Hallo Sandra (-> das ist eine Begrüssung)
Gut, ich erkenne deinen Sarkasmus an. Ich war wohl bei meinem Posting etwas zu emotional, ich suchte hier Hilfe und sollte nicht gleich in Angriff übergehen. Es mag wohl der Umstand mitgespielt haben, dass mein zweiter Rüde am Dienstag kastriert worden war und ich mir aufgrund seiner 12 Jahre schon sehr große Sorgen gemacht hatte, wie er alles übersteht. Ich hoffe, du siehst es mir nach, dass ich auf deine Antwort etwas explosiv reagiert habe.
Du sagst weiter unten, dass gesunder Menschenverstand noch nie
jemandem geschadet hat - da sind wir uns einig. Dieser obige
Satz jedoch zeigt für mich gerade das Gegenteil - wieso
sollten alle Tierärtzte so geil darauf sein, sich ihre Kassen
zu füllen? Irgendwie scheint eine furchtbare Mär über
Tierärzte im Umlauf zu sein im Moment, es ist innerhalb von
kürzester Zeit jetzt das zweite Mal in diesem Forum, dass ich
Tierärzte in den Schutz nehme - obwohl ich keinesfalls mit
jedem Wehwechen weder selbst noch mit meinen Tieren in die
Praxis renne. An Deiner Stelle würde ich jedoch die Haltung
gegenüber Tierärzten überdenken. Das kann (muss aber nicht)
echt gefährlich werden.
Natürlich war es eine kleine Kritik an Tierärzten im Allgemeinen, was einfach daran liegt, dass es in meinem Umfeld nun des öfteren schon Vorkommnisse gegeben hat, bei denen Tierärzte unnötige Behandlungen durchgeführt haben, nur um ganz offensichtlich den Besitzer des Patienten nicht nur mit einer reinen Beratung und somit ohne Gewinn wieder nach Hause zu schicken. Ich war hier mit meiner Aussage sicher nicht objektiv, doch sobald Tiere im Spiel sind kann ich auch meine Emotionen nicht raushalten.
Ich bin keine Hysterikerin, die sofort bei jedem kleinen
Wehwehchen mit ihrem Tier zum Arzt rennt, sondern probiere
immer erst andere, gesündere und vor Allem STRESSFREIERE
Methoden aus!
Das halte ich für keine sehr gute Idee - wieso traust Du Dir
zu, besser über die biologischen Funktionen Deines Tieres
Bescheid zu wissen als ein Tierarzt, der doch immerhin mind. 5
Jahre Chemie, Physik und Biologie studiert hat? Das kann
gewaltig nach hinten losgehen. Natürlich muss es das nicht
direkt, aber für gefährlich halte ich das allemal und v. a.
liegt es nicht im Interesse des Tieres, dass laienhaft an ihm
herumgedoktert wird.
Natürlich kann das nach hinten los gehen. Doch wie ich bereits angedeutet habe, habe ich es noch nie gescheut, den TA aufzusuchen, wenn ich wirklich unsicher bin oder eben ein schwerwiegendes Problem vorliegt.
„Laienhaft herumdoktern“ würde ich es auch nicht nennen. Hausmittel wäre der passendere Ausdruck. Dass diese nur einen eingeschränkten Wirkunskreis haben, ist mir klar, trotzdem kann man vieles damit wieder in den Griff kriegen.
Mein Hund ist sehr menschenscheu, er hat Angst vor fremden
Menschen und ein Tierarztbesuch bedeutet für ihn immer
200%-igen Streß, den ich ihm nicht vorschnell zumuten will.
Da ist Training angesagt.
Was du nicht sagst.
Ich habe ihn vor 4 Monaten von einer Familie in Spanien übernommen, die ihn als nicht ganz Halbjährigen aus einer spanischen Tötungsstation geholt haben. Kein Mensch weiß, was in seinen ersten Lebensmonaten mit ihm passiert ist und was er erlebt hat. Er hatte von Anfang an jede Menge Phobien und da diese Familie leider nicht ganz so hundekundig war, haben sie viele seiner Ängste wohl noch verstärkt.
Deshalb glaube mir, wir trainieren - doch alles braucht seine Zeit.
Hier gebe ich dir vollkommen recht, doch auch hier würde ich
zumindest 1 - 2 Tage warten, bevor ich zu TA gehe.
Richtig - das ist theoretisch eine sehr gute Einstellung, doch
praktisch hast Du nicht 1-2 Tage gewartet, sondern mind. 3
bzw. noch länger, da Du ja gar nicht beim TA warst.:
Seit Dienstag Abend ist sein Appetit wieder da (trotzdem gab’s nur Schonkost), die Schlappheit hatte sich bereits Montag Abend gelegt. Begonnen hat die ganze Misere Sonntag-Mittag (erste Anzeichen, gefressen hat er da aber noch). Sind laut meiner Zählung 2 Tage.
Und offensichtlich warst Du immerhin ja doch so besorgt, dass Du
hier ein Posting veröffentlicht hast. Versteh mich nicht
falsch, daran ist nun wirklich nichts Schlechtes, doch wir
können Dir nicht helfen - das kann nur ein Tierarzt der
eindeutig feststellen kann, was mit Deinem Hund los ist.
Was soll ich dazu sagen? Es liegt in der Natur des Menschen (der Frauen?) über Probleme reden zu wollen und sich mit anderen auszutauschen. Dass dies keinen TA-Besuch ersetzt, sollte wohl jedem klar sein.
Ich lasse mich von dir sicher nicht als Tierquäler bezeichnen!
Das habe ich mit keinem Wort getan. Ich habe Dir nur gesagt,
dass ich mich mit Deiner Einstellung nicht so recht anfreunden
kann. Wie gesagt, wenn es nur um Dich ginge wäre mir das
komplett egal. Hier geht es aber um Deinen Hund, der sich
nicht wehren kann.
Der sich nicht wehren kann… was denkst du, tu ich meinem Hund an?
Glaub mir, die Gesundheit meines Hundes hat bei mir sicher einen höheren Stellenwert als meine eigene. Als lasse ich meinen Hund sicher nicht „unnötig leiden“ - wie du in deinem ersten Posting so schön gesagt hast. Soviel dazu.
Und nochmal: ich selbst habe die Situation noch nicht als akut angesehen, weil er nach wie vor jeden Tag etwas zu sich genommen hat. Nur halt nicht sein Trofu. Hätte sich sein Zustand verschlechtert statt verbessert (wie es ja der Fall war), wäre ich natürlich zum TA gefahren. Und ich rede hier von einem Zeitraum von 3 Tagen, in denen er wieder vollkommen fit geworden ist und auch wieder normal gefressen hat.
Einen gesunden Menschenverstand zu haben, ist keine
Tierquälerei und wenn es meinem Hund schlecht geht, habe ich
bisher noch niemals Kosten oder Mühen gespart um das wieder
hinzukriegen!!
Umso besser. Ich habe ja auch überhaupt nichts gegen einen
gesunden Menschenverstand. Das heisst aber nicht, dass man
abwartet und v.a. anderwertig Rat sucht, wo im besten Falle
Glückstreffer gelandet werden in der Interpretation des
Krankheitsbildes Deines Hundes.
Wie bereits erwähnt, ich wollte mich austauschen, Erfahrung hören, Tipps kriegen. Keine medizinisch einwandfreie Diagnose plus Behandlungsmöglichkeiten.
Dieses übermoralische, selbstgefällige, gluckenhafte Verhalten
seinen Tieren gegenüber ist mir noch nie gelegen und ich werd
auch jetzt nicht damit anfangen.
Sollst Du um Himmels Willen ja gar nicht. Es liegt mir fern so
etwas zu behaupten. Selbst wenn Du mir nicht Glauben schenken
solltest: ich renne auch nicht immer gleich zum TA.
Na, wenigstens etwas, wo wir uns einig sind.
Auch wenn die Ursache möglicherweise eine andere sein sollte -
um einen Tierarztbesuch wirst Du nicht herumkommen…
Wie du siehst, ein Irrtum.
Wir werden sehen… wenn das öfters auftritt eher nicht. Ich
habe ja auch darauf hingewiesen, dass die Ursache u.U. eine
andere sein könnte.
Ich hoffe natürlich, dass es nicht öfter auftritt. Sollte es aber so sein, dann glaube mir, werde ich nicht davor zurückschrecken, den TA aufzusuchen.
Gruss, (-> das ist eine Verabschiedung)
dito