moin moin!
(bitte jeder veterinär und erfahrene kleintier/katzenbesitzer bis zum ende durchhalten und lesen
)
eine von unseren katzen ist leider krank. ich war bei 3 verschiedenen TAs und hab quasi 3 verschiedene diagnosen erhalten. jede diagnose scheint schlimmer/ schlechter zu sein als die vorherige.
spiggy ist weiblich und ca. 9 jahre alt. sie hat 7 kollegen/innen und durfte bis vor kurzem ungehindert freigang haben. sie hat kein fieber, dafür gesunden appetit, kot/urin alles normal… [alle katzen mußten jedoch eine entwurmung erhalten die diese woche durchgeführt wurde.]
seit mindestens 3 monaten ist ihre atmung jedoch sehr auffällig: sie bekommt sehr schwer luft & atmet daher schnell, die atmung ist sehr laut (rasseln/pfeifen) und teilweise kann man es an der nase förmlich sehen da sich die nasenflügel (?) stark bewegen. aufgefallen ist das ganze weil die katze anfing stark zu humpeln und nach der autofahrt (=megastress denn das mag sie gar nicht) zum TA diese extreme atmung zeigte.**
- Tierarzt: röntgenbild von der seite. Lunge „verwaschen“ und sehr viele helle stellen, Herz nicht klar erkennbar da wasseransammlung in der lunge. punktieren würde nicht gehen. diagnose: lungenödem auf grund von herzschwäche. therapie: entwässerungstabletten (dimazon 10 mg) + herztabletten (enalapril-ratiopharm 2,5 mg), bringen leider keinen erfolg, auch nicht nach deutlicher erhöhung der dosierung. weitere behandlung soll mit anderen herzmitteln (langsames einstellen auf neue tabletten) erfolgen. vorherige blutanalyse zeigt nichts gravierendes laut TA. es wird auch bereits von einschläfern geredet. es soll auch ein EKG gemacht werden, aber dafür hatte man an dem freitag keine zeit…
wegen dem EKG und der knappen abspeisung sehr sauer, bin ich direkt mit der katze zu einem anderen TA um eine weitere versierte meinung einzuholen bzw. dort sofort ein EKG machen zu lassen. (kann mein hart verdientes geld auch jemand anderen geben…)
- Tierarzt: röntgenbild vom kollegen angeschaut, weiteres röntgenbild als draufsicht (von oben) angefertigt (ca. 2/3 der lunge noch frei zum atmen), katze zum ersten mal abgehorcht worden!! erneutes blutbild angefertigt, da ich die werte von TA 1 nicht mitbekommen hatte, mit dem hinweis, daß man ganz klar eine vergangene entzündung erkennen könne. herz wird beim abhorchen für fit und ohne funktionsstörung befunden!! lippen der katze bläulich verfärbt. tupferabstrich aus dem rachen soll evt. bakterien nachweisen, laborbefund hierzu jedoch negativ.
diagnose: verschleppte lungenentzündung, entwässerungstabletten werden als unfung befunden + sofort abgesetzt. herztabletten schaden nicht, sollten unterstüzend weiter verabreicht werden. katze bekommt antibiotikum gespritzt (baytril) + cortison + irgendein mittel daß die sauerstoffaufnahme im blut erhöhen soll. weitere behandlung mit herztabletten und baytril 50 mg. insgesamt über 3 wochen (inkl. 2 weiteren spritzencocktails). zustand bessert sich etwas, teilweise sogar deutlich.
komme dann eines abends nach der arbeit nach hause, entdecke eine ca. 2-euro-stück große blutige + nässende stelle direkt über dem auge der katze. bekomme natürlich einen riesen schreck. TA vor ort (nr. 1 + 2 sind ca. 40 km fahrt einfache strecke entfernt) tippt auf nahrungsmittelunverträglichkeit, verabreicht 1 cortison-spritze + behandelt die wunde. alles nicht so schlimm wie es aussah
nach umstellung von teurem zurück auf billigeres futter wunde vollständig abgeheilt.
aufgrund eines vorkommnisses ist das vertrauensverhätnis meinerseits zu TA 2 zwischenzeitlich massiv gestört, zustand der katze wird wieder sehr viel schlechter. TA vor ort ist sonst nicht sehr geeignet, daher:
- Tierarzt: erzähle nichts von den vorherigen diagnosen/therapien, möchte unvoreingenommene diagnose: TA fertigt röntgenbild von der seite an, bild wie oben beschrieben, horcht die katze ab, findet das herz aller wahrscheinlichkeit nach ok. diagnose: lungenödem. therapie: entwässerungstabletten + antibiotikum (baytril 15 mg) für 3 tage. da keine besserung nach 3 tagen und dem hinweis auf frühere verabreichung von baytril umstellung der antibiotika auf clavaseptin 50 mg (2x 1,5 tabletten) + cortisontabletten (1x 1/2 am tag) für vorerst weitere 6 tage (heute ist tag 2). entwässerungstabletten wieder abgesetzt. erhalte hinweis es sei leider doch kein lungenödem, sondern entweder ein infekt oder ein tumor mit metastasen in der lunge. keine heilung möglich wenn tumor. chemotherapien würde nichts als großes loch im portemonaie bringen.
TA 3 sagt es könne definitiv kein lungenemphysem sein, wie von TA 2 diagnostiziert, denn dann seien die hellen flecken auf dem röntgenbild schwarz! habe soeben eine weitere bestätigung dessen erhalten.
hat jemand ähnliches erlebt bzw. ein tier mit identischen symptomen aber einer wirkungsvollen therapie? habe gelesen, daß eine chemnotherapie nicht mit der beim menschen vergleichbar wäre in bezug auf die nebenwirklungen, stimmt das? sollte ein tumor tatsächlich unheilbar sein? oder:
hat jemand fachlich kompetentes eine weitere mögliche diagnose?
was kann ich machen um die katze zu heilen oder zumindest in einen zustand zu bekommen, der sich wenigstens nicht verschlimmert und ihr noch ein paar jahre schenkt?? abgesehen von der kurzatmigkeit ist spiggy noch total lebenslustig, verschmust und überhaupt nicht „am ende“…
danke für das durchlesen des langen beitrages!
bin für jeden ernst gemeinten hinweis sehr dankbar!
** das humpeln auf dem rechten vorderlauf käme von einem rückenleiden, daß sogar auf den röntgenbildern zu sehen sei, darin sind sich alle 3 TAs einig…
beste grüße aus norddeutschland
solveig