Hund eingeschläfert, neuer Hund

Meinen Hund habe ich als Welpen im Alter von 8 Wochen bekommen.
Ich war noch ein Kind.
Ich bin mit ihm erwachsen geworden.
Dieser Hund war mein Leben, er war wie mein Kind für mich.
Wenn es ihm gut ging, ging es mir auch gut, wenn es ihm schlecht ging, ging es mir auch schlecht.
Als er 16 Jahre alt war, mußte ich ihn wegen Altersschwäche einschläfern lassen.

Das ist jetzt alles ein Jahr her. Dieses Jahr war für mich ganz schrecklich. Ich war am Ende, für mich ist eine Welt zusammen gebrochen. Bisher war für mich sicher, nie wieder einen Hund, da ich niemals wieder einen Hund einschläfern lassen kann.

Aber inzwischen denke ich immer öfter an einen neuen Hund.
Ich würde so gerne wieder einen Hund haben.
Aber bei diesem Gedanken, daß da plötzlich in meiner Wohnung, wo 16 Jahre lang mein kleiner treuer Hund rumgelaufen ist, ein anderer Hund rumläuft, finde ich ganz schrecklich. Ich kann mir nicht vorstellen, daß irgendein anderer Hund wieder das für mich wird, was mein erster Hund war.

Was meint ihr, wenn ich mir einen neuen Hund kaufe, wird das irgendwann vergehen? Oder werde ich in diesem neuen Hund bei jedem Anblick meinen ersten Hund sehen und den neuen aus diesem Grund nie richtig lieb haben können?

Hallo Meike,
ich kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich habe damals mit 14 einen Golden-Retriever-Mischling bekommen. Sie war der tollste Hund der Welt. Nie ist sie von meiner Seite gewichen. Ich brauchte noch nicht einmal eine Leine, oder ständig sagen: „Bei Fuß“, „Sitz“. Wenn ich ging, ging sie neben mir. Blieb ich stehen, setzte sie sich neben mich.
Mit 9 Jahren bekam sie Krebs. Ich habe irsinnig viel Geld für die OP bezahlt. Zum Glück lief alles gut. Sie wurde älter und älter und ich habe immer gesagt, ich könnte nie die Entscheidung treffen, wann sie eingeschläfert werden soll.
Dann, letztes Jahr im Hochsommer, war sie fast 16 Jahre. Den ganzen Tag war sie mit uns draußen. Natürlich war sie schon etwas langsamer und gemütlicher, und hatte ab und an leichte Kreislaufprobleme.
Am Abend lag sie unter dem Küchentisch und hat plötzlich ganz komisch gehächelt. Ich kniete mich neben sie und sprach ein paar Worte mit ihr. Ich sagte zu meinem Mann: „Laß´uns das mal beobachten. Falls es schlimmer wird müssen wir den Tierarzt rufen!“.
Wir gingen aus der Küche (mein Mann hinter mir), und waren kaum aus der Tür, da hörten wir einen Knall. Mein Mann schaute zurück und sagte: „Zergo ist gerade gestorben!“.
Ich bin völlig zusammen gebrochen. Anscheinend hatte sie einen Herzinfarkt oder so, und ist stumpf umgefallen.
Heute kann ich nur sagen, daß ich überglücklich bin, daß es so schnell ging.
Aber könnte ich einen neuen Hund genauso lieben. Und vor allem: Kann ein anderer Hund so sein wie meine Zergo?
Ich denke, man muß ganz klar unterscheiden: Das war mein alter Hund. Dieses wird ein Neuer! Er wird anders sein und ich werde ihn auf eine andee Art lieben.
Aber lieben kann ich ihn trotzdem!!!
Gruß Caro

Bei mir war`s so ähnlich. Ich bin auch mit einem ganz lieben Hund aufgewachsen. Vor 2 1/2 Jahren ist der dann gestorben. Mein Bruder hat gesagt, er will keinen Hund mehr, aber ich hab das gebraucht. Endlich wieder jemand der einen von Herzen begrüßt wenn man nach Hause kommt usw. Mein Bruder hat den Hund am Anfang nie beachtet und immer nur weggestossen. Aber wer kann schon einem kleinen Berner Sennen-Welpe lange böse sein? Mein Bruder jedenfalls nicht sehr lange! Ich denke zwar noch ziemlich oft an meinen toten Hund, aber ich hab den Neuen trotzdem genauso lieb. Er ist das genaue Gegenteil von dem vorherigen Hund (Charakter). Und nach diesen 2 Jahren mit ihm würde ich wenn er sterben würde genauso sehr um ihn weinen wie um den anderen Hund.
Gib doch so nem süßen Welpen eine Chance. Du wirst sehen, dass es dir nichts ausmacht, wenn er sich dann z.B. die gleichen Schlafplätze sucht wie der verstorbene Hund.
Liebe Grüße, Anna

Was meint ihr, wenn ich mir einen neuen Hund kaufe, wird das
irgendwann vergehen? Oder werde ich in diesem neuen Hund bei
jedem Anblick meinen ersten Hund sehen und den neuen aus
diesem Grund nie richtig lieb haben können?

Nein, zu beidem.

Hallo,

dein alter Hund wird immer in deiner Erinnerung bleiben.
Der neue Hund ist auch Hund, aber ein anderer Hund mit seiner ganz eigenen Persönlichkeit. Und du wirst diesen anderen Hund in seiner anderen Art lieben ohne den alten zu vergessen.
Du liebst doch auch nicht nur einen Menschen auf der Welt!
So kannst du auch mehrere Hunde lieben, jeden nach seiner Art zu seiner Zeit.

Gruß Steffi

Hallo Meike,

ein neuer Hund wird nie das Loch füllen, welches Dein geliebter Hund hinterlassen hat und er wird auch nie seinen Platz in Deinem Herzen einnehmen. Aber jeder Hund ist einmalig und liebenswert, auch ein neuer. Er wird ein neues Plätzchen in Deinem Herz finden und sich dort zu dem anderen dazugesellen. Solange Du nicht von ihm erwartest, der Ersatzstopfen zu sein, sondern ihm die Chance gibst, zu sein, wie er ist, wird er Dir genauso lieb werden. Da setze ich alle Pfoten drauf, die bei mir leben.

Mücke

Huhu,

ich hatte als ich 12-13 war eine Pflegehündin, die ich dann durch Umzug der Besitzer abgeben musste. Für mich ist da auch eine Welt zusammengebrochen. Ich habe sie seit dem nur einmal wieder gesehen und muss immer wieder an sie denken. Ich dachte auch, dass ich keinen anderen Hund haben möchte als sie, dass ich mit keinem so glücklich sein kann wie mit ihr… Aber ich hab dann mit 14 meinen eigenen Hund bekommen, am Anfang hatte ich ein ungutes Gefühl, wollte ihn auhc nicht so recht annehmen. Doch mittlerweile (und das ging sehr schnell, vielleicht 2 Tage) ist er mein ein und alles.

Ich denke das wird auch bei dir so sein. Wenn du einen neuen Hund möchtest, dann erfülle dir diesen Wunsch. Kein Hund ist wie der andere, aber jeder kann dich auf seine Art glücklich machen. Vergleiche ihn nicht mit dem anderen und erkenne an, dass er eben ein neuer ist. Dann sollte das sicher gut klappen.

bye Frieda

Hi!

Mein Nachbar ist schon älter, er hat immer Hunde gehabt, meist große Hunde, die ja ohnehin nicht soooo alt werden.
Bisher habe ich 4 Hunde überlebt. Nach jedem hat er gesagt: Ne, keinen neuen Hund mehr.
Letztes Jahr war es ihm besonders ernst, weil sein Mastiff sehr früh gestorben war (und etwaige Rassebedingte Probleme hatte).

Nach einigen Wochen hatte er jedes Mal wieder einen, auch dieses Mal, und egal wie stressig oder gestört der Hund war (er holt sie aus dem Tierheim) innerhalb kurzer Zeit blühte er wieder auf und den Hunden ging es bisher immer sehr schnell auch wieder gut. Sein mom. Hund wurde heimlich und im Dunkeln gehalten und dann ausgesetzt, weshalb er einige Störungen hatte und u.a. nie rauswollte. Mittlerweile ist er ein sehr lebhafter, verspielter Kerl, ein guter Wachhund und fast nur noch draußen, ein wahrer Sonnenanbeter.

Man merkt dass er sein Leben lang Erfahrung mit Hunden hatte und er ihnen so gut tut, wie sie ihm gut tun.
Der kann nicht ohne Hunde, ich glaub, wenn er sich irgendwann wirklich keinen mehr holt, dann lebt er auch nicht mehr lange, dann ist vorbei.

Trotzdem ist jeder Hund für ihn einzigartig und wenn man ihn auf einen Anspricht wird er auch traurig, wenn er an ihn denkt. Der eine Hund kann den anderen nicht ersetzen, aber man kann seine Liebe durchaus wieder einem anderen Hund schenken.

lg
Kate

Hallo Meike,

natürlich kann man kein Lebewesen auf dieser Welt ersetzen! Aber ich schließe mich an: Der neue Hund wird sich ganz schnell und heimlich in Dein Herz schleichen - und Dein Herz auch etwas trösten, ohne dass Dein verstorbener Hund seinen Platz einbüßt.

Mir fallen spontan zwei Geschichten ein: Eine Frau aus der Nachbarschaft verlor ihren Dackel unter ganz bösen Umständen: Zwei große Hunde des Nachbarn waren ausgebrochen, fielen den Dackel an, die Frau, die ihren Hund noch schützend auf den Arm nahm, musste mit ansehen, wie die beiden den Dackel wortwörtlich halbierten. Die Frau suchte einen Psychologen auf - sie war total fertig. Dieser und alle um sie herum rieten ihr, sich direkt einen neuen Dackel anzuschaffen. Das tat sie auch und ging (um auch ihre eigene Angst zu überwinden) mit ihm zur Welpenschule. Der kleine Dackel ist zwar total verwöhnt - aber beiden geht es hervorragend!!! Zweite Geschichte: Ich kam mal mit einer älteren Dame im Wartezimmer beim Arzt ins Gespräch. Die Dame war gewiss Ende 70. Sie erzählte mir freudestrahlend, dass sie gerade eine alte Hundedame aus dem Tierheim zu sich geholt habe, da ihr Hund vor Kurzem gestorben sei. Jetzt wollten die beiden gemeinsam ihren Lebensabend genießen.
Ach, noch eine dritte Geschichte: Als der Hund meiner Mutter starb, stellte sie sich lange quer. Aber ich wusste, dass ihr ein Hund gut tut. Nach 2,5 Jahren machte ich einfach einen Termin: Sie solle sich doch einfach nur mal die Welpen anschauen. Lach, da war alles klar: Senja ist ihr Ein und Alles!

Ich möchte bloß noch zu denken geben. Ich habe mit 18 Jahren auch meinen „Kinder-Hund“ verloren. Aber sich in diesem jungen Alter einen Hund zuzulegen, ist überdenkenswert. Ich kenne einige Fälle, in denen sich auf einmal die Lebensumstände so geändert haben, dass der Hund weggeben werden musste. Ich habe meinen „Nachfolger“ erst vor einem Jahr zu mir geholt, denn zuvor hätte ich keinem Hund dieser Welt meine Lebensumstände mit ständigen Umzügen, Großstadtleben etc. antun wollen.

Viele Grüße

Kathleen

Hi Meike,

ich habe keine der anderen Antworten gelesen - das hole ich gleich noch nach.

Ich kenne das „Problem“ - ich bin mit Katzen und Hunden aufgewachsen. Irgendwann kommt immer der Zeitpunkt, an dem man sich von einem seiner Haustiere trennen muss - und die Zeit danach habe ich persönlich immer als extrem schwer empfunden. Keiner da der dich begrüßt wenn du nach hause kommst, keiner da der sich freut wenn du mit ihm zum Frustabbau in den Wald laufen gehst und so weiter. Da es nicht nur mir so geht, sondern unserer ganzen Familie ist immer recht schnell wieder tierischer Nachwuchs ins Haus gekommen.

Klar, man erinnert sich an das alte Haustier aber entdeckt an dem neuen so viele neue Sachen und ein ganz anderes Wesen, so daß man ganz schnell aufhört zu vergleichen. Ist bei Menschen doch ganz ähnlich :wink:

Irgendwie jammere ich nach 7 Jahren immer noch meiner Katze Max hinterher, die 14 Jahre lang beim Essen hinter mir saß und die es liebte auf meinem Computermonitor zu schlafen. Gromit, jetzt auch schon 7, habe ich kurz nach Max bekommen als sie 4 Wochen alt war und die Mutter überfahren wurde. Diese Katze ist so anhänglich wie ein Hund, sie wartet bis ich nach hause komme, afft gerne rum und singt bei manchen Liedern mit :smile:

Wenn du dir ganz sicher bist, das dir ein Tier fehlt, und du den Bedürfnissen eines Tieres gerecht werden kannst, schau dich mal in den Tierheimen um.

Gruss,
Julia

Hallo Meike,
ich würde es einfach davon abhängig machen, ob die anderen Lebensumstände zu einem Hund passen.
Ob du genügend Zeit hast, um dich um einen Hund zu kümmern, oder ob du studierst oder in Ausbildung bist und der Hund zu kurz kommen würde. Vielleicht würde ja auch jemand noch helfen, die Eltern vielleicht, dass man sich das teilt und der Hund nich zu viel alleine ist.
Ich find nichts schlimmer, als wenn der Hund, nur weil man einen haben möchte, fast den ganzen Tag alleine verbringen muss.
Falls die Lebensumstände für die nächsten Jahre dies zulassen, würde ich im Tierheim mal mit gassigehen anfangen. So habe ich es gemacht. Und nach einigen Wochen wusste ich, jetzt bin ich soweit. Da hatte sich so ein Hund beim Gassigehen in mein Herz geschlichen. Ich habe ganz bewußt anfangs anderen Hunde ausgesucht, die so gar nicht wie mein alter Hund waren, damit ich nicht in Verlegenheit komme immer zu vergleichen.
Petra

was hällste denn vom minischwein?!

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Hallo!

was hällste denn vom minischwein?!

Du weißt, das mit Minischwein Schweine bis zu einem Gewicht von 100 Kg gemeint sind? Außerdem ist eine reine Wohnungshaltung nicht zu empfehlen, geschweige denn, dass man Schweine niemals alleine halten sollte!

Bye

Tara

Hi!

Ich kann deine Bedenken gut verstehen. Wie wäre es denn, wenn du erst einmal zu deinem örtlichen Tierheim gehst und dort mit den Hunden spazieren gehst? Vielleicht schließt du ja einen Hund von dort in dein Herz und dann fällt das Aufnehmen in die Wohnung gar nicht mehr so schwer :smile:

Bye

Tara

minischweine haben bis zu 50kg,sonst sinds KEINE !!
na und,dann eben 2 oder nen kater dazu!

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Hallo,

wenn Du es räumlich und zeitlich regeln kannst hole dir ruhig einen neuen Wautzi.

Die Zeit heilt alle Wunden, sagen die Leute mit Lebenserfahrung.

Jedes Tier ist anders, aber das ist ja gerade das schöne an Ihnen.

Gruß bernd

Hallo Meike,
mein erster Hund ist schon lange auf der großen Hundewiese im Himmel, und mein neuer Hund ist so ganz anders als der Erste.
Trotzdem haben beide einen ganz eigenen Platz in meinem Leben.
Und ganz, ganz selten träume ich Nachts von beiden gemeinsam!
Ich würde es jederzeit wieder tun, in Deinem Herz ist bestimmt genug Platz für Beide!
Liebe Grüße, Karin

hallo meike,

es scheint wohl so wie bei der ersten liebe zu sein, da denkt man auch, nie wieder wird man einen anderen so lieben können…

eine andere liebe ist doch nicht schlechter nur weil sie anders ist.
man liebt den neuen hund auch. genauso stark - aber anders - weil der hund ja auch ein individuum ist und so ists die phantasie die einem da wohl einen streich spielt. man begeht keinen verrat weil der neue hund so anders ist, man hat genug platz im herzen so viele menschen und tiere zu lieben - ich sehe da keine gefahr und meine erfahrung zeigt mir bei mir und bei anderen menschen - das ich recht habe:wink:

selbst bei menschen bei denen es erst schwierig schien weil sie nicht loslassen wollten - gerade sie trauern so stark - da tut der neue hund, der an das gute des alten erinnert und ihn ja auch nicht aus den erinnerungen verdrängt (alls hier ängste in sachen untreue vortliegen:wink:.

mein vater z.b wurde derart krank nach dem tot des vorletzten hundes, das wir heimlich einen neuen kauften, einen anderen natürlich, nicht die gleiche rasse - damit hier auch kein anschein von „kopie“ entstehen konnte.
meinem vater tat es gut - sein herz ging auf und meine eltern sind glücklich ohne ende - inzwischen schon fast 9 jahre - mit dem neuen hund - vom hund davor wird nach wie vor gesprochen und von anderen - z.b dem mit dem ich selbst aufgewachsen bin - an den erinnere ich mich natürlich am meisten. - und noch andere die mein leben bereichert haben/begleitet haben. - und dennoch - sobald ich ne neue wohnung habe ist das erste was ich mache - rate mal - mir einen hund zuzulegen :smile:

evtl konnte ich ein wenig deine ängste zerstreuen.
wenn nicht, geh doch mal ins tierheim oder ähnliches und fühle…
evtl kommste aber nicht allein da wieder heraus:wink:

LG
nina