Hallo!
Ich habe seit ca. 1 1/2 Monaten einen knapp 2-jährigen Zwergpinscher-Rüden (kastriert) übernommen. Die Eingewöhnung hat gut geklappt, er ist folgsam und es dürfte sich schon eine gute Bindung aufgebaut haben.
Leider haben wir ihn bis jetzt noch nicht „stubenrein“ bekommen. Wenn er länger als 3 Stunden in der Wohnung ist (wir haben keinen Garten oder Balkon), meldet er sich schon wieder. Dann gehen wir mit ihm raus, das ist auch ok für ihn. Er weiß also grundsätzlich schon worum es geht und dass er draußen sein Geschäft verrichten soll.
Problematisch wird es in der Nacht und Vormittags, wenn ich in der Arbeit bin. Abends kommen wir normalerweise so um 8, halb 9 vom letzten Spaziergang zurück, am Morgen geh ich um 5 mit ihm raus. Doch meistens hat er uns dann schon irgendwo eine Pfütze gesetzt. Er meldet sich in der Nacht auch nicht, obwohl er in’s Schlafzimmer kommen könnte. So ist es sehr schwierig, zu merken wann er muß. Vormittags ist es dasselbe. Er ist 5 Stunden alleine und hält es sehr selten aus bis Mittags. Wenn ich dann nach Hause komme, geh ich sofort mit ihm raus, da macht er dann auch sofort, aber meistens ist trotzdem auch in der Wohnung eine Hinterlassenschaft.
Anfangs dachten wir, es wäre wegen der Umstellung, der neuen Wohnung, usw. zwecks Revierverhalten. Doch da sagt uns die Vorbesitzerin, dass er das bei ihr auch gemacht hatte. Womöglich liegt es daran, dass er bis zu einem Alter von 4 Monaten aus unbekannter Herkunft in Spanien gelebt hat (die Vorbesitzerin hat ihn aus einer Tötungsstation dort). Es wird vermutet, dass er womöglich die ersten Monate seines Lebens als Straßenhund verbracht hat.
Wir haben schon alles Mögliche ausprobiert um ihm das „abzugewöhnen“:
Unfälle in der Wohnung werden ignoriert, der Hund kurz ausgesperrt aus dem jeweiligen Zimmer, damit er mir nicht beim wegmachen zusehen kann. Wenn er sein Geschäft draußen verrichtet, sehr viel Lob und Freude.
An den bevorzugten Stellen in der Wohnung Hindernisse hin gestellt (z.B. einen Stuhl, Karton, o.Ä.) oder einfach die Wasserschüssel von ihm - hat auch immer geklappt - insofern dass er sich eine andere Stelle gesucht hat.
Wir haben schon überlegt, ob er vielleicht eine Blasenschwäche hat (er ist sehr empfindlich, friert schnell und holt sich auch schnell eine Blasenentzündung bei Kälte) und gar nicht anders kann. Doch was dagegen machen? Gibt es homöopathische oder andere pflanzliche Mittel zur Stärkung der Blase?
Wir haben uns sogar schon überlegt, ein Kistchen für ihn aufzustellen (wobei mir das zutiefst widerstrebt) - was aber auch schwierig werden könnte, da er sein Beinchen hebt und er so ohnehin wieder aus dem Kistchen raus pullern würde.
Irgendwelche Ideen, Ratschläge, Anregungen, Erfahrungsberichte??
Bitte, sind am Ende unserer Weisheit!
Danke und liebe Grüße!
Sandra