Hund verweigert plötzlich sein Futter!

Hallo!

Wieder einmal eine gesundheitliche Frage:
Mein fast 2-jähriger Zwergpinscher verweigert seit Sonntag das Futter. Er ist normalerweise seeeeehr verfressen, kaum zu zügeln, was das anbelangt.

Angefangen hat es eigentlich harmlos, am Sonntag. Morgens hat er noch normal gefressen, Mittags mussten wir ihn für ca. 2 Stunden alleine lassen. Zum „Abschied“ wenn ich aus dem Haus geh und er nicht mit darf, gibt’s ihm ein paar Brocken von seinem Trockenfutter. Auch diesmal wollt ich sie ihm geben, doch er hat nur dran geschnuppert und mich ganz hilflos angesehen. Hab mir in dem Moment auch nichts weiter dabei gedacht und hab sie ihm halt hingelegt. Als wir wieder nach Hause kamen hatte er sie auch schon gefressen.
Nachmittags waren wir dann unterwegs, da war er völlig normal, frisch und munter und hat auch seine Leckerlies (ebenfalls sein Trofu) ganz normal gefressen.
Auch Abends hat er seine Mahlzeit aufgefressen ohne Anstand.

Montags morgen auch alles normal, er hat sein Futter gefressen, ließ aber die paar Brocken die ich ihm geben wollte, als ich zur Arbeit musste, wieder liegen. Dasselbe Prozedere, er roch kurz dran und sah mich nur komisch an. Als ich Abends dann zu Hause war, sagte mir mein Mann, dass er schon den ganzen Tag sehr schlapp war und auch nichts fressen wollte. Er hatte nur geschlafen und war auch beim Spaziergang sehr müde - was ebenfalls sehr untypisch ist, da er normalerweise eher zu den Temperamentvolleren zählt.
Bei meinem abendlichen Spaziergang mit ihm war er dann zwar frischer, jedoch verweigerte er sein Futter wieder. Man hörte es dann auch plötzlich richtig rumoren in seinem Magen und Bauchraum und er hatte ganz schlimme Blähungen.
Es musste wohl auch weh getan haben, denn er wusste gar nicht so recht, wie er sich hinlegen sollte. Ich gab ihm nichts zu fressen, er verlangte aber auch gar nicht danach.
Heute morgen wieder dasselbe, sein Bauch grumelte noch ein wenig, er hat sein Frühstück einfach stehengelassen.
Heute Mittag hab ich probiert und gab ihm erst ein Stückchen Toast, das er gleich gefressen hat und dann hab ichs probiert mit Chips (ja ja, ich weiß… sind aber eh fettreduziert) und auf die war er total gierig!!

Also am fehlenden Hunger liegt’s wohl nicht. Ich muß dazu sagen, dass ich letzte Woche das Futter umgestellt hab. Deshalb hab ich erst gedacht, dass es ihm vielleicht einfach nicht schmeckt (obwohl er es letzte Woche noch gefressen hat).
Habt ihr vielleicht eine Idee, was das sein könnte?
Ich will erstmal noch abwarten, bevor ich zum TA gehe, da ich vermeiden möchte, dass er schon wieder (vielleicht unnötigerweise) Medis bekommt…

Sandra

Hallo,

etwas weiter unten beschreibe ich bei meinem eigenen Hund eine ähnliche Symptomatik. Auch hier dieselbe Sache: morgens verweigern, abends fressen. Ich war mittlerweile beim Tierarzt, und die von mir schon vermutete Diagnose „Gastritis“ wurde bestätigt. Der Hund bekam MCP gegen die Übelkeit und noch eine Spritze, um den Verdauungstrakt zu beruhigen. Bei Bedarf soll ich noch Buscopan-Zäpfchen gegen Krämpfe geben (das wird lustig, habe meinen Hund gestern beim TA erstmals herzhaft zubeißen sehen, als Fieber gemessen werden sollte).

Selbstmedikation finde ich nicht ohne Risiko. Du solltest dem Hund Schonkost geben (gekochter Reis + Huhn, z.B.) und lieber keine Chips & Co. Laut meiner TA haben derzeit viele Hunde ähnliche Probleme, da aufgrund der feuchtwarmen Witterung in allen Pfützen die Bakterien fröhlich gedeihen. Bei Deinem Hund könnte natürlich auch eine Unverträglichkeit des neuen Futters vorliegen. Wenn es trotz Schonkost innerhalb der nächsten 1-2 Tage nicht deutlich besser wird, würde ich auf jeden Fall zum TA gehen. Ebenfalls wenn Fieber, Durchfall oder stark verschlechtertes Allgemeinbefinden dazukommen.

Gruß,

Myriam

Hallo,

Laut meiner TA haben derzeit viele Hunde
ähnliche Probleme, da aufgrund der feuchtwarmen Witterung in
allen Pfützen die Bakterien fröhlich gedeihen.

Deshalb sollte man seinem Hund ja auch verbieten aus Pfützen zu trinken, oder aus Wasseransammlungen in Baumstämmen.
Hier im Park haben sich letztes Jahr die Hunde aller der Reihe nach angesteckt, weil sie aus den selben stehenden Wasserständen in Baumwurzeln tranken …

Ok ich weiß, das ist schwer … der Hund ist oft schneller als das Kommado wenn er Durst hat … Aber ich habe eines gelernt: niemals den Hund aus stehendem Wasser trinken lassen …

Liebe Grüße
Sabine

Hallo Sandra!

Ich will erstmal noch abwarten, bevor ich zum TA gehe, da ich
vermeiden möchte, dass er schon wieder (vielleicht
unnötigerweise) Medis bekommt…

Das ist, als ob Du sagen würdest: ok, ich habe zwar dolle Zahnschmerzen und kann nicht mehr essen - aber bevor ich Medikamente esse, riskiere ich es, dass meine Krankheit (was auch immer es ist, aber es tut schweinemässig weh…) noch schlimmer wird, es u.U. zu Entzündungen und vielleicht sogar zu irreversiblen Schäden kommt.

Ich hätte überhaupt kein Problem mit dieser Einstellung, wenn diese Krankheit DICH betreffen würde. Hier geht es aber um Deinen HUND der nicht entscheiden kann „jetzt geh ich mal zum Tierarzt“. Er kann es Dir nur zeigen - und ER TUT ES SEIT TAGEN!

GEH BITTE SOFORT ZUM TIERARZT! Medikamente sind nicht primär dazu da, Deinem Hund noch mehr zu schaden, sondern sie helfen ihm gesund zu werden. Nebenwirkungen gibt es bei praktisch ALLEN Medikamenten und seien sie noch so naturnah. Aber darüber können wir diskutieren WENN DU BEREITS BEIM TIERARZT WARST - jetzt geht es darum, Deinen Hund erst mal dahin zu bringen!

Fressen ist lebenswichtig und wenn ein Hund erst mal sein Fressen verweigert, kommen sehr viele Möglichkeiten in Frage - sicher ist aber, dass gerade bei einem offensichtlich so verfressenen Hund ETWAS SCHLIMMES vorliegen muss, dass er nicht mehr frisst.

Möglicherweise hat er Zahnprobleme oder aber auch etwas ganz anderes - GEH ZUM TIERARZT! Das kannst Du beim besten Willen nicht selbst diagnostizieren noch therapieren!

Es ist mir ein Rätsel wie jemand seinen Hund offensichtlich leiden lassen kann und nicht zum Tierarzt bringt mit der Begründung, die Medikation könnte dem Hund schaden… Wieso sollte der Hund „unnötigerweise“ Medikamente bekommen?

Auch wenn die Ursache möglicherweise eine andere sein sollte - um einen Tierarztbesuch wirst Du nicht herumkommen…

Gruss,

Semiramis

GEH BITTE SOFORT ZUM TIERARZT! Medikamente sind nicht primär
dazu da, Deinem Hund noch mehr zu schaden, sondern sie helfen
ihm gesund zu werden. Nebenwirkungen gibt es bei praktisch
ALLEN Medikamenten und seien sie noch so naturnah. Aber
darüber können wir diskutieren WENN DU BEREITS BEIM TIERARZT
WARST - jetzt geht es darum, Deinen Hund erst mal dahin zu
bringen!

Ich finde es mehr als unangemessen, wie du hier reagierst.
Tatsache ist, dass es für kein Lebewesen gesund ist, permanent mit Antibiotika vollgestopft zu werden und ich halte mir auch keine Hunde, damit ich dem Tierarzt jede Woche die Tasche fülle.
Ich bin keine Hysterikerin, die sofort bei jedem kleinen Wehwehchen mit ihrem Tier zum Arzt rennt, sondern probiere immer erst andere, gesündere und vor Allem STRESSFREIERE Methoden aus!
Mein Hund ist sehr menschenscheu, er hat Angst vor fremden Menschen und ein Tierarztbesuch bedeutet für ihn immer 200%-igen Streß, den ich ihm nicht vorschnell zumuten will.

Es kommt natürlich immer auf die jeweilige Situation an, doch wenn sich mein Hund den Magen verdorben hat, das wie man gemerkt hat, nach 2 Tagen fasten, Magen-Darm-Tee und anschließender Schonkost überwunden ist, dann bin ich im Nachhinein froh, dass ich NICHT beim Tierarzt war.

Fressen ist lebenswichtig und wenn ein Hund erst mal sein
Fressen verweigert, kommen sehr viele Möglichkeiten in Frage -
sicher ist aber, dass gerade bei einem offensichtlich so
verfressenen Hund ETWAS SCHLIMMES vorliegen muss, dass er
nicht mehr frisst.

Hier gebe ich dir vollkommen recht, doch auch hier würde ich zumindest 1 - 2 Tage warten, bevor ich zu TA gehe. Außer ich habe einen Verdacht auf eine Vergiftung oder Ähnliches, doch wenn ich selbst Bauchkrämpfe hab und mir übel ist, sodass ich nichts mehr essen mag (und ich bin auch von der verfressenen Sorte!), renne ich auch nicht gleich zum Arzt!!

Es ist mir ein Rätsel wie jemand seinen Hund offensichtlich
leiden lassen kann und nicht zum Tierarzt bringt mit der
Begründung, die Medikation könnte dem Hund schaden… Wieso
sollte der Hund „unnötigerweise“ Medikamente bekommen?

Ich lasse mich von dir sicher nicht als Tierquäler bezeichnen!
Einen gesunden Menschenverstand zu haben, ist keine Tierquälerei und wenn es meinem Hund schlecht geht, habe ich bisher noch niemals Kosten oder Mühen gespart um das wieder hinzukriegen!!
Doch ist es für mich mehr Quälerei, wenn ich jede Woche beim TA stehe und mein Hund Dauerstreß hat, was auch nicht gesund ist! Ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf seine Psyche!
Dieses übermoralische, selbstgefällige, gluckenhafte Verhalten seinen Tieren gegenüber ist mir noch nie gelegen und ich werd auch jetzt nicht damit anfangen.
Eine gesunde Mischung aus Hausmitteln und medizinischer Hilfe hat meiner Erfahrung nach bisher immer die besten Erfolge gebracht.

Auch wenn die Ursache möglicherweise eine andere sein sollte -
um einen Tierarztbesuch wirst Du nicht herumkommen…

Wie du siehst, ein Irrtum.

Wieder alles ok! :smile:
Danke für die Antworte, der kleine Racker ist wieder wohlauf!

Hab ihn gestern noch fasten lassen und hab ihm einen Magen-Darm-Tee mit Yakult zu Trinken gegeben. Abends hat sich alles wieder gelegt, das Grumeln im Bauch ist weg, er ist wieder fit, tobt und läuft wie immer, wollte dann auch gleich spielen und kam am Abend dann schon zum Betteln an. Hab ihm heut morgen erstmal nur Hüttenkäse mit Yakult gegeben, gegen den Hunger und werd ihm auch heute Abend noch Schonkost verabreichen. Außerdem habe ich mir nun Heilerde besorgt, die er unter’s Futter bekommt, denn die soll auch vorbeugend gegen solche Beschwerden helfen und auch in einem akuten Fall bewirkt sie Wunder!

Das Gröbste hat er also überstanden!

LG
Sandra

Hallo Sandra (-> das ist eine Begrüssung)

und ich halte mir auch
keine Hunde, damit ich dem Tierarzt jede Woche die Tasche
fülle

Du sagst weiter unten, dass gesunder Menschenverstand noch nie jemandem geschadet hat - da sind wir uns einig. Dieser obige Satz jedoch zeigt für mich gerade das Gegenteil - wieso sollten alle Tierärtzte so geil darauf sein, sich ihre Kassen zu füllen? Irgendwie scheint eine furchtbare Mär über Tierärzte im Umlauf zu sein im Moment, es ist innerhalb von kürzester Zeit jetzt das zweite Mal in diesem Forum, dass ich Tierärzte in den Schutz nehme - obwohl ich keinesfalls mit jedem Wehwechen weder selbst noch mit meinen Tieren in die Praxis renne. An Deiner Stelle würde ich jedoch die Haltung gegenüber Tierärzten überdenken. Das kann (muss aber nicht) echt gefährlich werden.

Ich bin keine Hysterikerin, die sofort bei jedem kleinen
Wehwehchen mit ihrem Tier zum Arzt rennt, sondern probiere
immer erst andere, gesündere und vor Allem STRESSFREIERE
Methoden aus!

Das halte ich für keine sehr gute Idee - wieso traust Du Dir zu, besser über die biologischen Funktionen Deines Tieres Bescheid zu wissen als ein Tierarzt, der doch immerhin mind. 5 Jahre Chemie, Physik und Biologie studiert hat? Das kann gewaltig nach hinten losgehen. Natürlich muss es das nicht direkt, aber für gefährlich halte ich das allemal und v. a. liegt es nicht im Interesse des Tieres, dass laienhaft an ihm herumgedoktert wird.

Mein Hund ist sehr menschenscheu, er hat Angst vor fremden
Menschen und ein Tierarztbesuch bedeutet für ihn immer
200%-igen Streß, den ich ihm nicht vorschnell zumuten will.

Da ist Training angesagt.

Hier gebe ich dir vollkommen recht, doch auch hier würde ich
zumindest 1 - 2 Tage warten, bevor ich zu TA gehe.

Richtig - das ist theoretisch eine sehr gute Einstellung, doch praktisch hast Du nicht 1-2 Tage gewartet, sondern mind. 3 bzw. noch länger, da Du ja gar nicht beim TA warst. Und offensichtlich warst Du immerhin ja doch so besorgt, dass Du hier ein Posting veröffentlicht hast. Versteh mich nicht falsch, daran ist nun wirklich nichts Schlechtes, doch wir können Dir nicht helfen - das kann nur ein Tierarzt der eindeutig feststellen kann, was mit Deinem Hund los ist.

Ich lasse mich von dir sicher nicht als Tierquäler bezeichnen!

Das habe ich mit keinem Wort getan. Ich habe Dir nur gesagt, dass ich mich mit Deiner Einstellung nicht so recht anfreunden kann. Wie gesagt, wenn es nur um Dich ginge wäre mir das komplett egal. Hier geht es aber um Deinen Hund, der sich nicht wehren kann.

Einen gesunden Menschenverstand zu haben, ist keine
Tierquälerei und wenn es meinem Hund schlecht geht, habe ich
bisher noch niemals Kosten oder Mühen gespart um das wieder
hinzukriegen!!

Umso besser. Ich habe ja auch überhaupt nichts gegen einen gesunden Menschenverstand. Das heisst aber nicht, dass man abwartet und v.a. anderwertig Rat sucht, wo im besten Falle Glückstreffer gelandet werden in der Interpretation des Krankheitsbildes Deines Hundes.

Dieses übermoralische, selbstgefällige, gluckenhafte Verhalten
seinen Tieren gegenüber ist mir noch nie gelegen und ich werd
auch jetzt nicht damit anfangen.

Sollst Du um Himmels Willen ja gar nicht. Es liegt mir fern so etwas zu behaupten. Selbst wenn Du mir nicht Glauben schenken solltest: ich renne auch nicht immer gleich zum TA.

Auch wenn die Ursache möglicherweise eine andere sein sollte -
um einen Tierarztbesuch wirst Du nicht herumkommen…

Wie du siehst, ein Irrtum.

Wir werden sehen… wenn das öfters auftritt eher nicht. Ich habe ja auch darauf hingewiesen, dass die Ursache u.U. eine andere sein könnte.

Gruss, (-> das ist eine Verabschiedung)

Semiramis

2 „Gefällt mir“

Hallo Sandra (-> das ist eine Begrüssung)

Gut, ich erkenne deinen Sarkasmus an. Ich war wohl bei meinem Posting etwas zu emotional, ich suchte hier Hilfe und sollte nicht gleich in Angriff übergehen. Es mag wohl der Umstand mitgespielt haben, dass mein zweiter Rüde am Dienstag kastriert worden war und ich mir aufgrund seiner 12 Jahre schon sehr große Sorgen gemacht hatte, wie er alles übersteht. Ich hoffe, du siehst es mir nach, dass ich auf deine Antwort etwas explosiv reagiert habe.

Du sagst weiter unten, dass gesunder Menschenverstand noch nie
jemandem geschadet hat - da sind wir uns einig. Dieser obige
Satz jedoch zeigt für mich gerade das Gegenteil - wieso
sollten alle Tierärtzte so geil darauf sein, sich ihre Kassen
zu füllen? Irgendwie scheint eine furchtbare Mär über
Tierärzte im Umlauf zu sein im Moment, es ist innerhalb von
kürzester Zeit jetzt das zweite Mal in diesem Forum, dass ich
Tierärzte in den Schutz nehme - obwohl ich keinesfalls mit
jedem Wehwechen weder selbst noch mit meinen Tieren in die
Praxis renne. An Deiner Stelle würde ich jedoch die Haltung
gegenüber Tierärzten überdenken. Das kann (muss aber nicht)
echt gefährlich werden.

Natürlich war es eine kleine Kritik an Tierärzten im Allgemeinen, was einfach daran liegt, dass es in meinem Umfeld nun des öfteren schon Vorkommnisse gegeben hat, bei denen Tierärzte unnötige Behandlungen durchgeführt haben, nur um ganz offensichtlich den Besitzer des Patienten nicht nur mit einer reinen Beratung und somit ohne Gewinn wieder nach Hause zu schicken. Ich war hier mit meiner Aussage sicher nicht objektiv, doch sobald Tiere im Spiel sind kann ich auch meine Emotionen nicht raushalten.

Ich bin keine Hysterikerin, die sofort bei jedem kleinen
Wehwehchen mit ihrem Tier zum Arzt rennt, sondern probiere
immer erst andere, gesündere und vor Allem STRESSFREIERE
Methoden aus!

Das halte ich für keine sehr gute Idee - wieso traust Du Dir
zu, besser über die biologischen Funktionen Deines Tieres
Bescheid zu wissen als ein Tierarzt, der doch immerhin mind. 5
Jahre Chemie, Physik und Biologie studiert hat? Das kann
gewaltig nach hinten losgehen. Natürlich muss es das nicht
direkt, aber für gefährlich halte ich das allemal und v. a.
liegt es nicht im Interesse des Tieres, dass laienhaft an ihm
herumgedoktert wird.

Natürlich kann das nach hinten los gehen. Doch wie ich bereits angedeutet habe, habe ich es noch nie gescheut, den TA aufzusuchen, wenn ich wirklich unsicher bin oder eben ein schwerwiegendes Problem vorliegt.
„Laienhaft herumdoktern“ würde ich es auch nicht nennen. Hausmittel wäre der passendere Ausdruck. Dass diese nur einen eingeschränkten Wirkunskreis haben, ist mir klar, trotzdem kann man vieles damit wieder in den Griff kriegen.

Mein Hund ist sehr menschenscheu, er hat Angst vor fremden
Menschen und ein Tierarztbesuch bedeutet für ihn immer
200%-igen Streß, den ich ihm nicht vorschnell zumuten will.

Da ist Training angesagt.

Was du nicht sagst.
Ich habe ihn vor 4 Monaten von einer Familie in Spanien übernommen, die ihn als nicht ganz Halbjährigen aus einer spanischen Tötungsstation geholt haben. Kein Mensch weiß, was in seinen ersten Lebensmonaten mit ihm passiert ist und was er erlebt hat. Er hatte von Anfang an jede Menge Phobien und da diese Familie leider nicht ganz so hundekundig war, haben sie viele seiner Ängste wohl noch verstärkt.
Deshalb glaube mir, wir trainieren - doch alles braucht seine Zeit.

Hier gebe ich dir vollkommen recht, doch auch hier würde ich
zumindest 1 - 2 Tage warten, bevor ich zu TA gehe.

Richtig - das ist theoretisch eine sehr gute Einstellung, doch
praktisch hast Du nicht 1-2 Tage gewartet, sondern mind. 3
bzw. noch länger, da Du ja gar nicht beim TA warst.:

Seit Dienstag Abend ist sein Appetit wieder da (trotzdem gab’s nur Schonkost), die Schlappheit hatte sich bereits Montag Abend gelegt. Begonnen hat die ganze Misere Sonntag-Mittag (erste Anzeichen, gefressen hat er da aber noch). Sind laut meiner Zählung 2 Tage.

Und offensichtlich warst Du immerhin ja doch so besorgt, dass Du
hier ein Posting veröffentlicht hast. Versteh mich nicht
falsch, daran ist nun wirklich nichts Schlechtes, doch wir
können Dir nicht helfen - das kann nur ein Tierarzt der
eindeutig feststellen kann, was mit Deinem Hund los ist.

Was soll ich dazu sagen? Es liegt in der Natur des Menschen (der Frauen?) über Probleme reden zu wollen und sich mit anderen auszutauschen. Dass dies keinen TA-Besuch ersetzt, sollte wohl jedem klar sein.

Ich lasse mich von dir sicher nicht als Tierquäler bezeichnen!

Das habe ich mit keinem Wort getan. Ich habe Dir nur gesagt,
dass ich mich mit Deiner Einstellung nicht so recht anfreunden
kann. Wie gesagt, wenn es nur um Dich ginge wäre mir das
komplett egal. Hier geht es aber um Deinen Hund, der sich
nicht wehren kann.

Der sich nicht wehren kann… was denkst du, tu ich meinem Hund an?
Glaub mir, die Gesundheit meines Hundes hat bei mir sicher einen höheren Stellenwert als meine eigene. Als lasse ich meinen Hund sicher nicht „unnötig leiden“ - wie du in deinem ersten Posting so schön gesagt hast. Soviel dazu.
Und nochmal: ich selbst habe die Situation noch nicht als akut angesehen, weil er nach wie vor jeden Tag etwas zu sich genommen hat. Nur halt nicht sein Trofu. Hätte sich sein Zustand verschlechtert statt verbessert (wie es ja der Fall war), wäre ich natürlich zum TA gefahren. Und ich rede hier von einem Zeitraum von 3 Tagen, in denen er wieder vollkommen fit geworden ist und auch wieder normal gefressen hat.

Einen gesunden Menschenverstand zu haben, ist keine
Tierquälerei und wenn es meinem Hund schlecht geht, habe ich
bisher noch niemals Kosten oder Mühen gespart um das wieder
hinzukriegen!!

Umso besser. Ich habe ja auch überhaupt nichts gegen einen
gesunden Menschenverstand. Das heisst aber nicht, dass man
abwartet und v.a. anderwertig Rat sucht, wo im besten Falle
Glückstreffer gelandet werden in der Interpretation des
Krankheitsbildes Deines Hundes.

Wie bereits erwähnt, ich wollte mich austauschen, Erfahrung hören, Tipps kriegen. Keine medizinisch einwandfreie Diagnose plus Behandlungsmöglichkeiten.

Dieses übermoralische, selbstgefällige, gluckenhafte Verhalten
seinen Tieren gegenüber ist mir noch nie gelegen und ich werd
auch jetzt nicht damit anfangen.

Sollst Du um Himmels Willen ja gar nicht. Es liegt mir fern so
etwas zu behaupten. Selbst wenn Du mir nicht Glauben schenken
solltest: ich renne auch nicht immer gleich zum TA.

Na, wenigstens etwas, wo wir uns einig sind.

Auch wenn die Ursache möglicherweise eine andere sein sollte -
um einen Tierarztbesuch wirst Du nicht herumkommen…

Wie du siehst, ein Irrtum.

Wir werden sehen… wenn das öfters auftritt eher nicht. Ich
habe ja auch darauf hingewiesen, dass die Ursache u.U. eine
andere sein könnte.

Ich hoffe natürlich, dass es nicht öfter auftritt. Sollte es aber so sein, dann glaube mir, werde ich nicht davor zurückschrecken, den TA aufzusuchen.

Gruss, (-> das ist eine Verabschiedung)

dito