Huhu Nemo!
Also manchmal frage ich mich, was „ihr“ alle für einen
Eindruck von mir habt?
Ich habs befürchtet *lach* NEIN, ich habe keinen solchen Eindruck von Dir!!
Es ist nur so, dass mancher nicht flapsig vorgebrachte Ratschlag so dermassen falsch rüberkommt, dass man sich hinterher wünscht, ihn gar nicht gegeben zu haben. Nicht bei Dir, sondern bei vielen anderen. Deswegen bin ich immer etwas ängstlich, wenn ich die Antworten auf meine Postings lese. Ist einfach schon oft vorgekommen, dass sich jemand auf den Schlips getreten gefühlt hat, wenn man ihn dabei „ertappt“ hat auf Wunschantworten zu warten.
(Das wird jetzt wahrscheinlich dazu führen, dass dieser
Artikel gelöscht wird, aber das macht nichts. Hat ja nun auch
wirklich nichts mehr mit Haustieren zu tun.
Es sei denn
man ordnet Männer mit unter diese Kategorie ein.)
Nicht direkt mit Haustieren, aber sehr viel mit der Art, wie mit Antworten in diesem Brett umgegangen wird. Siehe oben, sehr oft werden die Antworter angemacht, weil sie einfach unbequemes sagen. Der Fragende will dann gerne in seiner Meinung bestätigt werden und ärgert sich (vermutlich auch unbewusst über sich selbst), wenn das nicht passiert. Das ist sehr schade, weil man als Antworter irgendwann nicht mehr gerne antwortet und oft auch selbst in eine unnötige Verteidigungsposition verfällt. Aber grade bei Lebewesen KANN ich für mich selbst nicht nett sein, wenn jemand stumpf auf falschen Dingen beharrt. Ich versuche halt, meinen Unwillen irgendwie annehmbar zu verpacken und hoffe, dass das wichtige ankommt.
Na ja, wie du es nennst ist letztendlich egal! Das Tier selbst
wird es immer als Verrat empfinden! Und das ist es, was mich
dabei so stört.
Ich glaube nicht, dass ein Tier Verrat in dem Sinn kennt, wie wir Menschen so etwas empfinden. Das Tier ist sicher verunsichert über unerwartetes Verhalten und auch unwillig, wenn es fester angepackt wird und etwas mit ihm gemacht wird das ihm unangenehm ist. Aber Verrat…?
Sein Misstrauen, das sich auf dieser Erfahrung begründet,
schlägt inzwischen immer wieder mal durch! Bedingungsloses
Vertrauen gibt es z.B. nur noch, wenn ich mich nicht irgendwie
verdächtig benehme.
Bedingungsloses Vertrauen gibt es bei mir und meinen Tieren auch nicht. Ich erwarte es aber auch nicht. Genausowenig wie ich ihnen bedingungslos vertraue tun sie es bei mir auch nicht. Ich weiss genau, dass die Katzen kratzen und sich wehren würden, wenn ich etwas mache was sie nicht mögen, und die Katzen wissen genauso, dass ich es trotzdem tue 
Aber ich habe auch ein anderes Verhältnis zu meinen Tieren als die meisten Leute. Sie sind mein Leben, ganz klar. Ein Grossteil meines Lebens spielt sich mit Tieren ab, ich liebe meine Tiere von ganzem Herzen. Aber für mich sind und bleiben sie Tiere. Ich nehme es nicht persönlich, wenn sie mal vor mir wegrennen, weil ich z.B. eine Sprühdose in die Hand nehme. Ich musste meine Katzen vor Jahren einmal einsprühen. Seitdem ist keine mehr zu sehen, auch wenn ich nur eine Dose Deo in die Hand nehme. Was solls, sie mögen mich trotzdem! Ich brauche es nicht, dass sie mich für sämtliches Handeln vergöttern. Genauso wie sie es nicht brauchen, dass ich den ganzen Tag um sie herumscharwenzel und sie betüddel 
Meine Nager sind für mich auch nicht zum Kuscheln, sondern zum Beobachten. Kaum einer versteht, wieso man sich Tiere hält, wenn man sie nichtmal anfasst, sondern einfach nur ein paar Minuten bis eine Stunde am Tag ansieht. Mir reicht das, ich hab gar keine Lust, sie zu kraulen. Dafür hab ich ja den Hund 
Aber diese Einstellung haben eher wenig Leute. Die meisten vermenschlichen ihre Tiere sehr. So jemandem fällt es dann natürlich auch schwer, sein Tier zu enttäuschen oder ihm auch mal weh zu tun. Klar darf man nicht einfach so Schmerzen zufügen, aber viele verweigern ja sogar eine Tabletteneingabe, weil sie die Katze dazu zwingen müssten. Mir fällt es schwer, das zu verstehen, weils für mich schlicht Notwendigkeit ist. Ich akzeptiere es halt und versuche, diesen Leuten zu helfen, mit ihren Möglichkeiten für ihr Tier dazusein.
Also beim letzten Tierarztbesuch, als die Tierärztin ewig
nicht kam und er jammerte und jammerte, habe ich ihn getröstet
und gestreichelt, worauf Herr Kater schließlich soweit
aufgebaut war, dass er auf die Idee kam, man könnte sich ja
vielleicht auch einfach mal wehren. Eine für ihn sehr
erfolgreiche Erfahrung! Vorher hat er immer vor lauter Angst
einfach alles über sich ergehen lassen, sofern man ihn nur
richtig festgehalten hat.
Bist Du Dir sicher, dass es an Deinem Verhalten vorher gelegen hat?
Ach ja, bei so unruhigen Tieren, vielleicht ist es da möglich einen Termin mit sehr wenig Wartezeit zu bekommen? Je länger er warten muss, desto mehr kann er sich ja drauf vorbereiten, gleich richtig in Abwehrstellung zu gehen, und desto mehr angst wird er wohl auch haben. Die ganzen Gerüche, die Geräusche, die anderen Tiere…das belastet jedes Tier, auch wenn man es ihm nicht direkt ansieht. Und so nervöse wie Dein Kater stecken es natürlich noch schlechter weg.
Diese Erfahrung macht man leider immer wieder!
Die erste Tierärztin, bei der ich mit ihm war, hat ihn nicht
mal angefasst und da war er höchstens halbwüchsig.
Hm, ich war mit meinen Katzen bisher nur bei Tierärzten, mit denen ich schon gearbeitet habe, da weiss ich also aus eigener Erfahrung nicht, wie andere sich so verhalten. Bei meinem Hund hab ich aber schon mehrere durch, und da war tatsächlich einer dabei, bei dem wir Maulkorb aufziehen mussten und mehrere Helferinnen, mein Mann und ich das arme Vieh fixieren mussten, damit er sich die Pfote ansehen kann. Jung und dumm wie ich war hab ich das so geschehen lassen. Jetzt komme ich mir schon bei dem Gedanken saudoof vor, denn ich habe meinen Hund in solchen Situationen absolut unter Kontrolle und kann sie komlett alleine fixieren.
Manche Tierärzte scheinen tatsächlich Angst zu haben. Ich kann es verstehen, Tiere sind unberechenbar und können sehr gefährlich werden. Aber das darf weder Tier noch Halter bemerken. Und wer nicht übt, sich mit solchen Tieren auseinanderzusetzen und mit ihnen klarzukommen, wird diese Angst wohl auch nie ablegen.
Für mich wäre es nicht der passende Tierarzt, es kann immer mal sein, dass ich aus irgendeinem Grund mein Tier selbst nicht festhalten kann. Sei es wegen einer verstauchten Hand, sei es, weil ich emotional zu nah dran bin (wenn ich als Kunde beim Tierarzt bin muss ich nicht die Zähne zusammenbeissen und kann mitleiden
), wenn es um was wirklich gemeines ginge. Oder weil mir einfach spontan kotzübel wird und ich gleich umfalle, wenn ich mich nicht hinsetzen darf 
Ok, passiert mir alles normalerweise nicht, aber Du verstehst, was ich sagen will? Ein Tierarzt sollte meiner Meinung nach einfach keine Angst vor den Tieren haben, die er behandelt.
Von außen darf ich ihm schon an die Ohren, jedenfalls füre
kurze Zeit, sogar mal etwas derber! Schmerzen hat er meiner
Ansicht nach nicht, nur eben ewig dieses Jucken. Er hat keine
Ohrmilben, falls du darauf hinaus willst, er hatte aber
urprünglich welche.
Nein, auf Milben wollte ich nicht hinaus, es war einfach generelles Interesse, weil ich immernoch überlege, ob es keine andere Möglichkeit für euch beide gibt.
Das Spülen, muss das denn wirklich sein, gibt es nichts anderes, was man tun kann? Ich stelle es mir sehr unangenehm vor :-/
Eine darfs gelegentlich, die andere nicht. Die hat ihn aber
auch sehr gemein behandelt, wie er noch klein war.
Katzen können Biester sein 
Hm, hatte daran gedacht ob er vielleicht durch übermäßiges Gelecke der anderen immer wieder was an den Ohren hat, aber so klingts auch nicht. Sonst hätte vielleicht da ein Ansatz liegen können.
Nein, kannte ich bisher nicht, könnte man eventuell mal
versuchen, wie auch Katzenminze. Baldrian fällt mir bei der
Gelegenheit auch noch ein!
Ja, sind alles einfach Dinge, die oft grosse Wirkung zeigen!
Aber Vorsicht bei Baldrian, er ist giftig fürs Katzengetier (wirkt wie eine Droge, nur leider nicht so harmlos wie Katzenminze). D.h. nicht eingeben und nicht direkt aufs Fell, sondern so anbringen dass er ihn nicht ablecken kann.
Feliway gibts beim Tierarzt.
Vielleicht wären auch Bachblüten oder Homöopathie etwas für euch, wenn das so Deine Richtung ist. Dazu brauchst Du aber einen Tierarzt, der sich intensiv damit befasst hat und auch umgehen kann damit. Oder einen Tierheilpraktiker. Der wäre vielleicht generell auch noch eine Möglichkeit. Vielleicht wäre auch ein Hausbesuch durch einen THP möglich. Den kennt Dein Kater noch nicht als behandelnde Person, und er riecht anders als ein „typischer“ TA. Ausserdem geht er mit ganz anderen Ansätzen an die Tiere heran, das könnte in eurem Fall vielleicht grossarzige Erfolge erzielen. Die Homöpathie sieht alles ja ganzheitlich, d.h. es zählen dann nicht nur die Ohren, sondern der Rest vom Tier auch. Lass es Dir mal durch den Kopf gehen!
Persönlich bin ich ehrlich gesagt immer ausgesprochen skeptisch, sehe allerdings, dass es helfen kann, auch wenn man nicht dran glaubt *g* Ausserdem habe ich das Gefühl, dass genau euer Problem einfach gut dort aufgehoben wäre, wenn ihr jemanden findet, der mit Verstand und Wissen rangeht. Keine Ahnung, wie die Kosten wären, aber ich denke, wesentlich teurer als alle 3 Monate doch noch mit Narkose die Ohren spülen wird das auch nicht sein.
Liebe Grüsse und viel Erfolg (wenn mans oft genug wiederholt wird was draus! *zwinker*)
Bine 