Ab wann ist eine Kätzin 'erwachsen'?

Hallo Katzenexperten,

eine Freundin von mir hat sich eine kleine Katzendame zugelegt, ziemlich genau 4 Monate alt, alles bestens.

Nur raus ins Freie lässt sie die Kleine nicht, denn da drückt sich schon seit Jahren ein Kater gesetzten Alters herum, der, wie meine Freundin meint, sich an dem Kätzchen vergehen könnte. Was mich etwas überraschte: Ist die nicht noch viel zu klein, um in dieser Hinsicht attraktiv zu sein? Gibt es bei Katzen einen Welpenschutz, der Jungtiere vor Aggression, aber auch vor Sex"angriffen" schützt?

Daher meine Frage: Ab welchem Alter wird eine Katze für Kater interessant - gehen die an alles, was weiblich ist, oder nur an ausgewachsene, geschlechtsreife Katzen (wann ist das ungefähr)? Und muss nicht auch eine erwachsene Katze rollig sein, damit sich überhaupt etwas abspielt?

(Ganz davon abgesehen: Der alte Herr treibt sich dort hauptsächlich herum, weil er auf Leckerlis hofft, und ist recht träge. Ob er kastriert ist, wissen wir nicht, vermuten es aber. Sie will halt kein Risiko eingehen.)

Vielen Dank für eure Hilfe,

Beate

Hallo,

Was mich etwas überraschte: Ist die nicht noch viel zu
klein, um in dieser Hinsicht attraktiv zu sein?

Auch Kater denken nicht ununterbrochen an Sex, möglicherweise ist der Kater einfach kontaktfreudig (oder plant Verteidigung seines Reviers).

Gibt es bei
Katzen einen Welpenschutz, der Jungtiere vor Aggression, aber
auch vor Sex"angriffen" schützt?

Das gibt es bei Katzen nicht (auch bei Hunden übrigens nicht, zumindest nicht so generell wie man es oft liest/hört).

Daher meine Frage: Ab welchem Alter wird eine Katze für Kater
interessant - gehen die an alles, was weiblich ist, oder nur
an ausgewachsene, geschlechtsreife Katzen (wann ist das
ungefähr)?

„erwachsen“ und „ausgewachsen“ sind keine Eigenschaften, die einen Kater interessieren. „paarungsbereit“ ist das, was ihn hauptsächlich zur Aktion veranlasst. Und das wäre eben, wenn die Katze rollig ist. Die erste Rolligkeit kommt i.d.R. etwa im Alter von 6-8 Monaten. Einige Katzen (oft Orientalen, Siam, usw.) gelten als frühreif und sind schon mit ca. 5 Monaten dran.

Und muss nicht auch eine erwachsene Katze rollig
sein, damit sich überhaupt etwas abspielt?

Was ein Kater im Hormonrausch versucht, ist eine Sache. Was eine körperlich unterlegene Katze zulässt, ebenfalls. Aber trächtig werden kann nur eine rollige Katze. Und nur eine rollige Katze lässt normalerweise zu, dass der Kater sie begattet.

(Ganz davon abgesehen: Der alte Herr treibt sich dort
hauptsächlich herum, weil er auf Leckerlis hofft, und ist
recht träge. Ob er kastriert ist, wissen wir nicht, vermuten
es aber. Sie will halt kein Risiko eingehen.)

Ob ein Kater kastriert ist oder nicht, kann man - außer bei sehr langhaarigen Exemplaren - eigentlich sehr gut sehen. Wäre er kastriert, könnte man relativ sicher sein, dass er an der Katze nicht so sehr wie an den Leckerlis interessiert ist.

Abgesehen davon spricht nichts dagegen, die Katze demnächst schon kastrieren zu lassen, dann ist man auf der sicheren Seite.

Gruß,

Myriam

Hi,

Ob ein Kater kastriert ist oder nicht, kann man - außer bei
sehr langhaarigen Exemplaren - eigentlich sehr gut sehen.

ist das wirklich so?
Ich kenne Katzenbesitzer, die darauf bestanden, dass bei ihren Katern die Hodensäcke bei der Kastration die Hodensäcke erhalten blieben, damit der Kater sich „besser fühlt“ (kein Scherz). Mein zugelaufener Kater sieht auch nur bedingt kastriert aus, obwohl er es eindeutig ist. Darum meine ernstgemeinte Frage: Sieht man das wirklich immer?

Gruß
Cess

Hallo!

Ich kann jetzt nur von den Katern sprechen, die ich kenne und da merkt man es keineswegs bei allen, dass sie kastriert sind.

Bei meinen beiden ist es unterschiedlich - beide wurden im Alter von 6 Monaten kastriert. Bei dem einen sieht man es schon, da der „fast nichts mehr hat“, was auf die ehemals vorhandenen Hoden hindeuten könnte.
Der zweite Kater allerdings war schon als Kätzchen sehr gut bestückt, bei dem erkannte man mit 5 Wochen schon von weitem, dass er ein Kater ist. Nach der Kastration haben sich die Hodensäcke nicht wirklich zurückgebildet, es sieht also nach wie vor so aus, als wäre nicht geschnitten.
Darauf würd ich mich also nicht verlassen.

Ich verstehe aber ohnehin das Problem nicht, wenn die Katze kastriert wird, hat der Kater keine Chance mehr und wird sie wohl eher in Ruhe lassen (was Deckversuche angeht).
Also - ich würd in diesem Fall die Kleine vorerst noch im Haus behalten bis sie sich einigermaßen eingewöhnt hat und früh genug (also vor der ersten Rolligkeit) kastrieren lassen.

Sandra

Ich kenne Katzenbesitzer, die darauf bestanden, dass bei ihren
Katern die Hodensäcke bei der Kastration die Hodensäcke
erhalten blieben, damit der Kater sich „besser fühlt“

Der Hodensack wird sowieso bei einer Kastration nicht so richtig entfernt. Er wird mit einem Schnitt geöffnet, durch den die Hoden entfernt werden. Der Schnitt wird vernäht, und der Hodensack bildet sich zurück. Je nachdem, wie groß die Hoden waren, sieht man ihn mehr oder weniger. Aber er ist eben deutlich „leer“, wenn Du mal einen unkastrierten Kater von nahem gesehen hast, siehst Du den Unterschied sofort. Ich finde gerade ums Verrecken kein Bild im Netz …

Meine beiden Kater (Wurfgeschwister) sind am gleichen Tag kastriert worden. Einer hatte relativ große Hoden, der andere eher kleine. Beim großen Kater sieht man heute auch noch mehr vom Hodensack als beim Kleinen.

Die Nummer mit dem „sie fühlen sich besser“ kenne aus den USA. Da gibt es Hodenprothesen für kastrierte Hunde, Katzen, Pferde … http://www.neuticles.com/index1.html

Gruß,

Myriam

Hi,

Der Hodensack wird sowieso bei einer Kastration nicht so
richtig entfernt.

stimmt, da war was …

deutlich „leer“, wenn Du mal einen unkastrierten Kater von
nahem gesehen hast, siehst Du den Unterschied sofort. Ich
finde gerade ums Verrecken kein Bild im Netz …

Bei uns scheint einer rumzulaufen, der fröhlich die Gartenmöbel besprenkelt - wenn ich den in die Finger bekomme, kastrier ich ihn eigenhändig … (kleiner Scherz, falls das jetzt jemand ernstnehmen sollte).

Die Nummer mit dem „sie fühlen sich besser“ kenne aus den USA.
Da gibt es Hodenprothesen für kastrierte Hunde, Katzen, Pferde
http://www.neuticles.com/index1.html

Kaum zu glauben …

Gruß und danke
Cess

Hallo Myriam,

vielen Dank, so ähnlich hatte ich es auch in (blasser) Erinnerung.

Auch Kater denken nicht ununterbrochen an Sex, möglicherweise
ist der Kater einfach kontaktfreudig (oder plant Verteidigung
seines Reviers).

Hatte ich auch vermutet, aber man weiß ja nicht…
Ich kannte mal einen Kater, der treusorgend ganzen Generationen von Kätzchen in der Nachbarschaft den Katzen-Knigge beibrachte, nachdem sie von ihrer Mutter getrennt worden waren.

„paarungsbereit“ ist das, was ihn

hauptsächlich zur Aktion veranlasst. Und das wäre eben, wenn
die Katze rollig ist. Die erste Rolligkeit kommt i.d.R. etwa
im Alter von 6-8 Monaten. Einige Katzen (oft Orientalen, Siam,
usw.) gelten als frühreif und sind schon mit ca. 5 Monaten
dran.

Was ein Kater im Hormonrausch versucht, ist eine Sache. Was
eine körperlich unterlegene Katze zulässt, ebenfalls. Aber
trächtig werden kann nur eine rollige Katze. Und nur eine
rollige Katze lässt normalerweise zu, dass der Kater sie
begattet.

Werd’s ausrichten :smile:

Ob ein Kater kastriert ist oder nicht, kann man - außer bei
sehr langhaarigen Exemplaren - eigentlich sehr gut sehen. Wäre
er kastriert, könnte man relativ sicher sein, dass er an der
Katze nicht so sehr wie an den Leckerlis interessiert ist.

Auch bei recht rundlichen Exemplaren, die man (ich zumindest) noch nicht von unten gesehen hat :wink:?

Abgesehen davon spricht nichts dagegen, die Katze demnächst
schon kastrieren zu lassen, dann ist man auf der sicheren
Seite.

Wird sowieso passieren.

Gruß zurück,

Beate

Auch bei recht rundlichen Exemplaren, die man (ich zumindest)
noch nicht von unten gesehen hat :wink:?

Von unten ist irrelevant. Von hinten ist wesentlich :smile: Rundlich stört da nicht, nur wenn das Fell länger ist, wird es unübersichtlich. Ansonsten sind die Klöten meiner Ansicht nach kaum zu übersehen.

Gruß,

Myriam

Hallo Beate,
meiner Meinung nach sollte man Katzen erst kastrieren wenn sie einmal Rollig waren.
Damit kann man relativ sichergehen, dass sie körperlich genügend Entwickelt ist.
Besonders die Entwicklung der Harnröhre hängt davon ab und eine nicht komplett entwickelte Harnröhre kann schon mal Probleme verursachen- besonders im Bezug auf Harngrieß.
Ich betone nochmal:
Es kann Probleme geben- muss aber nicht!
Es besteht, wie ich finde, auch kein Problem darin, dass Tier jetzt noch zwei bis drei Monate drinnen zubehalten- sie ist es ja noch nicht gewohnt rauszukommen.
Der Kater könnte auch schon früher, als ihr, die Rolligkeit bemerken und dann kann es Babies geben.
Wahrscheinlich, wärd ihr somit auf der sicheren Seite!
Vorallem wenn man nicht so sicher mit der Entwicklung der Katze ist, wie z.B. erfahrene Tierhalter. Denn Kater werden nur anzüglich, wenn die Katze rollig ist.

Liebe Grüße
Marah

Danke schön!
Hi allerseits,

vielen Dank, ich gebe es weiter.

Mir ging es in erster Linie darum, Klarheit zu bekommen, weil meine Freundin ganz andere Infos hatte als ich.

Auf der praktischen Seite: Natürlich soll die Kleine erst mal im Haus bleiben, es gibt ja noch andere Gefahren als böse Onkels.

Vielen Dank auch für die Tipps zum Thema Kastration!

Gruß,

Beate

Hi

Ab wieviel Monaten sollte man eine Katze (Freigängerin) kastrieren?

Gruß
Siân

Ab wieviel Monaten sollte man eine Katze (Freigängerin)
kastrieren?

Vor Eintritt der Geschlechtsreife. Wenn der Tierarzt es kann, dann auch schon mit unter 3 Monaten. Ansonsten mit 4-5 Monaten.

Gruß,

Myriam

Hi

Vielen Dank.

Gruß
Siân