Hallo Richard,
Welche Strecke kann man einer 4-jährigen Kätzin zumuten, und
was ist dabei zu beachten?
Eigentlich gar keine (außer die Fahrt zum Tierarzt und selbst dabei stellt sich mein Vicent an, als ob er bei lebendigem Leibe gehäutet werden würde; dabei ist der Tierarzt keine fünf Minuten entfernt)! Katzen sind halt keine Reisetiere, die wie ein Wuffi locker in den Urlaub mitgenommen werden können. Experten, die ihre Katzen über 2.000 km bzw. halb Europa im Auto mitschleppen, gehören meines Erachtens ohnehin wegen Tierqälerei bestraft oder selbst in eine enge Transportbox gesperrt und auf den Mond geschossen.
Füttern sollte man die Katze während einer so langen Reise nicht; „austreten“ muß sie auch mal. Wie willst Du das denn regeln? An die Leine und ans nächste Bäumchen zum Beinchenheben? Die wird Dir was husten!
Natürlich läßt es sich nicht immer umgehen, eine Katze über längere Strecken im Auto zu transportieren (z. B. wegen einem Umzug), dann ist eine Katzenbox angesagt. Die Tigerchen lassen sich allerdings nur sehr ungern einsperren, so daß man sich unter Umständen auf 8-10 Stunden ununterbrochenes Protest-Gemiaue freuen darf. Dabei gibt es immer wieder Leute, die ihre Katzen für solche Fälle mit Beruhigungsmitteln vollstopfen.
Oder sollte man das Tier
gar frei im Fahrzeug (Campingbus) laufen lassen???
Bloß nicht. Im schlimmsten Fall springt Dir ein 12 Kilo-Kater in dem unpassendsten Moment ins Genick, so daß Du die Kontrolle über das Auto verlierst (es ist nun einmal ein Tier und Tiere sind halt unberechenbar) oder er fliegt bei einem Unfall wie ein Geschoß durch die Frontscheibe.
Auf meinen Touren durch Spanien habe ich schon häufig auch
Katzen an Hundeleinen bei Wohnmobilbesitzern gesehen. Das sind
demnach bis über 2.000 km. Sind solche Strecken zumutbar?
NEIN!!! Und laß Dir nicht den Bären aufbinden, daß diese Katzen soooooooooooo gerne Auto fahren. Ich kenne keine einzige von der Sorte.
Optimal wäre natürlich, wenn jemand für die Dauer des Urlaubs zu der Katze „ziehen“ würde (weiterer Vorteil: die Blumen werden regelmäßig gegossen, etc.). Wenn das nicht geht oder nicht gewünscht wird, ist eine Katzenpflegemutter - vorausgesetzt, Du besitzt keine Kampfkatze - eine gute Möglichkeit; ich persönlich habe damit gute Erfahrungen gemacht.
Viele Grüße
Tessa