Sorry, aber ich habe bisher noch nicht erlebt, dass jemand aus
Liebe zum Tier dieses besonders früh abgeben will.
Wohl eher aus Unwissenheit. Daher will ich sie ja auch überzeugen, dass es für das Kätzchen am besten ist, wenn sie es noch behält!
Also zusätzlich zu dem Glauben, dass
man Kätzchen ohnehin schon mit 8 Wochen abgeben darf, kommt
noch die Annahme, dass es für das Kätzchen besser ist, gleich
zu den zukünftigen Besitzern zu kommen, weil es eben hier
„nur“ die Mutter hat.
Was soll man denn da sagen, außer dass das eben falsch ist.
Ähm ja. Das weißt du - das weiß ich, aber sie weiß es nicht.
Sie denkt sich eher so: das Kätzchen ist alleine, hat hier keine Geschwister zum spielen - nur die Hunde und die Mutter (und natürlich die menschlichen Mitbewohner).
Deshalb ist es wohl am besten das Kätzchen gleich in die neue Familie zu geben, damit es sich besser eingewöhnt.
Wenn ich sage, dass es aber noch viel von der Mutter lernt, kommt das „Argument“, das Kätzchen geht aber schon auf’s Katzenklo, frisst schon selbstständig, usw.
Sie lernen aber auch von der Mutter, das schrieb ich bereits.
Könntest du mir hier vielleicht ein paar Beispiele nennen?
Wenn Sie voll geimpft abgeben würde, dann würde sich die Frage
der frühen Abgabe gar nicht stellen. Man gibt keine
ungeimpften Katzen ab.
Theoretisch nicht. Die Praxis sieht aber anders aus. Zumindest bei Nicht-Züchtern.
Das Kätzchen wird geimpft, ist der Wunsch der künftigen
Besitzerin. Allerdings sieht sie das wohl nicht als Grund, das
Kätzchen deshalb länger bei der Mutter zu lassen, da sie die
Impfung ja auch machen lassen kann.
Wenn Du wüsstest, was einem die Leute alles erzählen und
versichern. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Nun gut, da habe ich wenig Zweifel. Aber ich will das auf jeden Fall nicht als Argument stehen lassen von ihr. Sie könnte ja die Impfung auch bezahlen, aber das Kätzchen trotzdem erst nachher nehmen.
Auch wenn es Dich schockiert: es war nicht zu spät. Es ist bis
zum Tag der Geburt nicht zu spät. Sorry, aber so hart sehe ich
das, denn es gibt einfach zu viel Elend.
Es schockiert mich nicht. Ich bin mir dessen bewusst, doch die Katzenbesitzerin wollte das nicht. Abtreibungsgegnerin - was soll ich da noch sagen?
Ich habe bereits die bekannten Argumente genannt.
Ok, aber gibt es vielleicht noch etwas genauere Aussagen?
Mit diesen Dingen hab ich es schon versucht, da kommt dann eher die Antwort, „das kann das Kätzchen bei uns auch lernen“.
Wie steht es denn mit der geistigen Entwicklung der Katze, wenn es so früh abgegeben wird? Ich habe gehört, dass solche Katzen oft auch sozial-gestört sind. Hast du darüber irgendwelche Infos?
Da Du die
Situation nicht ausreichend beschrieben hast, war es mir nicht
möglich, einen objektiven Rat zu geben. Kann ja keiner wissen, dass Deine Bekannte die einzig
verantwortungsvolle Katzenkennerin mit unerwünschtem
Katzennachwuchs ist . Bitte verstehe,
dass ich die 1000 verschiedenen Ausreden warum trotz
Sachkenntnis und wasweißich trotzdem irgendwie Katzenwelpen
durch Parthenogenese entstanden sind einfach nicht mehr hören
kann.
Natürlich verstehe ich dich da - denn ich bin derselben Meinung!
Doch was soll ich machen, mehr als „missionierend“ durch die Gegend laufen, kann ich nicht. Es ist nun passiert, sie lässt die Katze auch kastrieren, doch das Kätzchen ist jetzt da, bekommt auch einen guten Platz.
In Kenntnis der tatsächlichen Sachlage würde ich sagen: erste
Impfung während der Welpe noch bei der Mutter ist. Möglichst
schon zufüttern. Dann mit 9-10 Wochen abgeben, damit die
Mutter kastriert werden kann, bevor es wieder los geht.
Vielleicht kann sich die zukünftige Welpenbesitzerin für ein
Zweitkitten entscheiden, trotz Freigängerplatz wäre das
bestimmt eine schöne Sache.
Ok, danke.
Ich werde das mit dem Zweitkitten ansprechen und versuchen, sie dazu zu bewegen. Ist sicher keine schwere Sache…
Danke dir!
Sandra