Hallo zusammen,
ich habe folgende Frage:
Wir haben 2 Katzen, Wohnungskatzen.
Freunde von uns werden sich jetzt demnächst einen Hund anschaffen.
Wir würden die beiden gerne weiterhin zu uns einladen 
Kann das größere Probleme geben? Wie stellen wir Katzen und Hund einander vor?
Oder ist das sowieso ein relativ aussichtsloses Unterfangen?
Danke,
NOrah
P.S.: Katzen wegsperren ist schon allein aufgrund der Wohnungsarchitektur nicht möglich. Abgesehen davon würden wir das auch nicht wollen…
Hallo Norah,
das kommt auf viele Faktoren an:
-Rasse der Katzen und des Hundes
-Größe und Alter der Tiere
-Charakter der Tiere (vor allem!)
Wenn es ein Welpe ist - wovon ich einfach mal ausgehe, bei einer „Anschaffung“-, kommt es eher auf die Katzen an.
Ich habe schon Katzen erlebt, die den Kleinen fast zerfetzt haben, weil er nicht akzeptiert wurde, aber er kann auch als Spielgefährte aufgenommen werden, dann ist das Schauspiel einfach nur zuckersüß!
Der Welpe dürfte keinerlei Erfahrung haben, also nur „neues“ sehen, was er entdecken will.
Bei Wohnungskatzen würde ich eher von ersterem ausgehen, was aber auf keinen Fall so sein MUSS. Ich meine das, weil Katzen eine Wohnung sehr einnehmen können und ein „Gast“ da auch „ungelegen“ kommen kann.
Auf gar keinen Fall solltet ihr es von Anfang an als aussichtsloses Unterfangen ansehen. Gebt den Tieren eine Chance, sich von der „guten Seite“ zu zeigen. Wenn es nicht klappt, müsst ihr gucken, woran es liegt.
P.S.: Katzen wegsperren ist schon allein aufgrund der
Wohnungsarchitektur nicht möglich. Abgesehen davon würden wir
das auch nicht wollen…
Das wäre auch ein Fehler, denn der Hund ist ja der „Eindringling“ und die armen Bewohner dann immer wegzusperren, kann den Tieren einen Knacks versetzen.
Wünsche euch viel Erfolg!
LG, Bomba
Hallo, NOrah,
Wir haben 2 Katzen, Wohnungskatzen.
Freunde von uns werden sich jetzt demnächst einen Hund
anschaffen.
Wir würden die beiden gerne weiterhin zu uns einladen
Kann das größere Probleme geben?
kann es, muss es aber nicht, das hängt von vielen Faktoren ab, z.B.
- Alter der Tiere
- Gab es schon irgendwann mal Begegnungen mit Hunden (bzw. des Hundes mit einer Katze)?
- Sind die Katzen bei Euch schon fest „etabliert“ oder noch relativ neu (und evtl. unsicher)?
- Wie verhalten sich die Katzen normalerweise? Eher draufgängerisch/neugierig oder eher schüchtern/vorsichtig? etc.
Wie stellen wir Katzen und
Hund einander vor?
Wir haben das immer so gemacht, dass der Hund an der Leine blieb (wenn er völlig unberechenbar war, mit Maulkorb - aber an den müsste man den Hund schon vorher gewöhnen) und die Katzen sich frei bewegen konnten, natürlich mit Rückzugsmöglichkeiten.
Man sollte die Tiere auf jeden Fall im Blick behalten und die Reaktionen beobachten - aber möglichst unaufgeregt und unauffällig, ohne pausenlos auf sie einzureden oder durch Locken „nachhelfen“ zu wollen.
Für den Hund Leckerle bereithalten, um das Befolgen von Kommandos positiv zu verstärken.
Oder ist das sowieso ein relativ aussichtsloses Unterfangen?
Das kann man nur durch einen Versuch herausfinden. Manche Katzen ignorieren Besuchshunde, manche ergreifen sofort die Flucht, andere sind eher offensiv, beschnüffeln und begucken den Hund von allen Seiten (…oder „begrapschen“ ihn sogar, wie unsere beiden…).
Beobachtet die Katzen auch nach dem ersten Zusammentreffen: Verhalten sie sich wie immer, oder wirken sie verstört (was man z.B. an Protestpinkeln erkennen kann)?
Falls der Stress beim ersten Besuch zu groß ist, sollte man die Tiere wieder trennen (evtl. Hund ins Auto) - aber nicht gleich aufgeben. Vielleicht könnt Ihr mit Euren Freunden vereinbaren, dass sie anfangs relativ häufig, aber nur kurz vorbeikommen, sodass der Hundebesuch für die Katzen zur Normalität wird.
Viel Erfolg!
Kreszenz
Wir haben 2 Katzen, Wohnungskatzen.
Freunde von uns werden sich jetzt demnächst einen Hund
anschaffen. Wir würden die beiden gerne weiterhin zu uns
einladen
Nuja, da man Leute mit Hund nicht gleich aus der Gesellschaft ausgrenzen muss, ist das doch nett von Euch.
Kann das größere Probleme geben? Wie stellen wir Katzen und
Hund einander vor?
Wie wär’s mit „gar nicht“? Wenn der Hund zu Hause bleibt, gibts auch keine Probleme. Und mal 2-3 Stunden allein zu sein, wird das Tierchen schon überleben.
Hallo Nora,
ich habe das auch schon mal mit meinem Kater probiert - es war in unserem Fall hoffnungslos. Wir haben beide erstmal durch die Scheibe einander näher gebracht. Der Hund (Dackel) war völlig fasziniert von unserem sehr relaxten Kater, der an der Scheibe entlangstolziert ist. Dann versuchten wir die Terassentür zu öffnen, damit auch ein Schnupperkontakt aufgenommen werden kann - ging wirklich in die Hose - und hätte für den Dackel böse enden können, wenn wir nicht schnell eingegriffen und den Dackel in Sicherheit gebracht hätten. Unser Kater ist sogar mit einem Hund aufgewachsen, kennt also deren „Sprache“ - trotzdem hat er nach dem Tod unseres Hundes keinen anderen Hund mehr gewollt - schlimmer noch, er fühlt sich auch noch jedem Hund haushoch überlegen und es würde ihm im Traum nicht einfallen wegzulaufen, wenn ein Hund auf ihn zukommt - im Gegenteil… schön sitzenbleiben und warten und dann mit ein paar gezielten Pfotenhieben die Schnauze des Hundes in Streifen hauen.
Aber das ist jetzt nur die Geschichte von meinem Kater, eine andere Katze kann das natürlich ganz anders machen, alles ganz individuell. Ich würde es einfach ausprobieren, vielleicht ignorieren sich die Tiere einfach und alles ist gar nicht so schlimm. Ansonsten bleibt wirklich nur (wie in unserem Fall eines Kampfkaters) einladen aber Hund muss leider daheim bleiben.
Viele Grüße
Simone
Hallo Norah!
Wie die Vorredner schon sagten, es hängt sehr vom Charakter aller Beteiligten ab. Ich habe selber 2 Hunde und 2 Katzen und nur der Kater ist als junges Tier zu mir gekommen. Alle anderen haben sich im Erwachsenenalter aneinander gewähnt! Wenn Eure Freunde sich einen Welpen anschaffen, wirkt auch bei Katzen häufig der „Jungtier-Faktor“. Sie nehmen ds tapsige Bündel nicht ganz ernst und trauen sich eher ran und das tapsige Bündel selber kann noch nicht, wie es will. Viel helfen könnte es auch, wenn die Katzen schon mal einen älteren, katzenerfahrenen und gelassenen Hund erleben, der sie mehr oder weniger ignoriert - das ärgert Katze und sie traut sich wesentlich näher ran als an einen, der bei jeder Schwanzbewegung zuckt. Umgekehrt wäre auch der Kontakt einer hundeerfahrenen Katze mit dem neuen Hund von Vorteil - die ist in der Lage, eine negative Erfahrung als eine unter vielen abzuhaken und bekommt nicht gleich den Schock für’s Leben, falls der Kollege von der bellenden Front sich daneben benimmt. Falls ihr solche Möglichkeiten habt - prima! Ansonsten solltet ihr es ausprobieren, euch nicht aus der Ruhe bringen lassen und Geduld haben!
Schönes Wochenende
Archie
Wir haben 2 Katzen, Wohnungskatzen.
Freunde von uns werden sich jetzt demnächst einen Hund
anschaffen.
Wir würden die beiden gerne weiterhin zu uns einladen
Kann das größere Probleme geben? Wie stellen wir Katzen und
Hund einander vor?
Hallo,
ich habe keine Patentlösung, aber trotzdem äußere ich mich mal dazu, weil wir fast genau das gleiche Problem haben, und es macht mir sehr zu schaffen, zumal mein Mann die Sache ganz anders sieht:
Unsere Freunde haben einen Jack Russel, und wenn sie mit dem Hund kommen, gehen unsere beiden Katzen (Freigänger) ins Exil. Sie haben ihn auch als Welpen kennengelernt, falls man das als Kennenlernen bezeichnen kann: Sie haben sich verdünnisiert und erst wieder blicken lassen, nachdem er weg war. Beide Katzen sind nicht interessiert an irgendwelchen anderen Viechern, außer man kann sie essen.
Inzwischen ist der Hund ausgewachsen… Solange es sich um Feste bei uns im Garten handelt, mit viel Platz und im Sommer, habe ich weniger Probleme damit, dass unsere Katzen sich nicht zum Haus wagen können, aber letztens haben wir im Haus gefeiert, da mussten sie draußen bleiben, bis mir irgendwann der Kragen geplatzt ist… Mittlerweile haben sie noch einen zweiten Jack Russel, Sohn des ersten, und mir graut davor, wenn sie im Sommer wieder zu Besuch kommen. Gegen zwei Terrier haben unsere Katzen keine Chance, zumal diese Hunde genau so gezüchtet sind, dass sie überall hinkommen, wo auch eine Katze durchschlüpft oder sich hinflüchtet, ausgenommen vielleicht das Garagendach oder ein hoher Baum.
Das sind wirklich liebe Leute, mit drei bezaubernden Kindern, und wir haben die Rasselbande sehr gern bei uns, aber natürlich kommen die Hunde, die bei ihnen ebenso zur Familie gehören wie unsere Katzen bei uns, immer mit, und toben mit den Kindern durch den Garten. Wie es ja auch eigentlich sein soll. Und die Leute sind absolute Hundemenschen, Katzen sind für sie völlig unverständliche und uninteressante Geschöpfe, weil man „mit denen nix machen kann“ und „man weiß nie, ob die nicht gleich kratzen oder einen anspringen“. Das tun unsere nicht, die interessieren sich Null für Besucher.
Mein Mann findet die Hunde supertoll und meint immer, wir können doch niemanden vor den Kopf stoßen, hm. (Der Kleine war eigentlich sein Geburtstagsgeschenk, das habe ich noch grade verhindern können…) Ich mag die Hunde auch, sie sind lieb und verspielt, aber meine Katzen sind meinem Herzen doch näher 
Man sieht vielleicht, es ist wirklich oft schwierig, da muss man weder Katzen- noch Hundehasser sein. Mich irritiert nur, dass Hundebesitzer oft gar nicht auf die Idee kommen, von sich aus zu sagen, wir lassen den Hund daheim oder nehmen ihn wenigstens bei Fuß.
Seufzend grüßt,
Eva
P.S. Jack-Russel-Kenner wissen es ohnehin, aber für alle anderen: Natürlich jagt „Rocky“ unter lautem Gekläff und wie von Sinnen hinter den Katzen her, sobald er sie zu Gesicht bekommt und würde sämtliche Zäune ausgraben, um hinterherzukommen. Ob er ihnen was tun würde, weiß ich nicht, will es aber auch nicht drauf ankommen lassen, außerdem ist es nicht schön, wenn man erlebt, wie die eigenen Tiere in Panik aus ihrem Zuhause davonstieben.