meine lebensgefährtin hat eine katze. halbperser. schon eine etwas ältere dame und an sich sehr auf contenance bedacht, trotzdem noch recht agil und munter. lieb und schmusig. kratzt und beisst nicht. einfach eine höchst liebenswerte mitbewohnerin. „gesprächig“ war sie schon immer, aber in den letzten monaten hat sich bei ihr eine marotte entwickelt, die uns rätsel aufgibt: vor allem nachts meldet sie sich ein- bis zweimal pro stunde mit einem für sie untypischen, kehligen und sehr lauten „sprechgesang“, in etwa so, wie sich zwei kater verbal bekriegen, bevor die wolle fliegt. an schlaf ist da erst mal nicht zu denken. jetzt die mutter aller fragen: was will uns dieses verrückte huhn mitteilen? wir sind beide katzenbesitzer seit über 30 jahren, aber so etwas haben wir noch nicht erlebt. sie ist sonst völlig unauffällig im verhalten (fressen, fellpflege, spielen, ausflüge im garten, etc.), nur eben dieses nächtliche gegröhle! was bezweckt sie damit?
Hallo,
diese Art von Miauen heißt bei meinen Katzen „Komm spiel mit mir“. Einer der Kater hat dann i.d.R. eine Spielmaus erjagt und im Fang, und ruft seinen Bruder zum Spielen herbei.
Eine einzelne Katze in Wohnungshaltung leidet oft an der reizarmen Umgebung. Etwas mehr Unterhaltung kann sicher nicht schaden, allerdings ist das kein Mittel gegen nächtliche Ruhestörungen durch Katzen. Diese Störungen gehören eigentlich zum Leben mit Hauskatzen.
Gruß,
Myriam
was will uns dieses verrückte huhn mitteilen?
Bei unseren beiden Freigängern bedeutet das „Ich will raus!“, was wir nachts grundsätzlich nicht zulassen. Abstrahiert wäre das also „Ich will Spaß!“. Katzen können sich zwar recht gut an den menschlichen Tagesrhythmus gewöhnen, aber so ganz dann eben doch nicht. Muss man wohl mit leben, Grund zur Besorgnis sehe ich darin erstmal nicht 
Gruß,
Malte
Hi,
ich kann den anderen beiden nur Recht geben, das gute Tier langweilt sich. Und grade jetzt, wo alles nach Frühling und Leben schreit, wird ihr das wohl besonders bewusst. Also am besten tagsüber mehr beschäftigen, oder Kameraden anschaffen, oder für (eingeschränkten, weil Perserkatze) Ausgang sorgen (manche Katzen gewöhnen sich ganz gut an eine Leine) oder alles zusammen. 
Gruß
Cess
Hi
Wenn das urplötzlich auftrat ohne das sich was an ihrer Lebensweise geändert hat könnte es auch sein das sie anfängt schlechter zu hören und deshalb lauter miaut um sich selbst noch zu hören.
Hab mal von einer Freunden gehört das ihre Oma eine Katze hatte die fast taub war und die hat nicht normal miaut sondern immer geschrien.
Unsere eine Wohnungskatze miaut auch in der Nacht paarmal, aber normal. Einfach weil er gelangweilt ist weil wir alle im Bett sind und Ruhe herrscht.
MfG
Lilly
Hallo Lilly,
das mit der Schwerhörigkeit könnte eine Möglichkeit sein. Allen anderen Ratgebern möchte ich danken, aber sie liegen mit ihren Diagnosen wohl etwas weiter ab. Langeweile kann es nicht urplötzlich sein. „Man“ war über ein Jahrzehnt mit seinem Leben als Couch-Potatoe mit gelegentlichen Ausflügen durch die Verandatür in den Garten sehr zufrieden (aber nur im Sommer und bei trockenem Wetter - Schnee und Nässe sind !bäh! - man ist ja Dame mit weissen Pfoten). Sie ist also keine reine Wohnungskatze. Ausserdem bekommt sie Zuwendung, Streichel- und Kuscheleinheiten zuhauf. Und aufgrund ihrer Perser-Beimischung ist sie eh kein Temperamentsbolzen, der plötzlich ein tägliches Trimmprogramm einfordert. Ausserdem war bis vor ein paar Monaten Nachts ja Ruhe. Der Spleen hat sich erst vor kurzem entwickelt. Demnächst ist wieder eine Impfung dran, da werden wir mal die Ohren checken lassen.
Danke nochmal!
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Je oller - je doller? 
Hallo Bernhard,
Langeweile kann es nicht
urplötzlich sein. „Man“ war über ein Jahrzehnt mit seinem
Leben als Couch-Potatoe mit gelegentlichen Ausflügen durch die
Verandatür in den Garten sehr zufrieden
Daß Du Dich da nicht täuschst…
Meine Panik-Königin Angel (inzwischen ca. 12; wir haben sie mit 6 Monaten aus einer Wohnung, in der sie mit ca. 45 anderen Katzen hauste geholt) war bis Dezember 2005/Januar 2006 ebenfalls mehr oder weniger ein mucksmäuschenstilles, übergewichtiges Couch-Potato. Dann legte Madame praktisch über Nacht ganz neue Wesenszüge an den Tag. Ja, ich muß auch um drei Uhr morgens spielen. Ja, sie ‚singt‘ mich morgens um halb sechs aus dem Bett, wenn sie frühstücken will. Ja, sie jagt den armen Vincent, der daraufhin die halbe Wohnung zerlegt. Und ja, sie bestraft mich, wenn ich nicht schnell genug ihren Wünschen nachkomme, indem sie meinen Kleiderschrank ausräumt (letztens habe ich sie dabei erwischt, glaubst Du, die hätte sich auch nur ein bißchen für das Chaos, das sie veranstaltet hat, geschämt???).
Wenn der Doc nix findet, würde ich mir keine Gedanken machen.
Grüße
Renee
Aha, „Alter schützt vor Torheit nicht“ sozusagen! Na vielen Dank für diese ermunternden Worte 
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