Hallo,
wir haben einen 12 Wochen alten kleinen Mischlings-Welpen.
Wie lange darf man mit diesem „an einem Stück“ sparzieren gehen?
Wir haben jetzt eine längere Strecke mit ihr zurückgelegt und trafen zufällig einen anderen Hundebesitzer. Der meinte mit Welpen in dem Alter dürfe man nicht mehr wie 10 Min. an einem Stück sparzieren gehen. Hatte ich noch nie gehört.
Stimmt das? Hat da wohl jemand Erfahrungen!?!
Danke
Marie
meine Großeltern haben sich auch gerade einen Welpen gekauft und auch hier hieß es, dass man die kleinen Hunde nicht mit zu langen Wegstrecken überforden darf.
Auf dieser Seite http://www.whippet.de/definition/welpe.php steht als Faustregel: „1 Minute pro Lebenswoche.“ Das wäre also eine ähnliche Zeitangabe wie euch der Hundebesitzer vorgeschlagen hat.
Hallo,
nun dann sind wir wohl etwas zu lange mit ihr gelaufen. Aber sie hat so ein unglaubliches Temperament und ist nicht zu bremsen. Habe sie zwischendurch immer mal versucht auf dem Arm zu tragen - sie hat sich energisch gewehrt und WOLLTE unbedingt laufen…
DANKE
Grüße
Marie
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Hallo Tanja,
DANKE für Deine Antwort - dann dürfen wir mit ihr nicht mehr soweit gehen. Aber sie WILL immer weiter - sehr temperamentvoll, will auch nicht getragen werden - habe ich versucht. Aber: Da setzen wir uns jetzt durch und laufen dann wirklich nur noch 10-15 Min.
Grüße
Marie
was kann passieren, wenn man diese Vorgaben nicht eingehalten hat?
Als ich meinen „Kleinen“ (Border-Mix) vor einem drei Viertel Jahr abgeholt habe, haben wir vor der Rückfahrt noch einen Spaziergang (bestimmt 30 Minuten) mit seiner Mutter gemacht: Der Kleine hatte mit 8 Wochen bereits eine Kondition - Wahnsinn. Hier zu Hause hat er klar signalisiert, wenn er nicht mehr wollte, aber 45 Minuten mit Pausen bin ich immer am Tag mit ihm gegangen. Natürlich habe ich ihn sonst in Ruhe gelassen, wenn er schlafen wollte. Und es gab auch Momente, in denen ich ihm Ruhe verordnen musste, wenn er anfing zu überdrehen.
Jetzt ist er ausgewachsen, ein ausgeglichener, ruhiger, überaus liebenswerter Charakter, der noch nie ansatzweise aggressiv war, sein Herz, seine Knochen und Muskeln sind perfekt ausgeprägt (sagte jedenfalls heute der Tierarzt).
was kann passieren, wenn man diese Vorgaben nicht eingehalten
hat?
es gibt Spätschäden die eben JETZT noch nicht auftreten - z.B. eben die Knorpel nicht so leistungsfähig sind, dass sich die Bänder überdehnen und dadurch z uinstabilen gelenken führen, die dann in Folge früher arthrostisch werden etc.
Die Hundekinder wachsen aktuell noch in ihren Körper hinein - da sind dauernd ungleichgewichte zwischen Knochenlängen, Bänderlängen, Sehnenlängen
Das ist eben deswegen kritisch weil sie ja in ihrem Temperament meist kaum zu bändigen sind und sich überforden, werden aber z.B. zu lange bänder immer wieder an der Ansatzsstelle überlastet (normalerweise ist so ein band immer gespannt - ist es zu lang hängt es minimal „durch“ - jede Belastung bewirkt also erstmal einen minimalen Schnalzer an der ansatzstelle am Knochen - das kann (muss nicht) zu knochenhautreizungen / Auftreibungen / knochenhautentzüdungen etc. führen - im schlimmsten Falls hast du irgendwann einen 8 jährgen arthrotischen Hund und fragst dich woher das so plötzlich kommt :-\
klar muss man von Hund zu Hund von Zuchtlinie zu Zuchtlinie und vor allem auch die GRÖSSE der Tiere beachten (großwüchsige Hunde sind meist anfälliger als kleine - allein durch ihre Masse die sie da bewegen und abstoppen müssen ) aber genau deswegen haben erfahrene Hundemenschen, die die Zusammenhänge kennen, diese Faustregeln aufgestellt
Nicht umsonst gibt es Altersbeschränkungen im Sport (für Hunde, Menschen, Pferde etc. ) und es ist selten ein Höchst- , aber IMMER ein Mindestalter … eben aus diesem Grund !!! Nicht weil die Tiere/Menschen zu albern wären wenn sie jung sind (das sind sie später auch noch), sondern weil sie es vor allem körperlich dauerhaft schädigen würde
wir haben einen 12 Wochen alten kleinen Mischlings-Welpen.
Wie lange darf man mit diesem „an einem Stück“ sparzieren
gehen?
Wir haben jetzt eine längere Strecke mit ihr zurückgelegt und
trafen zufällig einen anderen Hundebesitzer. Der meinte mit
Welpen in dem Alter dürfe man nicht mehr wie 10 Min. an einem
Stück sparzieren gehen. Hatte ich noch nie gehört.
Stimmt das? Hat da wohl jemand Erfahrungen!?!
Die bereits genannten Faustregeln gleichen sich sehr, und spiegeln auch das wieder, was ich lernte.
10 -15 Minuten sind an Zeit ja auch nicht unbedingt ein Anhaltszeichen dafür wieviel 100 Meter der Welpe zurückgelegt hat; je nach Schrittgeschwindigkeit des begleitenden Menschen, oder ob der Hund an der Leine lief oder frei, kann der Unterschied der gelaufenen Strecke größer sein als die Zeitdifferenz dies vermuten lässt.
Der eigentliche, und größere Fehler wird anfangs eher darin begangen, dass zu wenig berücksichtigt wird, die gelaufene Strecke irgendwo hin, auch wieder zurück zu müssen; hier bietet sich auch ein Rundgang an.
Ist der Welpe so neugierig, dass er auf seinem Gassi, das „Kacki machen“ vergisst, und sich daran zu gewöhnen scheint, erst zuhause wieder in den Garten zu machen, hilft oftmals schon die Hin- und Zurückstrecke, bei der der Welpe dann auf dem Rückweg weniger Neugierbefriedigung erhält.
Mit fortschreitendem Alter gilt, dass der Hund bei feien Spaziergängen 7 x so viel Weg zurücklegt wie du.
Schaden muss das ganze bei Übertreibung nicht, kann aber;
also lieber vermeintliche Schäden, welche meist auf die Gelenke abzielen vermeiden; siehe auch Treppen steigen, ins Auto springen etc.
Ich machte mit meiner halbjährigen Dogge damals auch den „Fehler“ sie vier Stunden laufen zu lassen; geschadet hat es ihr nicht, sie lief auch vor, und trottete mir nicht nach, was ein eindeutiges Zeichen der Übertreibung wäre.
Resümee:
Bis zur vollständigen Ausbildung des Knochengerüstes (je nach Rasse verschieden) bist du mit nicht übertriebener Schonung auf der sicheren Seite.
Besuchst du eine Welpenspielgruppe (2 -3 Mal die Woche) und später einen Junghundekurs, und hältst dich nicht an die Art Sportler, welche ihren Hund 3jährig kaputttrainiert weitergeben, erhältst du professionelle Tips bei Begutachtung und auf speziell deinen Hund beratschlagt.
Gruß,
B. (viel Spass mit deinem Kleinen, und dass er dir viel Freude bereitet; und du ihm
Hexerl hat dir das perfekt erklärt.
Bei aller Belastung sollte man immer beachten, dass es in frühen Jahren immer nochmal geht; nochmal Steilwand, noch eine Runde um den See, noch ein Sprung, noch höher, noch weiter.
Das Resultat zeigt der Belastungstechnisch „pensionierte“ Hund;
seine Gelenke sitzen nicht mehr in einem perfekten Muskelgefüge, und die gestützten und durch Muskeln geschützten Probleme, welche er eigentlich immer mit sich herumtrug, machen sich sehr plötzlich bemerkbar.
Bei größeren Hunden sollte die Beansprung früher nachlassen, als bei agileren Rassen, und wenn dann als Beispiel (schon wieder) eine Dogge mit sechs Jahren in Hochleistungsrente geschickt wird, um ihr ein langes Leben zu bescheren, sollte eine normalisierte Bemuskelung zur gesunden Bewegung ausreichen. Bei deinem ist ja auch was sehr großes drin.
ja, da bin ich anscheinend nicht gerade verantwortungsbewusst herangegangen - anscheinend. Aber zur Verdeutlichung: Mein Hund ist noch nie Treppen gestiegen, gesprungen oder sonstwie körperlich überfordert worden. Die einzige Anstrengung, aus der ich ihn auch rausreißen musste, war, als er mit 5 Monaten das erste Mal an der Ostsee war.
Jetzt habe ich gerade ein anderes Problem: Der Süße ist heute operiert worden, und ich habe sooooo ein schlechtes Gewissen!
die Logik sagt: a impliziert b, aber b noch lange nicht a!
Biko ist heute kastriert worden und parallel wurden seine Wolfkrallen entfernt…dieser Blick…„Was tust Du mir an?“, aber er war so lieb und ruhig - und jetzt muss er zwei Wochen mit so einem blöden Trichter rumrennen. Da MUSS man doch ein schlechtes Gewissen haben, oder?
Also
da Bernd wieder auf dem Teppich ist mal war ich nicht der Böse
er hat schon recht und halt dich eher an seine Aussage.
Meine Meinung ist. Nicht soviel laufen!!!
Toben ist angesagt. Ein TA meinte mal, laufen können sie soviel sie wollen nur wie lange können sie ihn zurücktragen?
Daher ist meine Erfahrung, lieber auf ne Wiese, mit Ball, Stock, Socke o.ä. und spielen, spielen, spielen.
Welpen in der Gruppe spielen nur. Dadurch können sie sich eher mal ausruhen und Pausen einlegen. Bleib du zentral auf nem Fleck und laß den Kleinen um dich rumtoben. Baut ne herrliche Bindung auf, für ihn beudetet es Lust am Leben und! er entscheidet wenn er sich hinlegt, setzt o.ä.
Dann ist halt Pause angesagt. Kann 5 minuten dauern dann macht er etwas weiter. Der Weg zum Haus/ Auto ist dadurch berechenbar für dich denn du wirst am Anfang ihn zurücktragen… Wetten!
Durch Spiel werden auch die Knochen eher langsam belastet und die Muskeln vielseitig aufgebaut nud geformt.
Daher meine Erfahrung ist, laß ihn spielen. Die Dauer bestimmt er wenn er mit dir tobt. Bei anderen Hunden wenn die dabei sind, brich so ca. nach 10 minuten(nicht den Wecker stellen!!!) ab und laß ihn sich beruhigen.
Hallo Steffen,
vielen lieben Dank für Deine Antwort - werde ich mal beherzigen. Wir sind übrigens jetzt auch in einer Welpen-Hundeschule…
Grüße und DANKE
Marie
Hallo,
vielen Dank für Deine Hilfe. Ich denke, dass dieser einmalige Sparziergang eher nicht geschadet hat - denn, wie Du schon sagtest, sie lief immer vor uns her und WOLLTE nicht getragen werden…
Sie hat ein unbändiges Temperament und wir besuchen 1xwöchentlich eine Welpenschule.
DANKE
Grüße
Marie
Hallo Kathleen,
in etwa genauso ist es uns auch mit unserem Welpen ergangen. Der hat eine unbändige Kondition und ist so gut wie nie zu bremsen. Wenn wir nur kurz mit ihr rausgehen muss man zu Hause noch viel mit ihr spielen (machen wir aber SEHR gerne) oder sich sonstwie mit ihr „austoben“. Schlafen will sie erstaunlicherweise sehr wenig am Tag. Nachts dafür ausdauernd.
Grüße
Marie
Hallo Kathleen,
na da wünsche ich Euch Beiden doch alles Gute. Diese OP steht unserer Kleinen noch bevor - allerdings als Dame eine etwas größere OP…
Die Sache mit den Wolfskrallen interessiert mich - unser vorheriger Hund hat sich diese mit schöner Regelmäßigkeit aufgerissen und die wurden dann immer vom Tierarzt versorgt, ich wußte nicht, dass man diese operieren lassen kann.
Wenn das geht wäre das ein toller Tip. Ist das ein komplizierterer Eingriff oder „steckt“ der Hund das gut weg? Dann würde ich das nämlich dann auch gleich mitmachen lassen.
Grüße
Marie
Hallo,
DAS ist eine total tolle und einleuchtende Erklärung.
DANKE. Ich hoffe, dass es unserem Hund (Windhund-Mischling) nicht geschadet hat. Aber ich denke, dass es dieses eine Mal o. k. war.
Sie ist -so wie Du es beschrieben hast- voller Temperament…
Nochmals danke
liebe Grüße
Marie
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die Notwendigkeit, die Wolfskrallen entfernen zu lassen, ist nicht ganz unstrittig. Auch fragte mich gestern die Tierärztin, warum ich sie denn entfernen lassen wolle. Nachdem ich sagte, dass sie beim Laufen häufig aneinander reiben und Biko auch häufig daran rumknabbere, als ob sie ihn nerven, stimmte die Tierärztin mir zu und meinte, dass die Gefahr bei ihm groß sei, dass er sie sich mal abreißen könne.
Wie kompliziert der Eingriff ist, hängt wohl davon ab, wie verknöchert die Wolkskrallen sind (bei Biko waren sie so gut wie gar nicht verknöchert, sondern hingen labberig rum). Als ich ihn gestern abholte und sah, dass beide Hinterpfoten komplett verbunden waren, habe ich erst einmal geschluckt, aber die Tierärztin meinte, dass die Verbände heute abkämen. Die nächsten 10 Tage muss er - aber auch wegen der Kastrationsnarbe - eben diesen Riesen-Trichter tragen.
Aber ich bin trotzdem froh, dass ich es in „einem Abwasch“ habe machen lassen.