Hallo Carlos
das klingt übel nach einem sich ausdehnenden
Nachbarschaftsstreit.
Prinzipiell haben wir, da er ja auch nicht zur unmittelbaren Nachbarschaft gehört, nichts miteinander zu tun, bis auf die Tatsache, dass er sich auf unseren Hund eingeschossen hat.
1.) Zunächst einmal zum rechtlichen. Wie schon erwähnt, mit
einer Axt durch die Gegend laufen ist genauso wenig illegal,
wie mit einem großen Küchenmesser oder Säbel unterwegs zu
sein.
Ist es tatsächlich so? Wirkt doch sehr befremdend, wobei auch befremdend wirken ja nicht verboten ist.
Juristisch bedenklich wird es erst, wenn man damit auf
einer Veranstaltung auftaucht oder jemanden bedroht. Außerdem
gibt es eine Reihe von dediziert illegalen Stich- und
Hiebwaffen.
Rein der Beschreibung nach sehe ich schon eine Drohung gegen Lebewesen oder eine „Sache“, wenn da jemand provozierend versucht, den Hund in die Nähe der Reichweite eines Beiles zu locken.
Inwieweit hat er deinen Hund gereizt? Hat er ihn mit
Gegenständen beworfen? Hat er ihn angeschrien? Hat alleine
seine Anwesenheit gereicht und dass er mit dem Hund spricht?
Im letzteren Fall wird es schwierig, schließlich ist es
zynisch gesagt das Problem des Tieres, wenn es auf Passanten
hysterisch reagiert.
Der Hund hat sich zum Bewacher erkoren.
Das ist insoweit kein Problem, dass er meldend (nicht aggressiv oder fletschend) bellt, wenn jemand am Grundstück vorbeigeht.
Hierauf folgen von verschiedenen Personen unterschiedlichste Reaktionen.
Vorwiegend handelt es sich hierbei um Aktionen, welche den Hund schon beim nächsten mal erkennen lassen wer da kommt, und Ruh is.
In dem Hund steckt kaum Aggression, und keine einzige gegen Menschen.
Es gibt hier vierjährige, welche schon von weitem rufend „der Billie, der Billie ist draußen“ auf den Zaun zurennen, die Arme reinstrecken, den gefährlichen Dobermann umarmen, und sich das Gesicht abschlecken lassen.
Dieser Herr jedoch, wurde auch schon gesehen, dass er von anderen Grundstücken aus, auf welchen er gar nichts zu suchen hat, über den Sichtschutz hinweg auf den Hund einmotzte "Was ist los? Willste Ärger?); in dieser Situation war der Hund hinter dem Haus im Garten, hat also vorne niemanden belästigt.
2.) Zum psychologische Problem - Lärm
Lärm ist immer subjektiv. Das Geschrei spielender Kindern ist
in den Ohren von Eltern kein Lärm, während das kinderlose
Rentnerpaar das anders betrachtet. Fluglärm ist unerträglich,
während das eigene Auto kein Lärm erzeugt. Wenn dein Hund 5
mal am Tag für eine halbe Minute bellt, kann dies für einen
ablehnenden Menschen so wahrgenommen werden, als ob dein Hund
ununterbrochen bellt.
Einwandfrei, doch wie soll ich auf Psychosen reagieren?
Mich stören Spießer, darf ich sie deshalb mit einem Beil bedrohen?
3.) Zum psychologische Problem - Bedrohung
Ist dein Hund eine Bedrohung? Deine Antwort wird wohl Nein
lauten.
Was würde mit dem Mann passieren, wenn zwischen ihm und dem
Hund kein Zaun wäre? Hhmmm.
Auf welche Verhaltensweise hin?
Der Hund ist bis anhin jedem menschen gegenüber zutraulich gewesen.
Sollte er geschlagen werden, kann ich meine Hand nicht für ihn ins Feuer legen, würde sogar begrüßen, wenn er sich wehrt.
Viele Menschen haben mehr oder weniger Angst vor Hunden. Ein
Dobermann, ein großer schwarzer Hund, ist für sie ein
Albtraum.
Aber berechtigt es zu dererlei Handlung?
Ich hätte sogar Verständnis, wenn jemand im Freien einem Dobermann begegnet, und sich aufgrund von albtraumgesteuerten Ängsten zu Verteidigungshandlungen genötigt sind, die jeder Rechtfertigung entbehren.
Die Tatsache, dass du dir einen solchen Hund angeschafft hast
wird von diesen Mann wahrscheinlich als eine direkte Bedrohung
angesehen. Du hast aus seiner Sicht diesen Hund, um die
Nachbarschaft in Angst und Schrecken zu versetzen.
Betrachte diesen Mann als einen Angstbeisser.
Wie gesagt, der Mann ist mit „Anzahl“ einer Unterstützung, der einzige, welcher ein Problem mit dem Hund hat.
Sogar die Nachbarin, welche mich anrief, was da gerade passiere, hat Angst vor Hunden, weiss sich aber aufgrund meiner sicher.
4.) Was kann man nun tun.
Die Ursache des Konflikt ist wahrscheinlich tief
psychologischer Natur. Mit juristischen Maßnahmen löst man
sowas nicht. Der effektivste Weg wäre es, dem Mann die Angst
vor dem Hund zu nehmen und sie sich anfreunden zu lassen. Aber
das ist leichter gesagt, als zu realisieren, insbesondere weil
die Eskalation schon erfolgt ist.
Ich glaube nicht einmal, dass der Mann Angst hat; er will einfach ein als üblich anzusehendes und rechtlich unantastbares Recht auf eingeschränktes „lautgeben“ des Hundes nicht akzeptieren.
Gruß,
pathfinder