Katzentransport im Auto

Hallo Katzenliebhaber,

hat jemand Erfahrung im Transport von Katzen im Auto? Welche Strecke kann man einer 4-jährigen Kätzin zumuten, und was ist dabei zu beachten? Wie könnte man den Transportkäfig abfedern, daß das zu starke Schaukeln das Tier nicht verrückt macht?

Möglichst zwischen die beiden Radachsen, also im Drehpunkt positionieren, ist mir schon klar. Oder sollte man das Tier gar frei im Fahrzeug (Campingbus) laufen lassen???

Auf meinen Touren durch Spanien habe ich schon häufig auch Katzen an Hundeleinen bei Wohnmobilbesitzern gesehen. Das sind demnach bis über 2.000 km. Sind solche Strecken zumutbar?

Gruß Richard

Hallo Richard,

2000 km ? kann ich mir nicht vorstellen. Wir fahren so ziemlich am jedem Wochenende mit unseren beiden Katzen nur „ca. 120 km“ -
diese 120 km sind die Hölle. Für die Katzen und auch für uns. Wir hatten uns auf die Aussage des Züchters und auch von verschiedenen Bekannten verlassen „Die Katzen gewöhnen sich daran“. Unsere beiden haben sich leider bis jetzt nicht gewöhnt.
Manchmal „klappt“ es ja mit dem Transport, aber meistens…
Katzenjammer. Wir jahren jetzt knapp 11/2 Jahre hin und her und
ich bin bis auf wenige Ausnahmen immer ziemlich fertig. Mein Mann steckt das besser weg. Gottseidank sind unsere Zwei wenn wir dann da sind, wieder glücklich und zufrieden, aber so eine weite Strecke würde ich meinen Katzen nicht zumuten. Für den Urlaub würde ich mir dann doch eine Katzenbetreuung suchen, oder aber Nachbarn bitten, sich um die Katzen zu kümmern. Beruhigungsmittel würde ich auf keinen Fall geben

Gruss Erika :frowning:
(die für jeden Tip ebenfalls dankbar ist)

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Hallo Richard,

Welche Strecke kann man einer 4-jährigen Kätzin zumuten, und
was ist dabei zu beachten?

Eigentlich gar keine (außer die Fahrt zum Tierarzt und selbst dabei stellt sich mein Vicent an, als ob er bei lebendigem Leibe gehäutet werden würde; dabei ist der Tierarzt keine fünf Minuten entfernt)! Katzen sind halt keine Reisetiere, die wie ein Wuffi locker in den Urlaub mitgenommen werden können. Experten, die ihre Katzen über 2.000 km bzw. halb Europa im Auto mitschleppen, gehören meines Erachtens ohnehin wegen Tierqälerei bestraft oder selbst in eine enge Transportbox gesperrt und auf den Mond geschossen.

Füttern sollte man die Katze während einer so langen Reise nicht; „austreten“ muß sie auch mal. Wie willst Du das denn regeln? An die Leine und ans nächste Bäumchen zum Beinchenheben? Die wird Dir was husten!

Natürlich läßt es sich nicht immer umgehen, eine Katze über längere Strecken im Auto zu transportieren (z. B. wegen einem Umzug), dann ist eine Katzenbox angesagt. Die Tigerchen lassen sich allerdings nur sehr ungern einsperren, so daß man sich unter Umständen auf 8-10 Stunden ununterbrochenes Protest-Gemiaue freuen darf. Dabei gibt es immer wieder Leute, die ihre Katzen für solche Fälle mit Beruhigungsmitteln vollstopfen.

Oder sollte man das Tier
gar frei im Fahrzeug (Campingbus) laufen lassen???

Bloß nicht. Im schlimmsten Fall springt Dir ein 12 Kilo-Kater in dem unpassendsten Moment ins Genick, so daß Du die Kontrolle über das Auto verlierst (es ist nun einmal ein Tier und Tiere sind halt unberechenbar) oder er fliegt bei einem Unfall wie ein Geschoß durch die Frontscheibe.

Auf meinen Touren durch Spanien habe ich schon häufig auch
Katzen an Hundeleinen bei Wohnmobilbesitzern gesehen. Das sind
demnach bis über 2.000 km. Sind solche Strecken zumutbar?

NEIN!!! Und laß Dir nicht den Bären aufbinden, daß diese Katzen soooooooooooo gerne Auto fahren. Ich kenne keine einzige von der Sorte.

Optimal wäre natürlich, wenn jemand für die Dauer des Urlaubs zu der Katze „ziehen“ würde (weiterer Vorteil: die Blumen werden regelmäßig gegossen, etc.). Wenn das nicht geht oder nicht gewünscht wird, ist eine Katzenpflegemutter - vorausgesetzt, Du besitzt keine Kampfkatze - eine gute Möglichkeit; ich persönlich habe damit gute Erfahrungen gemacht.

Viele Grüße

Tessa

Danke Tessa,

Füttern sollte man die Katze während einer so langen Reise
nicht; „austreten“ muß sie auch mal. Wie willst Du das denn
regeln? An die Leine und ans nächste Bäumchen zum
Beinchenheben? Die wird Dir was husten!

Der Vorteil meines Busses ist eben, daß ich jederzeit anhalten kann und auch längere Pausen einlegen kann, z.B. um zu übernachten. Da könnte sich doch meine Mieze beruhigen, ich werde mal eine Testfahrt in die nahe Umgebung machen, wahrscheinlich bin ich hinterher schlauer.

Natürlich läßt es sich nicht immer umgehen, eine Katze über
längere Strecken im Auto zu transportieren (z. B. wegen einem
Umzug), dann ist eine Katzenbox angesagt. Die Tigerchen lassen
sich allerdings nur sehr ungern einsperren, so daß man sich
unter Umständen auf 8-10 Stunden ununterbrochenes
Protest-Gemiaue freuen darf. Dabei gibt es immer wieder Leute,
die ihre Katzen für solche Fälle mit Beruhigungsmitteln
vollstopfen.

Nein, auf Chemie stehe ich nicht. Da mache ich lieber öfters Pause (s.o.) und beruhige meine Mietze.

Optimal wäre natürlich, wenn jemand für die Dauer des Urlaubs
zu der Katze „ziehen“ würde (weiterer Vorteil: die Blumen
werden regelmäßig gegossen, etc.). Wenn das nicht geht oder
nicht gewünscht wird, ist eine Katzenpflegemutter -
vorausgesetzt, Du besitzt keine Kampfkatze - eine gute
Möglichkeit; ich persönlich habe damit gute Erfahrungen
gemacht.

Urlaub ist nicht, sondern Umzug nach Spanien. Deshalb ja mein Problem. Auf Flügen machen Katzen auch nicht gerade einen glücklichen Eindruck in ihren Tiercontainern, aber es muß einen vernünftigen Weg geben; denn wie kommen die ganzen Züchter zu ihren Wettbewerben gereist? Doch nicht zu Fuß?

Richard

Danke, Erika!

2000 km ? kann ich mir nicht vorstellen. Wir fahren so
ziemlich am jedem Wochenende mit unseren beiden Katzen nur
„ca. 120 km“ -
diese 120 km sind die Hölle. Für die Katzen und auch für uns.
Wir hatten uns auf die Aussage des Züchters und auch von
verschiedenen Bekannten verlassen „Die Katzen gewöhnen sich
daran“. Unsere beiden haben sich leider bis jetzt nicht
gewöhnt.

Na immerhin 120 km, ist doch auch was. Aber möglicherweise „heizen“ sich die beiden Tiger in ihrem Wehgeschrei gegenseitig auf. Mit einer Katze ist es vielleicht einfacher?

Gottseidank sind unsere Zwei wenn
wir dann da sind, wieder glücklich und zufrieden, aber so eine
weite Strecke würde ich meinen Katzen nicht zumuten.

Es liegt sicher an der Transportbox und deren Federung, wie verträglich die Reise für die Vierbeiner wird. Ich könnte mir vorstellen, daß - ähnlich wie der Fahrersitz eines Busfahrers auch häufig besonders mit Stoßdämpfern abgefedert ist - eine schagerechte Transportbox auch eine lange Reise (mit viel Pausen) erträglich macht. Immerhin machen mir Deine Erfahrungen doch Mut, eine Testfahrt zu versuchen!

Gruß Richard

Hallo Richard,

Urlaub ist nicht, sondern Umzug nach Spanien. Deshalb ja mein
Problem. Auf Flügen machen Katzen auch nicht gerade einen
glücklichen Eindruck in ihren Tiercontainern, aber es muß
einen vernünftigen Weg geben; denn wie kommen die ganzen
Züchter zu ihren Wettbewerben gereist? Doch nicht zu Fuß?

Ich fange mal mit den Züchtern an. Die Menschen (!!!) sind einfach geil auf eine Medaille; der Katze ist es scheißegal. Ist zwar gemein, aber es läuft darauf hinaus, daß das „liebe Frauchen“ halt ein Pressefoto mit dem Schätzchen haben will; die Katze - quetsch, zwing - „will“ es freilich auch! Da kriege ich doch die Krätze! Ich will auf keinen Fall alle Katzenbesitzer über einen Kamm scheren, war aber schon selbst auf Hunde- und Katzenausstelllungen und weiß, wie das abläuft. Meinen Biestern würde ich es nicht für Geld und gute Worte zumuten. Wenn es zur Ausstellung geht, werden die Pokalkandidaten gnadenlos in die Katzenbox gesteckt (womöglich auch noch zu zweit) und zum Ausstellungsort gekarrt.

Wollen wir mal zu Deinem Umzug kommen:

Gefallen wird es Deiner Katzen-Lady sicher nicht, aber vielleicht wäre es tatsächlich die beste Möglichkeit, sie per Flieger nach Spanien zu bringen und dort am Flughafen abzuholen). Es wären nur wenige Stunden.

Apropo´s Umzug - gerade per Auto -: hast Du Dich eigentlich nach den „Einreisebestimmungen“ für Tiere erkundigt?

Der Vorteil meines Busses ist eben, daß ich jederzeit anhalten
kann und auch längere Pausen einlegen kann, z.B. um zu
übernachten. Da könnte sich doch meine Mieze beruhigen, ich
werde mal eine Testfahrt in die nahe Umgebung machen,
wahrscheinlich bin ich hinterher schlauer.

Mach´s ruhig, aber mach Dir keine großen Hoffnungen darauf, daß Madame vom Autofahren begeistert sein wird.

Viele Grüße von Tessa &
ein Miau von Vincent

So long

Hallo Katzenfreunde !Ich habe eigentlich gute Erfahrungen gemacht
Meine Katze liegt ruhig am Rücksitz uns schlaft.Das Kisterl stelle ich auf die Ablage rückwärts.Aber mehr als 8 Stunden habe ich noch nicht versucht.Gefressen wird nichts,wenn es heiß ist etwas Wasser.Man muß es ausprobieren,jede Katze reagiert anders.Die Perser sind da ruhiger.

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Hallo,

ich habe auch seit vielen Jahren Erfahrung mit Katzen.
Ich würde von jeder unnötigen Fahr abraten (Urlaub in fremder Umgebung mit einem absolut ortstreuen Tier ist wirklich Tierquälerei). Allerdings würde ich nicht pauschal sagen, daß Beruhigungsmittel generell auszuschließen sind. Ich kenne Katzen, die sich so in ihr Geschrei steigern, daß es für sie sicher eine größere Belastung ist, als ein leichtes Beruhigungsmittel. Ich möchte das hier nicht pauschal unterstützen, aber wie gesagt: wenns nötig ist. Es geht ja um eine einmalige Sache. Ich würde dann sogar für den Transport im Flugzeug stimmen, da die Zeit der Angst begrenzt wird.
Auf jeden Fall solltest du nichts ohne Beratung eines Tierarztes unternehmen. Die wissen am Besten, was zu tun ist.
2. Möglichkeit: Transport mit den Bus (aber in der geschlossenen Kiste, offen ist Verkehrsgefährdung!) und für den Notfall (Schreien bis zur Atemnot, bei meiner Katze leider schon vorgekommen und das bei 15 min Fahrt zum Tierarzt) ein sanftes Beruhigungsmittel nach Anweisung eines kompetenten Tierarztes.
Während der Fahrt sollte der Magen (natürlich der der Katze) eher leer sein, um Überlkeit vorzubeugen. Bei langen Fahrten ganz kleine Mahlzeiten und Pausen zwischen den Fressen und der Weiterfahrt. Das mit der Katzentoilette wird schwierig, am besten Pausen machen, Katze im Bus freilassen und Toilette anbieten…

Ich wünsche euch eine gute Fahrt / einen guten Flug

Christel

Eine Katze braucht ihr Revier, da ist sie glücklich, nirgend wo anders.
Am besten, Ihr sucht Euch für den Urlaub einen Katzensitter, den die Katze schon von vorher kennt, und der die Katze nicht nur füttert, sondern auch mit ihr spielt streichelt etc.
Alles Andere macht die Katze nur unglücklich.

Harald

Hallo Richard,

meine persönlichen Erfahrungen betreffen Reise im Auto mit Kater über 200 km.
Wir sind abends losgefahren, als es schon dunkel war. So weniger Reize für den Kater. Anfangs in der Stadt hat er noch fleissig seine Meinung geäußert. Aber auf der Autobahn, wo es fast immer gerade aus ging, ist er ruhig geworden und hat sich zum schlafen hingelegt. Erst als wir am Ziel wieder runter von der Autobahn mußten, war er etwas verärgert.
Ich saß auf dem Beifahrersitz mit ihm auf dem Schoß. Es hatte seine Leine um, so daß ich verhindern konnte, daß er zum Fahrer hinüber klettert. (Er mag Männer lieber als Frauen).
Auf der Rückreise. Diesmal tagsüber.
Stau auf der Autobahn mag er nicht besonders. Auch Brücken, unter denen wir durchfuhren, entlockten ihm Kommentare.
Was Kätzinnen betrifft, habe ich nur Erfahrung in Eisenbahnen.
Vorschlag:
Mache zu allererst eine Probefahrt. Wenn möglich nicht zum Tierarzt. Sonst gibt es bei weiteren Fahrten Probleme.
Schau, daß du jemanden dabei hast, der bzw. die sich um dein Tier kümmert. Mit Ihr spricht, sie beruhigt. Auf gar keinen Fall frei im Auto laufen lassen.
Mach immer wieder mal eine kurze Pause. Tut nicht nur der Katze sondern auch dir gut.
Besorge dir ein Katzengeschirr. Das ist besser für die Katze als eine normale Hundeleine.
Ich selbst habe die Bachblüten Notfalltropfen dabei. Sie wirken beruhigend.
Gruß
Monika

hat jemand Erfahrung im Transport von Katzen im Auto? Welche
Strecke kann man einer 4-jährigen Kätzin zumuten, und was ist
dabei zu beachten? Wie könnte man den Transportkäfig abfedern,
daß das zu starke Schaukeln das Tier nicht verrückt macht?

Möglichst zwischen die beiden Radachsen, also im Drehpunkt
positionieren, ist mir schon klar. Oder sollte man das Tier
gar frei im Fahrzeug (Campingbus) laufen lassen???

Auf meinen Touren durch Spanien habe ich schon häufig auch
Katzen an Hundeleinen bei Wohnmobilbesitzern gesehen. Das sind
demnach bis über 2.000 km. Sind solche Strecken zumutbar?