Hallo!
Wenn eine Katze kastriert wurde und sie hat danach massive Probleme mit dem Urinieren…
Was kann das sein?
Das Tier ist teilweise inkontinent und miaut nach dem Pinkeln kläglich.
Sie hat keine Struvitkristalle und Antibiotika hilft nicht.
Es wurde noch kein Ultraschallbild gemacht.
Im Urin befindet sich Blut.
Blasensenkung…OP komplikation…???
Hat jemand eine Vermutung?
Diagnostik wird dich weiter bringen als Vermutungen.
Wichtig wäre eine kulturelle Urinuntersuchung, bei positivem Befund Behandlung nach Antibiogramm.
Sicherheitshalber nochmal ein Sediment anfertigen lassen.
Sollten die Urinuntersuchungen nichts Verwertbares liefern bzw. trotz Behandlung keine Genesung eintreten, ist eine Sonographie der Blase dringend angezeigt.
Es kommen viele mögliche Ursachen in Betracht, z.B.
Veränderungen der Blasenwand durch chronische Entzündung, Blasensteine, Polypen, Tumore, Verwachsungen, Missbildungen, …
Diagnostik wird dich weiter bringen als Vermutungen.
Weiß ich doch…Es handelt sich um eine Emailanfrage und die Besitzerin
ist arbeitslos.
Wichtig wäre eine kulturelle Urinuntersuchung, bei positivem
Befund Behandlung nach Antibiogramm.
Sicherheitshalber nochmal ein Sediment anfertigen lassen.
Sollten die Urinuntersuchungen nichts Verwertbares liefern
bzw. trotz Behandlung keine Genesung eintreten, ist eine
Sonographie der Blase dringend angezeigt.
Aber diese Untersuchungen sind ja nicht gerade günstig.
Wäre es in dieser Situation nicht angebracht, erstmal eine Sonographie zumachen, um OP-Fehler auszuschließen? Und dann den Urin zu analysieren? Das könnte evtl. der Besitzerin weniger teuer kommen…
Es kommen viele mögliche Ursachen in Betracht, z.B.
Veränderungen der Blasenwand durch chronische Entzündung,
Blasensteine, Polypen, Tumore, Verwachsungen, Missbildungen,
Blasensteine mit 12 Monaten? Das ist doch eher selten, oder?
Missbildungen kommen meiner Meinung nach auch nicht in Frage,
da die Probleme erst kurz nach der Kastration aufgetreten sind.
Veränderungen der Blasenwand stehen doch meistens stärker im Bezug zu Blasensentzündungen mit Kristallen, oder?
Die Katzen mit Kristallen neigen doch auch eher zu chronischen Zystitis?
Siehst Du garkeinen Zusammenhang zwischen OP und Beschwerden?
Es passt zeitlich sehr gut…
Sorry, wegen der Fragerei! Ich bin sehr neugierig…
Ich habe der Besitzerin übrigens auch zu Ultraschall geraten, um einige Fragen auszugrenzen.
die häufigsten Ursachen für das beschriebene Krankheitsbild sind bakterielle Infektionen u. U. in Verbindung mit Kristallbildung. Deshalb mein Rat zur Labordiagnostik, da man oft mit einer gezielten Antibiose und evtl. geänderter Fütterung wieder Ruhe hat.
Die Kosten für eine Sonographie wären möglicherweise erstmal niedriger, als die Labordiagnostik, schließen diese aber meist nicht aus.
Gerade bei so einer jungen Katze ist der häufigste Befund eine verdickte Blasenwand und evtl. „Schlamm“ in der Blase. Daraufhin würde der untersuchende Arzt mit Sicherheit ein Sediment und eine bakterielle Untersuchung anraten, da man anders nicht weiterkommt.
Deshalb mein Rat um Kosten zu sparen - erst Labor, falls man nichts erreicht, die Diagnostik vertiefen.
Sind die Beschwerden nach Laborbefund medikamentös nicht in den Griff zu bekommen, kann man sich darauf einstellen, dass es von Haus aus teurer wird bzw. dass die Prognose ungünstig ist.
Steine (bei der Katze selten), Verwachsungen, Polypen, Tumoren u.s.w. machen meist einen operativen Eingriff nötig.
Ein Zusammenhang zur Kastration scheint mir verhältnismäßig unwahrscheinlich, da man relativ weit entfernt von der Blase agiert, sofern die Katze nicht hochträchtig war und es sich um eine „normale“ Kastration handelte(Entfernung der Ovarien und der beiden oberen Enden der Gebärmutterhörner).
Für den Fall, dass die Blase bei der OP prall gefüllt war und durch Ausdrücken „gereizt“ wurde (was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann) müssten eventuelle Beschwerden nach wenigen Tagen abgeklungen sein.
Einen „OP-Fehler“ als Ursache für das beschriebene Krankheitsbild halte ich für unwahrscheinlich. Sollte doch einer vorliegen, glaube ich nicht, dass man diesen sonographisch erfassen könnte.
Danke Johnny!
Hast mir sehr geholfen! Durch deine Ausführungen konnte ich einige
Zusammenhänge viel besser verstehen.
Sie möchte die Heilung der Katze homöopathisch unterstützen aber auch dafür braucht man eine vernünftgige Diagnose und die muss hier auch noch
relativ bezahlbar sein.
Bei meiner eigenen Katze konnte ich alles auf einmal testen und untersuchen lassen, war aber auch 250€ los.
Deswegen habe ich hier versucht alles ein bißchen auseinander zuklämüsern…
Sie wird aber bestimmt nochmal zum Tierarzt gehen und eine vernünftige
Diagnose stellen lassen.
Meine Katze wurde alleine durch Zufütterung von rohem Fleisch gesund.
Die Diagnose ist bei so einer Krankheit ja leider, dass teuerste…