Kater schnurrt und beisst

Hallo Experten,

ich werde aus meinem Kater nicht schlau. Der schnurrt, lässt sich kraulen - und packt plötzlich meine Hand, beisst hinein, krallt sich wüst dran fest - und schnurrt munter weiter. Was hält man davon??

Viele Grüße
Anna

Hallo Anna,
der Kater betrachtet dich als Artgenossen. Krallen, so wie er sie unter Lust gebraucht, hinterlassen unter Katzenfell keine Spuren oder Schmerz.
Mit einem ordentlichen Klaps solltest du ihm zeigen, wann dir etwas unangenehm wird. Wie soll er sonst lernen?
Grüße
Ulf

Hallo,

ich werde aus meinem Kater nicht schlau. Der schnurrt, lässt
sich kraulen - und packt plötzlich meine Hand, beisst hinein,
krallt sich wüst dran fest - und schnurrt munter weiter. Was
hält man davon??

da sollte man jetzt mal wissen, wie alt der kater ist, wie lange du ihn hast, ob er Freigänger ist…

Manche Katzen machen das, weil sie ihren Beutetrieb nicht ausleben können; bei manchen ist es nur ein normales Spiel mit vermeintlichen Artgenossen; manche machen das, wenn ihnen eine bestimmte Art zu Streicheln unangenehm ist; junge katzen machen es, weil sie ihre Grenzen noch nicht kennen …

Such dir einfach was aus.

Gruß, Niels

Hallo Niels,

ich hab den Tiger seit letztem November. er ist ca. 2 Jahre alt und Freigänger. Da ich ihn in verwahrlostem Zustand auf der Straße aufgelesen habe, denke ich mal, er hatte nie so innigen Kontakt mit Menschen. Er kuschelt auch selten. Sitzt ganz selten mal auf dem Schoß. Naja, vermutlich bin ich ein „vermeintlicher Artgenosse“ ohne Fell :smile: Was meinst Du, ob der das noch lernt, das Kuscheln?

Viele Grüße
Anna

Miau.

Ich verweise mal auf meinen eigenen Artikel http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…. Sinngemäß gilt hier das Gleiche. Bei Deinem Tiger light ist es so, dass er nicht auf Menschen sozialisiert wurde. Demzufolge kann er auch nicht „wissen“, dass Dein Fell nicht dick genug ist, um Zärtlichkeiten à la Katz schmerzlos zu verkraften.

Im Gegentum zu Ulf halte ich aber Klapse für das falsche Mittel. Diese werden, besonders, wenn es sich wie in diesem Fall um eine nicht menschgeprägte Flohquaste handelt, entweder gar nicht verstanden - dann hast Du einen kopfscheuen Kater. Oder aber er versteht den Klaps als Territorialverhalten Deinerseits und macht sich eines unschönen Tages durch die Äste :frowning:

Konsequent kätzisch verhalten, ist die Methode der Wahl - und funktioniert auch ím Alter von zwei Jahren noch. Wenn er zubeißt, fauchen (ihn ins Gesicht pusten), knurren, „NEIN“ rufen, einen Nasenstüber geben, notfalls vom Schoß werfen. Das entspricht dem Verhalten anderer Katzen und wird ganz gut verstanden … je nach Katze so beim fünften bis achtundsiebzigsten Mal :wink:

Schnurren und gleichzeitig Beißen ist ein Liebesbeweis, eine Aufforderung zum Spielen. Oder aber der Versuch, Dich zwecks anschließender Penetration in Tragstarre zu versetzen *ggg* (wo beißt er denn hin?).

Gruß Eillicht zu Vensre
*rrrrr*

Ich habe eine Katze aufgenommen, eine ehemalige Streunerin. Damals war sie gerade mal ein halbes Jahr alt. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis sie von allein zum Schmusen kam. Sie wollte nie auf den Schoß, ließ sich nicht gern auf den Arm nehmen. Sie ließ sich aber zumindest schnell streicheln, und strich einem von Anfang an um die Beine, um gestreichelt zu werden.

Ich habe sie immer mal sanft hochgenommen, aber immer so gehalten, dass sie sofort runterspringen konnte, habe sie viel gestreichelt und verwöhnt. Mit viel Geduld ist sie inzwischen zu einer echten Schmusekatze geworden, die viel Zeit auf meinem Schoß verbringen könnte, wenn ich sie ließe. Es hat aber bestimmt ein Jahr gedauert, und dabei war sie noch relativ jung.

Wenn ich sie heute auf den Arm nehme, will sie oft gar nicht mehr herunter. Irgendwann hocke ich mich dann hin und lasse die Katze auf meinen Schenkel steigen. Dort tretelt sie noch eine Minute rum und dann geht sie runter und sucht sich ein anderes kuscheliges Plätzchen.

Man kann der Katze jedenfalls nicht das Kuscheln schmackhaft machen, wenn man sie zwingt. Also hochnehmen und dann festhalten und zwangsstreicheln wird das Vertrauen der Katze nicht stärken. Letztendlich entscheidet ihr Vertrauen zu dir, ob sie gern auf dir liegt oder nicht.

Bis denne
Schnoof

Im Gegentum zu Ulf halte ich aber Klapse für das falsche
Mittel.
Konsequent kätzisch verhalten, ist die Methode der Wahl … einen Nasenstüber geben

Hallo Eillicht zu Vensre,
wo ist der Unterschied. Wichtig ist doch, dass junge Katzen von ihrer Mutter lernen, wann sie zu weit gehen. Schlägt diese da nur nach der Nase? Sie schlägt ohne zu verletzen. Sie dosiert ihre Schläge nach Eindringlichkeit in Stärke und Krallenlänge.
Über Erziehungsmethoden bei Katzen kann man sicher streiten. Du wirst mir aber sicher Recht geben, dass die Katze besonders gut lernt, wenn die Reaktion sofort erfolgt.
Ein kleiner Prankenschlag von meiner Seite funktioniert natürlich nur, wenn es ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen Ulf und Katze gibt. Sonst würde ich die Katze nur Verschrecken.
Mein Freigänger knabbert gerne an meinen Fingern, ohne mir weh zu tun. Die Schwelle zum Schlafzimmer wird als Tabu akzeptiert. Wenn ich mal vor der Glotze auf dem Sofa liege, sucht er auch gerne als Liegeplatz meine Schultern. Ein leichter Druck reicht aber auch, dass er zwischen meinen Füßen schnurrt.
Grüße
Ulf

Katzenerziehung
… ich rufe mittlerweile laut „Nein!“ wenn er wieder mit Krallen und Zähnen seine Zuneigung zeigen möchte. Das hilft in der Tat. Ansonsten bin ich ja schon froh, dass er sich auf den Boden wirft, wenn ich nach Hause komme, mir sein Bäuchlein zeigt und sich dort auch kraulen lässt. Der kleine Mäusemörder, der.

Liebe Grüße
Anna