Autoimmunkrankheit und Impfen

Hallo ihr da draussen,

unsere Hündin hat seit ca. einem Jahr eine Autoimmunhämolytische Anämie, dass heisst, ohne die entsprechenden Medikamente zerstören ihre körpereigenen weissen Blutkörperchen die Roten. Nun wäre es wieder an der Zeit zu impfen. In verschiedenen Foren, allerdings für Menschen, wird von Impfungen bei einer Autoimmunkrankheit abgeraten. Außerdem würde es teilweise nichts bringen da die Immunsupressiva die Impfstoffe (egal ob Lebendimpfstoff oder nicht) quasi gleich killt. Zu unserem Hund: Sie wird 11 Jahre alt, ist ein kleiner Zwergschnauzer-Mischling und ca. 7 kg schwer. Bisher wurde sie immer komplett durchgeimpft und es ist nicht geklärt ob die Autoimmunkrankheit durch das letze Impfen ausgelöst wurde.

Also ich stehe der Sache nun sehr kritisch gegenüber, soll ich, wenn ja alles oder nur Teilimpfungen? Wir leben hier nicht in einem Tollwutgefährdetem Gebiet. Unser TÄ habe ich schon darauf angesprochen, auch ihr ist es nicht wohl dabei den Hund zu impfen, aber sie kann natürlich weder voraussagen, was passiert, noch sagen ob der Ausbruch der Krankheit was mit dem letzen Impfen zu tun hat. Die Krankheit ist ca. 4 Monate nach der Impfung aufgetreten. Erfahrungsgemäß eine eigentlich zu lange Zeit.

Nun stellt sich die Frage Impfen oder nicht, wenn ja was kann man weglassen, was ist notwendig, alles auf einmal oder einzeln.

Fragen über Fragen.

Auf eure Antworten freut sich

Ute

Hallo

verzichte auf die Impfung. Ich habe seit Jahren nur noch Tollwut impfen lassen, weil wir viel in Feld/Wald unterwegs sind.

Die Ansteckungsgefahr für deinen Hund wird gleich Null sein.

Alle übrigen Impfungen halten eigentlich ein Hundeleben vor und sind in regelmäßigen Abständen überflüssig. Das haben mir mehrere TÄ bestätigt und es scheint auch offiziell bekannt zu sein, ist aber für jeden TA eine gute , regelmäßige Einnahmequelle.

Alles Gute für deinen Hund.

Hallo,

Nicht, dass ich für manische Zwangsimpfung gegen alles und jedes bin, aber das hier ist ein Argument der Impfgegner, welches auch durch Wiederholen nicht besser wird.

ist aber für jeden TA eine gute , regelmäßige
Einnahmequelle.

Wenn Du schonmal Katzen mit Katzenseuche hattest, wirst Du feststellen, dass Du bis zur Diagnose und dem Entschluss, sie einschläfern zu lassen ungefähr das selbe Geld beim Tierarzt lässt, wie für 5-8 Jahre Vollimpfung. Ich denke, bei Hunden wird es nicht viel anders sein.

Zur Originalfrage: ich würde alles bis auf Tollwut weglassen.

Gruß,

Myriam

Hallo Myriam,

Ronja wird 11 Jahre alt und ist bisher ununterbrochen geimpft worden. Das Problem ist, dass anscheinend gerade die Tollwutimpfung die ist, die mit der Autoimmunkrankheit am meisten kollodiert, jemand anderes hat empfohlen nur die Leptospyrose (ich hoffe das schreibt man so) zu machen. Tollwut ist bei uns hier seit Jahren nicht mehr aufgetreten und wir gehen mit den Hunden vielleicht noch mal nach Bayern aber auf keinen Fall mehr ins Ausland, da ich den alten Knochen die Fahrt nicht mehr zumuten möchte. Die Frage ist, wie lange hält die letzte Impfung zuverlässig durch. Das Problem ist, wenn die Autoimmunerkrankung wieder richtig durchbricht, weil sie vom Impfen kommt, dann ist es nicht klar ob unser Hund die Behandlung ein zweites Mal überlebt. Beim letzten Mal hat unsere TÄ dann ihren eigenen Hund als Blutspender eingesetzt, sonst würde sich diese Frage nicht mehr stellen. Es ist halt nicht untersuchbar woher die Erkrankung kommt. Aber das es die letzte Impfung war ist nicht auszuschließen.

Grüßle Ute

Hallo,

danke für deine Antwort, ich werde mit meiner TÄ am Dienstag alles nochmal genau besprechen, aber ich bin zu 99 % sicher, dass ich es lasse, und ich denke sie auch, sie will sicher nicht das Risiko eingehen, dass Ronja einen Rückfall erleidet.

Danke Ute

ist aber für jeden TA eine gute , regelmäßige
Einnahmequelle.

Zur Originalfrage: ich würde alles bis auf Tollwut weglassen.

Gruß,

Myriam

ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich bin auch kein manischer Impfgegner, sondern denke nur logisch und die Argumente haben mich überzeugt. Selbst meine TÄ, bei der sich über 20 Jahre lang war, impft nur noch Tollwut.

Und Katzenseuche ist ja anscheinend ziemlich verbreitet, da würde ich auch impfen lassen.

Und Katzenseuche ist ja anscheinend ziemlich verbreitet, da
würde ich auch impfen lassen.

Katzenseuche = Panleukopenie, ist mehr oder weniger das gleiche wie die Parvovirose beim Hund, und dagegen würde ich auf jeden Fall impfen. Der Grund, warum diese Krankheiten in den Hintergrund treten, ist der hohe Anteil an geimpften Tieren. Hast Du viele ungeimpfte Tiere, kommen die ausgerottet geglaubten Krankheiten wieder hoch, der Infektionsdruck erhöht sich, eine Spirale entsteht. Es gibt viele Argumente gegen eine jährliche Impfung und die Entwicklung geht ja auch in die Richtung der mehrjährig garantiert wirkenden Impfstoffe. Aber gar nicht impfen ist bei bestimmten Krankheiten unschön, von Sondersituationen wie in der Originalfrage mal abgesehen.

Gruß,

Myriam

Hallo,

ich habe zur Tollwutimpfung geraten, weil ein starker Verdacht oder Kontakt mit einem infizierten Tier schon zur Einschläferung des Tieres führen kann, mögliche Immunität durch regelmäßige Impfungen vorher ist da irrelevant. Wenn die Impfung problematisch ist, lass sie weg und lebe mit den Konsequenzen, falls sie sich denn jemals stellen.

Gruß,

Myriam