Wir haben seit ein paar Monaten einen Hund, der hat eine blöde Eigenart.
Er knurrt jedesmal, wenn Leute vorbeigehen.
Wir haben schon einiges probiert, wie ignorieren, auf seinen Platz ablegen, schimpfen, strafen.
Blöd ist, dass er die Leute vorbeigehen sieht, oder hört und dann gehts los.
Wir sind mit unserem Latein am Ende, hat jemand da draußen eine Idee, wie wir dem Hund so viel Sicherheit vermitteln können, das er sich nicht um die Dinge außerhalb kümmern muss?
Wie geht man überhaupt mit dieser Situation um?
Viele Grüße
Franz
Hallo
wie alt ist der Hund?
Wie sieht er die Leute? Durchs Fenster, Gartenzaun?
Ihr habt alles versucht was nichts bringt.
Wofür bestrafst du den Hund? Dafür, dass er wachsam ist?
Falsch. Wie bestrafst du ihn? Würde mich mal interessieren, denn mit welcher Handlung soll er die Strafe verknüpfen?
Knurren ist für den Hund eine natürliche Sache und aufpassen auch.
Schildere doch mal eine Situation.
Gruß
Hallo Franz,
es ist viel eine Frage des Alters, oder besser gesagt der Erfahrung, die der Hund gemacht hat und vielleicht auch ein Stückchen Veranlagung.
Mit „erzieherischen“ Verboten ist das kaum in Griff zu kriegen. Versuch es mit positiver Konditionierung.
Zuerst bringst du dem Hund bei, daß er auf deine Ansprache hin, sich (mit allen Sinnen) dir zuwendet. Also den Hund ohne besonderen Grund ansprechen und durch Spielzeug oder Leckerchen interessant machen. Wendet er sich dir zu, wird er gelobt. Hat er das richtig verinnerlicht, sprichst du ihn in der gleichen Weise lockend, freundlich, spielauffordernd in der Knurren-Situation an und lobst ihn, wenn er sich auf dich statt auf den anderen Menschen konzentriert. Die Aktion wird dann Stück für Stück reduziert bis deine ruhige klare Ansrache Signal genug ist. Das dauert natürlich etliche Zeit, lohnt sich aber, weil die Verbindung zwischen Mensch und Hund sehr verbessert wird.
Viel Erfolg!
Steffi
Hallo Steffi,
ich frage mich, ob das überhaupt praktikabel ist. Wir reden hier nicht von 3 mal knurren pro Tag, sondern von 20 - 30 mal pro Tag. Immer wenn jemand an unserem Eingang vorbeigeht.
Nach Deiner Methode knurrt er bald nur noch um Aufmerksamkeit zu bekommen, oder?
Komisch ist, das er in der Nacht, im Schlafzimmer alle Geräusche ignoriert. Nur über Tag macht er den Aufpasser. Blöde ist, wenn wir mit dem Hund im Garten sitzen, der Hund auch auf die „Eindringlinge“ losgeht. Selbst, wenn die Leute immer wieder Kontakt mit dem Hund hatten, begrüßt er nicht freudig, sondern knurrt.
Wir haben Bedenken, dass er auch mal richtig angreift.
Eigentlich müssten wir umziehen, damit der Hund nicht permanent unter Stress steht, können wir uns aber nicht leisten.
Es gibt doch bestimmt auch eine andere Möglichkeit.
Gruß Franz
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Hallo Franz,
Nach Deiner Methode knurrt er bald nur noch um Aufmerksamkeit
zu bekommen, oder?
Hast du schon mal gehört, daß ein Hund knurrt, wenn er sich auf Leckerli, gewünschtes Spielzeug oder Herrchen konzentriert?
Komisch ist, das er in der Nacht, im Schlafzimmer alle
Geräusche ignoriert.
Wenn Herrchen seelenruhig schläft, kann ja keine Gefahr im Verzuge sein. Dann kann man ganz entspannt auch schlafen.
Wenn Herrchen aber auch (zwar auf den Hund statt auf den Menschen) ungehalten und ärgerliche reagiert, hat Hund (aus seiner Sicht) doch Recht gehabt mit dem Knurren. Herrchen sieht das offenbar auch so wie er selbst, sonst bliebe Herrchen ja ganz gelassen. Oder?
Du mußt ihm die Sicherheit vermitteln, daß alles in bester Ordnung ist. Und das geht durch positives Geschehen am besten.n Auch wenn es 30x am Tag ist. Man braucht viel Langmut und Konsequenz (auch dem eigenen Schweinehund gegenüber, der keine Lust zu der Mühe hat) um so ein innerstes Verhalten zu ändern.
Ach ja… Und unternimm viel mit deinem Hund. Sorge für viel körperliche Ausgeglichenheit und viel Fremdkontakte. Toleranz und Vertrauen bilden sich nur durch Erfahrung. Nur wer in der Welt zu Hause ist, kann mit weltmännischer innerer Größe reagieren.
Alternativ versuche den Umzug billiger zu gestalten.
Aber greif nicht zu negativen Methoden. Das kann nach hinten losgehen!
Gruß Steffi
Hallo
schade, dass du nicht schreibst wie alt der Hund ist, Rasse, wie lange ihr ihn schon habt…
Was Steffi schreibt ist schon richtig - dauert natürlich, sollte man als Hundebesitzer aber wissen, geht nicht von heute auf morgen.
Deshalb wäre es gut zu wissen wie schon oben gefragt…
Gruß
positiv bestärken!!!
unser boxer-rüde hat auch immer auf grundstück und haus aufgepaßt. er hatte absolut kein problem damit besuch zu empfangen, hatte immer spaß wie ein schneekönig!!! aber fremde die draußen vorbeigegangen sind, wurden im garten durchs tor mit einmaligem bellen „verjagt“ im haus wurde geknurrt…wenn ich als rudelführer mit ihm augenkontakt hatte und im so oder verbal („ist ok…“)„entwarnung“ gegeben habe, war sofort gut und ruhe!
ich habe aber auch nie geschimpft, weil hunde passen auf, deshalb haben wir halt bei haus und grundstück einen (am allermeisten natürlich zum kuscheln
).
unsere hündin paßt eher draußen, wenn wir unterwegs sind, auf!!! ist aber bei boxern eher typisch…
durch schimpfen oder reaktionen jeglicher art ,gibts du ihm aufmerksamkeit auf sein knurren, also wird er es immer weiter machen (herrchen kommt zu mir, wenn ich knurre)
wenn es dich sooooooooooo stört, würde ich es mit ingnorieren versuchen, sobald er knurrt (am besten zimmer verlassen und ihn alleine zurücklassen) und SOFORT wenn er aufgehört hat zu knurren zu ihm gehen streicheln, loben, lecker…aber nur wenn er NICHT knurrt und SOBALD er aufhört…nennt man positiv bestärken, bringt mehr als schimpfen!!!
(Bei kindern übrigens auch
)