Argumentationshilfe-Kitten erst mit 12 Wo. abgeben

Hallo!

Da ich dies schon des Öfteren hier im Forum gelesen habe, dass es am besten ist Kätzchen, hingegen der üblichen Meinung, erst mit 12 Wochen von der Mutter wegzugeben.

Leider habe ich gerade die größten Schwierigkeiten eine Bekannte von dieser Tatsache zu überzeugen. Daher bräuchte ich dringend ein paar überzeugende Argumente und vielleicht auch ein paar Links oder wissenschaftliche Untersuchungen o.ä.

Hier die Situation:

Das Kätzchen ist nun 6 Wochen alt, hat leider keine Geschwister, da das zweite Kätzchen im Alter von knapp einer Woche verstorben ist (aus ungeklärten Gründen). Daher bin ich mir auch nicht sicher, ob es in diesem Fall wirklich so gut ist, das Kätzchen bis 12 Wochen bei der Mutter zu lassen. Diese ist schon sehr fürsorglich, eine Ziehmutter in Form einer kleinen Mischlingshündin (die das Kleine liebt und umsorgt, als wäre es ihr eigenes Baby) ist auch da.
Dem Kitten stehen ein großes Haus und ein großer Garten zur Verfügung.

Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir ein paar Argumentationshilfen liefern könntet, damit ich die Besitzerin überzeugen kann, das Kätzchen nicht schon mit 8 Wochen abzugeben!

Schon mal vielen Dank!

Sandra

Hallo,

Da ich dies schon des Öfteren hier im Forum gelesen habe, dass
es am besten ist Kätzchen, hingegen der üblichen Meinung, erst
mit 12 Wochen von der Mutter wegzugeben.

Das mit den 12 Wochen ist die übliche Meinung … zumindest da wo ich herkomme.

Leider habe ich gerade die größten Schwierigkeiten eine
Bekannte von dieser Tatsache zu überzeugen.

Wenn sie den - vermutlich unerwünschten - Katzenwelpen vorher loswerden will, wirst Du mit Argumenten wohl nicht weit kommen.

Vorteile der späteren Abgabe:

  • man kann die Katze mit voller Impfung abgeben (9. Woche + 12. Woche). Wobei ich ja bezweifle, dass das überhaupt geplant ist
  • der Welpe wird leichter stubenrein
  • der Welpe lernt noch mehr „Benehmen“ von der Mutter
  • der Welpe bekommt länger Muttermilch und muss sich nicht so abrupt auf Futter umstellen

Wichtiger als das späte Abgeben erscheint mir angesichts der Katzenschwemme, dass Deine Bekannte aufhört, Katzen zu vermehren. Weiterhin dass sie ein gutes Zuhause (keine Einzelhaltung in der Wohnung, keine weitere Vermehrung, Schutzvertrag) aussucht, und nicht das erstbeste, nur um das Tier schnell loszuwerden.

Gruß,

Myriam

Hallo Fragesteller, hallo Myriam,
kann mich Deinen Worten anschließen, eine Ergänzung:

Die Chance, dass eine Katze, deren Junges erst mit 12 Wochen abgegeben wird, in diesem Jahr nicht ein weiteres Mal Nachwuchs bekommt, ist sehr groß. Kann jedoch meine Worte nur als persönliche Erfahrung vermitteln, ich weiß nicht, ob es dazu wissenschaftliche Untersuchungen/Aussagen gibt.

Unsere erste Katze hatte sofort mit 1 Jahr Nachwuchs. Diese Kleinen (2 haben es geschafft), geboren Mitte Mai, blieben bis Mitte August bei uns und sollten dann eigentlich neue Besitzer bekommen. Aber die Süssen waren uns ans Herz gewachsen und sind noch heute bei uns. Die Mutter selbst hatte im Herbst keinen Bedarf auf weitere Kinder und wurde im Frühjahr darauf kastriert. Aus meiner Kinderzeit auf dem Bauernhof weiss ich jedoch, dass Katzen, deren Nachwuchs durch die Bauern schnellstens „entsorgt“ wurde, im zeitigen Herbst immer einen 2. Wurf hatten.

Zurückkommend auf die Fragestellung: Je jünger die Katze ist, umso geringer ist ihr „Katzenwissen“: Fellpflege, Reinlichkeit, Jagdinstinkt, Jagdtechnik, aber auch Sozialisierung, Verträglichkeit mit z. B. dem Menschen. Ausserdem: So eine kleine Katze ist wie ein kleines Baby, das noch die Streicheleinheiten der Mutter zum Gedeihen benötigt und auch schmusen will. Zweibeiner können da nur ein Ersatz sein.
Wenn aber die Wahl nur darin besteht, 8 Wochen alt bei einem rüden Vorbesitzer, der Katzen hasst, oder einer liebevollen, katzenfreundlichen Umgebung, dann wäre die 2. Variante für das Tier besser.
Schönes Wochenende wünscht BM

Das mit den 12 Wochen ist die übliche Meinung … zumindest da
wo ich herkomme.

Das ist schön, jedoch ist es hier in ländlicherer Gegend noch üblich, Kätzchen schon mit 8 Wochen oder noch früher abzugeben.
Ich selbst wusste auch bis vor kurzem nicht, dass 12 - 16 Wochen besser ist für Katzen. Bin aber auch nicht sehr katzenerfahren, muß ich sagen.

Wenn sie den - vermutlich unerwünschten - Katzenwelpen vorher
loswerden will, wirst Du mit Argumenten wohl nicht weit
kommen.

Kommt wohl sehr oft vor, du solltest aber nicht immer so vorschnell urteilen.
Sie will das Kitten nicht möglichst schnell loswerden, hat nur erstens Bedenken, weil das Kätzchen keine Geschwister hat, sondern nur die Mutter. Also zusätzlich zu dem Glauben, dass man Kätzchen ohnehin schon mit 8 Wochen abgeben darf, kommt noch die Annahme, dass es für das Kätzchen besser ist, gleich zu den zukünftigen Besitzern zu kommen, weil es eben hier „nur“ die Mutter hat.
Daher zieht auch das Argument nicht, dass Kätzchen bis zur 12. Woche noch viel voneinander lernen.

Vorteile der späteren Abgabe:

  • man kann die Katze mit voller Impfung abgeben (9. Woche +
  1. Woche). Wobei ich ja bezweifle, dass das überhaupt geplant
    ist

Warum so feindselig?
Das Kätzchen wird geimpft, ist der Wunsch der künftigen Besitzerin. Allerdings sieht sie das wohl nicht als Grund, das Kätzchen deshalb länger bei der Mutter zu lassen, da sie die Impfung ja auch machen lassen kann.

Wichtiger als das späte Abgeben erscheint mir angesichts der
Katzenschwemme, dass Deine Bekannte aufhört, Katzen zu
vermehren. Weiterhin dass sie ein gutes Zuhause (keine
Einzelhaltung in der Wohnung, keine weitere Vermehrung,
Schutzvertrag) aussucht, und nicht das erstbeste, nur um das
Tier schnell loszuwerden.

Wie kommst du denn auf diese Annahmen?
Ich verstehe ja, dass wohl ein Großteil der Katzenbesitzer so handelt und denkt, doch kannst du nicht alle über einen Kamm scheren!

Meine Bekannte wollte die Katze kastrieren lassen, doch leider war es schon zu spät, sie war schon tragend.
Sie ist nun in laufendem Kontakt mit der Tierärztin, wann es der beste Zeitpunkt ist für die Kastration - momentan noch nicht möglich, da sie ja noch säugt. Ein weiteres Argument für sie, das Kätzchen früher abzugeben, da es leicht sein kann, dass die Katze gleich wieder rollig wird und es somit wieder zu Nachwuchs kommen könnte.
So sieht sie das zumindest.
Das bedeutet aber nicht, dass sie das Kleine schnell loswerden will, sondern sich einfach um die Mutterkatze sorgt, denn die soll ja nicht schon wieder trächtig werden! Wie gesagt, sie sieht darin nichts Schlimmes und ich will sie eben überzeugen, dass die das Kätzchen noch behalten soll.
Auch ist es nicht so, dass sie das Kätzchen dem Erstbesten gibt - wie du ihr das unterstellst. Die Besitzerin wurde sorgfältig ausgewählt, sie ist katzenerfahren (nunmal abgesehen vom Abgabealter), sorgt sich sehr, kastriert auch alle ihre Tiere und es ist ein Freigängerplatz.

Die beiden meinen es ja nicht böse, sie sind wirkliche Tierliebhaber und möchten auch alles richtig machen. Doch eingefahrene Meinungen sind oft nicht leicht zu ändern.

Wäre schön, wenn du abgesehen von voreiligen Beschuldigungen, andere objektive Hilfe parat hättest.

Danke trotzdem!

Sandra

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Die Chance, dass eine Katze, deren Junges erst mit 12 Wochen
abgegeben wird, in diesem Jahr nicht ein weiteres Mal
Nachwuchs bekommt, ist sehr groß. Kann jedoch meine Worte nur
als persönliche Erfahrung vermitteln, ich weiß nicht, ob es
dazu wissenschaftliche Untersuchungen/Aussagen gibt.

Ich weiß auch nicht, ob es dazu eine wissenschaftliche Erfahrung gibt, jedoch kann ich dir hier widersprechen - ebenfalls aus persönlicher Erfahrung.
Die Katze meiner Mutter (sie ist uns damals bereits tragend zugelaufen) bekam 4 Kätzchen, davon haben wir 2 mit 10 Wochen abgegeben (ich weiß, immer noch zu früh, aber wir wussten es leider nicht besser damals), eines kam mit ca. 16 Wochen weg (wir fanden vorher keinen guten Platz) und das vierte Kätzchen behielten wir uns.
Die Mutterkatze wurde wieder rollig, als die Kätzchen 4 Wochen alt waren.
So viel also dazu.

Zurückkommend auf die Fragestellung: Je jünger die Katze ist,
umso geringer ist ihr „Katzenwissen“: Fellpflege,
Reinlichkeit, Jagdinstinkt, Jagdtechnik, aber auch
Sozialisierung, Verträglichkeit mit z. B. dem Menschen.
Ausserdem: So eine kleine Katze ist wie ein kleines Baby, das
noch die Streicheleinheiten der Mutter zum Gedeihen benötigt
und auch schmusen will. Zweibeiner können da nur ein Ersatz
sein.

Danke!

Wenn aber die Wahl nur darin besteht, 8 Wochen alt bei einem
rüden Vorbesitzer, der Katzen hasst, oder einer liebevollen,
katzenfreundlichen Umgebung, dann wäre die 2. Variante für das
Tier besser.

So schlimm ist es ja Gott sei Dank nicht. Es geht eher um die Frage, ob es für das Kitten wichtiger ist, diese Wochen noch bei der Mutter zu verbringen, um all das oben Genannte zu lernen, oder ob eher die Wurfgeschwister wichtig wären - die in diesem Fall ja nicht da sind.

Danke dir für deine Antwort!

Liebe Grüße!
Sandra

Kommt wohl sehr oft vor, du solltest aber nicht immer so
vorschnell urteilen.

Sorry, aber ich habe bisher noch nicht erlebt, dass jemand aus Liebe zum Tier dieses besonders früh abgeben will. Du hast aber insofern Recht, als dass unerwünschter Katzennachwuchs für mich ein rotes Tuch ist. Ich werde mich da in Zukunft zurückhalten.

Also zusätzlich zu dem Glauben, dass
man Kätzchen ohnehin schon mit 8 Wochen abgeben darf, kommt
noch die Annahme, dass es für das Kätzchen besser ist, gleich
zu den zukünftigen Besitzern zu kommen, weil es eben hier
„nur“ die Mutter hat.

Was soll man denn da sagen, außer dass das eben falsch ist.

Daher zieht auch das Argument nicht, dass Kätzchen bis zur 12.
Woche noch viel voneinander lernen.

Sie lernen aber auch von der Mutter, das schrieb ich bereits.

Warum so feindselig?

Wenn Sie voll geimpft abgeben würde, dann würde sich die Frage der frühen Abgabe gar nicht stellen. Man gibt keine ungeimpften Katzen ab.

Das Kätzchen wird geimpft, ist der Wunsch der künftigen
Besitzerin. Allerdings sieht sie das wohl nicht als Grund, das
Kätzchen deshalb länger bei der Mutter zu lassen, da sie die
Impfung ja auch machen lassen kann.

Wenn Du wüsstest, was einem die Leute alles erzählen und versichern. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Meine Bekannte wollte die Katze kastrieren lassen, doch leider
war es schon zu spät, sie war schon tragend.

Auch wenn es Dich schockiert: es war nicht zu spät. Es ist bis zum Tag der Geburt nicht zu spät. Sorry, aber so hart sehe ich das, denn es gibt einfach zu viel Elend.

Sie ist nun in laufendem Kontakt mit der Tierärztin, wann es
der beste Zeitpunkt ist für die Kastration - momentan noch
nicht möglich, da sie ja noch säugt. Ein weiteres Argument für
sie, das Kätzchen früher abzugeben, da es leicht sein kann,
dass die Katze gleich wieder rollig wird und es somit wieder
zu Nachwuchs kommen könnte.

Das ist korrekt.

Wäre schön, wenn du abgesehen von voreiligen Beschuldigungen,
andere objektive Hilfe parat hättest.

Ich habe bereits die bekannten Argumente genannt. Da Du die Situation nicht ausreichend beschrieben hast, war es mir nicht möglich, einen objektiven Rat zu geben. Kann ja keiner wissen, dass Deine Bekannte die einzig verantwortungsvolle Katzenkennerin mit unerwünschtem Katzennachwuchs ist . Bitte verstehe, dass ich die 1000 verschiedenen Ausreden warum trotz Sachkenntnis und wasweißich trotzdem irgendwie Katzenwelpen durch Parthenogenese entstanden sind einfach nicht mehr hören kann.

In Kenntnis der tatsächlichen Sachlage würde ich sagen: erste Impfung während der Welpe noch bei der Mutter ist. Möglichst schon zufüttern. Dann mit 9-10 Wochen abgeben, damit die Mutter kastriert werden kann, bevor es wieder los geht. Vielleicht kann sich die zukünftige Welpenbesitzerin für ein Zweitkitten entscheiden, trotz Freigängerplatz wäre das bestimmt eine schöne Sache.

Gruß,

Myriam

Sorry, aber ich habe bisher noch nicht erlebt, dass jemand aus
Liebe zum Tier dieses besonders früh abgeben will.

Wohl eher aus Unwissenheit. Daher will ich sie ja auch überzeugen, dass es für das Kätzchen am besten ist, wenn sie es noch behält!

Also zusätzlich zu dem Glauben, dass
man Kätzchen ohnehin schon mit 8 Wochen abgeben darf, kommt
noch die Annahme, dass es für das Kätzchen besser ist, gleich
zu den zukünftigen Besitzern zu kommen, weil es eben hier
„nur“ die Mutter hat.

Was soll man denn da sagen, außer dass das eben falsch ist.

Ähm ja. Das weißt du - das weiß ich, aber sie weiß es nicht.
Sie denkt sich eher so: das Kätzchen ist alleine, hat hier keine Geschwister zum spielen - nur die Hunde und die Mutter (und natürlich die menschlichen Mitbewohner).
Deshalb ist es wohl am besten das Kätzchen gleich in die neue Familie zu geben, damit es sich besser eingewöhnt.
Wenn ich sage, dass es aber noch viel von der Mutter lernt, kommt das „Argument“, das Kätzchen geht aber schon auf’s Katzenklo, frisst schon selbstständig, usw.

Sie lernen aber auch von der Mutter, das schrieb ich bereits.

Könntest du mir hier vielleicht ein paar Beispiele nennen?

Wenn Sie voll geimpft abgeben würde, dann würde sich die Frage
der frühen Abgabe gar nicht stellen. Man gibt keine
ungeimpften Katzen ab.

Theoretisch nicht. Die Praxis sieht aber anders aus. Zumindest bei Nicht-Züchtern.

Das Kätzchen wird geimpft, ist der Wunsch der künftigen
Besitzerin. Allerdings sieht sie das wohl nicht als Grund, das
Kätzchen deshalb länger bei der Mutter zu lassen, da sie die
Impfung ja auch machen lassen kann.

Wenn Du wüsstest, was einem die Leute alles erzählen und
versichern. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Nun gut, da habe ich wenig Zweifel. Aber ich will das auf jeden Fall nicht als Argument stehen lassen von ihr. Sie könnte ja die Impfung auch bezahlen, aber das Kätzchen trotzdem erst nachher nehmen.

Auch wenn es Dich schockiert: es war nicht zu spät. Es ist bis
zum Tag der Geburt nicht zu spät. Sorry, aber so hart sehe ich
das, denn es gibt einfach zu viel Elend.

Es schockiert mich nicht. Ich bin mir dessen bewusst, doch die Katzenbesitzerin wollte das nicht. Abtreibungsgegnerin - was soll ich da noch sagen?

Ich habe bereits die bekannten Argumente genannt.

Ok, aber gibt es vielleicht noch etwas genauere Aussagen?
Mit diesen Dingen hab ich es schon versucht, da kommt dann eher die Antwort, „das kann das Kätzchen bei uns auch lernen“.
Wie steht es denn mit der geistigen Entwicklung der Katze, wenn es so früh abgegeben wird? Ich habe gehört, dass solche Katzen oft auch sozial-gestört sind. Hast du darüber irgendwelche Infos?

Da Du die
Situation nicht ausreichend beschrieben hast, war es mir nicht
möglich, einen objektiven Rat zu geben. Kann ja keiner wissen, dass Deine Bekannte die einzig
verantwortungsvolle Katzenkennerin mit unerwünschtem
Katzennachwuchs ist . Bitte verstehe,
dass ich die 1000 verschiedenen Ausreden warum trotz
Sachkenntnis und wasweißich trotzdem irgendwie Katzenwelpen
durch Parthenogenese entstanden sind einfach nicht mehr hören
kann.

Natürlich verstehe ich dich da - denn ich bin derselben Meinung!
Doch was soll ich machen, mehr als „missionierend“ durch die Gegend laufen, kann ich nicht. Es ist nun passiert, sie lässt die Katze auch kastrieren, doch das Kätzchen ist jetzt da, bekommt auch einen guten Platz.

In Kenntnis der tatsächlichen Sachlage würde ich sagen: erste
Impfung während der Welpe noch bei der Mutter ist. Möglichst
schon zufüttern. Dann mit 9-10 Wochen abgeben, damit die
Mutter kastriert werden kann, bevor es wieder los geht.
Vielleicht kann sich die zukünftige Welpenbesitzerin für ein
Zweitkitten entscheiden, trotz Freigängerplatz wäre das
bestimmt eine schöne Sache.

Ok, danke.
Ich werde das mit dem Zweitkitten ansprechen und versuchen, sie dazu zu bewegen. Ist sicher keine schwere Sache…

Danke dir!

Sandra

Sie lernen aber auch von der Mutter, das schrieb ich bereits.

Könntest du mir hier vielleicht ein paar Beispiele nennen?

Mir sind da keine Studien bekannt … ganz ehrlich: es wäre mir auch lieber, wenn es keine gibt, dazu müsste man ja Kaspar-Hauser-artige Versuche mit Katzen machen. Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Ich habe/hatte persönlich insgesamt 4 Katzen, davon 2 x Handaufzucht/früh entwöhnt/Einzelhaltung und 2 x Wildfänge, die sehr lange mit Mutter und Geschwistern zusammen waren.

Bei den früh entwöhnten Handaufzuchten gab es folgende Verhaltensauffälligkeiten:

  • nuckeln am eigenen Fell bzw. an Textilien
  • plötzliche Agressivität gegenüber Menschen
  • totale Unverträglichkeit gegenüber Artgenossen
  • Null Anpassungsfähigkeit bei Veränderungen

Was Katzen von den Müttern lernen ist hauptsächlich Frustrationstoleranz. Und eine Katze mit erhöhter Frustrationstoleranz ist eine entspanntere, anpassungsfähigere, glücklichere Katze.

Weiterhin höre ich auch oft von Ratsuchenden, die ähnliche Probleme mit ihren Katzen haben, dass diese früh entwöhnt wurden. Natürlich ist das keine wissenschaftliche Grundlage, das weiß ich auch.

Wenn die Katzenmutter sich sowieso nicht mehr um den Welpen schert, dann ab mit dem Tier ins neue Zuhause, idealerweise mit einer Zweitkatze. In diesem Jahr ist die Katzenschwemme wieder besonders schlimm, es warten reichlich Kandidaten.

Gruß,

Myriam

Danke dir!
Damit hast du mir schon mal weitergeholfen!

Werde das gleich mal bei der zukünftigen Besitzerin platzieren und auf das Beste hoffen!

Sandra