Wesenveränderung (mit !) Grund zum Einschläfern ?

Hallo nochmal,

unser Hund ist herzkrank. Vor einigen Wochen ist er aus heiterem Himmel zusammengebrochen und es stellte sich eine angeborene Missbildung des Herzens heraus, durch die der Herzmuskel nun irreversibel geschädigt ist. Der TA meinte, man bekäme das aber medikamentös in den Griff, was auch der Fall war, dem Hund ging es nach einer Krise zunächst wieder besser.

Allerdings meint mein TA auch, dass man keinerlei Prognose stellen kann, nicht einmal, ob es nur noch Tage geht, Wochen, Monate, Jahre… Man muss eben den Hund beobachten und irgendwann eventuell auch einschläfern *seufz*.

Nun hat unser Hund manchmal schlechte Tage, da denken wir, es ist so weit. Dann fängt er sich wieder. Es ist echt schwer zu beurteilen, ob es eher Frevel ist, an Einschläfern zu denken, oder ob man ihn quält, wenn er mal wieder drei Tage nur noch auf seinem Kissen liegt und schlecht frißt.

Dazu kommt jetzt auch noch eine sehr massive Wesensveränderung. Unser Hund kommt aus dem Tierschutz und ist sehr unsicher und ängstlich. Er gleicht das durch Angstkläffen aus. Richtig entspannt ist er selten, wir haben ihn zwar auf niedrigem Niveau ganz gut in den Griff bekommen, aber er ist und bleibt eine schwer gestörte Seele, leider. Seit er aber so krank ist, ist er nur noch nervös, zeigt darüber hinaus auch deutliche Anzeichen von Verwirrung, kurz, er lebt eigentlich mit sehr viel Stress.

Wir tun wirklich alles für ihn, aber als er heute seine beste (Hunde-)Freundin nicht erkannt hat (!) und ausgetickt ist (er hatte Schaum vor dem Maul, so sehr tickte er aus !), habe ich mich schon gefragt, ob das für den Hund noch Lebensqualität ist ? Bitte nicht falsch verstehen, WIR leben auch mit einem Spinner, es war ja nie leicht mit ihn, es geht NUR um den Hund.

Würdet ihr die Kombination - starke Schwankungen im Befinden und psychische Probleme - als möglichen Grund zum Einschläfern sehen ? Ich wäre dankbar für eure Meinungen, und keine Sorge, morgen gehe ich mal wieder zum TA mit ihm und werde auch ihn befragen.

Traurige Grüße,
Insel

hi

Allerdings meint mein TA auch, dass man keinerlei Prognose
stellen kann, nicht einmal, ob es nur noch Tage geht, Wochen,
Monate, Jahre…

Seit er aber so krank ist, ist er nur noch nervös, zeigt darüber
hinaus auch deutliche Anzeichen von Verwirrung, kurz, er lebt
eigentlich mit sehr viel Stress.

als er heute seine beste (Hunde-)Freundin nicht erkannt hat (!)
und ausgetickt ist (er hatte Schaum vor dem Maul, so sehr tickte er
aus !), habe ich mich schon gefragt, ob das für den Hund noch Lebensqualität:ist ?

mE nicht so wirklich :-\ er lebt fast den ganzen Tag mitStress, ist unter Strom und kann jetzt nichtmal mehr mit seiner Freundin zusammen etwas entspannen, und Luft rauslassen, die Seele baumeln lassen, weil selbst sie jetzt für ihn Stress pur bedeutet :frowning:(

Aus SEINER Sicht hat er ein ganz enormes Problem :frowning:(

Würdet ihr die Kombination - starke Schwankungen im Befinden
und psychische Probleme - als möglichen Grund zum Einschläfern
sehen ?

Ich ja - wenn er zwischendrin nicht mehr so richtig glücklich und entspannt wirkt, sondern eher „fertig“ ist, würde ich daran denken ihn einschläfern zu lassen

DU musst ihm in die Augen schauen und sehen ob da noch GLÜCK und ENTSPANNUNG zu sehen ist - und wenn nicht …

Liebe Grüße H.

Ganz klares NEIN im Augenblick
Ein psysiche Veränderung kann man sehr gut mit Bachblüten und Homöopathie behandeln. Würde auch die Problematik des Angstkläffens verbessern. Aufgrund der Herzkrankheit würde ich dir empfehlen einen Tierhomöopathen aufzusuchen. Ich finde es toll, wie ihr euch um den Hund bemüht.
Kopf hoch
Uschi

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Hallo Insel,

mein Rat: Mache dich in jedem Fall schon sachkundig zum Thema „Einschläfern“. Das Wort ist in mehr als der Hälfte der Fälle ein übler Euphemismus, der für das qualvolle Sterben in namenlosem Todesentsetzen steht. Der ahnungslose Copatient bekommt das dann nicht mit, da durch die vorherige Injektion von Relaxantien die Muskeln nicht mehr arbeiten. Das Tier ist aber bei vollem Bewusstsein, kann sich nur nicht bewegen. Der Todeseintritt durch das Curare-Produkt T61 gestaltet sich dann extrem qualvoll.
Daher auf T61 unbedingt verzichten! Wenn sich das aus welchen Gründen auch immer nicht machen lässt, auf einer Vollnarkose bestehen. D.h., dass das Bewusstsein des Tieres ausgeschaltet wird. Das ist bei der „Narkose“ mit ausschließlicher Gabe von Relaxantien nicht der Fall.

Erkundige dich VORHER. Es gibt Alternativen, die von der Mehrheit der Tierärzte deshalb nicht eingesetzt werden, weil sie, im Gegensatz zum frei verfüglichen und sehr kostengünstigen T61, eingetragen werden müssen.

Ein guter TA wird einschläfern, aber die Mehrheit tut es nicht.

Viele Grüße
HB

hi

Das Tier ist aber bei vollem Bewusstsein, kann sich nur nicht
bewegen. Der Todeseintritt durch das Curare-Produkt T61 gestaltet
sich dann extrem qualvoll.

VOLLE ZUSTIMMUNG !!!

Daher auf T61 unbedingt verzichten! Wenn sich das aus welchen
Gründen auch immer nicht machen lässt, auf einer Vollnarkose
bestehen.

also VORHER vollnarkose - und selbst dann kann es noch zu unschönen Szenen kommen :frowning:((((

Es gibt Alternativen, die von der
Mehrheit der Tierärzte deshalb nicht eingesetzt werden, weil
sie, im Gegensatz zum frei verfüglichen und sehr
kostengünstigen T61, eingetragen werden müssen.

ja und zwar Eutha 77 - ich habe mal einen Artikel angehäängt - ist zwar über Pferde, für hunde und katzen gibts die Artikel aber auch

ich war bei insgesamt 5 Pferden und 2 hunden dabei, die mit eutha 77 eingeschläfert wurden, und es war jedesmal vollkommen undramatisch !! und sah nicht nur friedlich aus sondern war es auch …

http://www.pferde-euthanasie.de/mittel.html

Gruß h.

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