Hallo. Ich habe folgende Frage: Mein Sohn (11) möchte gern einen Hamster. Wir haben aber gehört, daß Hamster Gehirnhautentzündung übertragen können. Da er ohnehin schon viel krank war, wollen wir kein Risiko eingehen. Nun sagte mir eine Verkäuferin in einer zoologischen Handlung, das mit der Gehirnhautentzündung beträfe nur Goldhamster, nicht die auch am Tage etwas aktiveren Dsungarischen Hamster. Eine andere meinte, das beträfe jeden Hamster. Was ist nun richtig und ist das mit dem am Tage aktiver auch richtig? Lieben Gruß
Hi,
Hallo.
Ich habe folgende Frage: Mein Sohn (11) möchte gern
einen Hamster. Wir haben aber gehört, daß Hamster
Gehirnhautentzündung übertragen können. Da er ohnehin schon
viel krank war, wollen wir kein Risiko eingehen. Nun sagte mir
eine Verkäuferin in einer zoologischen Handlung, das mit der
Gehirnhautentzündung beträfe nur Goldhamster, nicht die auch
am Tage etwas aktiveren Dsungarischen Hamster. Eine andere
meinte, das beträfe jeden Hamster. Was ist nun richtig und ist
das mit dem am Tage aktiver auch richtig?
Zu Gehirnhautentzündung kann ich dir nix sagen. Aus Erfahrung
jedoch weiss ich, dass sich bei uns niemand damit angesteckt
hat (wir haben seit vielen Jahren Dschungaren).
*sfg* und du müsstest mal erleben, wie so ein kleines Kerlchen
keiffen kann, wenn man es weckt, und wie eingeschnappt es aus seinem
Häuschen guckt, wenn es Licht sieht. Es gegen seinen Willen dann
zu nerven kann -für den Nervenden- schmerzhaft enden: die
Tierchen sind schnell und schnappen zu, wenn sie genervt werden.
Von tagaktiv ist bei unseren Dschungaren nie die Rede gewesen.
Sie werden/wurden erst gegen 17.00 Uhr lllllaaaangsam wach. Dafür
randalierten sie bis kurz vor Sonnenaufgang.
Dschungaren halte ich übrigens für keine gute Lösung in dem
Alter des Kindes. Wie wärs mit Meerschweinchen (die sind robuster
und leben länger; wollen zu zweit leben -Dschungaren sind Einzel-
gänger, beißen Artgenossen tot-, sind meist verschmuster als
Hamster)?
Lieben Gruß
retour
D
Moien
Mein Sohn (11) möchte gern einen Hamster. Wir haben aber gehört,
daß Hamster Gehirnhautentzündung übertragen können.
Die Chance vom Blitz getroffen zu werden ist deutlich grösser. Es ist sogar wahrscheinlicher 2x den Volltreffer im Lotto zu landen…
Wenn er keine Immunschwäche hat passiert da gar nix. Und falls er eine hat sind die Bisse sehr viel gefährlicher als die Hirnhautentzündung.
Nun sagte mir
eine Verkäuferin in einer zoologischen Handlung, das mit der
Gehirnhautentzündung beträfe nur Goldhamster, nicht die auch
am Tage etwas aktiveren Dsungarischen Hamster.
Jein. Bei denen gibt es weltweit noch keinen dokumentieren Fall. Dafür werden die noch nicht lange genug als Haustiere gehalten.
Was ist nun richtig und ist
das mit dem am Tage aktiver auch richtig?
Dsungaren richten sich eher nach der Aktivität um sie rum. In der Natur sind sie Dämmerungsaktiv. D.h. sie haben keine Probleme bei gedimmten Licht und interessieren sich halt für alles was potenziell Futter ergeben könnte.
Allerdings kann man Dsungaren nicht wirklich anfassen. Die meisten in Kinderhand werden nie richtig zahm und scheuen sich auf die Hand zu kommen. Die Tiere sind schnell und passen durch fast jede Ritze. Und sie wissen wie man beissen muss um frei zu kommen. Bei guter Behandelung und einem strikten Training (immer Futter/Belohnung wenn auf der Hand, …) werden die Kleinen aber ganz zutraulich. Die kommen dann auch auf Pfiff.
Dsungaren haben allerdings fast alle einen Tick: sie probieren ob man Finger essen kann. Sie beissen dabei nicht wirklich zu. Aber es zwickt halt ein bisschen (wenn die richtig beissen gehen die Zähnschen bis auf den Knochen und es kommt richtig Blut). Das verstehen viele Leute falsch und dann sitzt das Tier für den Rest seines Lebens alleine rum.
Goldies muss man viel länger falsch behandeln bis die anfangen mit beissen. Auf die Hand kommen und anfassen mögen sie nicht wirklich, aber zum überreden reicht ein bisschen Futter. Und sie zwicken i.d.R. nicht.
Übrigens sind fast alle kommerziellen Hamsterkäfige für Hamster untauglich. 1m x 0.5m Grundfläche wären optimal. Dann hat das Tier weniger Stress und wird schneller zahm. 50 x 50cm funktionieren auch noch ganz gut. Aber die 25 x 35cm Teile in der Tierhandelung sind unbrauchbar.
cu
Moien
Moin auch!
Ehrlich gesagt ist es das erste Mal, dass ich davon höre, dass Hamster sowas übertragen können. Genauso gut kann man das dann aber auch über alle anderen Tiere sagen.
Ich verstehe auch die Verkäuferin nicht, was soll das mit Gold- und Zwerghamstern zutun haben?..
Ich schließe mich im Wesentlichen pumpkin an. Ich würde aber auch an eurer Stelle überlegen, ob ein Zwerghamster für Kinderhände überhaupt was ist… (vielleicht doch lieber ein Meerschweinchen?), da sie ja eigentlich nur zum Beobachten sind.
Gruß,
Schröti
Hallo
Übrigens sind fast alle kommerziellen Hamsterkäfige für
Hamster untauglich. 1m x 0.5m Grundfläche wären optimal. Dann
hat das Tier weniger Stress und wird schneller zahm.
Ich habe eher gehört, diese Grundfläche wäre nicht optimal, sondern die Mindestfläche. Außerdem braucht der Hamster ziemlich viel Streu, damit er graben kann.
Hamster sind in Wirklichkeit sehr ungeeignet für Kinder, da sie keine Schmusetiere sind und ja tagsüber sehr viel schlafen und Ruhe brauchen.
Nagetiere finde ich für Kinder generell ziemlich ungeeignet. Sie haben einen ganz anderen Zeitrythmus als der Mensch, und um sich mit dem Tier verständigen und ihm gerecht werden zu können, muss man teilweise auch sehr verstandesmäßig drangehen, sonst wird das Tier wohl einfach nur ein armes „Spielzeug“ für das Kind, das wahrscheinlich recht schnell kaputtgeht.
Fast alle Tiere, die immer so für Kinder empfohlen werden, sind in Wirklichkeit ungeeignet. Z. B. Kaninchen sind sin Wirklichkeit sehr schwierig in der Wohnung zu halten, da sie die Gelegenheit zum Buddeln brauchen, und sehr viel mehr Platz als so einen üblicher Kaninchenkäfig. Im Garten im großen Freigehege kann man sie recht gut halten, aber sie werden nicht gerne gestreichelt. Ähnliches gilt für Meerschweinchen.
Für Kinder finde ich eigentlich nur Katzen geeignet, weil die ja tatsächlich gerne mit Menschen schmusen, und auch weggehen und sich wehren können, ohne dass sie so gefährlich werden wie Hunde.
Die anderen Tiere sollten ggf. die Erwachsenen halten, und die Kinder werden daran beteiligt. Deren Käfige sollten auch nicht im Kinderzimmer stehen. Kinder müssen ja in ihrem Zimmer laut sein dürfen.
Viele Grüße
Simsy
Hallo
Wie wärs mit Meerschweinchen (die sind
robuster
und leben länger; wollen zu zweit leben
Meerschweinchen im Kinderzimmer sind meistens arme Schweine. Kinder haben nur sehr selten die nötige Geduld, dass die Meerschweinchen zahm werden. Übrigens wollen Meerschweinchen nicht zu zweit, sondern in einem großen Rudel leben, und um sich wohl zu fühlen, brauchen sie mindestens mehrere Quadratmeter.
Viele Grüße
Simsy
Hallo Simsy,
Du sprichst mir aus dem Herzen. Leider kann ich Frischling Dir noch kein Sternchen geben… 
Für Kinder finde ich eigentlich nur Katzen geeignet, weil die
ja tatsächlich gerne mit Menschen schmusen, und auch weggehen
und sich wehren können, ohne dass sie so gefährlich werden
wie Hunde.
Ich habe selbst die allerbesten Erfahrungen mit der Kombination Kinder und Katzen gemacht. Die Kurzen lernen dabei quasi automatisch, die Individualität eines anderen Wesens zu respektieren, und auch schon kleine Kinder können dabei Verantwortung übernehmen (mein Dreijähriger stellt allabendlich mit großer Begeisterung die Futternäpfe an die jeweiligen Plätze).
Für etwas ältere Kinder käme natürlich auch grundsätzlich ein Hund in Frage (es gibt ja auch welche in handlicher Größe), aber in dem Fall sollte von Anfang an klar sein, dass die Familie noch mehr mitziehen muss als bei einem anderen Tier; schließlich will der Wauzi ja auch Gassi gehen, wenn der Nachwuchs in der Schule oder krank ist. Wobei, nachdem die erste Beigeisterung verflogen ist, derlei Dinge sowieso gerne an Muttern hängen bleiben… 
Gerade für ‚haustierunerfahrene‘ Kinder wäre es gut, erst einmal auf neutralem Grund mit Tieren in Kontakt zu kommen, bevor eines unüberlegt ins Haus geholt wird. In den meisten Tierheimen gibt es z.B. die Möglichkeit, mit den dortigen Hunden Gassi zu gehen; in dem hiesigen gibt es auch eine Kinder- und Jugendgruppe, die sich speziell um Gnadenhoftiere kümmert. Mitunter wäre das auch eine Alternative, falls die Haltung von Hunden und Katzen z.B. wegen eines entsprechenden Mietvertrages nicht möglich ist.
Viele schnurrige Grüße
Katze
Hallo!
So hieß es vor Jahren mal. Aber ob es wahr ist, weiß ich nicht.
Ich (40) habe auch einen Hamster, weil ich als Kind immer einen hatte und sie einfach zu süß sind.
Aber den, der im Moment bei uns zur Untermiete wohnt, haben wir 1 Jahr, er ist noch immer nicht zahm, geschweige denn zutraulich. Ich weiß nicht, ob es an der Farbe liegt (schwarz), denn früher die braunen waren immer superzahm.
Was soll dann ein Kind mit einem zappeligen und wilden Goldhamster, mit dem es noch weniger anfangen kann? Viel Freude hat er nicht an ihm.
Ich würde dann doch eher auf eine Katze oder kleinen Hund zurück greifen.
Gruß
Carmen
Ergänzung…
Habe ich gerade vergessen:
Du darfst auch nicht vergessen, daß ein Goldhamster fiese spitze Zähnchen hat. Wenn sie unwillig sind, beißen sie, das blutet i. d. R. wie blöd und schmerzt stark. Noch ein Grund, dem Kind die Freundschaft zu kündigen…
Gruß
Carmen
Hallo,
was Du meinst ist die LCM (Lymphozytäre Choriomeningitis), die nicht nur bei Hamstern vorkommt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lymphozyt%C3%A4re_Chori…
http://www.chirurgie-portal.de/infektionen/lymphozyt…
Gruß
Maja