Krankenversicherung für Haustiere?

Moin,

ich habe mich mal mit dem Thema Krankenversicherung befasst und mich über ein Werbeplakat, was bei meinem Tierarzt hing, informiert. Ich komme für eine über 6-jährige Freigängerkatze auf einen Monatsbeitrag von umgerechnet 12 Euro (für das Compact-Angebot), das kommt mir so niedrig vor, dass ich mich frage, wo der Haken ist. Kennt vielleicht jemand das Angebot und kann was dazu sagen?

http://www.hufundpfote.de/index.html?produkte/tiere…

Oder sollte man das Geld lieber zur Seite legen und es für den Notfall sparen?

Gruß
Cess

Hallo,

leider hab ich keine Antwort für dich, sondern nur eine ergänzende Frage, weil mich das Thema auch interessiert. Hoffe, das gehört so hierhin - aber gehört ja irgendwie dazu:
Ist das bei Krankenversicherungen für Tiere ähnlich wie bei der für Menschen, d.h., braucht man ggfs. einen Gesundheits-Check? Oder wie? Und berechnen sich die Beiträge evtl. an schon vorhandenen, chronischen Erkrankungen, sind also dann teurer? Mein Kater braucht dauerhaft ein Futter, dass der Bildung von Struvit-Steinen (oder so ähnlich) vorbeugt, weil er sonst immer solche bekommt und auch schon einen absoluten Harnverhalt hatte. Außerdem ist TA bei ihm immer sehr teuer, da er nicht besonders kooperativ beim TA ist und daher für alles ne Narkose braucht - zahlt sowas auch ne Versicherung?

Danke und viele Grüße,
Katrin

Hallo Cess,

Oder sollte man das Geld lieber zur Seite legen und es für den
Notfall sparen?

in den meisten Fällen fährt man günstiger, wenn man den entsprechenden Betrag auf ein Sparkonto einzahlt.

Wie bei allen Versicherungen können sie sich in Einzelfällen rentieren, v. a. bei Unfällen. Sollten diese sich aber häufen, zögern die Versicherer nicht, von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch zu machen.
Auf jeden Fall sollte man sich die Versicherungsbedingungen und -einschränkungen genau durchlesen.
Die Abrechnung mit den momentan am Markt befindlichen Tierkrankenkassen klappt i. d. R. völlig problemlos.

Gruß

Johnny

Hallo,

Ist das bei Krankenversicherungen für Tiere ähnlich wie bei
der für Menschen, d.h., braucht man ggfs. einen
Gesundheits-Check?

Es handelt sich eigentlich nicht um richtige Krankenversicherungen, sondern eher um ‚OP-Versicherungen‘. Es werden also nicht alle Tierarztkosten übernommen, sondern nur Operationen. Manche Versicherungen übernehmen auch die jährlichen Impfungen. Je nach Versicherung werden bestimmte Gesundheitsnachweise verlangt bzw. Vorerkrankungen ausgeklammert.

Mein Kater braucht dauerhaft ein Futter,
dass der Bildung von Struvit-Steinen (oder so ähnlich)
vorbeugt, weil er sonst immer solche bekommt und auch schon
einen absoluten Harnverhalt hatte.

So etwas würde eine OP-Versicherung nicht übernehmen.

Außerdem ist TA bei ihm
immer sehr teuer, da er nicht besonders kooperativ beim TA ist
und daher für alles ne Narkose braucht - zahlt sowas auch ne
Versicherung?

Nein.

Gruß,

Myriam

Hi,

Es handelt sich eigentlich nicht um richtige
Krankenversicherungen, sondern eher um ‚OP-Versicherungen‘.

das Angebot, was ich oben verlinkt habe, war für eine Krankenversicherung inkl. Impfungen bis zu einem gewissen Jahressatz etc.

Gruß
Cess

Hallo,

das Angebot, was ich oben verlinkt habe, war für eine
Krankenversicherung inkl. Impfungen bis zu einem gewissen
Jahressatz etc.

Das mit den Impfungen schrieb ich ja auch, aber ich habe das Angebot so verstanden, dass Impfungen + OPs bis zu Betrag X übernommen werden, nicht „normale“ Tierarztbesuche z.B. wegen Bindehautentzündung oder so …

Gruß,

Myriam

Hallo,

Faustregel:

Versicherungen lohnen sich nur, wenn der Schadensfall selten und teuer ist.
Mit selten ist hier „eher unwahrscheinlich“ gemeint; dadurch bleibt der Beitrag gering.
Mit teuer ist „es geht ans Eingemachte“ gemeint; im Schadensfall wirds existenzbedrohend.

Bestes Beispiel für so eine notwendige Versicherung ist die Privathaftpflicht (möglichst mit SB).

Eine Katzenkrankenvesicherung fällt nicht in diese Kategorie. Der Schadensfall ist nicht selten (mindestens einmal pro Jahr) und auch nicht wirklich teuer (nein, auch 1000 Euro für eine OP sollten nicht existenzbedrohend sein).
Wenn du nun rund 150 Euro pro Jahr bezahlst, kannst du rechnen:
70 Euro kostet Vorsorgeuntersuchung und Impfung. Bleiben 80 Euro, die du sparen kannst. Dann musst du schauen, wieviel die KV überhaupt zuzahlt.

Kurz gesagt wird die KV alle Krankheiten etc. all ihrer Versicherten bezahlen, die die Versicherten sonst selbst bezahlen würden. Soviel Geld muss sie also mit ihren Versicherungsbeiträgen reinholen … plus den Gewinn, den sie auch noch machen will. Daraus folgt, dass irgendjemand draufzahlen muss und das ist mit Sicherheit nicht die Versicherungsgesllschaft.

Gruß, Niels