Doch, das lernt man auf der Universität - es gibt Fächer
namens Tierernährung, Ernährungsphysiologie, Physiologie und
Biochemie, in denen wir sehr genau über die Vorgänge im
tierischen Körper informiert werden - inclusive der
tierartlichen Unterschiede. Dann legen Tierärzte eine Prüfung
in jedem dieser Fächer ab, ohne die sie nicht weiter studieren
können…
Es handelt sich hierbei doch eher um eine Grundausbildung in dem Bereich
Ernährungsphysiologie.
Ein „normaler“ Tierarzt hat keine Ernährungsphysiologische Fachausbildung.
Das mit dem Zucker und den Lockstoffen ist kein Gerücht!
Was aber nicht besagt, daß sie in Katzen- oder Hundefutter
eingesetzt werden bzw. werden dürfen.
Ich bitte Dich! Halt Deine Nase mal an Whiskas/Sheba/u.s.w.
und dann an ein relativ hochwertiges Futter.
Hochwertige Futtersorten werden von Katzen teilweise deutlich abgelehnt und wenn
Du dann daran riechst, fällt Dir auf das der Geruch weniger stark ist, obwohl
deutlich mehr Fleisch enthalten ist.Man muss erst mit Billigfutter mischen um eine gewisse Akzeptanz zu ereichen.
Jetzt sag mir nicht das tierische Nebenprodukte und pflanzliche Phasern, sooo
toll riechen!
Ein berühmter Lockstoff
ist z.B. Baldrian - wird aber nicht verfüttert…
Ne, die zaubern diese Lockstoffe in ihren Reagenzgläsern, damit diese
auch für die Massenproduktion geeignet sind.
Baldrian spricht auch eher andere Bedürfnisse des Tieres an, als Fressen…
Meine Katzen würden sich dann im Futter wälzen und wären so im Rausch, dass sie garnicht zum Fressen kämen.
Die tierärztliche Sicht ist leider meist sehr einseitig und
garantiert garnichts.
Sie garantiert eine lange Ausbildung,
Das stimmt allerdings! Sehr lange Ausbildung!
Sachkenntnis,
Informationsstand und Hintergrundwissen. Außerdem steht sie
dafür, daß die Sicht einen wissenschaftlich fundierten
Hintergrund hat.
Die Wissenschaft wird anhand von Studien definiert.
Diese Studien müssen finanziert werden. Es steht also ein Geldgeber dahinter.
Wenn man eine Studie qualitativ bewerten möchte, sollte man die Hintergründe
der Studienfinanzierung kennen.
Ausserdem kann die Wissenschaft noch nicht jeden Vorgang klar entschlüsseln
und einige Aspekte werden leider komplett ausgelassen.
Im großen und ganzen kann man der Wissenschaft vertrauen, man sollte aber gewisse
Dinge nicht unbedingt als Tatsache hinnehmen oder zumindest hinterfragen!
Allerdings scheinst Du Deine Ausbildung zur
Tierheilpraktikerin an einer Institution zu absolvieren, die
für ethische Neutralität nicht viel übrig hat, alle Tierärzte
für inkompetente Deppen hält und ihrerseits ziemlich einseitig
argumentiert.
Meine Angriffslustigkeit, unter der Du gerade leiden musst
, beruht auf eigenen Erfahrungen! Ich habe einige Tiere gehabt und einige Tierärzte kennengelernt.
Ausser einer Tierärztlichen Klinik in Duisburg, die übrigens einen hervorragenden
Chirurgen hat, und meiner jetzigen Tierärztin sind da viele nicht gut weggekommen! Es wurden verschiedene Krankheiten, grundsätzlich, viel zu sehr pauschalisiert und nicht genügend auf das Gesamtbild des Tieres geachtet.
Ich lerne zwar Homöopathie, lasse aber niemals den veterinärmedizinischen Aspekt einer Krankheit aus.
In einem Homöopathischen Lehrinstitut, wird vor jeder Stunde gepredigt, in schwierigen Fällen einen Tierarzt mit einzubeziehen.
Nein, aber auch vielfach wiederholte Halb- oder Unwahrheiten
werden durch die Wiederholung nicht wahrer.
Ich wiederhohle nicht blind irgendwelche Halbwahrheiten, sondern sitze
fast jeden Tag stundenlang über Fachliteratur und forsche im Internet.
Natürlich stoße ich an meine Grenzen, vorallem was englischsprachige Fachliteratur angeht, mit der Du mich jetzt wieder großzügig versorgt hast.;->
Viele unzufriedene Tierbesitzer, deren Tiere sich mit
Struvitkristall und co. rumquälen, haben hier ihre Erfahrungen
gesammelt.
Diese wertvollen Erfahrungen kannst Du nicht mit Deiner
Ausbildung neutralisieren.
Ich kann aber sagen, daß die durchschnittliche Lebenserwartung
der Katzen seit Einführung der Fertigfutter um drei Jahre von
12 auf 15 gestiegen ist.
Das hängt sicherlich nicht nur mit dem Fertigfutter zusammen!
Auch die Kenntnisse über Rohfütterung haben enorm an Qualität gewonnen und die medizinische Versorgung und die Grundeinstellung gegenüber Tieren hat sich unglaublich verbessert.
Ich kann sagen, daß es meines Wissens
keine wissenschaftlichen Veröffentlichungen gibt, die der
Fütterung von Fertigfuttern einen negativen Einfluß auf die
Lebensspanne oder die Gesundheit der Tiere nachweist (für
gegenteilige WISSENSCHAFTLICHE Quellen bin ich jederzeit
offen). Ich kann Dir wissenschaftliche Veröffentlichungen
nennen, die sehr wohl einen Zusammenhang zwischen Erkrankungen
von Katzen und Hunden und deren Fütterung mit rohem Fleisch
nahtlos nachweisen.
Ich schau mal, dass ich Dir da ein paar zukommenlasse.
Ich kann Dir nicht beweisen, daß diese Tiere nicht durch das
Futtermittel krank geworden sind, aber kannst Du mir Zahlen
liefern, die nachweisen, daß der Anteil von Tieren mit
Struvitsteinen unter denen, die mit Rohfutter gefüttert werden
signifikant niedriger ist als der Anteil der mit Fertigfutter
gefütterten? Kannst Du mir den Zusammenhang belegen zwischen
dem Fertigfutter und den Struvitsteinen? Und kannst Du mir
erklären, warum mindestens genau so viele Tiere mit dem
medizinischen Fertigfutter keinen Rückfall erleiden, obwohl es
so schlecht ist?
Dazu später…
Wie erklärst Du dir, dass eine Katze mit Struvitkristallen und
daraus resultierenden chronischen Blasenentzündungen, durch
Absetzen des Spezialfutters (feline Urinaray vom Tierarzt) und
Beifütterung von rohem Fleisch, komplett geheilt wurde? Dies
ist kein Einzelfall!
Der Gehalt von Glucosaminen in Deiner Fütterung könnte z.B.
die Integrität der Blasenwand stärken, ein erhöhter pH-Wert
löst die Kristalle auf, es gibt etliche mögliche Gründe für
eine Gesundung - welche kann ich aber nur dann sagen, wenn ich
weiß, was Du außer dem beigefütterten Fleisch Deiner Katze
sonst noch gibst - an Futter, Kräutern, Pflanzen oder
Heilmitteln.
Da beantwortest Du Deine Frage von weiter oben, schon fast, selbstständig.
Meine Katze bekommt keinerlei Medikamente oder Zusätze!
Als ich noch das Urinary gefüttert habe, habe ich mit Glycosaminoglykan ergänzt.
Das ist heute nicht mehr nötig!
Zugegeben mein Tierarzt weiß noch nichts davon, weil ich schon
seit über einem Jahr kein Geld mehr für Antibiotika dalassen
musste…
Gut für Dich und Deine Katze
))
Ich möchte Dich noch auf etwas hinweisen: manchen Tieren kann
die klassische Tiermedizin nicht helfen und wir wissen
wahrhaftig nicht alles - aber manches kann auch die
Heilpraktik nicht leisten. Beide Wege des Heilens sollten sich
zum Wohle des Tieres ergänzen, eine Polemisierung und
Polarisierung ist deshalb in keiner Weise wünschenswert! Wenn
Du nicht irgendwann anfängst, mit den benachbarten Tierärzten
zusammenzuarbeiten (vorausgesetzt, Du machst die Ausbildung
nicht zum Spaß), werden Tiere daran sterben! Du kannst z.B.
eine Hund, der einen Pfirsichkern verschluckt hat, mit Nux
vomica (Erbrechen, Magenkrämpfe, Durchfälle - paßt genau)
behandeln, bis er stirbt - wenn nicht ein Tierarzt den Kern
operativ entfernt, hat der Hund keine Chance gesund zu werden!
Halt die Augen auf und sieh Dir ALLE Facetten eines Problems
an!!!
Ich würde niemals alle Tierärzte verteufeln. Gerade die Chirugie ist lebensnotwendig und das ich selber einen Tierarzt habe, unterstreicht meine Aussage.
Aber gerade Veterinärmediziner können sich nicht von einer gewissen Scheuklappenmentalität freisprechen und sollten mehr auf die langjährigen Erfahrungen mancher Tierbesitzer hören.
Ein Tierarzt, der frisch von der Uni kommt, muss sich (wenn er Geld verdienen möchte)gewissen Begebenheiten unterwerfen, die nicht gerade für die Feinfühligkeit der Veterinärmedizin sprechen.
Überfüllte Wartezimmer…ständiger Zeitdruck…eine beschränkte Auswahl an Medikamenten und ganz und gar oberflächlicher Kontakt zu den Tierhaltern.
Für die Beschäftigung der Ernährungphysiologie für den einzelnen Patienten, besteht schlicht und einfach keine Möglichkeit.
Nun zu der Sache selbst:
Schlechtes Futter wirkt sich zuerst auf den Verdauungstrakt aus.
Die sekunddär betroffenen Organe, die der Entgiftung des Körpers dienen, sind:
Leber; Pankreas; Nieren; Haut;…
Diese organischen Zusammenhänge werden in der Veterinärmedizin nicht genügend beachtet.
Vitamine und Enzyme werden durch den Garprozess zerstört oder verändert, da
das Tier aber auf diese angewisen ist werden diese dann künstlich zugesetzt.
Man weiß aber noch nicht genau ob diese, dann noch so günstig wirken, wie in dem
Ursprunglichem Zusammenspiel der rohen Nahrung.
Um dem Vitamin in der ursprungsform gerecht zu werden, muss man evtl. andere Stoffe hinzufügen und dann auch noch die Menge bestimmen.
Fachbegriffe wie Bioverfügbarkeit und Bioäquilenz sollte man beachten, um diese Aussage nachvollziehen zu können.
Ein Beispiel:
Öle, die man zur Futterergänzung beifügt, benötigen im Körper einen gewissen Kalziumspiegel um überhaupt verwerten werden zukönnen…
Also wird zusätzlich noch Kalzium ins das Futter gemischt, das dieses Zusammenspiel der Inhaltsstoffe aber ein sehr sensibles ist…
Das ist als ob jemand dir einen Tisch vollpackt mit Lebensmitteln die dein Körper benötigt, das alles durch Zusatzpräparate ersetzt, und dann sagt:
Das ist alles was Du brauchst…
Fertignahrung bietet keinen artgerechten Ersatz für das Kauen von Knochen
und die optimale Pflege für Zähne und Zahnfleisch ist somit nicht gewährleistet!
Schon beim Kauvorgang selbst beginnt die Verdauung.
Beim Zerkleinern von rohem Fleisch entsteht wesentlich mehr Speichel.
Dieser beinhaltet Stoffe wie Muzin (Schmiermittel) und Ptyalin (ein stärkespaltendes Enzym).
Hunde und Katzen produzieren Magensäure hauptsächlich während des Fressens.
Der im Maul beginnende Verdaungsvorgang, die Konsistenz und inhaltsstoffliche Beschaffenheit der Nahrung spielt also von Anfang an eine sehr wichtige Rolle.
Der Stoffwechsel eines Tieres ist eine sehr sensible Angelegenheit und deswegen auf artgerechte Fütterung angewiesen.
Die Natur gibt vor, was für das Tier optimal zusammengesetzt ist und in welcher Form.
Dennoch gibt es auch bei Rohfütterung Dinge, die der Mensch unbedingt wissen und beachten sollte:
Die Möglichkeit für Ruhephasen nach der Fütterung mit rohem/gegarten Fleisch sollte unbedingt gewährleistet sein!
Der Darm muss Zeit haben sich zureinigen und zuentleeren, denn Fleischreste wirken karzinogen (eine Studie an Menschen hat dies belegt).
Wenn man diese Ruhephasen ermöglicht, besteht allerdings keinerlei Gefahr!!!
Man muss hierbei beachten, dass die Tiere eine enorme Menge Fleisch aufnehmen und sie sich in der Natur danach zur Ruhe betten (siehe Löwen).
Ein Zitat:
Ausserdem sind die Systeme von Fleischfressern nicht an die ständige Anwesenheit
von Salzsäure im Magen gewöhnt, die sich durch häufige Fütterung bildet.
Das Zwischenzeitliche Aussetzen der Fütterung ist grundlegend, um die Gesundheit
beim Fleischfresser zu erhalten!
Don Hamilton
Bei Fütterung mit Fertigfutter ist eine Sättigung, die mit der der Rohfütterung erzielt wird, so gut wie unmöglich.
Also kann man diese Ruhephasen nicht optimal gewährleisten (es sei denn die Möbel sind kratzfest und man hat Nerven aus Stahl).
Tiere die Vernünftig auf Rohfüterung umgestellt wurden, fressen sich satt und werden danach zufrieden ihren Schalfplatz aufsuchen.
Bei dem sogenannten Minibarf (20%rohes Fleisch) muss der Tierbesitzer diese Ruhephase kontrollieren, indem er die nächste Fütterung erst Stunden später ansetzt und keine Höchstleistung (Spielen) verlangt, bis die grobe Verdaung abgeschlossen ist.
Jetzt zu LUTD:
Nierenerkrankungen sind nur schwer behandelbar und das zerstörte Gewebe ist nicht
mehr zu retten.
Deswegen muss man unbedingt vorbeugen.
Trockenfutter ist für die Nieren nur schwer zu ertragen, da sie härter arbeiten müssen um dem Wasserhaushalt des Tieres auszugleichen.
Um diese Aussage genau zu verstehen müsst ihr das Organ Niere und ihre Aufgaben kennen.
Katzen trinken, von Natur aus, sehr wenig Wasser da sie Feuchtigkeit hauptsächlich durch ihre Beutetiere aufnehmen.
Hierzu ein Link für neugierige Besitzer:
http://www.hauspuma.de/Gesundheit/Ernaehrung/trocken…
Struvitkristalle (auch Triphosphatkristalle genannt)fallen in alkalischem Urin
aus.
Fleischfresser produzieren (bei artgerechter Fütterung) einen sauren Urin.
Futtersorten die hauptsächlich auf Getreide basieren, produzieren einen alkalischen Urin- das ist der Hauptfaktor für Kristallbildung!!!
Auch Bakterien die Blasenentzündungen verursachen, können in alkalischen Urin besser wachsen.
Um den Urin einer Katze, auf natürliche Weise, anzusäuern ist rohes Fleisch
immer noch am besten geeignet!
So…jetzt tun mir meine Finger schon weh.
Das Thema wurde hier von mir nur grob angerissen.
Ich kann nur jedem Tierbesitzer empfehlen sich auf diesem Gebiet schlau zumachen!
Ich werdet Euch wundern, was eine artgerechte Fütterung alles bringt, wenn es um Krankheitsbehandlung oder Vorbeugung geht.
Auch ein Tierarzt lernt diesbezüglich nie aus.
Liebe Grüße
Marah