Hallo Krümel,
angeregt durch deinen Artikel mache ich bei unseren Meeris,
mit Jungtieren ca. 27 Stück, (wenn´s nicht schon wieder mehr
geworden sind)
Also bei dieser Zahl Meeris ist mir echt die Kinnlade runter geklappt. Ich stelle mir den Anblick traumhaft vor. Und erst die Geräusche… Mein Neid sei dir sicher
)))
gerade einen Versuch mit geschälten Apfelsinen!
Und zu meinem eigenen Erstaunen werden die gerne genommen,
sogar und grade von den Jungen.(Auch Kiwis!) Banane wird auch
gefressen, ist aber nicht besonders beliebt.
Die ersten Jahre habe ich auch mit dieser Einstellung gelebt. Bis ich irgendwann mal den Kleinen Apfelsinen gab (natürlich geschält). Wir haben neben den Meeris auch Papageien zuhause. Und diese haben die Angewohnheit alles anzubeissen, fallen lassen und sich erneut Obst oder Gemüse aus der Schale zu nehmen. Zu unserer Verwunderung lag aber immer weniger auf dem Boden, als eigentlich weggeworfen werden musste. Also waren es die Meeris die sich da der Geschenke vom Himmel bedienten 
Das wäre natürlich, vor allem im Winter, eine ausgezeichnete
Vitamin-C-Quelle und man könnte sich die künstlichen Zugaben
zum Trinkwasser ersparen.
An die künstlichen Zugaben habe ich mich nie heran getraut, schon wegen der ersten beiden Silben. Stattdessen habe ich immer frischen Zitronensaft (manchmal auch Apfelsinensaft) ins Wasser gegeben.
Naja, in einem (Klein-)Zoo-Betrieb ist es eben ähnlich wie bei
einem Computer. Wenn das System einmal läuft, das heißt, wenn
die Tiere gesund sind, ändert man ungern etwas an der
Behandlung.
Aber ihr verkauft die kleinen Lebewesen nicht, oder?
Milbenbefall hatten wir auch schon, aber das war schnell
wieder erledigt.
Einen direkten Zusammenhang zwischen Milben und Gras kann ich
nicht feststellen, wenn es sich um eine Kuhwiese handelt, ist
das aber immerhin denkbar.
Die meisten Meeris wurden für ein steriles zuhause gezüchtet, weshalb sie, leider Gottes, bei einem Kontakt mit der Natur kränklich reagieren.
Nach unserer häuslichen Behandlung (vorletztes Jahr) hat es keinen akuten Milbenbefall mehr gegeben. Das gleiche Problem hatten wir mit einigen Nymphensittichen.
Die vernünftige Erklärung des Arztes war: Jeder hat Milben am Körper. Die Tiere bekommen es von der Mutter mit auf den Weg. Aber je nachdem wie stark oder schwach das Immunsystem ist kann es entweder zu akuten Erkrankungen kommen oder man lebt mit ihnen, als wenn sie nicht da wären. Die Dosis macht es.
Unsere Meerschweinchen sind den ganzen Sommer über draußen,
und diese Wiese ist frei zugänglich für allerhand Getier, als
da wären, Teichhühner, Enten, Krähen, Dohlen, Mäuse, usw.
leider auch schon mal Habicht und Sperber.
Ungezieferbefall ist aber immer nur im Winter aufgetreten.
Seitdem wir das wissen, wird das Wintergehege, ca. 18 m²
regelmäßig vor der Neueinstreu mit Ungezieferspray behandelt.
Das schützt auch vor Fliegen, die ich übrigens als
Hauptverdächtige im Fall von Milbeneinschleppung vermute.
Wenn unsere Meeris nach draussen kommen, dann mit Überdachung. Wegen der Marder, Katzen und Hunde. Schliesslich sind es Fluchttiere.
Ungezieferspray habe ich nie verwendet. Da fürchte ich mich zu sehr davor die Kleinen könnten es irgendwie über Gras, Streu oder Heu zu sich nehmen.
Milben gibt es überall. Auch in unseren Kissen usw. Genau wie der Schimmelpilz
Na ja, was solls, jeder hat seine Existenzberechtigung.
mfg Nemo.
Schöne Grüsse
Krümel