vor einer Woche habe ich mir 2 junge (13 Wochen alt) Rassekatzen beim Züchter gekauft (800 €). Der Züchter sagte mir, dass die Katzen bei der Geburt Katzenschnupfen gehabt hätten. Da ich nicht unbedingt der Katzenprofi bin, stellt ich mit unter einem „Schnupfen“ eine unwichtige Erkältung vor.
Jetzt war zu merken, dass sich am 2. Tag eine Katze stark zurückzog. Der Tierarzt stellte einen Katzenschnupfen fest. Ich war ziemlich überrascht, da ich davon ausging, dass der Schnupfen mittlerweile behandlet war und nicht mehr auftreten sollte.
Jetzt wird die Katze (und sicherheitshalber auch die Schwester) mit Spritzen behandelt. Die erkrankte Katze erhält 3 Spritzen - die gesunde 1 Spritze. Die Rechnung wird daher ca. 200 € betragen.
Die Tierärtin empfahl mir, die Rechnung dem Züchter vorzulegen, da bereits am 2. Tag die Krankheit auftrat.
Jetzt meine Frage: Ist es üblich, dass man sofort auftretenen Erkrankungen vom Züchter übernehmen läßt? Habe ich einen Anspruch oder ist eine ggf. Zahlung Kulanz üblich? Da ich die Antwort des Züchters erahne: (gekauft wie gesehen), möchte ich mich vorab über Euch schlauer machen .
exakte Züchter bringen ihre Zöglinge vor Abgabe an den Käufer noch einmal zum Tierarzt, um genau diese Situationen zu vermeiden. Aber wenn sich die Kleinen bereits in diesem jungen Alter Katzenschnupfen (und hierbei handelt es sich ja nicht um einen einfachen „Schnupfen“) eingefangen haben, kann es sich nach meinem Geschmack um keinen seriösen Züchter handeln (Impfungen gegen Katzenschnupfen sind „Standard“ und die Grundimmunisierung sollte in der 8. Woche erfolgen).
Hier geht es dann leider mehr um eine Rechtsfrage: Hast Du einen Kaufvertrag, der Dir garantiert, dass die Katzen gesund übergeben wurden? Falls nicht, wird es schwierig, denn - soweit ich weiß - laufen - juristisch gesehen - Tiere immer noch als „Sachanschaffung“, so dass Du hier wohl nur eine „Rückgabe“ vereinbaren kannst.
Aber vielleicht zeigt der Züchter ja doch noch Einsicht?!
Ich wünsche es Dir!
Viele Grüße
Kathleen, die aber keine juristische Ausbildung besitzt!!!
„Bei der Geburt“, da frage ich mich, wie die ganze Zucht aussieht. Und ob die Mutter nicht geimpft ist, denn wie kommt das Baby sonst daran?
Wir hätten, als wir noch züchteten, ein krankes Tier niemals abgegeben. Und sie zogen auch nur mit einem Attest aus, welches max. 1 Tag alt war.
Frage ist außerdem, ob es wirklich „Katzenschnupfen“ ist, oder nur eine einfach Erkältung, sie sie sich evtl. beim Transport zu gezogen haben. Eine einfache „Rotznase“ ist nicht tragisch, aber nicht zu verwechseln mit dem KS.
Sprich mit der Züchterin. Und mit ihrem TA.
Rechtlich ist der Vertrag Grundlage, steht ein Haftungsausschluß drin? Normal schon, denn sonst gäbe es auf Katze 2 Jahre Garantie, Tiere sind Sachen… Da sichert sich jeder Züchter ab.
Oh je, das war kein guter Kauf!
Wenn die Mutter Katzenschnupfen hatte, wird das meistens automatisch auf die Kätzchen übertragen. Ich hatte auch zwei Kätzchen von einer Katze mit Katzenschnupfen bekommen, aber es waren geschenkte Kätzchen und die Menschen, denen die Mutter gehört hat, haben keine Ahnung von Katzenkrankheiten…
In Deinem Fall finde ich es aber unverantwortlich, was die Züchterin gemacht hat. Wenn Du etwas mehr über diese ziemlich unangenehme Krankheit gewusst hättest, hättest Du sie ganz bestimmt nicht gekauft. Ich würde der Züchterin auf jeden Fall Bescheid geben, denn es kann noch viel teurer werden.
Aber solltest Du de Kätzchen behalten, was für sie auf jeden Fall sehr erfreulich wäre, würde ich Dir raten zu einem Tierheilpraktiker zu gehen. Ich habe meine Katzen auch zuerst zum Tierarzt gebracht, wo sie immer wieder Antibiotika bekommen haben, was zuerst geholfen hat natürlich, aber die Krankheit meldete sich alle 6-8 Wochen wieder und dann ging es wieder von vorne los. Erst die Tierheilpraktikerin konnte uns helfen, was aber natürlich auch etwas Geld
gekostet hat, aber seitdem ist alles in Ordnung.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück!
LG, Hortenzia
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Ich kann mich der Meinung der Anderen nur anschließen:
Um einen seriösen Züchter kann es sich nicht handeln, der
verkauft keine kranken Tiere.
Aber so einfach ist die Angelegenheit für den Züchter nicht.
Du hast doch sicherlich einen schriftlichen Kaufvertrag abgeschlossen.
Normalerweise müsste folgender Passus im Vertrag stehen:
…der Verkäufer versichert, dass das Tier zum Zeitpunkt
gesund und frei von ansteckenden Krankheiten ist.
Ich habe außerdem noch ein Tierärztliches Gesundheitszeugnis
über den Gesundheitszustand des gesamten Wurfes erhalten.
Und natürlich einen Impfpass.
Was steht in Deinem Vertrag?
Der Züchter muss einen Verband angeschlossen sein, sonst kann er Dir
keine Ahnentafel aushändigen. Sollte er sich weigern, die Kosten zu
übernehmen, so würde ich ihm ankündigen, diesen „Fall“ beim Verband
zu melden.
Das kann für ihn sehr unangenehme Konsequenzen haben.
Hallo Rainer,
ich denke, grundsätzlich wirst Du wenig Chancen haben, da Dir die Züchterin das mit dem Schnupfen gesagt hat…steht das auch im Kaufvertrag ? Ich würde versuchen mit ihr zu reden.
Sind die Kitten denn normal geimpft worden ? Auch auf solche Impfungen können Kitten schon mal reagieren…und letztendlich muss ich Dir sagen, ich lerne leider immer mehr Tierärzte ( auch durch meine Käufer ) die einfach nur verdienen wollen und die Unwissenheit manchen Leute ausnutzen.
Für 4 Spritzen 200 Euro halte ich für sehr viel…sorry.
Grüße
Margit
Ich hatte das gleiche Problem als wir unseren 12 Wochen alten BKH bekamen. Er musste auch mit Interferon behandelt werden, sonst wäre er gestorben. Die Züchterin hat einfach behauptet sie hätte von nichts gewusst und wir sind auf allen Kosten hängen geblieben.