Hundepension

Hallo,

einige Antworten zu der Frage weiter unten - es geht um einen Hund in Pflege - haben mich sehr geärgert.

Da wird pauschal geantwortet, dass man seinen Hund NIEMALS abgibt, Punkt, aus.

Für uns ist es auch selbstverständlich, dass unsere Hunde mit in den Urlaub fahren. Aber es gibt ja auch andere Gründe, sich mal ein paar Tage von seinem Hund trennen zu müssen: Seminare, Krankenhausaufenthalt (schon eine längere Untersuchung in einer Fachklinik mit entsprechender Anreise dauert so lange, dass der Hund eine Betreuung braucht), Kuren, was-weiss-ich. Da finde ich es schlicht naiv, über Hundehalter, die ihre Hunde in eine Pension geben, herzuziehen.

Wir haben unseren Ersthund (als er noch unser einziger Hund war)einmal für einen Tag (nicht über Nacht) bei Freunden, die auch einen Hund haben, und die er gut kennt, gelassen, das war kein Problem. Einmal, als es bei den Freunden nicht ging, kamen beide Hunde in eine Hundepension, für eine Nacht. Ich habe vorher den Tierarzt gefragt, ob die Pension gut ist, und er hatte keine Bedenken.

Einem unserer Hunde hat es dort wohl nicht gut gefallen, er hat uns zu sehr vermisst. Schade, aber es ging eben nicht anders.

Was wäre die Alternative ? Hier gibt es zwei Tierheime, die nehmen auch Pensionstiere, aber die sind dann im Zwinger. Das ist deutlich billiger als die Penison (vor allem bei 2 Hunden, klar), aber das wollte ich nun doch nicht. Bei Menschen, die meine Hunde nicht kennen, wollte ich sie dann auch nicht lassen, lieber beim Profi in einem frei laufenden Hunderudel.

Wenn ich für längere Zeit ausfallen würde, dann hätte ich einfach keine andere Möglichkeit. Das haben wir übrigens schon mit bedacht, als wir den ersten Hund geholt haben, ich finde eine seriöse Hundepension aus wichtigen Gründen nicht so dramatisch. Wie gesagt, wir haben durchaus auch Freunde, die die Hunde nehmen, aber dafür gibt es trotzdem keine Garantie über 15 Jahre !

Oder was würdet Ihr Hardcore-Pensionsgegner im Notfall mit dem Hund machen ? Zur Omi geben zählt nicht, die kann nämlich möglicherweise auch keine 15 Jahre lang jederzeit einen Hund versorgen !

Gruß, Insel

Hi Insel
danke daß du mich hier etwas unterstützt mit meiner Meinung.
Es tut gut wenn jemand mal nicht nur Schwarz weiss sieht sondern auch mal erkennt daß es Notfälle gibt in denen man den Hund nicht mitnehmen kann.
Aber ich bin neugierig… wo warst du in welcher Pension usw. kannst du mir evtl. privat kurz mehr dazu schreiben??? Was hat dir dort gefallen was hast du vermisst… usw. Dient für mich als Information was ich evtl. verbessern muss
Gruß Steffen

Liebe Insel,

lies die Beiträge so: Wenn man sich einen Hund (ein Tier) anschafft, sollte man sich dessen bewusst sein, dass keine längeren Urlaube so ohne Weiteres ohne „Anhang“ drin sind; dass es da jemanden gibt, der vernünftig versorgt sein muss und der wahrscheinlich drunter leidet und den man rechtzeitig und vernünftig auf die sehr gut ausgewählte Unterbringung vorbereiten muss.

Diese definitive Aussagen richten sich doch zu allererst gegen die Leute (die wahrscheilich hier weniger Leser sind), die unüberlegt ein Tier anschaffen. Natürlich gibt es diese von Dir beschriebenen Ausnahme-Situationen, für die sich jeder Halter aber wappnen muss. Sei es über eine Hunde-Pension (dann ist die frühzeitige Heranführung an eine fremde Umgebung und an anderen Hunde und Menschen wichtig) oder ein Freund / Familienmitglied, der / das dem Tier bekannt ist.

Mein Hund / mein Kater leiden immer, wenn ich mal geschäftlich zwei Tage weg bin (was selten vorkommt), obwohl sie hier in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können und sich ihr Tagesablauf nicht ändert. Mein Hund sitzt die ganze Zeit vor der Wohnungstür und schaut raus, wann ich denn wiederkomme, mein Kater „vergewaltigt“ jeden, um sich seine Schmuseeinheiten zu holen.

Kurz und gut: Dein Ärger ist nach meinem Geschmack fehl am Platze: Dass es immer mal Situationen geben wird in den 15 Jahre Hundehaltung, in denen der Halter verhindert ist, sich um den Hund zu kümmern, ist logisch. Wichtig ist doch, dass die Unterbringung in diesem Fall auf den Hund (der Katze o.ä) abgestimmt ist - und dieser Aspekt war ja der Wesentliche.

Viele Grüße
Kathleen

Hallo Insel,

nimm meine Aussage bitte genau so, wie ich sie geschrieben habe.

Entweder ich nehme den Hund mit in Urlaub
oder ich schaffe mir keinen an.

Das es Situationen gibt, wo auch der Hund zwangsläufig mit durch muß, steht außer Frage. Das würde ich auch nie kritisieren. Das hat aber nichts damit zu tun, daß man den Hund zurückläßt, um sich seinem Vergnügen zu widmen. Nur darum ging es!

Gruß Steffi

Eben…
…liebe Steffi - das wollte ich sagen - aber meine Worte waren wohl mal wieder zu „verklausuliert“! :smile:

Liebe Grüße

Kathleen

Es tut gut wenn jemand mal nicht nur Schwarz weiss sieht
sondern auch mal erkennt daß es Notfälle gibt in denen man den
Hund nicht mitnehmen kann.

Hallo Steffen,
sag mal willst Du Steffi mit Gewalt falsch verstehen?
Keiner wollte dein Business angreifen.
Ist doch super wenn es gute Tierpensionen gibt, für den Notfall!
Wenn man aber keinen Notfall hat(kommt ja auch nicht so oft vor), sollte man es vermeiden ein Tier ohne das gewohnte Umfeld und Bezugsperson sitzen zulassen.
Das man nicht mehr wochenlang in den Dschungel kann wenn man sich ein Tier anschafft, sollte man sich halt vorher bewusst machen.
Wo ist denn jetzt das Problem? Verstehe ich nicht…

Liebe Grüße
Marah

Hallo Insel,

einige Antworten zu der Frage weiter unten - es geht um einen
Hund in Pflege - haben mich sehr geärgert.

Da wird pauschal geantwortet, dass man seinen Hund NIEMALS
abgibt, Punkt, aus.

Es ging darum seinen Hund nicht mit den Urlaub zu nehmen,so hatte ich es jedenfalls verstanden,da Besitzerin des Hundes unten im Thread in den Urlaub gefahren ist und den Hund bei Freundin lässt,die glaube ich nicht so wirklich Erfahrung mit Hunden hat(scheint mir)

Für uns ist es auch selbstverständlich, dass unsere Hunde mit
in den Urlaub fahren.

Ja,genau und das meint Steffi ,sehe ich genauso,deshalb Stern.

Aber es gibt ja auch andere Gründe, sich
mal ein paar Tage von seinem Hund trennen zu müssen: Seminare,
Krankenhausaufenthalt (schon eine längere Untersuchung in
einer Fachklinik mit entsprechender Anreise dauert so lange,
dass der Hund eine Betreuung braucht), Kuren, was-weiss-ich.
Da finde ich es schlicht naiv, über Hundehalter, die ihre
Hunde in eine Pension geben, herzuziehen.

Hat das wer geschrieben?

Wir haben unseren Ersthund (als er noch unser einziger Hund
war)einmal für einen Tag (nicht über Nacht) bei Freunden, die
auch einen Hund haben, und die er gut kennt, gelassen, das war
kein Problem. Einmal, als es bei den Freunden nicht ging,
kamen beide Hunde in eine Hundepension, für eine Nacht. Ich
habe vorher den Tierarzt gefragt, ob die Pension gut ist, und
er hatte keine Bedenken.

Ich jedenfalls habe nichts gegen Pensionen,iss ne gute Sache.Aber ich finde es halt übertrieben,das man seinen Hund nur da abgeben soll,wegen geschulten Personal etc.

Auch da kann was passieren,z.B.Hund reißt sich los ,über die Strasse,Autounfall…Hund fällt tod um,Herzversagen…

Einem unserer Hunde hat es dort wohl nicht gut gefallen, er
hat uns zu sehr vermisst. Schade, aber es ging eben nicht
anders.

Was wäre die Alternative ? Hier gibt es zwei Tierheime, die
nehmen auch Pensionstiere, aber die sind dann im Zwinger. Das
ist deutlich billiger als die Penison (vor allem bei 2 Hunden,
klar), aber das wollte ich nun doch nicht.

Würde ich auch nicht machen,dann eben im Notfall mehr Geld hin blättern,hauptsache Hund ist gut versorgt und hat Auslauf. ;o)

Bei Menschen, die
meine Hunde nicht kennen, wollte ich sie dann auch nicht
lassen, lieber beim Profi in einem frei laufenden Hunderudel.

Das sehe ich genauso.

Wenn ich für längere Zeit ausfallen würde, dann hätte ich
einfach keine andere Möglichkeit. Das haben wir übrigens schon
mit bedacht, als wir den ersten Hund geholt haben, ich finde
eine seriöse Hundepension aus wichtigen Gründen nicht so
dramatisch. Wie gesagt, wir haben durchaus auch Freunde, die
die Hunde nehmen, aber dafür gibt es trotzdem keine Garantie
über 15 Jahre !

Oder was würdet Ihr Hardcore-Pensionsgegner im Notfall mit dem
Hund machen ? Zur Omi geben zählt nicht, die kann nämlich
möglicherweise auch keine 15 Jahre lang jederzeit einen Hund
versorgen !

Ich bin kein Hardcore-Pensionsgegner,aber wenn ich mein Tier zeitweise unterbringen müsste und ein Freund/Bekannter hat Erfahrung mit diesen Tier ,lasse ich das Tier lieber da,wenn Tier ihn kennt oder bei mir zu Hause betreut,als es in eine Pension zubringen,wo alles neu und fremd ist.

Ich finde es nur Übertrieben zu schreiben,das ein Hund nur in einer Pension unter zu bringen ist.

LG Biene

Hi,
die anderen haben dich ja schon darauf hingewiesen, dass nimand hier NIEMALS geschrieben hat.

Ich möchte noch anmerken, dass ich mal einen Hund wegen einem von dir angesprochenen Notfall zwei Tage in Betreuung hatte. Und der Kleine fand das am Anfang glaub ich ziemlich lustig, bei uns im Garten rumzusausen und alles zu erkunden und nach ein paar Stunden als er gemerkt hat, dass Frauchen ihn nicht abholt hat er sich in eine Ecke gelegt und so erbärmlich dreingeschaut, das es mir fast das Herz gebrochen hat udn der Besitzerin auch, als ich es ihr erzählt habe, aber es ging halt nicht anders.

Wir beide haben es dann aber mit Antihistaminen und viel Cottage-Cheese halbwegs überstanden :wink:

Das waren jetzt „nur“ zwei Tage und eine Nacht, aber ich frage mich wie es einem Hund gehen muss, der für eine ganze Woche, oder gar länger abgeschoben wird!? Professionell hin oder her…

Wer sich einen Hund anschafft sollte sich dessen bewusst sein, dass es manchmal unbequem und aufwändiger ist mit ihm in Urlaub zu fahren!? Und wenn er nicht bereit ist auf manchen Urlaub zu verzichten, dann soll er sich vielleicht besser einen Stoffhund zuzulegen. Tiere sind doch kein Spielzeug!

Grüße
/silvl

Hallo,

Ich habe den „kranker Hund“ Thread unten jetzt nicht gelesen; weiss also nicht warum die Gemueter so aufflammen.
Zu dem Pensions-Dilemma moechte ich sagen:
Ich habe die ideale Alternative gefunden. Als ich meine Kleine das erste Mal allein lassen musste (wir waren zur Hochzeit meiner Schwester nach Deutschland eingeladen; aber fliegen lassen wollte ich meinen Hund nun bestimmt nicht) war ich auch schwer am gruebeln. In einen der hier so beliebten „kennel“ wollte ich sie nicht geben, und als ich im Internet schaute, fand ich es: Der Zuhause-Unterbring-Service. Hierbei werden die Hunde in „Gastfamilien“ vermittelt, die je nach den Beduerfnissen ausgewaehlt werden. Molly kam so zu einem aelteren Ehepaar (wir waren vorher dort, um es uns anzusehen und Molly vorzustellen). Und was soll ich sagen, Molly war total begeistert. Fuer sie war es auch eine Art Urlaub. Als wir sie ein halbes Jahr spaeter wieder dort unterbrachten, lief sie gleich freudig zur Haustuer, und hat das Dogsitter-Paar begruesst wie alte Freunde. Spaetestens da hatte ich dann kein schlechtes Gewissen mehr!
Auch wenn wir sie normalerweise immer mit in den Urlaub nehmen, fuehlt es sich einfach gut an, einen Platz fuer sie zu haben wenn wir mal wegmuessen.

Gruss,
Arwhyn.

Hallo Arwhyn,

ich finde Dog-sittig ist eine super Lösung, weil der Hund dadurch eine Leihfamilie hat.

Gruß Steffi

Okay,…
… Steffi schrieb:

"Da muß ich dir widersprechen.
Deshalb gibt man seinen Hund GAR NICHT ab.
Entweder ich nehme den Hund mit in Urlaub oder ich schaffe mir keinen an. "

Zugegeben, ich habe mich mehr auf das GAR NICHT als auf „Urlaub“ bezogen. Denn GAR NICHT heißt eben, dass es GAR KEINE Situation geben könnte, in der ich meinen Hund in eine Pension geben würde.

Wie schon erwähnt, auch bei uns ist Urlaub kein Grund, allerdings hatten wir schon einmal die Überlegung, ein Wochenende Skifahren zu gehen, und zwar nicht, weil wir das so toll finden, sondern weil bei meiner Ältesten ein Skischullandheim anstand und wir sie gerne schon vorher einmal auf Skier gestellt hätten. Wir haben uns dann nicht zuletzt wegen des Hundes dagegen entschieden, und es ging nicht um eine ganze Woche, aber im Prinzip um Urlaub.

Gruß,
Insel

Hi Insel,

einige Antworten zu der Frage weiter unten - es geht um einen
Hund in Pflege - haben mich sehr geärgert.

Mich amuesiert’s eher aber ich weiss was Du meinst. Und Du schreibst ja auch, dass einem Deiner Hunde die Pension nicht gefallen hat.

Das ist IMHO der entscheidende Punkt - es kommt auf das Tier an! Hunde sind vom Wesen her so verschieden wie Menschen.

Unser erster Hund (Kleinpudel) war sehr auf meine Mutter fixiert, er war kreuzungluecklich wenn nur die Koffer vom Boden geholt wurden & voellig aus dem Haeuschen wenn sie wiederkamen.

Der zweite war ein Foxterrier und lange nicht so an eine bestimmte Person gebunden. Er musste am Tag einige Kilometer laufen (sonst war er knatschig) aber solange das erfuellt wurde & es etwas zu fressen gab war er zufrieden. Meine Eltern wurden nach einem Urlaub mit einem kurzen Blick bedacht, das war’s. :smile:

Nummer 3 war ein Border-Terrier, auch nicht soo personenfixiert. Und der 4. ist ein Zwergschnauzer. Hat den Vorteil, dass man ihn wirklich ueberall mitnehmen kann (in die Tasche stecken & fertig) aber er hat schon ein paar Tage gelitten als meine Mutter in’s Krankenhaus musste.

Von daher denke ich auch, dass man Tierpensionen nicht generell „verdammen“ sollte bzw. dass es ein bisschen heftig ist zu sagen „entweder Du nimmst Deinen Hund ueberall mit oder Du schaffst Dir erst gar keinen an“ - das ist etwas zu pauschal.

liebe Gruesse,
Astrid

P.S.: Ich selbst habe keinen Hund weil ich nicht genug Zeit habe - werde wohl warten muessen bis ich in Rente gehe… *g*