Hallo!
Ich schon wieder. Ich war gestern ja auf viel gefasst, als ich zum Arzt gefahren bin, aber darauf nicht.
Wie sich herausgestellt hat, lag die Entzüdung am Schwanz gar nicht daran, dass mein Kleiner geschleckt hat, sondern daran, dass der Schwanz in Folge des Unfalls (oder der Not-OP) unterversorgt war und abgestorben ist. Die Ärztin hatte das also fehlinterpretiert, was ich ihr aber nicht ankreiden will, weil sie ansonsten sehr bemüht war und man wahrscheinlich vor 3 Tagen, als sie den entzündeten Schwanz behandelt hat, auch nichts mehr ändern hätte können.
Auf jeden Fall war der Schwanz gestern, als sie den Verband abgemacht hat bereits abgestorben. Und zwar bis ziemlich weit nach oben. Keine Reaktion mehr auf Zwicken oder Nadelstiche. Ich dachte es wird alles gut, es ist nur eine Frage der Zeit und dann das!
Zu allem Überfluss fähert die Ärztin jetzt auch noch auf Urlaub und hat mich zu einem anderen Arzt überwiesen. Er ist angeblich eine Koryphäe auf dem Gebiet der Chirurgie. Also ich, unter Tränen, zu dem anderen Arzt. Die Leute im Wartezimmer haben mich angesehen als wär ich geistig behindert oder so. Egal. Ich also dem anderen Arzt nochmal ins Gewissen geredet ob man da gar nichts mehr machen kann. Nein. Der Schwanz muss ab und zwar schnell, bevor die Nerven in der Wirbelsäule auch noch absterben.
Ich wieder: Was hat er denn für Beeinträchtigungen ohne Schwanz?
Der Arzt hat mich nur angesehen und gemeint, man müsse jetzt primär mal sehen ob die Schwanzwurzel noch zu retten sei und dass die Wunde dann gut verwächst und ob er dann überhaupt noch Kot und Urin absetzen kann.
Ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich fühle. Ich hab also nur den Zettel für die OP unterschrieben, meinem Kleinen ins Fell geheult und bin dann aus der Praxis gestürmt und hab dann im Auto gute 30 Minuten gebraucht um mich wieder einigermaßen in den Griff zu bekommen und heim fahren zu können. Hatte dann zu Hause auch direkt eine Migräne-Attacke.
Jetzt muss ich warten, dass der Arzt anruft und mir sagt wies meinem Kleinen geht. Ich weiß gar nicht was auf mich zu kommt.
Hat mein Kleiner denn noch Lebensqualität ohne Schwanz, wenn Harn- und Kotabsatz nicht mehr klappt? Was mach ich denn dann?
Und wenn wir Glück haben und es klappt, darf er ja sicher nicht mehr hinaus. Was mach ich denn jetzt nur?
Ich bin verzeifelt.
Wie soll es denn jetzt nur weiter gehen?
Jetzt muss ich warten, dass der Arzt anruft und mir sagt wies
meinem Kleinen geht. Ich weiß gar nicht was auf mich zu kommt.
Hat mein Kleiner denn noch Lebensqualität ohne Schwanz, wenn
Harn- und Kotabsatz nicht mehr klappt? Was mach ich denn dann?
darüber kannst du nachdenken falls der Fall überhaupt eintritt.
Dass dein TA auf die Möglichkeit von Urin- und Kotabsatzproblemen hinweist ist völlig normal, das heißt aber nicht, dass es wahrscheinlich ist.
Und wenn wir Glück haben und es klappt, darf er ja sicher
nicht mehr hinaus. Was mach ich denn jetzt nur?
Ich kenne etliche Freiläuferkatzen ohne Schwanz, die kommen alle völlig problemlos zurecht.
ich kann deine Aufregung verstehen, aber warte doch erst mal ab, was jetzt kommt. Ohne Schwanz können Katzen prima leben, nach ein bisschen Eingewöhnung. Es gibt ja auch Rassen, die ohne Schwanz gezüchtet werden. Also erstmal keine Panik, Hauptsache, der Katze gehts gut!
bleib gaaanz cool. Die übelsten möglichen Auswirkungen muß Dir der TA ja nennen - das ist erstmal nicht schön, aber so kann’s nur besser werden und dieser TA scheint sich doch wenigstens einen Kopf zu machen und nicht mit der Schulter zu zucken, wenn Du erzählst, daß was mit dem Katertier nicht stimmt…
Dein Katertier wird vermutlich viel weniger Probleme haben, als Du Dir vorstellen kannst. Eventuell wird er beim ersten Balaceakt ein wenig eiern - vielleicht hast Du sogar die Gelegenheit zu sehen, wie er von der Bettkante fällt - aber Du wirst Dich mit den beabsichtigten Beobachtungen beeilen müssen, die Mistviecher lieben Kleinen sind viel schneller wieder fit und zu Blödsinn aufgelegt, als unsereins damit rechnet und bis die restlichen Verletzungen verheilt sind, hat er auch raus, wie man mit kürzerem oder Stummel-schwanz durchs Leben kommt.
Es ist natürlich schade, daß er jetzt nicht mehr ganz so arabesque Kringel mit der Schwanzspitze in die Luft malen kann - aber ihm wird das wohl kaum fehlen - der kann auch ganz ohne rührenden Schwanz stinkig sein.
Verwöhn ihn jetzt nicht zu sehr, sonst kann’s Dir passieren, daß er zum Schauspieler wird, der sich mit schmierenkomödiantisch vorgetragenem Hypochondrismus die nächste Ladung Lachs erbettelt…
Wie es mit Geordi weiterging
Hallo!
Danke für eure Antworten.
Also meinem Kleinen geht’s gut. Hab ihn noch am Vormittag abholen dürfen. Beim Tierarzt kam er mir noch ziemlich verstört vor. Der Arzt hat auch noch nachgeschoben, dass es sein kann, dass der kleine nicht frisst und dann Infusionen braucht, weil er bedenklich (!) viel Gewicht verloren hatte und dehydriert war. Allerdings hat er auch gesagt, dass der Eiter nur im Schwanz war und jetzt alles ok ist, wenn die Wunde gut verheilt. Er darf halt nicht schlecken, ist eh klar. Geordi wollte dann auch absolut nicht in den Skipper und hat mich nur groß angeschaut und wollte flüchten. Aber als wir zu Hause in die Einfahrt fuhren, hat er den Kopf gehoben und angefangen im Skipper wie blöd gegen das Gitter zu klopfen und wollte unbedingt raus. Er hat sich in der Wohnung wie ein Schneekönig gefreut und hat mich angekrächts (miauen klappt noch nicht, wegen dem Tubus nehm ich an), dass er Hunger hat. Er hat dann gleich 2 Frischebeutel verputzt und war direkt danach auch schon am Katzenklo. Dabei hab ich extra noch einen Einlauf mitbekommen, falls morgen noch nichts da gewesen wäre.
Außerdem geht er nicht herum, er läuft und ist happy, hüpft sogar schon herum, sogar der Halstrichter ist ihm egal. Er schmust und spielt und überwacht das Haus, ganz wie er es früher immer getan hat.
Ich bin so froh, dass es ihm wieder gut geht und dass alles gut klappt, zecks koten usw.
Ich finde auch, es schaut gar nicht so schlimm aus. Wenn da mal Fell drüber ist, dann fällts gar nicht mehr so arg auf. Momentan ist es halt noch ziemlich eklig, weil man unter der rasierten Haut genau sieht, wenn er den Schwanz bewegen will…
Das Einzige, das mir negativ auffällt ist, dass er die Zunge immer so eigenartig rausstreckt. Also nur die Spitze, nicht irgendwie als würde er würgen oder hecheln oder so. Weiß nicht warum. Kann das auch eine „Nachwirkung“ vom Intubieren sein?
Das Einzige, das mir negativ auffällt ist, dass er die Zunge
immer so eigenartig rausstreckt. Also nur die Spitze, nicht
irgendwie als würde er würgen oder hecheln oder so. Weiß nicht
warum. Kann das auch eine „Nachwirkung“ vom Intubieren sein?
ja, kann sein. Der Tubus reizt den Rachenraum bis hinunter zum Zungenansatz doch schon ganz ordentlich. Das weiß ich zumindest vom Menschen, und nach einem Blick auf die Kopfanatomie der Katze wird das da nicht anders sein