Dank.

Gruß,

FG, Nemo.

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Huhu Nemo!

Also manchmal frage ich mich, was „ihr“ alle für einen
Eindruck von mir habt?

Ich habs befürchtet *lach* NEIN, ich habe keinen solchen Eindruck von Dir!!
Es ist nur so, dass mancher nicht flapsig vorgebrachte Ratschlag so dermassen falsch rüberkommt, dass man sich hinterher wünscht, ihn gar nicht gegeben zu haben. Nicht bei Dir, sondern bei vielen anderen. Deswegen bin ich immer etwas ängstlich, wenn ich die Antworten auf meine Postings lese. Ist einfach schon oft vorgekommen, dass sich jemand auf den Schlips getreten gefühlt hat, wenn man ihn dabei „ertappt“ hat auf Wunschantworten zu warten.

(Das wird jetzt wahrscheinlich dazu führen, dass dieser
Artikel gelöscht wird, aber das macht nichts. Hat ja nun auch
wirklich nichts mehr mit Haustieren zu tun. :smile: Es sei denn
man ordnet Männer mit unter diese Kategorie ein.)

Nicht direkt mit Haustieren, aber sehr viel mit der Art, wie mit Antworten in diesem Brett umgegangen wird. Siehe oben, sehr oft werden die Antworter angemacht, weil sie einfach unbequemes sagen. Der Fragende will dann gerne in seiner Meinung bestätigt werden und ärgert sich (vermutlich auch unbewusst über sich selbst), wenn das nicht passiert. Das ist sehr schade, weil man als Antworter irgendwann nicht mehr gerne antwortet und oft auch selbst in eine unnötige Verteidigungsposition verfällt. Aber grade bei Lebewesen KANN ich für mich selbst nicht nett sein, wenn jemand stumpf auf falschen Dingen beharrt. Ich versuche halt, meinen Unwillen irgendwie annehmbar zu verpacken und hoffe, dass das wichtige ankommt.

Na ja, wie du es nennst ist letztendlich egal! Das Tier selbst
wird es immer als Verrat empfinden! Und das ist es, was mich
dabei so stört.

Ich glaube nicht, dass ein Tier Verrat in dem Sinn kennt, wie wir Menschen so etwas empfinden. Das Tier ist sicher verunsichert über unerwartetes Verhalten und auch unwillig, wenn es fester angepackt wird und etwas mit ihm gemacht wird das ihm unangenehm ist. Aber Verrat…?

Sein Misstrauen, das sich auf dieser Erfahrung begründet,
schlägt inzwischen immer wieder mal durch! Bedingungsloses
Vertrauen gibt es z.B. nur noch, wenn ich mich nicht irgendwie
verdächtig benehme.

Bedingungsloses Vertrauen gibt es bei mir und meinen Tieren auch nicht. Ich erwarte es aber auch nicht. Genausowenig wie ich ihnen bedingungslos vertraue tun sie es bei mir auch nicht. Ich weiss genau, dass die Katzen kratzen und sich wehren würden, wenn ich etwas mache was sie nicht mögen, und die Katzen wissen genauso, dass ich es trotzdem tue :wink:
Aber ich habe auch ein anderes Verhältnis zu meinen Tieren als die meisten Leute. Sie sind mein Leben, ganz klar. Ein Grossteil meines Lebens spielt sich mit Tieren ab, ich liebe meine Tiere von ganzem Herzen. Aber für mich sind und bleiben sie Tiere. Ich nehme es nicht persönlich, wenn sie mal vor mir wegrennen, weil ich z.B. eine Sprühdose in die Hand nehme. Ich musste meine Katzen vor Jahren einmal einsprühen. Seitdem ist keine mehr zu sehen, auch wenn ich nur eine Dose Deo in die Hand nehme. Was solls, sie mögen mich trotzdem! Ich brauche es nicht, dass sie mich für sämtliches Handeln vergöttern. Genauso wie sie es nicht brauchen, dass ich den ganzen Tag um sie herumscharwenzel und sie betüddel :wink:
Meine Nager sind für mich auch nicht zum Kuscheln, sondern zum Beobachten. Kaum einer versteht, wieso man sich Tiere hält, wenn man sie nichtmal anfasst, sondern einfach nur ein paar Minuten bis eine Stunde am Tag ansieht. Mir reicht das, ich hab gar keine Lust, sie zu kraulen. Dafür hab ich ja den Hund :wink:
Aber diese Einstellung haben eher wenig Leute. Die meisten vermenschlichen ihre Tiere sehr. So jemandem fällt es dann natürlich auch schwer, sein Tier zu enttäuschen oder ihm auch mal weh zu tun. Klar darf man nicht einfach so Schmerzen zufügen, aber viele verweigern ja sogar eine Tabletteneingabe, weil sie die Katze dazu zwingen müssten. Mir fällt es schwer, das zu verstehen, weils für mich schlicht Notwendigkeit ist. Ich akzeptiere es halt und versuche, diesen Leuten zu helfen, mit ihren Möglichkeiten für ihr Tier dazusein.

Also beim letzten Tierarztbesuch, als die Tierärztin ewig
nicht kam und er jammerte und jammerte, habe ich ihn getröstet
und gestreichelt, worauf Herr Kater schließlich soweit
aufgebaut war, dass er auf die Idee kam, man könnte sich ja
vielleicht auch einfach mal wehren. Eine für ihn sehr
erfolgreiche Erfahrung! Vorher hat er immer vor lauter Angst
einfach alles über sich ergehen lassen, sofern man ihn nur
richtig festgehalten hat.

Bist Du Dir sicher, dass es an Deinem Verhalten vorher gelegen hat?
Ach ja, bei so unruhigen Tieren, vielleicht ist es da möglich einen Termin mit sehr wenig Wartezeit zu bekommen? Je länger er warten muss, desto mehr kann er sich ja drauf vorbereiten, gleich richtig in Abwehrstellung zu gehen, und desto mehr angst wird er wohl auch haben. Die ganzen Gerüche, die Geräusche, die anderen Tiere…das belastet jedes Tier, auch wenn man es ihm nicht direkt ansieht. Und so nervöse wie Dein Kater stecken es natürlich noch schlechter weg.

Diese Erfahrung macht man leider immer wieder!
Die erste Tierärztin, bei der ich mit ihm war, hat ihn nicht
mal angefasst und da war er höchstens halbwüchsig.

Hm, ich war mit meinen Katzen bisher nur bei Tierärzten, mit denen ich schon gearbeitet habe, da weiss ich also aus eigener Erfahrung nicht, wie andere sich so verhalten. Bei meinem Hund hab ich aber schon mehrere durch, und da war tatsächlich einer dabei, bei dem wir Maulkorb aufziehen mussten und mehrere Helferinnen, mein Mann und ich das arme Vieh fixieren mussten, damit er sich die Pfote ansehen kann. Jung und dumm wie ich war hab ich das so geschehen lassen. Jetzt komme ich mir schon bei dem Gedanken saudoof vor, denn ich habe meinen Hund in solchen Situationen absolut unter Kontrolle und kann sie komlett alleine fixieren.
Manche Tierärzte scheinen tatsächlich Angst zu haben. Ich kann es verstehen, Tiere sind unberechenbar und können sehr gefährlich werden. Aber das darf weder Tier noch Halter bemerken. Und wer nicht übt, sich mit solchen Tieren auseinanderzusetzen und mit ihnen klarzukommen, wird diese Angst wohl auch nie ablegen.
Für mich wäre es nicht der passende Tierarzt, es kann immer mal sein, dass ich aus irgendeinem Grund mein Tier selbst nicht festhalten kann. Sei es wegen einer verstauchten Hand, sei es, weil ich emotional zu nah dran bin (wenn ich als Kunde beim Tierarzt bin muss ich nicht die Zähne zusammenbeissen und kann mitleiden :wink: ), wenn es um was wirklich gemeines ginge. Oder weil mir einfach spontan kotzübel wird und ich gleich umfalle, wenn ich mich nicht hinsetzen darf :wink:
Ok, passiert mir alles normalerweise nicht, aber Du verstehst, was ich sagen will? Ein Tierarzt sollte meiner Meinung nach einfach keine Angst vor den Tieren haben, die er behandelt.

Von außen darf ich ihm schon an die Ohren, jedenfalls füre
kurze Zeit, sogar mal etwas derber! Schmerzen hat er meiner
Ansicht nach nicht, nur eben ewig dieses Jucken. Er hat keine
Ohrmilben, falls du darauf hinaus willst, er hatte aber
urprünglich welche.

Nein, auf Milben wollte ich nicht hinaus, es war einfach generelles Interesse, weil ich immernoch überlege, ob es keine andere Möglichkeit für euch beide gibt.
Das Spülen, muss das denn wirklich sein, gibt es nichts anderes, was man tun kann? Ich stelle es mir sehr unangenehm vor :-/

Eine darfs gelegentlich, die andere nicht. Die hat ihn aber
auch sehr gemein behandelt, wie er noch klein war.

Katzen können Biester sein :wink:
Hm, hatte daran gedacht ob er vielleicht durch übermäßiges Gelecke der anderen immer wieder was an den Ohren hat, aber so klingts auch nicht. Sonst hätte vielleicht da ein Ansatz liegen können.

Nein, kannte ich bisher nicht, könnte man eventuell mal
versuchen, wie auch Katzenminze. Baldrian fällt mir bei der
Gelegenheit auch noch ein!

Ja, sind alles einfach Dinge, die oft grosse Wirkung zeigen!
Aber Vorsicht bei Baldrian, er ist giftig fürs Katzengetier (wirkt wie eine Droge, nur leider nicht so harmlos wie Katzenminze). D.h. nicht eingeben und nicht direkt aufs Fell, sondern so anbringen dass er ihn nicht ablecken kann.
Feliway gibts beim Tierarzt.
Vielleicht wären auch Bachblüten oder Homöopathie etwas für euch, wenn das so Deine Richtung ist. Dazu brauchst Du aber einen Tierarzt, der sich intensiv damit befasst hat und auch umgehen kann damit. Oder einen Tierheilpraktiker. Der wäre vielleicht generell auch noch eine Möglichkeit. Vielleicht wäre auch ein Hausbesuch durch einen THP möglich. Den kennt Dein Kater noch nicht als behandelnde Person, und er riecht anders als ein „typischer“ TA. Ausserdem geht er mit ganz anderen Ansätzen an die Tiere heran, das könnte in eurem Fall vielleicht grossarzige Erfolge erzielen. Die Homöpathie sieht alles ja ganzheitlich, d.h. es zählen dann nicht nur die Ohren, sondern der Rest vom Tier auch. Lass es Dir mal durch den Kopf gehen!
Persönlich bin ich ehrlich gesagt immer ausgesprochen skeptisch, sehe allerdings, dass es helfen kann, auch wenn man nicht dran glaubt *g* Ausserdem habe ich das Gefühl, dass genau euer Problem einfach gut dort aufgehoben wäre, wenn ihr jemanden findet, der mit Verstand und Wissen rangeht. Keine Ahnung, wie die Kosten wären, aber ich denke, wesentlich teurer als alle 3 Monate doch noch mit Narkose die Ohren spülen wird das auch nicht sein.

Liebe Grüsse und viel Erfolg (wenn mans oft genug wiederholt wird was draus! *zwinker*)
Bine :smile:

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Hallo Nemo,

bißchen spät, trotzdem: es gibt in Katzenfutterabteilungen so Leckerlies für Katzen (probier mal so aus, welche Dein Kater gern mag). Die Zuhause in den Katzenkorb legen und ihn einfach schnuppern und fressen lassen, mehrere Male. Irgendwann wird er den Katzenkorb mit den Leckerlies verbinden und geht gerne rein.
Beim Tierarzt solltest Du die Teile auch dabei haben, vor allem für Nachher.
Meine Katzen sind völlig versessen auf manche dieser Sticks, aber eben nur auf manche.

Hoffe, das wirkt. Gruß, Anne