Katze(n) in Einzimmerwohnung

Hallo,

Ich wohne alleine in einer kleinen (35 m²) Wohnung in der Stadt und möchte mir eine Katze zulegen.
Jetzt habe ich zwei verschiedene Standpunkte gehört.

Die einen haben mir geraten wenn, dann zwei Katzen zu nehmen da eine alleine sich zu tode langweilen würde. Und dass die Wohnung so klein sei wäre auch für zwei Katzen kein Problem.

Die anderen haben wieder gemeint die Wohnung wäre zu klein für zwei Katzen und man sollte zumindest ein Zimmer pro Katze haben damit sie sich auch zurückziehen können. Und dass wenn man der Katze was zu spielen gibt sie auch alleine glücklich ist.

Was meint Ihr? Oder ist meine Wohnung gar zu klein für eine Katze?

Liebe Grüße,
Stefan

Hast Du nicht eine einfachere Frage?

Mal im ernst, bisher hatte / habe ich vier Katzen. Jede dieser Katzen hat ein ganz anderes Wesen, ganz andere Bedürfnisse.

Katze 1 braucht Geselligkeit mit den Menschen, viel Platz zum toben. Katze 2 braucht es etwas ruhiger, liebt aber auch die Geselligkeit. Katze 3 liegt hier den ganzen Tag bei mir im Büro auf dem Schreibtisch, kommt nur zum schmusen mal auf den Schoß.

Um es anders auszudrücken, Katze 1 würde sich bei dir nicht wohlfühlen, Katze 2 könnte sich bei dir wohlfühlen, Katze 3 würde sich bei dir wohlfühlen.

Ein oder zwei Katzen, bei meinen zwei Katzenmädchen 1und 3 fliegen öfters mal die Fetzen, die dürften nie nur in einem Raum gehalten werden. Katze 1 und 2 liegen friedlich nebeneinander. Da wäre es kein Problem.

Wie Du siehst, es gibt keine konkrete Aussage, aber vielleicht einen Rat. Wenn Du nicht unbedingt eine bestimmte Katze willst, gehe in das Tierheim oder zur Katzenhilfe, suche nach einer Katze die sich nicht mit anderen Katzen verträgt, Freigang nicht gewohnt ist. Stimmt die Chemie, dann werdet ihr zusammen glücklich.

Gruß

hartmut

Hallo Stefan,

stell dir mal eine Katze in ihrem normalen Leben vor. Wieviel sie läuft, wieviel sie sieht, wieviel Kontakte sie hat, wie sie ihren Tag verbringt. Und dann vergleiche das mit dem Leben das sie bei dir haben könnte. Du kannst jeden Tag stundenlang aus deinem 1-Zimmer Gefängnis raus. Und deine Katze? Du müßtest schon sehr viel für sie und mit ihr tun, damit sie nicht vor Öde leidet.
Und zwei Katzen? Gut dann hat sie Gesellschaft. Aber auch eine Katze möchte nicht mit jedem so eng beieinander leben, sondern Rückzugsraum haben. Gesellschaft ist sehr gut - wenn man sie frei wählen kann und sich gut versteht.
Es ist natürlich auch eine Frage der Wohnungsgröße. Ob riesiges 1-Zimmer Appartment oder 12qm Studentenbude.

Verzichte auf eine Katze - ihr zur Liebe!
Vielleicht sind die Bedingungen später ja mal besser und du kannst einer Katze ein besseres Umfeld bieten.

Gruß Steffi

Danke für die rasche Antwort.

Ich bin jetzt konkret am überlegen mir zwei Katzenbrüder (6 Wochen alt) zuzulegen. Sind beide recht lebendig und verstehen tun sie sich ja.

Kann man es ihnen zumuten zu zweit in meiner kleinen Wohnung zu leben?

Hallo Steffi,

du hast Recht. Ich werd mir das nochmals gründlich überlegen.

Danke jedenfalls für deinen Rat!

Hallo,

ich möchte mich eigentlich den Ausführungen von hartmut anschließen. Katzen sind völlig verschieden – sie haben genauso ihren eigenen Charakter und ihre eigene Persönlichkeit.

Mein Kater z.B., ein Perser, mittlerweile 13 Jahre alt… Das schlimmste für ihn wäre eine 2. Katze (gewesen). Er ist unglaublich egoistisch, sehr auf mich bezogen – wenn er meine Aufmerksamkeit, meine Zuneigung mit einem anderen Tier teilen müsste, da ginge es ihm nicht gut (er eifert oft schon bei Menschen, aber genauso, wenn ich mal zu lange in einem Buch lese – da kann er sich mir dann schon ganz schön „eindringlich“ wieder in Erinnerung rufen).
Im übrigen war das von Anfang an so… (für all jene, die jetzt mit dem Argument kommen mögen, wie ungesund sich dieses Verhalten anhört…).

Spielkamerad fehlt ihm unter Garantie keiner – er ist ein absoluter Einzelgänger. Früher – als ich noch arbeiten ging – hab ich mich abends sehr intensiv um ihn gekümmert, mit ihm gespielt. Seit ich studiere, habe ich ohnehin immens viel Zeit, bin viel daheim, und manchmal hab ich sogar das Gefühl, dass ich ihm schon fast ein bissl zu viel werde. :smile:

Was die Größe der Wohnung anbelangt: früher hatte ich ne 90 m2 Wohnung, heute – wie du – ne 35 m2 Wohnung in der Stadt. Und beides war/ist für ihn o.k. Er hat auch jetzt seine Rückzugspunkte gefunden – normalerweise „begleitet“ er mich auf Schritt und Tritt, ist ständig bei mir. Wenn´s ihm zu viel wird, dann verzieht sich ganz einfach in das andere Eck der Wohnung. Und ich merke, dass es ihm so wirklich gut geht.

Hinsichtlich Freigang: wenn eine Katze es gewöhnt ist, raus zu gehen, und sie darf das dann nicht mehr… das ist grausam. Sie wird sich nämlich auch nicht dran gewöhnen.
Mein Kater „kannte“ die freie Wildbahn bis vor 2 Jahren nicht – ich hab im 3. Stock gewohnt, da war keine Möglichkeit, ihn mal rauszulassen. Jetzt hab ich nen Garten – und er darf raus wenn er will. Und ich merke einfach, wie sehr er das genießt. Auch wenn er oft einfach nur auf der Terrasse sitzt und den Vögeln zusieht.

Schlußendlich möchte ich mich auch dem Rat von hartmut anschließen, dass du einfach mal in einem Tierheim vorbeischaust. Die Mitarbeiter „kennen“ ihre Tiere, du kannst deine Situation erklären – und vielleicht findet sich ein passender WG-Bewohner für dich.

Lieben Gruß
gremlin

Hallo,

also ich würde Dir davon abraten. Die Tiere hätten ja bei Dir kaum Rückzugsmöglichkeiten und ebenso offensichtlich kaum Platz zum toben.
Können sie denn raus? Dann würde ich in der Wohnung kein Problem sehen.
Hast Du daran gedacht für die Tiere auch Plätze für KaKlo, Futter, Wasser und Kratzbaum (o.ä.) zu reservieren? Oder hast Du mal dran gedacht mehrere Ebenen für die Tiere zu schaffen? Geht ziemlich simpel über Regale an den Wänden auf denen die Tiere wandern können.

Man sagt ja immer: Raum ist in der kleinsten Hütte, trotzdem bin ich der Meinung Du solltest warten bis Du den Tieren optimalere Bedingungen schaffen kannst.

Grüße, Cora

außerdem ist 6 Wochen für eine Katze viel zu jung, um von seiner Mutter wegzukommen.

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Sie sind mittlerweile - glaube ich - sieben bis acht Wochen alt.

Wie alt sollten sie sein bevor man sie der Mutter wegnehmen kann?

Hi Lucky

Ich wohne alleine in einer kleinen (35 m²) Wohnung in der
Stadt und möchte mir eine Katze zulegen.

Tut mir leid, aber was Du da vor hast ist meiner Meinung nach purer Egoismus: die Katzen jedenfalls haben so oder so das schlechte Los gezogen. Im Idealfall bist wenigstens Du glücklich mit den Tieren, im schlechtesten Fall hingegen gehen Dir die Miezen bald auf den Keks und sie sich auch, weil weder Du, noch sie irgendwie Rückzugsmöglichkeiten haben. Dafür ist Deine Wohnung viel zu klein.

Eine Katze alleine in Wohnungshaltung zu halten ist m.E. sowieso tierschutzrelevant (es sei denn, die Katze ist von Natur aus völlig apathisch und bewegungsunlustig… sprich: eine Plüschkatze). Stell Dir vor: Dein Raum stellt für so eine Katze schlicht Isolationshaft vor: alles was an Neuem und Fremden zu ihr dringen vermag, haftet an Deinen Kleidern. Evtl. kannst Du mal das Fenster öffnen - aber auch dann hat die Katze nicht wirklich etwas davon. Eine Katze muss laufen, klettern, spielen - und nicht mit irgendwelchen katzenunwürdigen „Katzenspielzeugen“ à la lächerlichen Federbäuschen, Plastikbällen etc. sondern mit Gräsern, Mücken, Fliegen, Mäusen, Vögeln. Sie will mit anderen Katzen Kontakte schliessen, eben selbst die Welt erkunden. Das alles kannst Du einer Katze nicht bieten.

Klar, Du könntest eine zweite Katze holen. Doch dann wird der Raum noch kleiner für Euch drei, vernünftige Rückzugsmöglichkeiten für Euch alle drei wirst Du kaum schaffen können - und an der Isolation der beiden Katzen ändert sich auch nichts.

Vielleicht könntest Du ja mit ihnen spazieren gehen - dann kämen sie wenigstens ein wenig raus. Aber das müsstest Du dann wirklich zuverlässig 2x am Tag…

Ich bin dennoch der Meinung: BITTE kaufe Dir unter diesen Umständen KEINE KATZE(N) - DANN und auch wirklich nur DANN zeichnet Dich das als einen WAHREN TIERFREUND aus.

Natürlich gibt es Katzen, die freiwillig nicht nach draussen wollen - aber wie viele Prozent sind das schon? Gewisse Rassekatzen sind nicht sehr bewegungsfreudig - aber ich bin mir nicht sicher, ob Du, Lucky, auch wirklich das Geld für zwei Rassekatzen aufbringen und dazu noch 2x täglich mit ihnen spazieren gehen kannst… Und selbst in diesem Fall wäre das für mich nur der pure menschliche Egoismus der hier spielt.

Ehrlich, Du hast die Voraussetzungen nicht, eine Katze zu halten - wahrscheinlich ist, dass Du Dich nur unzufrieden machst - und die Katzen auch. Natürlich werden sie sich nicht bei Dir beklagen (können sie ja schlecht) - aber sie werden sich 1000 Dinge ausdenken um Dir zu zeigen, dass sie eigentlich nach draussen gehören…

Was tust Du, wenn die beiden Dir sämtliche Möbel und die Wände zerkratzen? Dir aus lauter Langeweile Dinge zerdeppern, evtl. sogar selbst lernen Schränke und Türen aufzumachen?

Ich kann mich nur nochmal wiederholen: als wahrer Tierfreund erweist Du Dich in diesem Fall nur, wenn Du die Katzenhaltung erst mal aufschiebst und daran arbeitest, Deinen zukünftigen Katzen ein artgerechtes Zuhause bieten zu können.

Gruss,

Semiramis

Hallo,

ich bin im Prinzip schon ein Verfechter der Wohnungshaltung, aber hier würde ich abraten, da die Wohnung zu klein für 2 Katzen ist.

Einzelhaltung ist meiner Ansicht nach nur dann in Ordnung, wenn die Katze unverträglich und/oder schon älter ist, und nicht den ganzen Tag alleine (also höchstens halbtags berufstätiges Herrchen/Frauchen und nicht jeden abend bis ultimo in die Disco). Wenn Du also viel zuhause bist, würde ich nach einer älteren Katze suchen, die allein leben will/muss. Ein Besuch im Tierheim bietet sich dann an. Dort kann es Dir aber auch passieren, dass Du keine Katze bekommst, weil Wohnung zu klein.

Solltest Du Dich trotzdem für die 2 Katzenwelpen entscheiden, freue Dich auf eine umgestaltete Wohnung … gerade Jungtiere brauchen viel Raum um sich auszutoben. Abgabe übrigens idealerweise ab 12 Wochen, nur weil Du weiter unten gefragt hast, ich rate massiv davon ab.

Gruß,

Myriam

mindestens 10 besser 12. Sie werden zwar ab der 5. Woche stetig entwöhnt, aber zum Zwecke der Sozialisierung und „kätzischen“ Erziehung sollten sie vorerst noch bei der Mutter und den Geschwistern bleiben.

Hallo,
man sollte Kitten wirklich 12 Wochen bei der Mama lassen, weil sie dort so lange geprägt werden.
Im übrigen gibt es Rassekatzen, die sehr ruhig sind und sehr gut in Wohnungen gehalten werden können. Aber zu zweit würde ich auch immer vorziehen. Hast DU nicht die Möglichkeit einen gesicherten Auslauf zu bieten ?
Grüße
Margit

Solltest Du Dich entgegen der allgemeinen Meinung für 1 oder 2 Katzen entscheiden, wäre ich auch für gesichterten Freigang und versuche doch auch ihnen mehr Grundfläche zu beiten, indem Du ihnen viele Klettermöglicheuten bietest. Kratzbäume, Regale, Höhlen. Mit ein bisschen handwerklichem Geschick kannst Du damit ja die Wände bis zur Decke dekorieren und Deine Wohnung hätte für die Katzen mehr qm als nur 35. Hast Du vielleicht einen Balkon?

Nein, meine Wohnung ist im 4ten Stock eines Neubaus und hat weder Balkon noch sonst eine Möglichkeit eines gesicherten Freiganges für die Katzen.

Insofern werde ich die Katzen wahrscheinlich nicht nehmen und noch etwas abwarten bis ich mehr Platz zur Verfügung habe.

Danke jedenfalls für euren Rat!

LG Stefan

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Gute Entscheidung!!!
Lieber Stefan,

Du wirst sicherlich mehr Freude an den Katzen haben, wenn Du Ihnen auch etwas bieten kannst - denn unausgeglichene Katzen können ziemlich anstrengend werden und ihren Unmut recht deutlich zeigen!!! :smile:

Natürlich läuft man immer Gefahr, so einen wilden Charakter als Mitbewohner zu bekommen, der sich mit ganztägiger Anwesenheit des Menschens, zwei weiteren Katzen, einer großen Wohnung (125 qm), einer großen (25 qm), katzensicheren Terrasse nicht zufrieden geben: Meine „Jägerin“ ist erst richtig glücklich und entspannt geworden, als ich aufs Land gezogen bin. Solche Typen gibt es eben! :smile:

Viele Grüße

Kathleen

Hallo, auch ich finde die Entscheidung gut keine Katzen zu nehmen. Für mich ist es Tierquälerei eine Katze nur in der Wohnung zu halten. Ich habe den Kater meines Sohnes genommen ( 8 Jahre reine Wohnungskatze). Er ist inzwischen so was von freiheitsliebend und will nur noch raus, er fängt inzwischen sogar Mäuse und Vögel (was ich nicht so gut finde). Ich will damit sagen, dass es in der Natur der Katze liegt, dass sie einfach räubert.
Viel Freude auch ohne Katzen wünscht
Gartenfee